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Montage und Anschluss eines Gaskaltwasserers

Der Gasdurchlauferhitzer gehört zu den zuverlässigsten Lösungen für die Warmwasserbereitung dort, wo es keinen Sinn macht, einen Boiler zu bauen oder wo kein Stromanschluss mit ausreichender Reserve für eine elektrische Heizung vorhanden ist. Im Gegensatz zu elektrischen Modellen erfordert der gasbetriebene Anschluss jedoch einen anderen Montageprozess – von der Gasversorgung über die Abgasführung bis hin zur obligatorischen Wartung. In diesem Artikel erklären wir praktisch, was die Montage eines Gasdurchlauferhitzers bedeutet, welcher der Unterschied zwischen Schornsteinschacht und Turbo-Abgasführung ist, wie das Zünden des Brenners ohne Strom funktioniert und warum drucklose Modelle eine spezielle Wasserarmatur benötigen. Wir ergänzen dies mit zwei realen Beispielen aus der Praxis, die zeigen, wie diese Geräte in Chalets und Wohnungen eingesetzt werden. Wenn Sie noch überlegen, ob ein Gasdurchlauferhitzer für Sie die richtige Wahl ist, empfehlen wir Ihnen, zuerst den Artikel Wie man einen Durchlauferhitzer auswählt und den Vergleich Elektrischer vs. Gasdurchlauferhitzer durchzulesen – dieser Artikel befasst sich nur mit der Montage des ausgewählten Geräts.

Gasanschluss und wer darf die Montage durchführen

Die erste und wichtigste Regel lautet eindeutig: Der Anschluss eines Gasdurchlauferhitzers an das Gasnetz darf niemals von einem Laien selbst durchgeführt werden. Es handelt sich um eine Eingriff in das Gasversorgungssystem der Haushaltsinstallation, der ausschließlich von einer Person mit gültiger fachlicher Eignung im Gasbereich durchgeführt werden darf. Diese Voraussetzung ist keine Formalität – ein falsch angeschlossenes Gasgerät gehört zu den häufigsten Ursachen schwerwiegender Unfälle im Haushalt, von Gasaustritt bis hin zum Explosionsrisiko oder Kohlenmonoxidvergiftung. Neben dem Sicherheitsrisiko hat das Nichteinhalten dieser Regel auch eine praktische Konsequenz: Die meisten Hersteller und Händler binden die Garantie für das Gerät an die Tatsache, dass die Montage von einer berechtigten Person durchgeführt wurde und dass danach ein Wartungsbericht ausgestellt wurde. Ein selbst angeschlossener Durchlauferhitzer kann im Falle einer Störung oder Versicherungsschadenfall also zur Garantieverlust und zu Problemen bei der Versicherung führen.

Der Montageprozess eines Gasdurchlauferhitzers umfasst mehrere Schritte, die aufeinander folgen. Zunächst wird die Auswahl und Prüfung der geeigneten Installationsstelle gelöst – dabei werden der Abstand zu brennbaren Materialien, ausreichend Platz für Bedienung und Wartung, die Höhe der Aufhängung über der Ablaufrinne oder der Spüle sowie im Falle der Turbo-Variante auch die Möglichkeit, die Abgasführung durch die Außenwand nach außen zu führen, berücksichtigt. Danach erfolgt die eigentliche Befestigung des Durchlauferhitzers an der Wand, die Anschluss an das Kaltwasserleitungssystem und den Warmwasseranschluss, und schließlich der Anschluss an den Gasanschluss einschließlich der Montage eines Absperrhahns, der bei Wartungsarbeiten oder im Notfall leicht zugänglich sein muss. Nach der physischen Verbindung folgt die Dichtigkeitsprüfung aller Verbindungen, das Testzünden des Brenners und die Prüfung der korrekten Funktion des Geräts bei verschiedenen Wasserströmen. Der gesamte Prozess schließt mit der Ausstellung eines Wartungsberichts ab, der bestätigt, dass das Gerät sicher in Betrieb ist – dieser Aspekt wird später in einem separaten Abschnitt detaillierter behandelt.

Ablauf der Montage eines GasdurchlauferhitzersAuswahl desMontageortsBefestigung an der WandAnschluss an das WasserGasanschluss +VentilDichtigkeitsprüfungund ZündungWartungsbericht

Beim Bestellen der Montage lohnt es sich, im Voraus zu prüfen, ob der ausgewählte Techniker nicht nur das Anschließen des Gasgeräts, sondern auch die Durchführung der ersten Wartung berechtigt ist, oder ob diese beiden Dienstleistungen in Zusammenarbeit mit einem Wartungstechniker erfolgen. In der Praxis übernimmt dies oft ein und dasselbe Unternehmen oder ein Handwerker mit den entsprechenden Zertifikaten, was die Montage vereinfacht – der Besteller muss nicht zwei verschiedene Anbieter koordinieren und eine einzige Besichtigung reicht aus, um das Gerät anzuschließen und zu testen.

