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Welche Leistung benötige ich für einen Durchlauferhitzer

Die Frage „Welche Leistung benötige ich für einen Durchlauferhitzer“ klingt auf den ersten Blick einfach, doch die Antwort entscheidet darüber, ob Sie sich im Badezimmer im Januar mit warmem Wasser duschen können oder im Winter überrascht werden, dass aus dem Erhitzer nur ein kaum warmes Strahlchen kommt. Die Leistung eines Durchlauferhitzers ist also nicht nur eine Zahl auf dem Schild – sie ist eine direkte Berechnung zwischen der Menge an Wasser in Litern pro Minute, die Sie erwärmen können, und dem Temperaturunterschied, um den Sie das Wasser erwärmen können. Ein zu leistungsschwacher Erhitzer reicht für das Waschbecken aus, doch bei der Dusche oder beim gleichzeitigen Gebrauch mehrerer Austrittsstellen zeigt sich sein Mangel sofort – und vor allem im Winter, wenn das einströmende Wasser am kältesten ist. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen praktisch, anhand realer Zahlen und zwei Modellszenarien, wie Sie die Leistung richtig berechnen und auswählen können, damit Sie nicht für Leistung bezahlen, die Sie nicht nutzen, aber gleichzeitig nicht in die Situation kommen, dass Ihnen im Winter das Wasser in der Dusche einfach nicht reicht.

Ein Durchlauferhitzer (auch Durchlauferhitzer genannt, manchmal auch als ohne Speicher oder Durchlauferhitzung bezeichnet) funktioniert nach einem einfachen Prinzip – das Wasser fließt durch den Wärmetauscher (eine elektrische Heizwicklung oder einen Gasbrenner) genau in dem Moment, in dem Sie es benötigen, und wird kontinuierlich erwärmt, ohne dass eine vorerhitzte Reserve im Speicher gehalten wird. Genau deshalb ist die Leistung ein entscheidender Parameter – ein Warmwasserspeicher kann sich das langsamere Aufheizen leisten, da er bereits erwärmtes Wasser zur Verfügung hat, doch bei einem Durchlauferhitzer muss die gesamte benötigte Wärmeleistung in Echtzeit geliefert werden, innerhalb weniger Sekunden, die das Wasser im Durchlaufkanal des Wärmetauschers verbringt.

Warum ist die Leistung eines Durchlauferhitzers so wichtig

Beim Kauf eines Durchlauferhitzers wird am häufigsten ein grundlegender Fehler gemacht – Käufer achten nur auf den Preis oder die physischen Abmessungen des Geräts und betrachten die Leistung als zweitrangigen Parameter. Tatsächlich ist es genau umgekehrt. Leistung und Komfort warmen Wassers hängen eng zusammen, denn physikalisch gilt ein einfacher Zusammenhang: Je höher die Leistung des Erhitzers ist, desto mehr Wasser kann er in der gleichen Zeit auf die gewünschte Temperatur erwärmen, oder das gleiche Wasser kann auf eine höhere Temperatur erwärmt werden. Mit anderen Worten, eine höhere Leistung bedeutet entweder eine höhere Wassertemperatur bei gleichem Durchfluss (Litern pro Minute) oder einen höheren Durchfluss bei gleicher Temperatur. Diese beiden Größen – Durchfluss und Temperaturanstieg – hängen voneinander ab: Wenn Sie mehr von einer davon benötigen, müssen Sie entweder die Leistung erhöhen oder von der anderen abnehmen.

Praktisch bedeutet das, dass ein unterdimensionierter Erhitzer sich nur bei niedrigem Durchfluss auf die gewünschte Temperatur „drehen“ kann – also bei einem schwachen Wasserstrom aus der Dusche oder der Duschdüse. Wenn Sie den Hahn ganz aufdrehen, sinkt die Wassertemperatur, weil der Erhitzer einfach nicht genug Wärme für die größere Menge an durchströmendem Wasser liefern kann. Dies ist genau der Moment, in dem Menschen am häufigsten reklamieren, dass „kaltes Wasser aus der Dusche kommt“ – in den meisten Fällen handelt es sich dabei nicht um einen Defekt des Geräts, sondern um eine unterdimensionierte Leistung im Vergleich zu den tatsächlichen Bedürfnissen der Haushaltsnutzung, insbesondere in den kälteren Monaten.

