Regelung und Temperatur einstellen bei ORAVA-Konvektoren – wie Sie die Heizung richtig bedienen
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Regelung und Temperatursteuerung bei ORAVA-Konvektoren – Wie Sie die Heizung richtig bedienen
Wenn sich ein Kunde zum ersten Mal vor einen neuen elektrischen Konvektor stellt, erwartet er in der Regel etwas Einfaches: Er stellt die Temperatur ein, das Zimmer wird warm, fertig. Die Realität ist etwas anders. Eine gute Temperaturregelung ist genau das, was intelligentes, sparsames Heizen von unnötigem Stromverbrauch unterscheidet – und bei ORAVA-Konvektoren ist dies ein Thema, dem man wirklich Aufmerksamkeit schenken sollte. In diesem Leitfaden durchgehen wir das ganze Thema von den Grundlagen der thermostatischen Regelung bis hin zu praktischen Einstellungen für verschiedene Räume und Lebenssituationen.
Funktionsweise der Temperaturregelung im elektrischen Konvektor
Ein elektrischer Konvektor funktioniert nach einem einfachen physikalischen Prinzip: Kühle Luft wird von unten angesaugt, passiert das Heizelement (Widerstandsdräht oder PTC-Keramik) und warme Luft steigt nach oben in den Raum. Der gesamte Prozess wird natürliche Konvektion genannt – im Gegensatz zu Ventilatorheizungen benötigt der Konvektor keinen Lüfter, arbeitet leise und ohne bewegliche mechanische Teile.
Die Temperaturregelung bei Konvektoren erfolgt über einen eingebauten Thermostat, der die Lufttemperatur in der Nähe des Geräts misst und je nach eingestelltem Wert das Heizelement ein- oder ausschaltet. Es handelt sich um einen sogenannten Einschalt-Ausschalt-Zyklus (ON/OFF-Regelung). Wenn die Temperatur im Raum unter den eingestellten Wert fällt, schaltet der Thermostat das Heizelement ein; sobald die gewünschte Temperatur erreicht ist, schaltet er es aus. Je genauer der Thermostat ist, desto kleiner ist die Streuung (Hysterese) zwischen Einschalten und Ausschalten – und desto stabiler ist die resultierende Temperatur.
Praktische Konsequenz: Der Konvektor ist nicht ständig mit voller Leistung eingeschaltet. In einem gut isolierten Raum kann das Heizelement nur 20–40 % der Zeit aktiv sein, der Rest wird durch die Wärmespeicherung von Wänden und Möbeln aufrechterhalten. Dies ist entscheidend für den Stromsparfaktor – und genau deshalb ist eine korrekte Regelung so wichtig.
Thermostat- und Steuerelementtypen bei ORAVA-Konvektoren
Im Sortiment von ORAVA finden Sie mehrere Modelle, die sich nicht nur in Leistung und Abmessungen unterscheiden, sondern auch in der Art der Regelung. Es ist wichtig zu wissen, mit welchem System Sie es konkret zu tun haben.
Mechanischer (drehschalterartiger) Thermostat
Ein älterer und einfacherer Typ, bei dem die Temperaturregelung durch einen Bimetallstreifen erfolgt. Beim Drehen des Knopfes ändert sich die Federkraft, die den Kontakt steuert. Vorteil: Robustheit, Einfachheit, Nullverbrauch an Elektronik. Nachteil: Weniger präzise Einstellung – die typische Hysterese kann bis zu ±2–3 °C betragen, was bei feinerer Regelung störend ist. Der absolute Temperaturwert auf der Skala stimmt nicht unbedingt mit der tatsächlichen Temperatur im Raum überein – man muss die richtige Position des Knopfes durch Probieren finden.
Elektronischer Thermostat mit digitalem Display
Ein modernerer Ansatz, bei dem ein NTC-Sensor oder ein Thermistor die tatsächliche Temperatur misst und ein Mikroprozessor das Ein- und Ausschalten steuert. Die Einstellgenauigkeit beträgt in der Regel ±0,5 °C, was für das alltägliche Heizen ausgezeichnet ist. Ein Vorteil ist auch die Möglichkeit, die aktuelle Temperatur auf dem Display zu sehen, den Zielwert in Einzelschritten einzustellen und eine Programmierung zu nutzen.