Abgasführung: Schornstein vs. Turbo-Variante

Der Gasdurchlauferhitzer verbrennt Erdgas oder Propan-Butan und bei der Verbrennung entstehen unweigerlich Abgase, die sicher aus dem Wohnraum abgeführt werden müssen. Genau diese Abgasführung ist einer der Schlüsselparameter, der entscheidet, wo und wie der Durchlauferhitzer überhaupt platziert werden kann. Grundsätzlich gibt es zwei Lösungen – den klassischen Schornsteinschacht mit natürlicher Saugkraft und die modernere Turbo-Variante mit gezwungener Saugkraft.

Schornsteinschacht-Variante (natürliche Saugkraft)

Der Schornsteinschacht- oder sogenannte B-Typ-Durchlauferhitzer nutzt zur Abgasführung einen funktionierenden Schornstein mit natürlicher Saugkraft – der Temperaturunterschied zwischen den Abgasen und der umgebenden Luft erzeugt eine Strömung, die die Abgase durch den Schornsteinschacht aus dem Gebäude zieht. Diese Lösung ist typisch vor allem für ältere Gebäude, Chalets und Objekte, die bereits einen Schornstein haben und der funktioniert. Der Vorteil ist eine einfachere Konstruktion und in der Regel auch ein niedrigerer Anschaffungspreis des Geräts. Der Nachteil ist die Abhängigkeit vom Zustand und der Durchlässigkeit des Schornsteins – dieser muss in einem guten technischen Zustand mit dem richtigen Querschnitt und Saugkraft sein, andernfalls besteht das Risiko einer Rückströmung der Abgase in den Raum. Bei der Schornsteinschacht-Variante ist daher neben der Wartung des Gasgeräts auch eine separate Schornsteinprüfung durch einen Schornsteinfeger erforderlich, die die Durchlässigkeit und Eignung des Schornsteins für die Anschlussung dieses Geräts bestätigt.

Turbo-Variante (gezwungene Saugkraft)

Der Turbo- oder sogenannte C-Typ-Durchlauferhitzer löst die Abgasführung ganz anders – ein eingebautes Lüftergebläse drückt die Abgase aktiv nach außen durch ein spezielles, meist konzentrisches (zwei Rohre ineinander) Rohr, das direkt durch die Außenwand des Gebäudes nach außen geführt wird, ohne dass ein Schornstein erforderlich ist. Die Zufuhr des Verbrennungsluftes und die Abgasführung erfolgen so durch einen einzigen Durchgang in der Wand, was die Installation besonders in Wohnungen, Panelhäusern oder Einfamilienhäusern ohne funktionierenden Schornstein erheblich vereinfacht. Diese Lösung hat sich daher zur beliebten Wahl bei Sanierungen von Bädern und Küchen entwickelt, wo ein Schornstein entweder nie vorhanden war oder schon lange außer Betrieb ist. Bei der Turbo-Variante muss bei der Montage die empfohlene Distanz der Rohrleitungsauslässe zu Fenstern, Türen, Lüftungsschlitzen benachbarter Gebäude und Grundstücksgrenzen eingehalten werden, damit sich die Abgase sicher verstreuen und nicht in die Wohnräume zurückkehren. Diese Distanz und die genaue Ausführung der Rohrleitung sind Teil des Montageplans, den der ausführende Techniker nach den konkreten Bedingungen des Objekts erstellt.

Welcher Typ „besser“ ist, hängt von der konkreten Situation ab. Ist der Schornstein vorhanden, gut dimensioniert und funktioniert, ist die Schornsteinausführung einfacher und günstiger. Fehlt der Schornstein, ist er in schlechtem Zustand oder handelt es sich um eine Wohnung in höheren Stockwerken ohne Zugang zum Schornsteinkörper, ist die Turbo-Ausführung praktisch die einzige umsetzbare Lösung. Beide Typen finden Sie auch unter den Gasmodellen in unserem Sortiment – der konkrete Abgasentyp ist immer in den Produktparametern angegeben, sodass Sie vor der Bestellung nur noch prüfen müssen, ob er den Bedingungen in Ihrem Haushalt entspricht.

