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Pressfittings mit Innengewinde und Außengewinde: Wie man die Leitung richtig verbindet

Lisovung von Fittings mit Innengewinde und Außengewinde: Wie man den Verteiler korrekt verbindet

Jeder Installateur, der bereits mehrere Dutzend Installationen mit PEX- oder PEX/AL/PEX-Rohren durchgeführt hat, weiß, dass das größte Problem beim Planen des Verteilers nicht die eigentliche Leitungsverlegung ist, sondern die Stellen, an denen sich das System „umschaltet“ – an denen das Kunststoffrohr mit einem Gewindearmaturenteil, einem Siebfilter, einer Zirkulationspumpe, einem Kessel-Ventilblock oder einem klassischen Stahl-Gewinde-Rohr verbunden werden muss. Genau hier kommen die Pressteile PEX/AL/PEX mit Innengewinde oder Außengewinde ins Spiel – und genau hier entstehen am häufigsten Fehler, die sich dann in Undichtigkeiten, falsch montierten Armaturen oder mechanisch überlasteten Verbindungen zeigen.

In diesem Artikel betrachten wir das Thema systematisch: Was ist ein Innengewinde (IG) und ein Außengewinde (AG), wo passt jeder Typ hin, wie werden die Übergangspunkte korrekt dimensioniert, welche typischen Praxisfälle gibt es und was muss getan werden, damit das Ergebnis wirklich dicht, stabil und langfristig verlässlich ist.

Innengewinde und Außengewinde: Grundlegende Unterschiede und Bezeichnungen

Bevor wir uns an konkrete Situationen machen, wiederholen wir kurz die Terminologie, da hier oft Verwirrung herrscht – selbst bei erfahrenen Handwerkern.

Innengewinde (IG – Innengewinde, oder Abkürzung VZ): Das Gewinde ist in der Fitting-Bohrung geschnitten. Das bedeutet, dass Sie hier ein Außengewinde von Armaturen einstecken können – z. B. einen Kugelhahn mit Außengewinde 1/2", einen Prüfventil, eine Reduzierung, eine Kupplung oder ein anderes Element. Im Deutschen sagt man auch „Gewindehülse“ oder einfach „Weibchen“. In Schaltplänen und Katalogen wird es mit F (female) oder VZ abgekürzt.

Außengewinde (AG – Außengewinde, oder Abkürzung VoZ): Das Gewinde ragt von der Fitting-Bohrung wie ein Stift hervor. In dieses Gewinde steckt man eine Armatur oder einen Fitting mit Innengewinde ein. Man nennt es „Männchen“. In Schaltplänen wird es mit M (male) oder VoZ abgekürzt.

Für eine korrekte Verbindung gilt die einfache Regel: Männchen immer in Weibchen – also Außengewinde der Fittinge in das Innengewinde der Armatur, oder das Innengewinde der Fittinge auf das Außengewinde der Armatur. Wenn Sie das verwechseln, erhalten Sie entweder eine instabile Verbindung oder die Elemente verbinden sich physisch einfach nicht.

Innengewinde (VZ) vs. Außengewinde (VoZ) Innengewinde (Gewinde innen) „Weibchen“ / F / IG VoZ Armaturen Außengewinde (Gewinde ragt hervor) „Männchen“ / M / AG in VZ Armaturen

Wann man Pressfittings mit Innengewinde und wann mit Außengewinde verwendet

Diese Frage erhalten wir im Kundenservice relativ regelmäßig – und antworten immer gleich: Es hängt davon ab, was auf der anderen Seite der Verbindung ist. Sie müssen sich immer anschauen, welches Gewinde die Armatur oder das Element hat, an das Sie angeschlossen werden.

Typische Fälle für Pressfittings mit Innengewinde (VZ / IG)

  • Anschluss von Kugelhähnen – Die meisten Standard-Kugelhähne im Verteiler haben ein Außengewinde 1/2" oder 3/4" an beiden Seiten. Pressfittings mit VZ passen direkt darauf.
  • Thermostate und Ventilköpfe – Anschluss eines Thermostats an einen Heizkörper, bei dem das Ventilkörper ein Außengewinde hat.
  • Siebfilter – Schraubfilter mit Außengewinde: Pressfitting mit VZ PEX auf Ein- und Ausgang.
  • Zirkulationspumpen – Die meisten Zirkulationspumpen für Warmwasser haben ein Außengewinde 1 1/4" oder 1 1/2"; hier braucht man ein Pressfitting mit VZ in entsprechender Größe oder eine Reduzierarmatur.
  • Wärmemesser (Kalorimeter) – Meistens ein Außengewinde auf Ein- und Ausgang.