Programmierbarer Thermostat mit wöchentlichem Programm
Die komfortabelste Variante. Sie ermöglicht es, verschiedene Temperaturprofile für verschiedene Tageszeiten und Wochentage vorzuprogrammieren. Beispiel: An Arbeitstagen von 6:00 bis 7:30 Uhr Komforttemperatur 21 °C, von 7:30 bis 15:30 Uhr Sparmodus 16 °C (niemand ist zu Hause), von 15:30 bis 22:00 Uhr wieder 21 °C und in der Nacht 18 °C. Eine solche Regelung kann den Energieverbrauch um 20–35 % im Vergleich zum kontinuierlichen Heizen mit voller Leistung reduzieren.
Konvektoren ORAVA – konkrete Modelle und ihre Regelung
Schauen wir uns näher die Modelle an, die aktuell im Sortiment sind. Jedes hat etwas andere Bedienmöglichkeiten und ist für andere Situationen geeignet.
ORAVA EK-2003 ist ein elektrischer Konvektor mit eingebautem Thermostat, der eine Regelung im für Wohnräume üblichen Bereich bietet. Das Modell ist für kleinere bis mittelgroße Räume geeignet – die Regelung ist einfach und intuitiv, was insbesondere von Nutzern geschätzt wird, die keine komplexe Automatisierung benötigen, sondern ein zuverlässiges und stabiles Heizen mit der Möglichkeit, die gewünschte Temperatur einzustellen.
ORAVA EK-2004 ist eine etwas leistungsstärkere Variante der Serie EK. Die Temperaturregelung funktioniert nach dem gleichen thermostatischen Prinzip, wobei die höhere Leistung zu einem schnelleren Aufheizen führt – die Raumtemperatur wird früher erreicht und das Thermostat hält anschließend den thermischen Komfort mit geringerem Netzbelastung. Für größere Räume oder Räume mit schlechterer Wärmedämmung ist dies eine praktischere Wahl.
Die Serie VL stellt stehende (bodenmontierte) Konvektoren dar. ORAVA VL-202 und ORAVA VL-201 sind mobile Geräte, die Sie je nach Bedarf zwischen Räumen bewegen können. Die Temperaturregelung erfolgt entweder über einen Drehthermostat oder eine einfache elektronische Steuerung. Die Mobilität ist ihr Hauptvorteil – wenn Sie beispielsweise vorübergehend eine Garage, Werkstatt, Badezimmer oder Gästezimmer beheizen müssen, ist es nicht notwendig, einen weiteren fest installierten Verbraucher anzubringen.
Wie man die Temperatur richtig einstellt – Schritt für Schritt
Die richtige Einstellung des Thermostats ist nicht nur darum, dass es in dem Raum warm ist. Es geht darum, ein Gleichgewicht zwischen Komfort und Energieverbrauch zu finden. Unten ist ein Vorgehen, das ich Kunden empfehle, wenn sie den Konvektor zum ersten Mal in Betrieb nehmen.
Schritt 1: Richtiges Platzieren des Konvektors
Der Thermostat misst die Lufttemperatur in der Nähe des Geräts. Ist der Konvektor in einer Zugzone, neben einem Fenster oder in Ecken mit Wärmeverlusten montiert, können die gemessenen Werte nicht der tatsächlichen Temperatur in der Mitte des Raums entsprechen. Die ideale Platzierung ist unter dem Fenster (um den kalten Luftstrom vom Fenster auszugleichen) oder an einer Außenwand. Mehr zur richtigen Montage finden Sie im Thema Montage des ORAVA-Konvektors an der Wand – Anleitung und häufige Fehler bei der Installation in unserem Wissenszentrum.
Schritt 2: Erster Start – Kalibrierung der empfundenen Temperatur
Beim Modell mit mechanischem Thermostat: Stellen Sie den Knopf auf die mittlere Position (meist als 20 °C oder ähnlich gekennzeichnet) ein. Nach 45–60 Minuten messen Sie mit einem Thermometer die tatsächliche Temperatur im Raum in einer Höhe von 1,5 m über dem Boden, möglichst weit vom Konvektor entfernt. Ist der Unterschied groß, passen Sie die Position des Knopfs an und notieren Sie sich die entsprechende tatsächliche Temperatur. Diese einmalige „Kartierung“ der Skala spart später viel Frustration.
