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Häufig gestellte Fragen zu Pressfittings PEX/AL/PEX

Häufig gestellte Fragen zu Pressfittings für PEX/AL/PEX

Pressfittings für dreischichtige PEX/AL/PEX-Rohre gehören heute zu den beliebtesten Verbindungsmöglichkeiten in der Wohnungsbau- und gewerblichen Installationstechnik. Obwohl die Pressverbindungstechnologie bewährt und bei korrekter Anwendung verlässlich ist, stoßen wir in der Praxis auf viele Fragen – sowohl von Kunden, die zum ersten Mal eine Fußbodenheizungsverlegung durchführen, als auch von erfahrenen Installateuren, die von anderen Systemen wechseln. Dieser Artikel sammelt die häufigsten Fragen aus der Kundenerfahrung und beantwortet sie mit technischer Genauigkeit und konkreten Zahlen.

Wenn Sie konkrete Typen von Fittings suchen oder die Grundprinzipien der Auswahl verstehen möchten, empfehlen wir Ihnen auch unsere Artikel Wie wählen Sie Pressfittings für PEX/AL/PEX aus: Typ, Maße und Kompatibilität und Welcher Durchmesser an Pressfittings benötigen Sie für Ihren Anschluss im gleichen Wissenszentrum.

Querschnitt PEX/AL/PEX-Rohr – Schichten und Pressbereich Rohr PEX/AL/PEX Außen PEX Al-Layer Innen PEX Fitting (Pressring) Press Press PEX/AL/PEX-Rohr Körper des Fittings (Messing) Pressring (PPSU/Edelstahl)

Was sind Pressfittings für PEX/AL/PEX und warum gerade diese?

Bevor wir uns konkreten Fragen widmen, eine kurze technische Grundlagen-Einführung. Das Rohr PEX/AL/PEX besteht aus drei Schichten: die innere Schicht ist vernetztes Polyethylen (PEX), die mittlere Schicht ist eine Alu-Folie (AL), die entweder stumpf oder an der Längsnähte verschweißt ist, und die äußere Schicht ist wieder PEX. Diese Kombination verleiht dem Rohr Formgedächtnis (Biegsamkeit ohne Rückfederung wie bei reinem PEX), Wärmebeständigkeit und Dampfdiffusionsdichtigkeit.

Die Pressfittings für PEX/AL/PEX sind speziell konstruiert, sodass der Körper des Fittings (meist Messing oder nickelfarbiges Messing) in das Rohr eingreift und der äußere Pressring (aus PPSU-Kunststoff oder Edelstahl) durch Presszangen verformt wird – was eine mechanisch und dichtungstechnisch verlässliche Verbindung ohne Verwendung von Kautschukdichtungen schafft. Die Dichtung wird hierbei durch die eigene Materialverformung erreicht.

Sind Pressfittings für PEX/AL/PEX und für weiches PEX gleich?

Dies ist eine der häufigsten und gleichzeitig gefährlichsten Fragen, da Kunden diese beiden Systeme viel häufiger verwechseln, als man erwarten würde. Die Antwort ist eindeutig: Nein, sie sind nicht austauschbar und dürfen nicht kombiniert werden.

Weiches PEX (auch als PEX-B oder PEX-A bezeichnet) wird mit Expansions- oder Kompressionsfittings verbunden, bei denen das Rohr selbst die Verbindung durch plastische Deformation hält. Für PEX/AL/PEX sind Pressfittings mit einem anderen inneren Profil des Körpers (Noppen), einer anderen Einsteuertiefe und einem anderen Durchmesser des Pressrings vorgesehen. Wenn Sie ein Pressfitting für AL/PEX an reines PEX anwenden würden, könnte die Noppe das Rohr durchschneiden oder die Verbindung wäre nicht dicht. Stets prüfen Sie vor dem Kauf, für welchen Rohrtyp das Fitting zertifiziert ist.