Schornsteinausführung vs. Turbo-AbgasführungSchornsteinausführung(B-Typ)Natürlicher Ansaugung über funktionierenden SchornsteinEinfachere Konstruktion, geringere KostenAbhängig vom Zustand und Durchmesser des SchornsteinsErfordert Schornsteinkontrolle durch SchornsteinfegerTurbo-Ausführung(C-Typ)Gezwungene Ansaugung über eingebauten LüfterKonzentrisches Rohr durch die Wand, ohne SchornsteinEignet sich für Wohnungen und SanierungenMindestabstand zu Fenstern und Türen einhalten

Entzündung: Piezo vs. Hydropuls

Ein weiteres wichtiges Merkmal, das sowohl das Komfortniveau als auch die mögliche Platzierung des Gasdurchlauferhitzers beeinflusst, ist die Art der Zündung des Brenners. Moderne Gasdurchlauferhitzer verwenden in der Regel zwei Prinzipien – Piezozündung und durch Hydropuls angetriebene Zündung. Beide Lösungen haben gemeinsam, dass sie weder an das elektrische Netz noch an Batterien angeschlossen werden müssen – was bei der Montage ein großer Vorteil ist, da kein elektrischer Anschluss zum Erhitzer geführt werden muss und das Gerät auch dort zuverlässig funktioniert, wo überhaupt kein Strom vorhanden ist.

Piezozündung

Die Piezozündung funktioniert nach einem einfachen mechanischen Prinzip – durch Drücken der Taste entsteht mechanisch ein elektrischer Funke, der den Gasbrenner entzündet. Bei einigen Konstruktionen entzündet dieser Funke einen dauerhaften Zündflammen, der dann beim Öffnen des Wasserhahns zuverlässig die Hauptbrenner entzündet; bei anderen wird die Piezotaste direkt bei jedem Gebrauch gedrückt. Der Vorteil der Piezozündung ist ihre Einfachheit, mechanische Zuverlässigkeit und fast null Fehlerrate – es gibt hier keine Elektronik, die ausfallen könnte. Der Nachteil ist eine etwas geringere Komfortbedienung, da der Benutzer die Zündung selbst aktivieren muss, eventuell auch den Zündflammen aufrecht erhalten.

Hydropuls-Zündung

Die Hydropuls-Zündung funktioniert anders und ist in der Praxis eine bequemere Lösung: im Gerät ist eine kleine Turbine eingebaut, die beim Öffnen des Wasserhahns durch den selbst fließenden Wasserstrom in Gang gesetzt wird. Diese Turbine treibt einen Generator an, der genügend elektrische Energie erzeugt, um einen Zündfunken direkt im Moment zu erzeugen, in dem Wasser durch das Gerät fließt. Das Ergebnis ist eine vollständig automatische Zündung – der Benutzer öffnet einfach den Wasserhahn und der Erhitzer entzündet sich selbst, ohne dass irgendeine Taste gedrückt werden muss. Genau nach diesem Prinzip ist beispielsweise das Modell Karma POV 14BK ZP ausgestattet, das die Zündung vollständig automatisch durch den Wasserfluss löst, ohne dass ein Anschluss an das elektrische Netz erforderlich ist.

Gerade diese Unabhängigkeit von Strom ist der Grund, warum Gasdurchlauferhitzer mit Piezo- oder Hydropuls-Zündung so oft in Ferienhäusern, Gartenhäusern, Garagen oder anderen Gebäuden montiert werden, in denen der elektrische Anschluss entweder ganz fehlt oder dessen Anschluss nur wegen der Warmwasserbereitung unverhältnismäßig kostspielig wäre. Es reicht ein funktionierender Gasanschluss (z. B. von einer Druckflasche) und ein Wasseranschluss – für den Rest sorgt das Gerät selbst.

Spezielle Armatur bei Niederdruckmodellen

Beim Anschluss von Gasdurchlauferhitzern ist es unerlässlich, zwischen Druck- und Niederdruckausführung zu unterscheiden, da sich beide Typen unterschiedlich an das Wasserrohrnetz anschließen und unterschiedliches Zubehör erfordern. Diesem Thema widmen wir uns ausführlich auch im separaten Artikel Druck- vs. Niederdruckdurchlauferhitzer, hier erklären wir, was das für die eigentliche Montage konkret bedeutet.