Schritt 3: Einstellung der komfortablen Temperatur
Empfohlene Temperaturen nach Art des Raums und Zweck:
- Wohnzimmer, Arbeitszimmer: 20–22 °C – Komfortzone für längeren Aufenthalt
- Schlafzimmer: 17–19 °C – niedrigere Temperatur unterstützt die Schlafqualität
- Badezimmer: 22–24 °C – höhere Temperatur für Komfort beim An- und Auskleiden
- Kinderzimmer: 20–22 °C – man sollte auch die Aktivitäten des Kindes berücksichtigen
- Flur, Vorbereich: 16–18 °C – Transitbereich, geringere Anforderungen
- Garage, Werkstatt: 10–15 °C – Schutz vor Frost, Arbeitsbedingungen
Schritt 4: Einstellung der Absenktemperatur
Die Absenktemperatur ist die Temperatur, auf die der Konvektor den Raum während Ihrer Abwesenheit oder in der Nacht hält. Eine optimale Absenkung liegt 4–6 °C unter der komfortablen Temperatur. Beispiel: Komforttemperatur 21 °C, Absenktemperatur 16–17 °C. Ein starker Abfall (z. B. auf 10 °C) ist nicht vorteilhaft, da das erneute Aufheizen des Raums länger dauert und mehr Energie verbraucht, als wenn die Temperatur leicht abgesenkt wird.
Schritt 5: Programmierung (wenn das Modell unterstützt)
Bei programmierbaren Modellen richten Sie die Zeitbereiche für Arbeitstage und Wochenenden einzeln ein. Typischer Arbeitstag: Morgen (6:00–7:30) Komfort, Vormittag und Nachmittag (7:30–16:00) Absenkung, Abend (16:00–22:00) Komfort, Nacht (22:00–6:00) Schlafzimmer-Temperatur. Wochenende: längerer morgiger Komfortbereich, keine Absenkung tagsüber.
Thermostat und geöffnetes Fenster – häufigster Fehler
Aus der Praxis kenne ich den häufigsten Fehler, den die Leute machen: Lüften des Raums mit laufendem Konvektor, ohne ihn vorher auszuschalten oder die Temperatur herunterzustellen. Beim Öffnen des Fensters sinkt die Lufttemperatur in der Nähe des Konvektors plötzlich – das Thermostat wertet dies als Temperaturdefizit und schaltet das Heizen auf Maximum. Ergebnis: Der Konvektor heizt ins geöffnete Fenster, der Energieverbrauch steigt stark an und der Raum wird dennoch nicht beheizt. Der richtige Vorgehen ist, den Konvektor vor dem Lüften entweder auszuschalten oder in den Frostschutzmodus zu schalten (wenn vorhanden), und nach dem Schließen des Fensters die gewünschte Temperatur erneut einzustellen.
Neuere Modelle mit elektronischem Thermostat können eine Funktion zur Erkennung eines geöffneten Fensters haben – bei schnellem Temperaturabfall (z. B. um mehr als 4 °C innerhalb von 5 Minuten) schalten sie das Heizen automatisch aus und warten, bis sich die Temperatur stabilisiert. Diese Funktion trägt erheblich zur Energieeinsparung bei.
Einfluss der Platzierung auf die Genauigkeit der Regelung
Die Genauigkeit des Thermostats hängt nicht nur von der Qualität der Elektronik ab, sondern auch davon, wo sich der Konvektor physisch befindet. Der Thermostat misst die Temperatur der einströmenden Luft von unten – also die Temperatur in der Bodennähe und der unteren Zone des Raums. Wenn in dieser Zone kalte Ströme vorhanden sind (undichte Türen, Bodenfugen, kalte Luftströme von der Außenwand), wird der Thermostat den Raum als kälter bewerten, als er in der Höhe, in der wir uns bewegen, tatsächlich ist. Dies kann zu einer Überhitzung der oberen Zone des Raums führen.
Lösung: Bei problematischen Räumen empfehle ich, den Konvektor an die Wand zu montieren, an der die größten Wärmeverluste auftreten – meist die äußere Umfassungsmauer oder die Wand unter einem großen Fenster. Die aufsteigende warme Luft bildet eine sogenannte Wärmeschlange vor dem Fenster und verhindert Kälte in der bequemen Zone des Raumes.
Regelung bei mehreren Konvektoren in einem Haushalt
Im Praxisalltag stoße ich häufig auf Situationen, in denen ein Haushalt mehrere Konvektoren hat – jeweils in verschiedenen Räumen. Hier gelten einige Grundsätze:
- Jeden Konvektor separat regeln – es gibt keine „zentrale Temperatur“, jeder Raum hat andere Wärmeverluste und andere Anforderungen.