Welche Maße von Pressfittings für PEX/AL/PEX gibt es und wie identifiziert man sie richtig?

Die gängigsten Maße für Wohnungsanlagen sind 16 mm, 20 mm und 26 mm Außendurchmesser des Rohres. In gewerblichen Installationen begegnen wir auch Maßen wie 32 mm und selten 40 mm. Die Maße des Fittings entsprechen immer dem Außendurchmesser des Rohres – also, wenn Sie ein Rohr 16×2 (Außendurchmesser 16 mm, Wandstärke 2 mm) haben, kaufen Sie ein Fitting mit der Bezeichnung 16.

In der Praxis bei einem größeren Haus mit Fußbodenheizung werden typischerweise kombiniert:

  • 16 mm Rohr und Fittings für die Heizkreise der Fußbodenheizung
  • 20 mm für die Hauptverzweigungen vom Heizkreisverteiler zu den einzelnen Kreisen
  • 26 mm für den Primärkreis vom Kessel, Speicher oder Sternverteiler

Reduzierte Fittings ermöglichen den Übergang zwischen zwei Durchmessern ohne Zwischenstücke. Ein typisches Produkt ist beispielsweise ein reduziertes Presselbow 90° PEX/PEX (20x16), das dort eingesetzt wird, wo Sie von einer 20 mm Verzweigung zu einer 16 mm Schleife abzweigen – beispielsweise beim Anschluss an den Heizkreisverteiler oder bei Wechsel der Nennweite im Verlauf des Anschlusses. Mehr dazu, wann Sie auf Reduzierungen zurückgreifen, finden Sie im Artikel Reduzierte T-Stücke und Elbows: Wann und warum sie im Anschluss eingesetzt werden.

Vergleich der gängigen Fitting-Größen PEX/AL/PEX 16 Ø 16 mm Heizkreise Fußbodenheizung 20 Ø 20 mm Hauptverzweigungen der Anlagen 26 Ø 26 mm Primärkreis, Kessel Außendurchmesser des Rohres Innendurchmesser (Leitungslicht)

Können Pressfittings von verschiedenen Herstellern gemischt werden?

Dies ist eine der technisch-rechtlichen Fragen, bei der Praxis und Theorie leicht auseinandergehen. Technisch gesehen können Pressfittings verschiedener Hersteller aufgrund leicht unterschiedlicher Profile des Pressrings, Form der Nut und Toleranzen voneinander abweichen. Die meisten europäischen Hersteller für gängige Durchmesser (16, 20, 26 mm) halten sich jedoch an die Norm EN 1254 oder eine ähnliche, sodass die Geometrie im Grunde kompatibel ist.

Das Problem entsteht jedoch bei Gewährleistungsansprüchen: Falls ein Leck an einer Verbindung auftritt, bei der beispielsweise Pressfittings des Herstellers A mit Zangen des Herstellers B oder Pressfittings von zwei verschiedenen Herstellern kombiniert wurden, kann jeder Hersteller auf den anderen verweisen. Aus diesem Grund empfehlen wir innerhalb einer Installation auf ein einheitliches System zu bestehen – Pressfittings und Werkzeug vom selben Hersteller, alternativ zertifiziert kompatible Kombinationen.

In der Praxis stoße ich nicht auf Fälle, bei denen das normale Mischen von Pressfittings zweier renommierter europäischer Hersteller desselben Durchmessers undicht wurde – dennoch sind die Gewährleistungsfolgen real.

Welches Werkzeug benötige ich für die Montage und muss es speziell sein?

Ja, Pressfittings erfordern eine Presszange (oder Pressklemme), die für den jeweiligen Durchmesser geeignet ist. Presszangen sind entweder manuell (für Durchmesser 16–26 mm, geeignet für eine geringe Anzahl von Verbindungen) oder elektrisch/akkugetrieben (für größere Projekte und größere Durchmesser).