Niederdruckmodelle (offene Systeme)

Ein Niederdruckdurchlauferhitzer ist so konstruiert, dass das Gerät selbst Teil des Wasserrohrkreises ist, zusammen mit einer speziellen Armatur, die direkt mit dem Gerät geliefert wird. Diese Armatur ist keine gewöhnliche Hahnarmatur, wie wir sie vom normalen Waschbecken oder Waschbecken kennen – sie hat eine andere Konstruktion, die gleichzeitig den Wasserfluss durch den Wärmetauscher öffnet und reguliert und durch diesen Wasserfluss auch die Zündung des Brenners auslöst (vor allem bei Modellen mit Hydropuls). Genau deshalb darf bei Niederdruckmodellen keine gewöhnliche universelle Hebel- oder klassische Zweihahnarmatur verwendet werden – nicht nur, dass sie nicht richtig funktionieren würde, sondern sie könnte auch die falsche Funktion des gesamten Erhitzers verursachen oder ihn beschädigen. Die mitgelieferte Armatur des Herstellers ist daher ein zwingender Bestandteil der Montage und muss exakt diejenige sein, die für das betreffende Modell vorgesehen ist.

Karma POV 14BK ZP – Niederdruck-Gasdurchlauferhitzer mit spezieller Armatur
Karma POV 14BK ZP – Niederdruck-Gasdurchlauferhitzer, der mit einer speziellen Armatur geliefert wird, die für die ordnungsgemäße Funktion des Geräts erforderlich ist. Produkt ansehen

Das Niederdrucksystem wird in der Regel dort eingesetzt, wo der Warmwasserbedarf nur an einem einzigen Entnahmepunkt besteht – typischerweise ein Ablauf oder ein Waschbecken in der Küche oder in einem Ferienhaus. Der Vorteil ist eine einfachere Montage ohne Notwendigkeit, Drucküberwachungselemente zu berücksichtigen, der Nachteil ist die Begrenzung auf einen Entnahmepunkt gleichzeitig.

Druckmodelle (geschlossene Systeme)

Ein Druckdurchlauferhitzer funktioniert anders – er wird direkt an das kalte und warme Wasserrohrnetz angeschlossen, ähnlich wie man einen kleinen Gasheizkessel oder einen Warmwasserspeicher anschließen würde. An der warmen Wasserabgabe kann er gleichzeitig mehrere Entnahmepunkte (z. B. Spüle und Dusche) versorgen, wobei an jedem von ihnen eine gewöhnliche Armatur ohne jegliche Einschränkungen verwendet werden kann. Diese Freiheit hat jedoch ihre Bedingung – da das gesamte System unter dem Druck des Wasserrohrnetzes steht, muss ein Druckdurchlauferhitzer mit einem Sicherheitsventil ausgestattet sein, das bei Überschreiten des sicheren Drucks das Wasser sicher ablässt und so den Wärmetauscher und die Leitungen vor Schäden schützt. Genau solch eine Lösung ist beispielsweise das Modell Karma POV 11BW ZP, das für die Anschluss an ein normales Druckrohrnetz mit der Möglichkeit zur Versorgung mehrerer Entnahmepunkte im Haushalt vorgesehen ist.

Karma POV 11BW ZP – Druck-Gasdurchlauferhitzer für Anschluss an normales Wasserrohrnetz
Karma POV 11BW ZP – Druck-Gasdurchlauferhitzer, an der warmen Wasserabgabe können normale Armaturen an mehreren Entnahmepunkten verwendet werden. Produkt ansehen

Die Wahl zwischen einem Druck- und einem Niederdruckmodell sollte daher bereits vor der eigentlichen Montage getroffen werden – nicht nur aus Kostengründen und wegen der technischen Ausführung, sondern auch, weil eine nachträgliche Änderung von einem Niederdruck- zu einem Druckmodell (oder umgekehrt) oft den Austausch der Armaturen und Anpassungen an den Leitungen erfordert, was die Montagekosten erhöht. Falls Sie sich nicht sicher sind, welcher Typ für Ihre Haushaltsgröße geeignet ist, empfehlen wir Ihnen, das Vergleichs- und Entscheidungshilfe-Artikel Druck- vs. Niederdruck-Durchlauferhitzer durchzulesen, bevor Sie die Montage bestellen.