Überdimensionierung hingegen ist keine so große Fehlentscheidung wie Unterdimensionierung, bringt aber unnötig hohe Anschaffungskosten mit sich und bei elektrischen Modellen auch die Notwendigkeit einer stärkeren Elektroinstallation (dazu mehr weiter unten und in einem separaten Artikel über Elektroinstallation für elektrischen Durchlauferhitzer). Ziel ist es also, eine Leistung zu finden, die mit gewisser Reserve die tatsächlichen Spitzenbelastungen des Haushalts abdeckt – nicht die durchschnittlichen, sondern die Spitzenbelastungen, also die am anspruchsvollstenen Kombination von gleichzeitig laufenden Verbrauchspunkten, die sich in der Praxis im Haushalt tatsächlich ergeben.

Schätzung der Leistung nach dem Verwendungszweck

Der schnellste Weg, sich eine erste Vorstellung von der benötigten Leistung zu machen, ist, sich anzusehen, wie viele und welche Art von Verbrauchspunkten Sie mit diesem Erhitzer versorgen möchten. Unten finden Sie Schätzungen für Leistungsbereiche, die sich in der Praxis bei der Auswahl von Durchlauferhitzern für Wohnungs- und Haushaltsnutzung üblicherweise anbieten.

VerwendungszweckEmpfohlene LeistungBemerkung
Ein Waschbecken, Hände, Küchenspüle (jeweils einzeln)3,5 – 5,5 kWKleiner, druckloser elektrischer Modell, ein Verbrauchspunkt
Dusche18 – 21 kW (elektrisch) oder ein normaler GasherstellerMindestleistung für komfortable Temperatur bei entsprechendem Durchfluss
Gleichzeitige Versorgung mehrerer Verbrauchspunkte (z. B. Badezimmer + Küche)21 – 27 kW (elektrisch, druckbehaftet) oder eine größere GaseinheitDreiphasenanschluss 400 V bei elektrischen Modellen

Beachten Sie, dass zwischen der Kategorie „Waschbecken“ und der Kategorie „Dusche“ ein recht großer Sprung besteht – von ein paar Kilowatt auf fast zwanzig. Der Grund ist einfach: Für das Händewaschen oder das Geschirrspülen kommen Sie mit einem Durchfluss von etwa 2 – 4 Litern pro Minute aus, bei der Dusche hingegen wünschen Sie sich jedoch einen flüssigen, komfortablen Wasserstrom im Bereich von 8 – 10 Litern pro Minute, und das bei deutlich höherer Temperaturdifferenz, da Duschwasser meist wärmer ist als Wasser zum Händewaschen. Genau diese Kombination aus höherem Durchfluss und größerer Temperaturdifferenz erfordert mehrfach höhere Leistung.

Wenn Sie planen, mit dem Erhitzer mehrere Verbrauchspunkte gleichzeitig zu versorgen – typischerweise in einer Wohnung, wo es vorkommen kann, dass jemand im Badezimmer duscht, während in der Küche warmes Wasser zum Geschirrspülen läuft – benötigen Sie bereits eine Leistungsklasse von 21 bis 27 kW bei elektrischen druckbehafteten Modellen oder eine entsprechend größere Gaseinheit. Hier ist es wichtig zu erwähnen, dass nicht jeder Durchlauferhitzer überhaupt technisch in der Lage ist, mehrere Verbrauchspunkte gleichzeitig zu versorgen – das hängt von der Konstruktion (druckbehaftet versus drucklos) ab, was wir detailliert im Artikel druckbehafteter vs. druckloser Durchlauferhitzer behandeln. Eine höhere Leistung ist also notwendig, aber nicht die einzige Voraussetzung – das Gerät muss zudem konstruktiv druckbehaftet sein, um gleichzeitigen Verbrauch an mehreren Stellen zu bewältigen.