Typische Fälle für Pressfittings mit Außengewinde (VoZ / AG)

  • Armaturen mit Innengewinde – z. B. Endstücke, Verteiler mit VZ-Anschluss, Pumpenaggregate mit VZ-Eingang.
  • Fußbodenheizung – Verteiler – Viele Verteiler haben für die PEX-Rohrverbindung ein VZ, also muss das Pressfitting auf PEX ein VoZ haben.
  • Stahl-Gewinderohrleitung – Bei der Ergänzung einer bestehenden Stahlleitung um eine PEX-Zweigleitung, bei der das Stahlrohr ein Innengewinde (Hülse) hat, verwendet man ein PEX-Pressfitting mit Außengewinde.
  • Prüf- und Manometeranschlüsse – Adapter für das Anschluss eines Prüfdruckmessers haben oft ein VZ, also muss die PEX-Abzweigung ein VoZ haben.

Gewindegrößen und deren Verbindung mit PEX-Rohren

Sehr wichtiger Hinweis: Die Gewinde auf den Pressfittings sind immer Rohrgewinde nach der Norm ISO 7/1 (sogenanntes Whitworth-Rohrgewinde, Abkürzung R für Außengewinde und Rp für Innengewinde). Diese Gewinde werden in Zoll bezeichnet: 1/4", 3/8", 1/2", 3/4", 1", 1 1/4", 1 1/2", 2".

Die am häufigsten vorkommenden Kombinationen in der Praxis bei Haushalts- und Wohnungsinstallationen:

Durchmesser des PEX-Rohrs Häufiges Gewinde am Pressfitting Typische Anwendung
16 mm 1/2" (am häufigsten) Fußbodenheizung, Heizkörper, Warmwasser
16 mm 3/4" (weniger häufig) Übergang auf größere Armatur
20 mm 3/4" Verteilerzweige, Anschluss Kessel
25 mm 1" Hauptverteilungsring, Speicher TÜV
32 mm 1 1/4" oder 1 1/2" Anschluss größerer Kessel, industrielle Verteiler

Wichtig: Der Zoll-Größenangabe entspricht nicht dem Rohrdurchmesser. Eine 16 mm PEX-Rohrleitung hat also nicht den Gewindeanschluss 16 mm – sie hat den Gewindeanschluss 1/2", was in Millimetern ein nomineller Außendurchmesser von 15,88 mm Gewinde (R 1/2") ist. Dies ist beim Kauf von Armaturen zu beachten.

Übergangspunkt: PEX-Rohr → Presselbohr mit IG → Armatur (AG) PEX-Rohr 16 mm Pressung IG 1/2" innen Armatur (AG) ① Rohr ② Pressung ③ IG Formstück ④ AG Armatur IG Formstück + AG Armatur = korrekte Kombination

Elbo mit Gewinde: Wann und wo sie anwenden

Elbo mit innen- oder außengewinde gehören zu den am häufigsten verwendeten Formstücken in der gesamten Installation. Sie ermöglichen es, die Richtung des Rohres zu ändern und gleichzeitig einen Übergangspunkt für eine Gewindeverbindung zu schaffen. Dabei gibt es mehrere Varianten, die jeweils ihre spezifische Aufgabe haben.

Standard-Elbo 90° mit innengewinde

Presselbo 90° PEX/INNENGewinde (16x1/2") ist die klassische Wahl in Situationen, in denen Sie die Leitung um 90° biegen müssen und gleichzeitig an eine Armatur mit außengewinde 1/2" anbinden. Typische Praxis-Situation: Die Zuleitung des Heizkörpers verläuft entlang des Bodens oder in der Zwischenwand und muss nach oben zum Thermostatventil gebogen werden. Das Elbo wird auf das Rohr gepresst und an das Ventilkörper geschraubt.

Der Vorteil dieser Lösung gegenüber einer geraden Übergangsformstück mit Kupfer- oder Presselbo ohne Gewinde ist die Sauberkeit der Installation – ein Element löst die Biegung und den Übergangspunkt, keine weiteren Formstücke in der Kette.