- Nicht genutzte Räume auf Minimaltemperatur halten – ein Gästezimmer, das nicht genutzt wird, muss nicht 21 °C haben. 14–15 °C reichen aus, um Schutz vor Feuchtigkeit und Schimmel zu gewährleisten.
- Abwesenheitsperioden koordinieren – wenn Sie das Haus verlassen, schalten Sie den Sparmodus in allen Räumen gleichzeitig ein. Bei Modellen ohne Timer helfen externe Steckdosen-Timer (bei Bodenmodellen der Serie VL).
- Auf elektrische Belastung achten – bei mehreren Konvektoren im Haushalt kann es zu Problemen mit der Sicherung kommen. Mehr zur Dimensionierung finden Sie im Thema Montage des elektrischen Heizkessels ORAVA – Vorgehen, Anforderungen und was der Elektriker tun muss.
Externe Thermostate und smarte Regelung
Konvektoren mit mechanischem Thermostat können um einen externen programmierbaren Thermostat ergänzt werden – entweder kabelgebunden oder kabellos. Der externe Thermostat wird an einer idealen Stelle im Raum montiert (meist an der Innenwand in 1,5 m Höhe, fernab direkter Sonneneinstrahlung und Wärmequellen), der Konvektor wird auf Maximum eingestellt und die gesamte Regelung übernimmt das externe Gerät, das die Stromzufuhr zum Konvektor steuert.
Vorteile eines externen Thermostats:
- Präzisere Temperaturmessung an repräsentativer Stelle im Raum
- Möglichkeit der wöchentlichen Programmierung auch bei Modellen mit einfachem Thermostat
- Wi-Fi-Thermostate ermöglichen die Steuerung über Smartphone – wenn Sie unerwartet nach Hause kommen, können Sie das Heizen vorab einschalten
- Einige Modelle unterstützen die Integration in Smart-Home-Systeme (Google Home, Amazon Alexa, Apple HomeKit)
Achtung: Der externe Thermostat muss für die Leistung des Konvektors ausgelegt sein. Standard-WiFi-Thermostate bewältigen eine Last von 3–3,5 kW. Bei leistungsstärkeren Konvektoren ist entweder ein Relais-Ausgang des Thermostats oder ein externes Relais mit ausreichender Tragfähigkeit erforderlich. Dies sollte der Elektriker beurteilen – es ist nicht kompliziert, aber muss richtig ausgeführt werden.
Frostschutzmodus und Schutzfunktion
Die meisten ORAVA-Konvektoren haben einen sogenannten Frostschutz- oder Anti-Frost-Modus, gekennzeichnet durch das Symbol einer Schneeflocke oder eine Temperatur von 5–7 °C. Im diesem Modus hält der Konvektor die Temperatur nur auf dem Niveau, das das Einfrieren von Leitungen und Schäden an frostempfindlichen Geräten verhindert. Dies ist die ideale Einstellung für:
- Chalets und Ferienobjekte im Winter (wenn Sie nicht anwesend sind)
- Technische Räume, Kellerräume, Garagen mit Wasserleitungen
- Längere Abwesenheit in einer Wohnanlage (Urlaub, Geschäftsreise)
Praktische Erfahrung: In Berggebieten haben wir gute Erfahrungen damit gemacht, den Konvektor im Frostschutzmodus während der gesamten Winterzeit laufen zu lassen, wenn das Chalet nicht regelmäßig besucht wird. Die Stromkosten sind minimal (der Konvektor läuft nur sporadisch), aber das Gebäude bleibt vor Feuchtigkeit und Frost geschützt. Beim Eintreffen reichen ein paar Stunden, um den Raum auf eine komfortable Temperatur zu bringen.
Wirtschaftlicher Modus und korrekte Wechsel zwischen Komfort und Sparmodus
Viele elektronische Modelle bieten einen sogenannten ECO- oder wirtschaftlichen Modus. Dabei handelt es sich um eine automatische Einstellung, bei der der Thermostat mit einer niedrigeren Temperatur als im Komfortmodus arbeitet (meist um 3–4 °C weniger). Verwechseln Sie ihn nicht mit dem Frostschutzmodus – der wirtschaftliche Modus liegt immer noch auf der Ebene einer bewohnbaren Temperatur (typischerweise 16–18 °C), reduziert aber den Energiebedarf.