Schätzung der Leistung nach dem VerwendungszweckEin Waschbecken /Spüle3,5 – 5,5 kWKleiner, druckloser elektrischer ModellNur ein Verbrauchspunkt einzelnDusche18 – 21 kW elektrischoder ein normaler GasherstellerMinimum für komfortable TemperaturMehrere Verbrauchspunkte gleichzeitig21 – 27 kW elektrisch druckbehaftetoder eine größere GaseinheitNotwendig: Dreiphasenanschluss 400 V

Wie die Temperatur des einströmenden (kalten) Wassers im Winter und Sommer die benötigte Leistung verändert

Einer der am häufigsten unterschätzten Faktoren bei der Auswahl der Leistung ist die Temperatur des Wassers, das aus dem kalten Rohr in den Erhitzer eintritt – die sogenannte einströmende oder kalte Wasser. Diese Temperatur ist im Laufe des Jahres nicht konstant. Im Sommer kann das Leitungswasser in der Slowakei beispielsweise 16 bis 20 °C betragen, während es im Winter, besonders bei Wasser aus flacheren Leitungen oder aus öffentlichen Leitungen, die dem Frost ausgesetzt sind, problemlos auf 5 bis 10 °C sinkt. Dieser Temperaturunterschied von 10 bis 15 Grad zwischen Sommer und Winter hat einen direkten und spürbaren Einfluss darauf, wie viel Leistung der Erhitzer benötigt, um den gleichen Komfort zu erzielen.

Physikalisch funktioniert das so: Die Leistung, die zum Erwärmen des Wassers erforderlich ist, ist proportional zum Produkt aus Durchfluss und Temperaturdifferenz (Temperaturanstieg), den der Durchlauferhitzer dem Wasser zuführen muss. Wenn Sie im Sommer und Winter beim Duschen dieselbe Endtemperatur des Wassers, beispielsweise 40 °C, erreichen möchten, dann müssen Sie im Winter, wenn das Zulaufwasser beispielsweise 7 °C beträgt, eine Differenz von 33 Grad überbrücken. Im Sommer, wenn das Zulaufwasser 19 °C hat, reicht es aus, nur 21 Grad zu überbrücken. Der Unterschied zwischen 33 und 21 Grad beträgt ungefähr 57 % mehr – das heißt, im Winter benötigen Sie ungefähr doppelt so viel Leistung, um bei gleichem Durchfluss dieselbe komfortable Temperatur zu erreichen, wie Sie im Sommer problemlos haben.

Genau deshalb wird bei der Auswahl der Leistung immer empfohlen, mit dem ungünstigsten, also dem winterlichen Szenario zu rechnen – nicht mit dem sommerlichen. Ein Durchlauferhitzer, der im August locker ausreicht, um bei einem hohen Durchfluss eine angenehm warme Dusche zu ermöglichen, kann im Januar unterdimensioniert sein, sodass Sie entweder den Durchfluss reduzieren müssen (Kran zuschrauben) oder mit einer geringeren Temperatur zufrieden sein müssen. Dies ist genau der Mechanismus, der hinter vielen Beschwerden der Art „Im Winter fließt mir vom Durchlauferhitzer kein richtig warmes Wasser“, steht, obwohl derselbe Durchlauferhitzer im Sommer völlig problemlos war.

Für eine grobe Schätzung wird in der Praxis eine vereinfachte Formel verwendet: Die Leistung (in kW) entspricht ungefähr dem Durchfluss (in Litern pro Minute) multipliziert mit dem Temperaturanstieg (in °C) und einem Koeffizienten von ungefähr 0,07. Also P [kW] ≈ Q [l/min] × ΔT [°C] × 0,07. Diese Formel ist nur eine Orientierung (sie berücksichtigt beispielsweise keine Wärmeverluste), doch für eine erste Schätzung ist sie hervorragend geeignet und mit ihr werden wir auch in den praktischen Beispielen weiter unten rechnen.

Unterschied zwischen elektrischer und gasförmiger Leistungsbewertung

Beim Vergleich von elektrischen und gasbetriebenen Durchlauferhitzern muss man sich bewusst machen, dass die Hersteller die Leistung etwas anders angeben, weshalb man sich leicht im Vergleich von Äpfeln und Birnen bewegen kann, wenn man den Kontext nicht kennt.