Elbo mit außengewinde

Analog dazu verwenden Sie Presselbo PEX/AUßENGewinde (16x1/2") dort, wo die Armatur oder das Gegenstück ein innengewinde hat. Praxisbeispiel: Der Verteiler für das Fußbodenheizung hat an jedem Anschluss ein innengewinde 1/2". An jeden Anschluss schrauben Sie mit diesem Elbo eine PEX-Rohrleitung – das außengewinde des Elbos wird in das innengewinde des Verteilers geschraubt und an das andere Ende wird das Rohr gepresst.

Achtung: Beim Schrauben des außengewindes in den Verteiler vergessen Sie nicht die Dichtung – entweder Teflonband oder Hanf mit Fett. Umgekehrt wird das innengewinde des Formstücks (wenn das Gewinde im Formstück ist) auf die gleiche Weise gedichtet: Band oder Hanf auf das außengewinde der Armatur, die Sie in das Formstück schrauben.

Wand-Elbo – für Sanitäranschlüsse

Eine besondere Kategorie ist Presselbo wandmontiert PEX/INNENGewinde (16x1/2"). Dieses Elbo hat zusätzlich eine Montageplatte oder einen verstärkten Flansch, der es ermöglicht, das Elbo vor der Tapezierung oder Kachelung in die Wand einzubetten. Der Anschluss nach vorne – innengewinde – ragt dann aus der Wand und dient als Anschluss für eine Mischbatterie oder einen Thermostatventil.

Praxisbeispiel: Dies ist die Nummer-eins-Lösung bei der Installation von Thermostatventilen für WC-Behälter oder Anschlüssen unter dem Waschbecken, wenn die Zuleitungen in der Wand verlaufen. Das Elbo wird vor der Tapezierung der Wand montiert, in die Montagefläche eingebettet, das Rohr isoliert und verputzt – und aus der Wand bleibt nur der Anschluss mit innengewinde in der exakten Höhe und Position.

Arbeit mit reduzierten Elbo bei Übergängen auf einen anderen Durchmesser

Nicht immer verläuft die Hauptleitung in einem Durchmesser vom Kessel bis zum letzten Armatur. In der Praxis stoßen wir oft auf die Situation, dass die Hauptzweige in 20 mm Durchmesser verlaufen und die Zweige zu den einzelnen Verbrauchern in 16 mm. Gerade an solchen Stellen, wo ein Abzweig oder eine Richtungsänderung erfolgt, ist es sinnvoll, ein reduziertes Elbo zu verwenden.

Presselbo 90° reduziert PEX/PEX (20x16) löst beide Funktionen auf einmal – es ändert die Richtung um 90° und reduziert gleichzeitig den Durchmesser von 20 mm auf 16 mm (oder umgekehrt, je nach Installationsrichtung). Praxisbeispiel: Die Hauptleitung der Heizung verläuft in 20 mm, davon abzweigt am Ende der Leitung eine letzte Zweigleitung zum Heizkörper in 16 mm und ändert gleichzeitig die Richtung. Ein reduziertes Elbo ersetzt T-Stück + Reduzierung + Elbo – also drei Formstücke anstelle eines.

Beim Planen der Leitung sollten Sie immer bewerten, ob es sich lohnt, vor dem Bestellen der Formstücke die Karte der Leitung nochmals genauer zu überdenken. Dazu widmen wir uns ausführlich im separaten Artikel Reduzierte T-Stücke und Elbo: Wann und warum sie in der Leitung anwenden.

Beispiel der Leitung: Anwendungsorte von Formstücken mit IG und AG KOTEL AG 3/4" PEX 20 mm IG 3/4" Verteiler IG Anschlüsse 1/2" PEX 16 mm AG Heizkörper IG PEX 16 mm AG Heizkörper IG PEX 16 mm AG Fußbodenheizung = Formstück mit AG (Außengewinde) = Formstück mit IG (Innengewinde) = PEX-Rohr

Dichtung von Gewindeverbindungen: ohne diese Details funktioniert nichts

Ein Pressverbindung ist von sich aus dicht – die Dichtung wird durch einen EPDM- oder Silikon-O-Ring gewährleistet, der beim Pressen fest zusammengedrückt wird. Eine Gewindeverbindung – also der Ort, an dem ein Fitting an eine Armatur geschraubt wird – müssen Sie jedoch manuell dichten.