Wichtig ist die Form der Klemme. Für PEX/AL/PEX mit Pressring aus PPSU oder Edelstahl wird eine Klemme mit Profil TH oder U verwendet – das hängt vom konkreten System ab. Vor dem Kauf von Presszangen prüfen Sie immer, welches Profil die Pressfittings erfordern, die Sie montieren. Die meisten Hersteller geben dies direkt in der technischen Dokumentation an.

Außer der Presszange benötigen Sie:

  • Rohrschneider oder Schneidgerät (für sauberen, lotrechten Schnitt)
  • Kalibrierstift (zur Wiederherstellung des runden Querschnitts des Rohres nach dem Schneiden)
  • Tiefenmarkierer (meist Teil des Kalibrierstifts)
  • Maßband und Bleistift

Einen detaillierten Ablauf inklusive Kontrollschritte finden Sie in unserem Artikel Montage von Pressfittings PEX Schritt für Schritt: Werkzeug und Vorgehen.

Welche Einstanztiefe hat das Rohr in den Pressfitting und warum ist das wichtig?

Die Einstanztiefe ist eine der am häufigsten unterschätzten Dinge bei Anfängern. Für jeden Rohrdurchmesser gilt eine minimale Tiefe, in die das Rohr eingestanzt werden muss, damit die Verbindung funktioniert und dicht ist. Orientierungswerte für gängige Durchmesser:

Rohrdurchmesser Minimale Einstanztiefe
16 mm 16 – 18 mm
20 mm 19 – 21 mm
26 mm 22 – 24 mm
32 mm 25 – 28 mm

Falls das Rohr nicht ausreichend tief eingestanzt wird, sitzt der Pressring nicht an der richtigen Stelle des Pressfittings und die Verbindung ist mechanisch instabil oder undicht – dies kann jedoch erst nach dem Druckausbau des Systems sichtbar werden. Deshalb empfiehlt es sich immer, vor dem Pressen das Rohr mit einem Stift an der erforderlichen Einstanztiefe zu markieren und visuell zu prüfen, ob das Rohr bis zum Anschlag eingestanzt wurde.

Sind Wandmontage-Pressknicke geeignet für die Montage an der Wand – wie ist der Ablauf?

Ein Pressknicke mit Wandmontage (auch „Wandknicke“ oder „Rosette“ genannt) ist ein Pressfitting, bei dem an einer Seite ein Presshals für das PEX/AL/PEX-Rohr ist und an der anderen Seite ein Innengewinde oder Außengewinde mit einer Montageflansch mit Schraublöchern. Diese Flansch wird mit Schrauben direkt in die Wand oder in Gipskarton vor der Verputzung befestigt.

Typische Anwendung: Abschluss eines Unterputzleitungsverlaufs vor dem Waschbecken, der Duschkabine oder dem Heizkörper, bei dem das Rohr „hinter die Wand“ abbiegt und das Gewinde nach außen ragt, um eine Armatur oder ein Anschlussrohr anzuschließen. Ein Beispiel ist das Pressknicke Wandmontage PEX/INNENGEWINDE (16x1/2"), das genau für solche Unterputzabschlüsse mit Rohrdurchmesser 16 mm und Gewinde 1/2" vorgesehen ist.

Bei der Montage eines Wandmontage-Pressknicke ist folgendes wichtig:

  • Erst die Flanschseite in die Wand befestigen – lotrecht, in der richtigen Höhe
  • Stellen Sie sicher, dass das Gewinde parallel zur Wandfläche verläuft (nicht schräg)
  • Danach das Rohr pressen – nach dem Pressen kann das Rohr nicht mehr gedreht werden
  • Letzte Kontrolle der Festigkeit der Flansch vor dem Verputzen oder Gipskartonieren

Welcher ist der Unterschied zwischen Pressfitting mit Innengewinde und Außengewinde?