Aus Sicht der Ersparnis ist die effektivste Kombination ein programmierbarer wöchentlicher Plan mit klaren definierten Komfort- und Sparmodus-Perioden. Laut verschiedenen Messungen kann eine gut eingestellte Regelung den Stromverbrauch für die Heizung um 25–40 % gegenüber der ständigen Heizung auf Komforttemperatur reduzieren. Mehr zur Wirtschaftlichkeit der Betriebsweise finden Sie im Thema Elektrische Heizung ORAVA und Energieverbrauch – Wie man Heizkosten senken kann.
Temperaturabstimmung in verschiedenen Jahreszeiten
Die Regelung des Konvektors ist keine Einmalkalkulation – die optimale Einstellung ändert sich mit der Außentemperatur. In milden Übergangszeiten (Herbst, Frühling) muss man nicht dieselbe Temperatur wie im Januar halten. Bei einer Außentemperatur von 10 °C sind die Wärmeverluste deutlich geringer als bei −15 °C – der Konvektor kann das in gewissem Maße selbst (der Thermostat reagiert auf die tatsächliche Temperatur), aber bei einem mechanischen Thermostat kann es in der Übergangszeit vorteilhaft sein, die eingestellte Temperatur um 1–2 °C manuell zu senken, da passive Gewinne (Sonnenstrahlung durch Fenster, Wärme vom Kochen, Menschen und Geräten) den Rest abdecken.
Dies ist ein Bereich, in dem sich erfahrene Nutzer elektrischer Heizungen von Anfängern deutlich unterscheiden. Ein erfahrener Nutzer weiß, dass an einem sonnigen Märztag mit einer Außentemperatur von 8 °C die Einstellung um 2 Grade nach unten gestellt werden kann und der Raum dennoch eine komfortable Temperatur hat – allein durch die solaren Gewinne durch südliche Fenster. Das sind potenzielle Einsparungen von mehreren kWh pro Tag, was sich bei langer Betriebsdauer deutlich auf der Stromrechnung bemerkbar macht.
Sicherheitsfunktionen und deren Beziehung zur Regelung
Die modernen ORAVA-Konvektoren sind mit mehreren Sicherheitsmerkmalen ausgestattet, die die Temperaturregelung direkt beeinflussen:
- Thermostat bei Überhitzung (Überhitzungsschutz): Wenn aus irgendeinem Grund (verstopfter Filter, abgedeckter Konvektor) die Temperatur des Heizelements die sichere Grenze überschreitet, schaltet sich das Gerät automatisch ab. Nach dem Abkühlen können Sie es erneut einschalten.
- Tiptoover-Schutz (bei stehenden Modellen): Die Modelle ORAVA VL-201 und ORAVA VL-202 als stehende Geräte müssen einen Schutz vor Umkippen haben – bei einem Sturz des Geräts trennt der Kontakt automatisch die Stromversorgung. Diese Funktion hat keinen Einfluss auf die normale Temperaturregelung, ist aber kritisch aus Sicherheitsgründen (insbesondere in Haushalten mit Kindern und Haustieren).
- Erkennung eines geöffneten Fensters: Wie oben erwähnt, registrieren einige elektronische Modelle einen schnellen Temperaturabfall und stoppen vorübergehend das Heizen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum kühlt mein ORAVA-Konvektor weiterhin mit voller Leistung und der Thermostat reagiert nicht?
Die häufigste Ursache ist entweder ein defekter Thermostat oder eine falsche Positionierung des Konvektors (Kälte an der Vorrichtung verhindert, dass der Thermostat die tatsächliche Raumtemperatur erkennt). Stellen Sie sicher, dass sich der Konvektor weiter von der Quelle kalter Luft befindet. Falls das Problem andauert, könnte es sich um einen mechanischen Defekt des Thermostats handeln – in diesem Fall empfehlen wir, den Service zu kontaktieren. Mehr dazu in der Thematik Häufige Störungen elektrischer ORAVA-Heizungen und wie man sie behebt.
Welcher ist der Unterschied zwischen der Temperatur einstellung 20 °C und 22 °C hinsichtlich des Energieverbrauchs?
Jeder zusätzliche Grad Celsius erhöht den Energieverbrauch für die Heizung um ca. 6–8 %. Der Unterschied zwischen 20 °C und 22 °C entspricht also ca. 12–16 % höherem Verbrauch. In einer durchschnittlichen Wohnung mit einem 2 kW-Konvektor kann das in der Heizperiode einen Unterschied von mehreren Dutzend Euro ausmachen. Deshalb lohnt es sich, die Temperatur nach tatsächlichen Bedürfnissen einzustellen, nicht „zur Sicherheit“ um ein oder zwei Grade mehr.