Bei elektrischen Durchlauferhitzern wird die Leistung direkt in Kilowatt (kW) angegeben, also in der elektrischen Leistung, die das Gerät aus dem Netz zieht und fast vollständig in Wärme im Wasser umwandelt (der Wirkungsgrad elektrischen Heizens liegt typischerweise über 99 %). Kleine Einzelgeräte für ein Waschbecken haben eine Leistung von 3,5 bis 5,5 kW und funktionieren an einer normalen Steckdose mit 230 V. Sobald man jedoch auf die Leistungsschwelle kommt, die für eine Dusche oder mehrere gleichzeitig genutzte Austritte erforderlich ist, also ab 18 kW und mehr, benötigen elektrische Modelle bereits eine Drehstromversorgung mit 400 V – eine normale Haushaltssteckdose kann diesen Strom einfach nicht leisten, es ist ein eigenes Starkstromkabel mit entsprechender Sicherung erforderlich, wovon wir detailliert im Artikel über die Elektroinstallation für einen elektrischen Durchlauferhitzer berichten. Dies ist ein wichtiger Punkt, den man bereits bei der Planung des Kaufs berücksichtigen muss – wenn in Ihrem Apartment oder Haus keine Drehstromversorgung in der Nähe des geplanten Standorts des Durchlauferhitzers vorhanden ist, kann die Wahl einer höheren Leistung zusätzliche Kosten für den Elektriker verursachen.

Bei gasbetriebenen Durchlauferhitzern ist die Situation etwas anders. Die Leistung wird zwar ebenfalls in Kilowatt angegeben (typischerweise die Brennerleistung), doch in Katalogblättern und auf Produktetiketten stößt man sehr oft auch auf Angaben in Litern pro Minute (l/min) – also direkt auf die maximale erreichbare Durchflussmenge an warmem Wasser. Dieser Wert in l/min ist jedoch immer an eine konkrete, vom Hersteller definierte Temperaturdifferenz gebunden (häufig wird in Katalogen eine Referenzdifferenz von ca. 25 °C verwendet, also beispielsweise eine Erwärmung von 10 °C auf 35 °C). Das bedeutet, dass, wenn Sie im Winter eine höhere Temperaturdifferenz einstellen, beispielsweise aufgrund kälteren Zulaufwassers oder aufgrund der Nachfrage nach wärmerem Wasser, die tatsächlich erreichbare maximale Durchflussmenge etwas niedriger sein wird, als der Katalogwert in l/min. Ein gasbetriebener Durchlauferhitzer, der als „14 l/min“ beworben wird, erreicht diese Leistung bei der referenziellen Temperaturdifferenz – bei einer größeren Differenz (kälteres Winterwasser, höhere gewünschte Temperatur) wird die tatsächliche maximale Durchflussmenge etwas geringer sein, obwohl die Brennerleistung gleich bleibt.

Die praktische Konsequenz ist, dass beim Vergleich zweier gasbetriebener Modelle nach dem Wert in l/min gut daran zu denken ist, bei welcher Temperaturdifferenz dieser Wert gemessen wurde – nur so können Sie zwei Produkte korrekt miteinander vergleichen, und ebenso können Sie einen gasbetriebenen Modell korrekt mit einem elektrischen vergleichen, bei dem die Leistung in kW gemäß der oben genannten Formel direkt in Durchfluss bei beliebiger Temperaturdifferenz umgerechnet werden kann.

Praxisbeispiel: zwei reale Szenarien mit Berechnung

Um die Theorie an konkreten Zahlen zu überprüfen, betrachten wir zwei typische, reale Szenarien, mit denen man sich bei der Auswahl eines Durchlauferhitzers am häufigsten konfrontiert – eine kleine Einzimmerwohnung mit einem Waschbecken und einer Küchenspüle.

Szenario 1: Einzimmerwohnung mit einem Waschbecken im Badezimmer und Küchenspüle

In einer kleinen Einzimmerwohnung, in der keine Wanne oder Duschkabine mit hohen Durchflussanforderungen vorhanden ist, sondern nur ein Waschbecken im Badezimmer und eine Küchenspüle, die zudem praktisch nie gleichzeitig genutzt werden (zu einem Zeitpunkt waschen Sie entweder Ihre Hände oder Geschirr), ist ein kleinerer elektrischer Druckdurchlauferhitzer mit einer Leistung im Bereich von etwa 11 bis 13,5 kW eine typische Wahl – also etwas höher als das absolute Minimum von 3,5 bis 5,5 kW für ein einzelnes Waschbecken, da er eine Reserve bietet, falls Sie den Durchlauferhitzer auch an einen zweiten Austritt anschließen möchten oder wenn Sie einen etwas höheren Durchfluss und Komfort beim Händewaschen bevorzugen.