Pressfittings mit Innengewinde (IG – Innengewinde) haben die Gewindebohrung im Fitting – also wird ein Außengewinde der anderen Seite angeschraubt, z. B. ein Absperrhahn, ein Mischventil oder ein Kugelhahn. Pressfittings mit Außengewinde (AG – Außengewinde) sind umgekehrt – das Gewinde des Fittings ist männlich (außen) und die andere Seite hat ein Innengewinde mit Dichtfläche, z. B. ein Heizkörperanschluss oder eine Schraubarmatur.

In der Praxis hängt die Wahl davon ab, was auf der anderen Seite angeschlossen wird. Als Merkhilfe: Pressfitting mit Innengewinde = Armatur mit Außengewinde, und umgekehrt. So ist z. B. das Pressknicke 90° PEX/INNENGEWINDE (16x1/2") eine gängige Lösung für die Anschlussleitungen an Armaturen mit Außengewinde G 1/2". Falls Sie hingegen an eine Schraubarmatur mit Innengewinde anschließen, greifen Sie auf das Pressknicke PEX/AUßENGEWINDE (16x1/2") zurück.

Bei der Dichtung von Gewindeverbindungen an Pressfittings immer Teflonband oder Hanf mit Dichtmasse verwenden – das Pressen selbst dichtet nur das Rohrhalsstück, nicht den Gewindebereich. Mehr dazu finden Sie in unserem Artikel Pressen von Pressfittings mit Innengewinde und Außengewinde: Wie man eine Leitung korrekt verbindet.

Innengewinde (IG) vs. Außengewinde (AG) an Pressfittings PEX-Rohr Innengewinde (IG) Gewinde ist in der Bohrung Armatur Außengewinde → Schrauben PEX-Rohr Außengewinde (AG) Gewinde ist auf dem Vorsprung Armatur Innengewinde → Schrauben IG-Pressfitting nimmt Außengewinde auf AG-Pressfitting wird in Innengewinde geschraubt

Können Sie Pressfittings PEX/AL/PEX in den Estrich oder in den Boden einbetonieren?

Dies ist eine heikle Frage, bei der mehrere Aspekte unterschieden werden müssen. Die Rohre PEX/AL/PEX selbst sind für die Einbettung in den Boden vorgesehen – eine übliche Situation bei der Fußbodenheizung, bei der die gesamten Schleifen mit Anhydrit oder Beton verklebt werden. Die Rohre selbst leiden daran nicht. Das Problem entsteht bei den Pressfittings.

Die meisten Hersteller von Pressfittings PEX/AL/PEX empfehlen nicht, Pressfittings ohne Zugang dauerhaft einzubetonieren oder in den Boden einzubauen – und zwar aus einem einfachen Grund: selbst bei korrekt durchgeführter Verbindung besteht (wenn auch geringe) Wahrscheinlichkeit, dass im Laufe von Jahrzehnten eine Anomalie auftritt, und bei einer verdeckten Verbindung würde die Reparatur das Zerstören bedeuten. Bei einigen Systemen ist dies sogar ausdrücklich verboten, und die Zertifizierung spiegelt dies wider.

In der Praxis empfehlen wir an Stellen, an denen Pressfittings im Boden liegen, folgende Lösungen:

  • Verlegung des Pressfittings an eine zugängliche Stelle (z. B. Verteilerkästchen)
  • Einbau des Pressfittings in eine Schachtrohre mit Deckel (sogenannte Kontrollschacht)
  • Verwendung von Verbindungen nur in zugänglichen Bereichen der Leitung und Verlegen der gesamten Schleife ohne Verbindungen durch den Boden

Welchen Druck und welche Temperatur können Pressfittings PEX/AL/PEX aushalten?