Kann ich den ORAVA-Konvektor an einen externen WiFi-Thermostat anschließen?
Ja, die meisten Konvektoren können an einen externen Thermostat mit Relaisanschluss angeschlossen werden. Der Konvektor wird auf die maximale Temperatur eingestellt und die Regelung übernimmt der externe Thermostat, der die Stromzufuhr steuert. Wichtig ist, dass der Thermostat für die Leistung des Konvektors ausgelegt ist (auf das maximale Stromvermögen des Relais achten). WiFi-Thermostate für Standardmodelle bis 2 kW sind weit verbreitet. Für Modelle mit höherer Leistung ist es besser, einen Thermostat mit externem Relais zu verwenden.
Macht es Sinn, den Konvektor im Frostschutzmodus am Wochenende auszuschalten, wenn man nicht zu Hause ist?
Bei Abwesenheit von 2–3 Tagen ist es vorteilhafter, den Sparmodus (16–17 °C) einzustellen, statt den Frostschutzmodus (5–7 °C). Grund: Das erneute Aufheizen einer kalten Räume (7 °C) auf 21 °C dauert mehrere Stunden und verbraucht deutlich mehr Energie als das Halten einer milden Sparstufe. Der Frostschutzmodus ist sinnvoll bei längerer Abwesenheit (eine Woche oder mehr) oder für Räume, in denen tatsächlich keine lebende Temperatur während der Abwesenheit benötigt wird.
Warum hält der Konvektor die eingestellte Temperatur nicht – wechselt er abwechselnd zwischen zu heiß und zu kalt?
Es handelt sich um eine zu große Hysterese des Thermostats – häufig bei älteren mechanischen Modellen. Der Unterschied zwischen der Einschal- und Ausschaltemperatur kann 3–4 °C betragen, was einige Benutzer als unangenehm empfinden. Lösung: Entweder den Thermostat gegen ein Modell mit elektronischem Thermostat ersetzen (Genauigkeit ±0,5 °C), oder einen externen digitalen Thermostat mit geringerer Hysterese ergänzen. Prüfen Sie außerdem, ob sich der Konvektor nicht an einem Ort mit direkter Sonneneinstrahlung befindet – das kann zu falschen Abschaltungen des Thermostats führen.
Ist es vorteilhafter, konstant auf niedriger Temperatur zu heizen oder nur mit höherer Temperatur, wenn man zu Hause ist?
Die Antwort hängt von der Wärmedämmung des Gebäudes ab. In einem gut gedämmten Neubau (Niedrigenergiestandard) lohnt sich das konstante Heizen auf einer milden Temperatur – die Wärmeverluste sind gering und das erneute Aufheizen ist relativ kostspielig. In einem alten, schlecht gedämmten Haus (hohe Wärmeverluste) lohnt sich hingegen ein starker Sparmodus bei Abwesenheit – das Gebäude verliert die Wärme sowieso schnell, weshalb das Halten einer höheren Temperatur ohne Anwesenheit sinnlos ist. Für eine detailliertere Analyse siehe Thema Welche Leistung hat der elektrische ORAVA-Heizofen für Ihre Haushalt?.
Fazit – Regelung entscheidet über Komfort und Kosten
Die richtige Regelung und Temperatur einstellung beim ORAVA-Konvektor ist technisch nicht kompliziert – erfordert aber etwas Aufmerksamkeit und Verständnis dafür, wie das ganze System funktioniert. Der mechanische Thermostat ist einfach und zuverlässig, aber weniger präzise. Ein elektronischer Thermostat mit Programmierung ist eine Investition, die sich in Form von geringeren Stromrechnungen und höherem Komfort amortisiert. Externe WiFi-Thermostate erweitern die Regelungsmöglichkeiten auf ein noch höheres Niveau – Fernbedienung, Integration in Smart Home und detaillierte Verbrauchstatistiken.
Unabhängig davon, welches Modell Sie wählen – sei es ORAVA EK-2003, ORAVA EK-2004 oder eines der stehenden Modelle VL-201 und VL-202 – gelten dieselben Grundsätze: Stellen Sie die Temperatur nach tatsächlichen Bedürfnissen ein, nutzen Sie Sparzeiten während der Abwesenheit und lassen Sie den Frostschutzmodus nur bei längeren Abwesenheiten laufen. Diese einfachen Gewohnheiten können Ihre Stromkosten für elektrische Heizung um zehn Prozent im Jahr senken, ohne dass der Komfort darunter leidet.
Haben Sie eine Frage zu diesem Thema?
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