Die am häufigsten verwendeten Methoden sind:

  • PTFE-Band (Teflon): Wickeln Sie es in Gewinde-Richtung (also im Schraub-Richtung) auf das äußere Gewinde. Verwenden Sie 2–5 Schichten, abhängig von der Qualität des Bandes und der Gewindegröße. Eignung: für Wasser, Dampf und die meisten Gase (je nach Zertifizierung des Bandes).
  • Kanufaser mit Dichtmasse: Eine bewährte alte Methode, die eine sehr zuverlässige Dichtung in Heizungsanlagen gewährleistet. Die Faser wird auf das äußere Gewinde gewickelt und danach mit Masse bestrichen. Vorteil: Unebenheiten im Gewinde werden besser ausgefüllt.
  • Flüssigdichtmittel (anaerob): Z. B. Loctite 577 oder Henkel Tangit Uni-Lock. Eignung: dort, wo eine höhere Temperaturbeständigkeit oder Vibrationen vorliegen. Nicht geeignet für Trinkwasser, wenn nicht zertifiziert.

Praktischer Tipp aus der Praxis: Beim Schrauben eines Fittings mit äußerem Gewinde (z. B. ein Knie mit VoZ) in einen Verteiler achten Sie auf die richtige Drehrichtung. Wickeln Sie Teflon auf, schrauben Sie mit der Hand bis zum Anschlag und ziehen Sie dann mit dem Schlüssel – maximal um 1 bis 1,5 Umdrehungen. Mehr ist kontraproduktiv und kann das Fitting oder die Armatur sprengen. Achtung: Pressfittings aus Kupfer oder Messing haben festgelegte Anzugsmomente – übertreten Sie diese nicht. Das Messinggehäuse ist relativ spröde bei Gewindebruch.

Montageablauf eines Pressknie mit Gewinde: Schritt für Schritt

Auf Basis vieler Kundenaufträge empfehlen wir diesen Ablauf:

  1. Messen und Rohr abschneiden – verwenden Sie einen Rohrabschnitterschneider, das Rohr muss senkrecht geschnitten werden, ohne Verzug oder Verformung.
  2. Ausrichten und kalibrieren des Rohrende – bei PEX/AL/PEX-Rohren ist es unbedingt notwendig, einen Expander oder eine Ausrichtungsschelle zu verwenden, damit das Rohrende kreisförmig und mit dem richtigen Durchmesser ist. Ein verformtes Rohrende = undichte Verbindung.
  3. Pressring (Muffe) aufschieben – vor dem Einstecken des Fittings den Pressring (Edelstahlring oder nickelfarbener Ring) auf das Rohr schieben. Häufiger Fehler: man vergisst, ihn aufzuschieben, und muss danach das Fitting wieder demontieren.
  4. Fitting in das Rohr einstecken – das Fitting muss bis zum Anschlag eingesteckt werden, was man anhand eines kleinen Kontrollfensters oder einer Markierung überprüfen kann. Das Rohr muss im Kontrollfenster des Fittings sichtbar sein (wenn vorhanden).
  5. Pressring in Position schieben – den Edelstahlring so auf das Fitting schieben, dass er mit der Pressnutzung ausgerichtet ist.
  6. Verbindung pressen – mit Presszangen (manuell oder elektrisch) und der passenden Klemme für den jeweiligen Durchmesser. Die Klemme muss für das Fitting zertifiziert sein – verschiedene Hersteller haben unterschiedliche Profile (TH, U, V Profil).
  7. Pressung visuell überprüfen – der Ring muss gleichmäßig über den gesamten Umfang verformt sein, ohne Lücken.
  8. Gewinde dichten und an Armatur schrauben – PTFE-Band oder Kanufaser auf das äußere Gewinde, mit dem richtigen Anzugsmoment mit dem Schlüssel ziehen.

Weitere Details über das Werkzeug und den Ablauf finden Sie im Artikel Montage von Pressfittings PEX Schritt für Schritt: Werkzeug und Ablauf.