Zertifizierte Pressfittings für PEX/AL/PEX-Systeme bewältigen in der Regel:

  • Arbeitsdruck: 10 bar (einige Systeme bis zu 16 bar)
  • Maximale Arbeitsbetriebstemperatur: 95 °C (bei Druck bis zu 6 bar)
  • Maximale kurzfristige (Notfall-) Temperatur: 110 °C

Für gewöhnliche Heizungsleitungen in Wohnungen mit Temperaturen von 35–75 °C und Drücken von 1,5–4 bar sind diese Parameter mit großem Puffer ausreichend. Für industrielle oder technologische Anwendungen mit höherem Druck oder extremen Temperaturen müssen speziell zertifizierte Systeme verwendet werden, und dies sollte mit dem Hersteller abgeklärt werden.

Interessante Detailbemerkung: Messingpressfittings ertragen Temperaturen deutlich besser als einige Kunststoffvarianten. Beim Kauf sollten Sie immer das Zertifikat des konkreten Produkts prüfen – die Parameter können sich zwischen den Herstellern unterscheiden.

Was passiert, wenn ich falsch gepresst habe – kann die Verbindung repariert werden?

Leider ist Pressen ein einseitiger Prozess – einmal gepresster Ring lässt sich nicht „zurückpressen“. Ist die Verbindung falsch ausgeführt (z. B. der Ring wurde außerhalb der Nut gepresst, das Rohr nicht weit genug eingeführt oder die Zange hatte die falsche Klemme), bleibt als Reparatur nur das Abschneiden des Pressfittings mit einem Rohrstück und die Montage einer neuen Verbindung mit neuem Pressfitting.

Dies bedeutet natürlich, dass Sie eine gewisse Rohrlänge verlieren. Bei enger Verlegung oder bei geringer Reserve kann das ein Problem sein – wir empfehlen daher, beim Schneiden immer etwas länger als nötig zu lassen und die Endlänge erst kurz vor der Montage abzuschneiden.

Wie erkennt man eine fehlerhafte Verbindung? Manchmal sieht man das sofort (der Ring ist nicht in der Nut, das Rohr ragt zu wenig heraus), manchmal zeigt sich die Undichtigkeit erst bei der Druckprüfung. Deshalb ist die Druckprüfung vor dem Verkleben mit Gipskarton oder vor der Verputzung absolut notwendig. Mehr zu diesem Thema finden Sie im Artikel Häufige Fehler beim Pressen von PEX-Fittings und wie man sie vermeidet sowie in Prüfung und Service gepresster Verbindungen: was bei Verdacht auf Undichtigkeit zu tun ist.

Ist ein 90°-Bogen besser als eine gebogene Rohrleitung? Wann ein Pressfitting und wann das Rohr biegen?

Das Rohr PEX/AL/PEX lässt sich manuell biegen (ggf. mit Biegefedern oder Biegemaschine), was eine seiner Hauptvorteile gegenüber Stahlrohren ist. Beim Biegen gelten jedoch minimale Biegeradien – bei einem Rohr 16×2 mm beträgt der minimale Biegeradius in der Regel ca. 80–100 mm (5-facher Außendurchmesser), bei 20×2 mm ca. 100–120 mm.

Falls Sie die Richtung der Leitung in begrenztem Raum ändern müssen (z. B. in einer Gipskarton-Wand, in einem Ständer oder bei der Umsetzung einer Ecke bei einer langen Leitung), ist ein 90°-Bogen PEX/PEX (16) elegantere Lösung als das Biegen des Rohres in zu engem Raum. Der Bogen bildet auch einen mechanisch stabileren Winkel, der sich nicht bewegt.

Für lange Leitungen mit allmählicher Richtungsänderung (z. B. bei Umfahrung von Säulen oder Treppen) ist es hingegen vorteilhafter, das Rohr gleichmäßig zu biegen und Pressfittings zu sparen. Über dieses Dilemma erfahren Sie mehr im Artikel Bogen, T-Stück oder Reduzierung: welches Pressfitting wohin in der Installation gehört.