Nehmen wir konkret den CLAGE CEX mit umschaltbarer Leistung von 11 oder 13,5 kW. Die gewünschte Wassertemperatur zum Händewaschen legen wir auf 38 °C fest. Im Winter, wenn das Zulaufwasser nur 7 °C hat, muss der Durchlauferhitzer eine Temperaturdifferenz von 31 °C überbrücken. Nach der Orientierungsformel P ≈ Q × ΔT × 0,07 können wir den Durchfluss bei der gegebenen Leistung berechnen als Q ≈ P / (ΔT × 0,07):

  • Bei einer Leistung von 11 kW: Q ≈ 11 / (31 × 0,07) ≈ 5,1 Liter pro Minute.
  • Bei einer Leistung von 13,5 kW: Q ≈ 13,5 / (31 × 0,07) ≈ 6,2 Liter pro Minute.

Im Sommer, wenn das Zulaufwasser etwa 19 °C hat, ist nur eine Temperaturdifferenz von 19 °C erforderlich, weshalb derselbe Durchlauferhitzer einen deutlich höheren Durchfluss ermöglicht:

  • Bei einer Leistung von 11 kW: Q ≈ 11 / (19 × 0,07) ≈ 8,3 Liter pro Minute.
  • Bei einer Leistung von 13,5 kW: Q ≈ 13,5 / (19 × 0,07) ≈ 10,1 Liter pro Minute.

Ein normaler Durchfluss beim Händewaschen oder Geschirrspülen aus dem Hahn liegt bei etwa 4 bis 6 Litern pro Minute, weshalb auch im ungünstigsten Winterfall dieser Durchlauferhitzer die reale Bedarf der Einzimmerwohnung locker abdeckt und im Sommer zusätzlich einen deutlichen Komfortvorteil bietet. Genau diese Reserve ist der Grund, weshalb für solche kleinen Haushalte empfohlen wird, lieber auf eine Leistung von 11 bis 13,5 kW zurückzugreifen, statt auf das absolute Minimum, obwohl für ein einzelnes Waschbecken theoretisch auch ein geringerer, beispielsweise ein 5,5 kW Modell ausreichen würde – das würde im Winter bei einer Temperaturdifferenz von 31 °C nur etwa 2,5 Liter pro Minute ermöglichen, was viele Nutzer bereits als unangenehm schwach empfinden würden.

CLAGE CEX 11/13,5 kW – erreichbarer Durchfluss im Winter und Sommer11 kW – Winter (Δ31 °C)5,1 l/min13,5 kW – Winter (Δ31 °C)6,2 l/min11 kW – Sommer (Δ19 °C)8,3 l/min13,5 kW – Sommer (Δ19 °C)10,1 l/min

Szenario 2: Wohnung, in der gleichzeitig Dusche und Küchenspüle genutzt werden

Das zweite, anspruchsvollere Szenario ist ein typischer Zwei- bis Dreizimmerwohnung, in der es realistisch vorkommen kann, dass ein Familienmitglied duscht, während ein anderes gleichzeitig Geschirr spült oder Wasser in der Küche zapumpt. Dies ist genau die Situation, auf die die Leistung nach der Summe, nicht nach einem einzigen Entnahmepunkt dimensioniert werden muss.

Die Dusche allein erfordert bei einer bequemen Temperatur (z. B. 40 °C) und einem durchschnittlichen Durchfluss der Duschdüse von ca. 9 Liter pro Minute im Winter, bei einer Zuleitungstemperatur von 8 °C (Temperaturerhöhung um 32 °C), eine Leistung von: P ≈ 9 × 32 × 0,07 ≈ 20,2 kW. Diese Zahl entspricht exakt der unteren Grenze des empfohlenen Bereichs von 18 – 21 kW für eine separate Dusche, den wir in der Einleitungstabelle erwähnt haben – Sie sehen also, dass diese Empfehlung keine willkürlich gewählte Zahl ist, sondern direkt aus dem physikalischen Rechenaufwand für einen durchschnittlichen Duschdurchfluss unter winterlichen Bedingungen abgeleitet wird.