Montageablauf: Pressknie mit VZ auf Rohr Schritt 1 Rohr + Ring Schritt 2 Eingeschobenes Fitting Schritt 3 Pressen mit Zange Schritt 4 Armatur An Armatur geschraubt Der Ablauf gilt auch für VoZ – das Gewinde führt in die Armatur mit VZ VZ Fittinge → VoZ Armaturen ✓ VoZ Fittinge → VZ Armaturen ✓ VZ Fittinge → VZ Armaturen ✗ FALSCH VoZ Fittinge → VoZ Armaturen ✗ FALSCH Immer der Stecker in die Buchse – immer äußeres in innere Gewinde

Übergangspunkte in der Praxis: drei typische Kundenszenarien

Szenario 1: Sanierung des Badezimmers – Anschluss von PEX an bestehende Stahlwasserleitung

Der Kunde hat eine alte Stahlwasserleitung für kaltes Wasser mit 3/4"-Außengewinde am Einlassventil im Badezimmer. Er möchte die Leitung um PEX verlängern und neue Armaturen anschließen. Lösung: Gewindeadapter mit 3/4"-Innengewinde (Muffe oder gerade Verbindungsstange mit IG) an die bestehende Außengewinde-Stahlrohrleitung. Danach geht es weiter mit PEX 20 mm und Pressfittings. Am Ende, wo die Abzweigventile mit 1/2"-Außengewinde angeschlossen werden, werden Übergangsfittings mit 1/2"-Außengewinde verwendet.

Typischer Fehler bei solchen Aufträgen: Der Kunde kauft einen Fitting mit Außengewinde (AG) und versucht, ihn auf das Außengewinde der Stahlrohrleitung aufzusetzen – das passt natürlich nicht, beide haben AG. Ergebnis: unnötige Fahrt zum Laden.

Szenario 2: Neubau mit Fußbodenheizung – Anschluss des Heizkreisverteilers

Der Heizkreisverteiler für die Fußbodenheizung hat an jedem Anschluss ein 1/2"-Innengewinde. An jeden Anschluss muss eine PEX-Rohrleitung mit 16 mm angeschlossen werden. Hier verwenden wir eine gerade Übergangsfitting mit 1/2"-Außengewinde oder, falls sofort eine Richtungsänderung erforderlich ist, ein Presselbow mit 1/2"-Außengewinde. Das AG-Fitting wird in das IG-Anschluss des Verteilers eingeschraubt, mit dem Schlüssel festgezogen, das PEX-Rohr wird gepresst – fertig.

Auf der anderen Seite des Kreises, beim Anschluss der Rückleitung in den Verteiler, ist der Ablauf identisch. Der Verteiler hat auch auf der anderen Seite IG-Anschlüsse, also wieder AG-Fittings.

Szenario 3: Installation der Badezimmerarmatur – Wandelbows

Beim Anbringen eines Duschablaufs oder einer Wanne-Armatur ist es erforderlich, in der Wand zwei Anschlüsse zu bauen – kaltes und warmes Wasser. Die Rohre werden in der Vorbauwand oder in einer Wandnische in 16 mm PEX geführt. In der richtigen Höhe und mit einem Abstand von 15 cm (Standard für die meisten Armaturen mit 15 cm Abstand) werden Wandelbows mit 1/2"-Innengewinde eingebaut. Diese Elbows werden in die Vorbaukonstruktion fixiert, die Rohre werden gepresst, die Wand wird abgedichtet. Aus dem Mauerwerk ragt nur das Innengewinde heraus, an das sich dann die Abzweigventile der Armatur oder direkt der Körper der Armatur anschrauben. Dies ist eine standardisierte und sehr elegante Lösung für alle Arten von Armaturen mit 1/2"-Außengewinde.

Häufige Fehler beim Umgang mit Gewindefittings

Aus der Service- und Kundenerfahrung können wir eine Liste der wiederkehrenden Fehler zusammenstellen:

  • Verwechslung von IG und AG: Bestellung des Fittings mit falschem Gewinde als benötigt. Immer überlegen, was auf der anderen Seite der Verbindung ist.
  • Falsche Gewindegröße: Kauf von 16x1/2", aber die Armatur hat 3/4". Vor der Bestellung immer prüfen, welches Gewinde die angeschlossene Armatur hat.
  • Fehlendes Dichtmaterial am Gewinde: Der gepresste Teil ist dicht, aber das Gewinde leckt, weil vergessen wurde, PTFE-Band oder Hanf zu verwenden.
  • Zu starkes Anziehen: Das Fitting bricht beim Überdrehen. Messing ist robust, aber nicht unendlich. 1–1,5 Umdrehungen nach Handfestigkeit reichen aus.
  • Presse ohne Kalibrator: Elliptischer Rohrende → asymmetrischer Druck auf den O-Ring → Leckage. Mehr zu Fehlern finden Sie im Artikel Häufige Fehler beim Pressen von PEX-Fittings und wie man sie vermeidet.
  • Falsche Klemmform der Presszange: Für verschiedene Fittinghersteller sind verschiedene Klemmformen erforderlich. Der TH-Profil (Viega, Uponor) ist nicht kompatibel mit dem V-Profil anderer Systeme.
  • Drehen des Elbows nach Pressen: Einige Installateure versuchen, nach dem Pressen das Elbow in eine bessere Position zu drehen – das ist verboten, die gepresste Verbindung darf weder mechanisch belastet noch gedreht werden.

Materialien der Fittings und deren Einfluss auf die Verbindung mit Gewindearmaturen

Die meisten Pressfittings für PEX in Haushalts- und Wohnungsinstallationen werden aus Messing (CW617N oder CW614N) hergestellt, einige Premium-Systeme verwenden Kupfer oder Edelstahl. Der Fittingkörper hat in der Regel eine nickelifte oder zinnüberzogene Oberflächenbehandlung, was die Korrosionsbeständigkeit fördert und die Identifizierung gepresster Verbindungen erleichtert (der gepresste Inoxring bleibt glänzend, was eine visuelle Kontrolle ermöglicht).

Wenn Sie eine Messingfittings mit einer Stahlarmatur (z. B. ein altes Stahlventil) verbinden, müssen Sie an die galvanische Korrosion denken – Messing und Stahl in einem Kreislauf mit aggressivem Wasser können zu beschleunigter Korrosion des Stahlteils führen. In solchen Fällen wird empfohlen, einen elektrischen Isolator einzufügen oder eine Edelstahl-Übergangsfittings zu verwenden.

Dem Thema der Auswahl der richtigen Fittings nach Material und Kompatibilität widmen wir uns ausführlich im Artikel Wie wählt man Pressfittings für PEX/AL/PEX aus: Typ, Maße und Kompatibilität.

Dimensionierung der Übergangspunkte und Hydraulik des Systems

Beim Entwurf der Übergangspunkte ist es wichtig, auch an die Hydraulik zu denken – jede Gewindeverbindung und jeder Fitting stellt einen lokalen Widerstand dar, der die Druckverluste im System beeinflusst. In der Praxis ist das vor allem bei langen Leitungen oder bei umfangreichen Fußbodenheizungsinstallationen relevant, bei denen die hydraulische Ausgewogenheit entscheidend ist.

Grundregel: Der Innendurchmesser im Gewindebereich sollte nicht kleiner sein als der Innendurchmesser der angeschlossenen Rohrleitung. Ein PEX-Rohr mit 16 mm hat einen Innendurchmesser von ca. 10–12 mm (je nach Wandstärke). Ein Gewinde von 1/2" hat einen Innendurchmesser von ca. 13 mm – also bringt der Übergang nur einen minimalen Widerstand. Probleme entstehen, wenn zu kleine Fittings oder Armaturen mit eingeschränktem Durchflussquerschnitt verwendet werden (z. B. ein Kugelhahn mit kleinem Durchgang).

Für größere Durchmesser (20 mm, 25 mm) gilt dieselbe Logik: Gewinde 3/4" für Rohre mit 20 mm, Gewinde 1" für Rohre mit 25 mm – diese Kombinationen gewährleisten einen reibungslosen Übergang ohne erhebliche Verengung. Mehr zur Dimensionierung finden Sie im Artikel Welchen Durchmesser an Pressfittings benötige ich für meine Leitung.

Prüfung und Dichtheit der Übergangsfittings

Nach Abschluss der Montage folgt der Drucktest. Für Wasserleitungen wird standardmäßig ein Drucktest mit 1,5-fachem Betriebsdruck durchgeführt, mindestens 0,6 MPa (6 bar), für mindestens 30 Minuten (gemäß STN EN 806). Für Heizungsanlagen

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