Kontrolle der Richtigkeit einer gepressten Verbindung – 4 Schritte Visuelle Kontrolle Ring in der Nut, Rohr weit genug eingeführt Kontrolle der Deformation Ring gleichmäßig über den gesamten Umfang gestaucht Befüllen des Systems langsame Befüllung mit Wasser, Kontrolle von Tropfen an der Verbindung Druckprüfung mindestens 1,5× Betriebsdruck, 30–60 Minuten, Druck darf um nicht mehr als 0,6 bar sinken

Können Pressfittings PEX/AL/PEX auch für kaltes und warmes Trinkwasser verwendet werden?

Ja – Pressfittings PEX/AL/PEX sind zertifiziert auch für Leitungen mit Trinkwasser (kaltes und warmes Brauchwasser), nicht nur für Heizungsleitungen. Entscheidend ist, dass das Produkt eine Zertifizierung nach der entsprechenden Norm für den Kontakt mit Trinkwasser hat (in der EU ist dies typischerweise EN 1254 und entsprechende hygienische Zertifikate, in der SR von RÚVZ oder europäischen Zertifizierungsstellen kontrolliert).

Die Kupferlegierung, aus der der Körper des Pressfittings besteht, muss „niedrigbleiig“ (low-lead brass) sein oder an der Oberfläche so behandelt werden, dass die Grenzwerte für den Bleigehalt im Trinkwasser nicht überschritten werden – dies ist in der EU seit mehreren Jahren vorgeschrieben. Bevor Sie Pressfittings für den Trinkwasseranschluss bestellen, prüfen Sie in der technischen Dokumentation des Herstellers, ob diese für die DZV (Distribution des gesundheitlich unbedenklichen Wassers) zugelassen sind.

Wie viele Pressfittings werden Sie benötigen? Wie kann man das abschätzen?

Dies ist eine rein praktische Frage, die bei jeder größeren Bestellung behandelt wird. Grundregeln:

  • Für jede Anschlussstelle an einer Armatur, einem Ventil, einem Verteiler oder an einem Gerät rechnen Sie mit mindestens 1–2 Pressfittings (z. B. ein gerades + ein mit Innengewinde)
  • Für jede Ecke an der Wand oder unter der Putzschicht, an der Sie die Rohrleitung nicht kontinuierlich biegen können, rechnen Sie mit einem Knie
  • Für jede T-Abzweigung (z. B. eine Abzweigung zum Heizkörper von der Hauptleitung) rechnen Sie mit einem T-Stück
  • Für jede Größenänderung rechnen Sie mit einem reduzierten Knie oder einem reduzierten T-Stück

In der Praxis benötigen Sie für eine Standardwohnung mit drei Zimmern, sechs Heizkörpern und Fußbodenheizung im Badezimmer und WC ungefähr 30–50 verschiedene Pressfittings. Wir empfehlen stets, 10–15 % mehr zu kaufen, um bei Fehlern beim Schneiden oder unerwarteten Änderungen der Leitungsrichtung abgesichert zu sein.

Warum korrodieren oder verfärben sich manche Pressfittings?

Kupferpressfittings können bei Kontakt mit Luft (vor allem in feuchten Räumen) dunkel werden – es handelt sich um eine natürliche Oxidation der Oberfläche (Patina), die die Funktion oder Dichtheit der Verbindung nicht beeinträchtigt. Dies ist keine Korrosion im technischen Sinne.

Echte Korrosion (grüne oder weiße Ablagerungen, Oberflächenauflösung) kann auftreten bei:

  • Kontakt mit Zement oder Kalkmörtel während der Putzarbeiten ohne Schutzabdeckung
  • Einbau des Pressfittings in aggressives Dämmmaterial (z. B. einige Dämmungen mit hohem pH-Wert)
  • Vorhandensein von Fremdstrom in der Anlage ohne kathodischen Schutz

Wir empfehlen, Pressfittings in Wänden oder im Boden vor dem Verfüllen mit Folie oder PE-Rohrhaltern zu schützen, die dafür vorgesehen sind.