Wenn gleichzeitig auch der Küchenspültisch mit einem Durchfluss von ca. 4 Liter pro Minute auf ähnliche Temperatur gebracht wird, steigt der Gesamtdurchfluss auf 13 Liter pro Minute, und die erforderliche Leistung bei derselben Temperaturerhöhung von 32 °C beträgt: P ≈ 13 × 32 × 0,07 ≈ 29,1 kW. Wir sehen also, dass bei gleichzeitigem Betrieb zweier Entnahmestellen im Winter die Leistungsanforderung bis an die obere Grenze oder sogar leicht darüber hinaus geht, des empfohlenen Bereichs von 21 – 27 kW für mehrere gleichzeitig genutzte Entnahmestellen.

In der Praxis ergeben sich zwei mögliche Lösungen. Erstens: Wählen Sie einen wirklich leistungsstarken elektrischen Druckdurchlauferhitzer in der oberen Bereichsgrenze, idealerweise mit 24 – 27 kW, der im Winter bei gleichzeitigem Betrieb zweier Entnahmestellen ausreichend Temperatur ohne erhebliche Durchflussminderung aufrechterhält. Zweitens, als alternatives Lösung: Wählen Sie einen leistungsstärkeren gasbetriebenen Durchlauferhitzer, z. B. den Typ Karma POV 14BK ZP mit einem katalogmäßigen Durchfluss von 14 l/min – Gasgeräte mit Brennerleistungen im Bereich mehrerer zehn Kilowatt bewältigen problemlos auch höhere Winteranforderungen, da ihre Leistung nicht durch die Kapazität der elektrischen Anschlussleitung begrenzt wird, sondern nur durch die Größe des Brenners und des Abgasystems. Wenn in der Haushaltsführung nur gelegentlich, nicht regelmäßig gleichzeitiger Betrieb von Dusche und Küche erwartet wird, ist es möglich, mit einem 21 kW-Modell auszukommen, wobei bei außergewöhnlicher gleichzeitiger Nutzung eine geringfügige Temperatur- oder Durchflussminderung eintreten kann – was ein Kompromiss ist, den jede Haushaltsführung nach eigenen Gewohnheiten abwägen muss.

Dieses zweite Szenario illustriert zudem gut, warum es wichtig ist, nicht nur nach dem Typ des Raumes, sondern nach dem realen, gleichzeitigen Verhalten des Haushalts zu denken – der theoretische Summenwert der Leistungen aller Entnahmestellen in der Wohnung wäre wesentlich höher, doch in der Praxis muss nicht auf die Situation dimensioniert werden, dass alle Entnahmestellen gleichzeitig laufen, sondern nur auf eine realistische Spitzenlast, die sich in der jeweiligen Haushaltsführung tatsächlich ereignen kann.

Empfohlene Modelle nach Leistung

Anhand der oben genannten Berechnungen und orientierender Leistungsbereiche listen wir vier konkrete Modelle aus dem Sortiment von atria.sk nach Leistungsklasse auf – von kleineren Geräten für das Waschbecken bis hin zu leistungsstarken Modellen, die mehrere Entnahmestellen gleichzeitig versorgen können. Ein detaillierter Leitfaden, wie man zwischen den einzelnen Typen wählt, finden Sie auch im Artikel Wie man einen Durchlauferhitzer wählt.

VorschauModellTyp und LeistungPreis
CLAGE CEX 11 oder 13,5 kW, 400 V CLAGE CEX 11 oder 13,5 kW Elektrischer Druckdurchlauferhitzer, umschaltbare Leistung 11/13,5 kW, 400 V – kleiner Haushalt, Waschbecken + Spüle 397,70 €
CLAGE DBX21 Next 21 kW, 400 V CLAGE DBX21 Next 21 kW Elektrischer Druckdurchlauferhitzer, 21 kW, 400 V – Dusche, ggf. auch gleichzeitig mit weiterer Entnahmestelle 390,60 €
Karma POV 11BW ZP Karma POV 11BW ZP Gasbetrieben, 11 l/min – kleiner Haushalt, eine Badezimmer 1 037,88 €
Karma POV 14BK ZP Karma POV 14BK ZP Gasbetrieben, 14 l/min – höhere Leistung, mehrere Entnahmestellen gleichzeitig 849,85 €
Preise empfohlener Modelle nach LeistungsklasseCLAGE CEX 11/13,5 kW397,70 €CLAGE DBX21 Next 21 kW390,60 €Karma POV 11BW ZP (11 l/min)1 037,88 €Karma POV 14BK ZP (14 l/min)849,85 €