Welcher ist der Unterschied zwischen einem 90°-Pressknie und einem reduzierten Pressknie?

Ein 90°-Pressknie mit gleicher Größe an beiden Enden (z. B. 90°-Pressknie PEX/PEX (16)) ändert die Leitungsrichtung um 90° ohne Größenänderung. Es wird dort verwendet, wo Sie die Leitung einfach in der Ecke biegen möchten, ohne den Durchfluss zu reduzieren.

Ein reduziertes Pressknie (z. B. 20×16) erledigt zwei Dinge auf einmal: Es ändert die Richtung um 90° und verändert gleichzeitig den Rohrdurchmesser von 20 mm auf 16 mm. Dies ist eine ideale Lösung, wenn von einer Hauptleitung mit größerem Durchmesser (z. B. 20 mm) eine Leitung mit kleinerem Durchmesser (z. B. eine Fußbodenheizungsschleife oder ein Heizkörperanschluss mit 16 mm) abgezweigt wird. Sie sparen sich so ein Fitting (normalerweise benötigten Sie ein Knie + eine Reduzierung extra).

Welche typischen Szenarien aus der Praxis gibt es, in denen diese Pressfittings eingesetzt werden?

Um ein besseres Bild davon zu bekommen, wie Pressfittings PEX/AL/PEX in realen Projekten eingesetzt werden, hier einige typische Situationen:

Szenario 1 – Neubau eines Einfamilienhauses mit Fußbodenheizung: Der Heizkessel ist über einen Verteiler angeschlossen, von dem eine Hauptleitung mit 26 mm zum Sternverteiler in der Technikzone führt. Von dort aus laufen Leitungen mit 20 mm zu jedem Stockwerk, wo es weitere Verteiler gibt. Von diesen gehen Schleifen mit 16 mm ab, die ohne Verbindungen verlaufen. Die Pressfittings sind im Verteiler, an der Anschlussstelle zum Kreislauf und an den Ventilen – insgesamt 60–80 Stück in einem dreistöckigen Haus.

Szenario 2 – Sanierung einer Wohnung, Austausch von Stahlrohren gegen PEX/AL/PEX: Die alten Gewinde-Stahlrohre werden freigelegt, abgeschnitten und ersetzt. Um das PEX/AL/PEX-System an bestehende Stahlteile (z. B. an einen alten Kessel mit Gewindeanschluss) anzuschließen, werden Pressfittings mit Außengewinde oder Innengewinde verwendet, je nachdem, was auf der Stahlseite vorhanden ist. Die restlichen Leitungen verlaufen in Leisten oder in Kabelkanälen mit Pressfittings nur an den Abzweigstellen.

Szenario 3 – Anschluss einer Badezimmerbatterie: Die Leitungen für warmes und kaltes Wasser mit 16 mm verlaufen unter Putz in der Wand. Beim Übergang hinter die Wand sind zwei genietete Knie mit Gewinde 1/2" montiert – eines für warmes, eines für kaltes Wasser – angenietet an die Zwischenwand. An die Gewinde wird später ein Bäder-Siphon montiert.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich einen PEX/AL/PEX-Pressfittings mehrfach verwenden?

Nein. Das Pressen ist ein einseitiger, nicht umkehrbarer Prozess – sobald der Ring gepresst wurde, kann der Fitting nicht erneut verwendet werden. Nach dem Abschneiden des Fittings ist ein neues zu montieren. Dies gilt für alle Reparaturen oder Änderungen der Leitung – Sie sollten daher immer genügend Ersatzpressfittings haben.

Wie erkenne ich, dass der Pressring richtig gepresst wurde?

Ein richtig gepresster Ring (PPSU oder nichtrezeptiv) ist gleichmäßig verformt, sitzt fest in der Nut des Fittings und lässt sich nicht mit der Hand bewegen. Bei einigen Herstellern leuchtet nach korrektem Einrasten ein Indikator an den Zangen oder Kiefern. Visuell ist auch erkennbar, dass der Ring seine äußere Fläche leicht verengt hat – deutlich sichtbar bei stehendem Licht.

Können PEX/AL/PEX-Pressfittings im Freien oder in frostigen Umgebungen verwendet werden?

Die Fittings selbst sind frostsicher – Kupfer und PPSU vertragen Minusgrade problemlos. Das Problem ist jedoch das PEX/AL/PEX-Rohr und vor allem das darin befindliche Wasser – gefrorenes Wasser dehnt sich aus und kann das Rohr oder die Verbindung beschädigen. Für Außenleitungen müssen die Rohre entweder im Winter entleert oder mit Wärmedämmung geschützt werden, alternativ können robustere Systeme (z. B. mit elektrischer Wärme) verwendet werden.

Welcher ist der maximale Winkel, den ein Pressknie eingeht?

Standardknie sind in 90°-Winkel erhältlich. Auf dem Markt gibt es auch Varianten in 45°. Andere Winkel werden nicht standardmäßig hergestellt – für verschiedene andere Richtungswechsel wird eine Kombination aus zwei Knie oder eine manuelle Biegung der Leitung verwendet. Wenn Sie einen präzisen Winkel benötigen (z. B. 30° oder 60°), lösen Sie das mit einer Biegeprongs oder Biegemaschine.

Ist es notwendig, PEX/AL/PEX-Pressfittings vor dem Pressen zu schmieren oder auf irgendeine Weise vorzubereiten?

Der Körper des Fittings (der Stift) wird standardmäßig nicht geschmiert – die Hersteller empfehlen Schmierung nicht, da einige Schmiermittel die Dichtheit beeinflussen oder für den Kontakt mit Trinkwasser ungeeignet sein können. Die einzige notwendige Vorbereitung ist ein sauberer, rechter Schnitt des Rohres, Kalibrierung (Wiederherstellung der Rundheit) und die Kontrolle, dass das Rohrende frei von Splittern und Staub ist.

Können Pressfittings PEX/AL/PEX mit Gewindefittings in einem Rohrnetz kombiniert werden?

Ja, aber mit Bedacht. In einem Rohrnetz können einige Verbindungen gepresst und andere mit Gewinde (z. B. bei Anschlüssen an Armaturen mit Gewinde) sein. Wichtig ist, dass jede Verbindung richtig ausgeführt und ihrem Typ entspricht – und dass das gesamte System vor dem Verdecken einer Druckprüfung unterzogen wird. Ein Vergleich beider Technologien finden Sie im Artikel Pressen vs. Gewindefittings: Was ist besser für PEX-Leitungen?.

Fazit: Pressen ist verlässlich, wenn man weiß, was man tut

PEX/AL/PEX-Pressfittings sind bei korrekter Anwendung zu den verlässlichsten und schnellsten Methoden, Rohrleitungen zu verbinden. Die meisten Probleme, mit denen wir in der Praxis konfrontiert werden, entstehen nicht aus Produktdefekten, sondern aus unzureichender Rohrvorbereitung, falscher Einsetztiefe, schlechter Zangenwahl oder Verwechslung der Typen (z. B. reiner PEX vs. PEX/AL/PEX). Wenn Sie diese Punkte sorgfältig beachten, hält die Verbindung Jahrzehnte lang ohne jegliche Wartung.

Sind Sie unsicher, welcher Typ oder welche Größe der Pressfittings für Ihre konkrete Situation geeignet ist, werfen Sie auch einen Blick auf weitere Artikel in unserem Wissenszentrum – insbesondere Wie wählt man PEX/AL/PEX-Pressfittings aus: Typ, Maße und Kompatibilität und Welche Größe von Pressfittings benötige ich für meine Leitung?. Der gesamte Sortiment an Pressfittings für PEX/AL/PEX ist übersichtlich auf der Seite PEX/AL/PEX-Pressfittings zusammengestellt.

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