Aus der Tabelle ist ebenfalls ersichtlich, dass der Preis des Durchlauferhitzers nicht unbedingt direkt mit der Leistung übereinstimmt – der Unterschied zwischen elektrischen und gasbetriebenen Modellen wird vor allem durch die Technologie (ein Gasbrenner und Abgasanlage sind konstruktiv aufwendiger als eine elektrische Heizwicklung) bedingt, nicht durch die Kilowattleistung allein. Beim Entscheid zwischen elektrischer und gasbetriebener Lösung empfehlen wir, sich auch das detaillierte Vergleich in dem Artikel Elektrischer vs. gasbetriebener Durchlauferhitzer durchzulesen, in dem wir nicht nur die Leistung, sondern auch Betriebskosten, Anschlussanforderungen (elektrische Anschlussleitung vs. Gasanschluss und Abgasführung) und die Lebensdauer beider Technologien behandeln.

Zusammenfassung: Wie bei der Leistungswahl vorzugehen ist

Falls Sie sich nicht sicher sind, welche Leistung für Ihren Haushalt die richtige ist, empfehlen wir, in drei Schritten vorzugehen. Erstens: Rechnen Sie aus, wie viele Entnahmestellen (Waschbecken, Dusche, Küchenspüle, ggf. Badewanne) der Durchlauferhitzer tatsächlich versorgen wird, und vor allem, wie viele davon sich in der Praxis gleichzeitig nutzen lassen – nicht theoretisch, sondern entsprechend dem, wie in der Haushaltsführung ein normaler Tag tatsächlich abläuft. Zweitens: Wählen Sie die gewünschte bequeme Wassertemperatur und bedenken Sie, dass entscheidend der Winterfall mit der kältesten Zuleitungstemperatur ist, nicht der Sommerfall. Drittens: Bei elektrischen Modellen mit einer Leistung ab ca. 18 kW sollten Sie im Voraus prüfen, ob Sie bereits oder ob Sie in der Lage sind, eine Drehstromanschlussleitung mit 400 V zu sichern – falls nicht, sollten Sie entweder eine gasbetriebene Lösung in Betracht ziehen oder sich vorab einen Kostenvoranschlag für die Anpassung der Elektroinstallation besorgen.

Wie bei der Leistungswahl vorzugehen istRechnen Sie Entnahmestellenund deren gleichzeitige Nutzung ausWählen Sie Temperatur,rechnen Sie mit dem WinterPrüfen Sie Drehstromanschluss400 V

Es ist nicht nötig, sich auch vor einer leichten Leistungsreserve zu fürchten – ein Durchlauferhitzer am oberen Ende des empfohlenen Bereichs gewährleistet Ihnen im Winter denselben Komfort, den Sie im Sommer mit einem weniger leistungsstarken Modell genießen, und der Preisunterschied zwischen benachbarten Leistungsklassen ist in der Regel viel geringer als der Unterschied an Komfort, den Sie bei jedem Duschen während der kältesten Monate des Jahres spüren.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Leistung benötige ich für ein Waschbecken?

Für ein eigenständiges Waschbecken oder eine Küchenspüle, an der Sie nur Hände oder Geschirr waschen, reicht ein kleinerer, druckloser elektrischer Durchlauferhitzer mit einer Leistung von ca. 3,5 bis 5,5 kW aus. Solch ein Durchlauferhitzer kann an eine normale Steckdose 230 V angeschlossen werden und benötigt keine Änderung der Elektroinstallation.

Reicht ein Durchlauferhitzer mit 11 kW Leistung für die Dusche aus?

In den meisten Fällen nicht. Für ein komfortables Duschen mit ausreichend Wasserdruck (ca. 8–10 Liter pro Minute) bei einer Temperatur von 38–40 °C wird mindestens 18 kW, idealerweise 21 kW empfohlen, insbesondere wenn Sie auch im Winterbetrieb planen, bei dem das Zulaufwasser am kältesten ist. Ein Modell mit 11 kW Leistung würde beim Duschen nur einen deutlich geringeren Durchfluss ermöglichen, was sich als schwacher, unkomfortabler Wasserstrahl bemerkbar macht.

Warum fließt im Winter weniger warmes Wasser aus dem Durchlauferhitzer als im Sommer?

Weil das Zulaufwasser (kalt) im Winter eine niedrigere Temperatur hat als im Sommer – der Unterschied kann bis zu 10–15 °C betragen. Der Durchlauferhitzer muss im Winter eine größere Temperaturdifferenz überbrücken, weshalb er bei gleicher Leistung weniger Wasser pro Minute aufheizen kann als im Sommer. Es handelt sich um einen normalen physikalischen Effekt, nicht um einen Defekt – die Lösung besteht darin, einen Durchlauferhitzer mit ausreichender Leistungsreserve für die Winterbedingungen auszuwählen.

Welcher ist der Unterschied zwischen der Leistung in kW und dem Durchfluss in l/min bei Gasdurchlauferhitzern?

Die Leistung in kW beschreibt die Wärmeleistung des Brenners, während der Durchfluss in l/min eine abgeleitete Größe ist, die nur bei einem bestimmten, vom Hersteller definierten Temperaturanstieg (meist ca. 25 °C) gilt. Bei einem höheren Temperaturanstieg, beispielsweise im Winter oder bei einer höheren gewünschten Wassertemperatur, wird die tatsächlich erreichbare Durchflussmenge etwas niedriger sein als der Katalogwert in l/min.

Benötige ich für jeden elektrischen Durchlauferhitzer eine Drehstromanschluss?

Nein. Kleine Modelle mit einer Leistung bis ca. 5,5 kW funktionieren mit einer normalen Einphasensteckdose 230 V. Ein Drehstromanschluss 400 V ist erst bei leistungsstärkeren Modellen ab ca. 18 kW erforderlich, also bei Durchlauferhitzern für die Dusche oder zur gleichzeitigen Versorgung mehrerer Abläufe. Weitere Informationen finden Sie im Artikel über die Elektroinstallation für elektrische Durchlauferhitzer.

Kann eine zu hohe Leistung des Durchlauferhitzers Nachteile haben?

Beim direkten Betrieb nicht – eine höhere Leistung bietet Ihnen immer mehr Reserve und Komfort, nie Probleme. Die Nachteile sind eher indirekt: ein höherer Anschaffungspreis, bei elektrischen Modellen die Notwendigkeit einer stärkeren Elektroinstallation (Drehstromanschluss, dickerer Kabel, größerer Sicherung) und etwas höherer momentaner Strom- oder Gasverbrauch bei Volllast. Wenn die Haushaltsgröße dennoch die entsprechende Leistung benötigt, lohnen sich diese Kosten durch einen stabilen Komfort das ganze Jahr über.

Wie berechne ich den erreichbaren Durchfluss bei einer bestimmten Leistung und Temperatur?

Verwenden Sie die Schätzung P [kW] ≈ Q [l/min] × ΔT [°C] × 0,07, wobei ΔT der Unterschied zwischen der gewünschten Wassertemperatur und der Temperatur des Zulaufwassers ist. Nach Umstellung der Formel auf Q ≈ P / (ΔT × 0,07) können Sie bei bekannter Leistung des Durchlauferhitzers berechnen, welcher Durchfluss bei der gewünschten Temperatur erreicht wird – diesen Ansatz haben wir auch in den praktischen Beispielen weiter oben im Artikel angewendet.

Ist es besser, einen elektrischen oder einen gasbetriebenen Durchlauferhitzer mit höherer Leistung zu wählen?

Das hängt von der verfügbaren Infrastruktur (Gasanschluss vs. Drehstrom) und den Betriebsanforderungen ab. Gasbetriebene Modelle mit höherer Brennerleistung sind weniger durch die Kapazität der Haushalts-Elektroinstallation eingeschränkt, benötigen jedoch einen Gasanschluss und eine Abgasführung. Elektrische Modelle sind einfacher in der Installation, wenn der Drehstromanschluss bereits vorhanden ist. Ein detailliertes Vergleich der beiden Technologien finden Sie im separaten Artikel Elektrischer vs. Gasbetriebener Durchlauferhitzer.

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