Niederdruck- vs. DruckmodelleNiederdruck(offen)Spezielle Armatur, die vom Hersteller mitgeliefert wirdDie Armatur steuert den Durchfluss und löst das Zünden ausNur ein EntnahmepunktEinfachere Montage ohne SicherheitselementeDruck (geschlossen)Wird wie ein kleiner Heizkessel angeschlossenGewöhnliche Wasserarmatur ohne EinschränkungenVersorgt mehrere Entnahmepunkte gleichzeitigSicherheitsventil ist vorgeschrieben

Überprüfung und regelmäßige Dichtheitskontrolle

Nach Abschluss der Montage eines Gasdurchlauferhitzers folgt ein Schritt, der nicht ausgelassen werden darf – die Überprüfung des Gasgeräts. Dabei handelt es sich um eine fachmännische Prüfung, die von einem berechtigten Prüftechniker durchgeführt wird und deren Ergebnis ein Prüfbericht ist, der bestätigt, dass das Gerät sicher in Betrieb ist. Diese Prüfung ist nicht nur eine Formalität für die Versicherung oder die Behörde – es handelt sich um eine echte Kontrolle, die Leckagen an Verbindungen, eine falsche Funktion der Sicherheitselemente oder Probleme mit der Abgasführung bereits vor der normalen Betriebsphase aufdecken kann.

Beim Prüfen kontrolliert der Techniker in der Regel mehrere Bereiche gleichzeitig: die Dichtheit aller Gasverbindungen (typischerweise mit einem speziellen Detektionspray oder Gerät, das auch minimale Gasaustritte erkennt), die korrekte Funktion des Brenners und seine Einstellung, die Funktion der Sicherheits- und Schutzelemente (z. B. der Flammschutz, der bei Erlöschen der Flamme den Gasanschluss sofort schließt) und bei Schornsteinsystemen auch die Qualität der Abgasentwicklung in den Schornstein. Der resultierende Prüfbericht ist ein Dokument, das der Eigentümer des Grundstücks aufbewahren muss – er ist bei Versicherungsfällen, beim Verkauf der Immobilie und bei weiteren Prüfungen erforderlich und dient als Referenz.

Die Prüfung des Gasgeräts betrifft nicht nur den Moment nach der Montage – es handelt sich um eine wiederkehrende Pflicht. Der Zeitraum für die nächsten Prüfungen wird vom Prüftechniker je nach Gerätetyp und lokalen Vorschriften festgelegt, meist in mehreren Jahren; der genaue Termin der nächsten Prüfung ist immer direkt im Prüfbericht vermerkt, weshalb es am einfachsten ist, sich an diese Angaben zu halten, anstatt allgemeine Schätzungen vorzunehmen. Neben der geplanten fachmännischen Prüfung wird auch eine regelmäßige visuelle Kontrolle durch den Nutzer empfohlen – Acht geben auf eventuelle Gasgerüche, prüfen, ob sichtbare Schäden oder Korrosion an Verbindungen vorliegen, und verdecken Sie nicht die Lüftungsöffnungen im Raum, in dem der Durchlauferhitzer installiert ist. Bei Schornsteinsystemen gehört auch zur regelmäßigen Pflege die Kontrolle des Schornsteins durch einen Schornsteinfeger, unabhängig von der Prüfung des Geräts selbst.

Falls sich während des Betriebs irgendwelche ungewöhnlichen Veränderungen zeigen – eine Farbveränderung der Flamme, unregelmäßiges Zünden, Geruch, Ruß in der Nähe des Brenners oder irgendein anderer Hinweis – ist es angebracht, das Gerät abzuschalten und einen Service-Techniker hinzuzuziehen, nicht aber das Problem selbst zu beheben. Eine Übersicht der häufigsten Störungen und Empfehlungen, wann der Service gerufen werden sollte, finden Sie im Artikel Service und häufige Störungen bei Durchlauferhitzern.

Praxisbeispiel

Szenario 1: Ferienhaus ohne Stromanschluss

Stellen wir uns eine typische Situation einer Familie vor, die ein Bergferienhaus besitzt, das hauptsächlich an Wochenenden und im Sommer genutzt wird. Das Ferienhaus hat keinen Stromanschluss – der Strom wird nur durch einen kleinen Solarpanel zur Beleuchtung bereitgestellt, was für die Versorgung eines Durchlauferhitzers mit elektronischer Zündung nicht ausreicht. Gleichzeitig wird im Küchenbereich nur ein Entnahmepunkt am Waschbecken benötigt, an dem warmes Wasser zum Abwaschen und zur normalen Hygiene erforderlich ist. In dieser Situation ist eine logische Wahl ein Niederdruck-Gasdurchlauferhitzer mit Zündung durch einen Hydroumformer – das Gerät wird an eine Druckflasche mit Propan-Butan (typische Lösung für Häuser ohne Gasanschluss) und an die Leitung für kaltes Wasser angeschlossen, wobei eine spezielle Wasserarmatur, die mit dem Gerät geliefert wird, verwendet wird. Dank des Hydroumformers zündet sich der Durchlauferhitzer automatisch jedes Mal, wenn die Familie den Hahn öffnet – ohne Notwendigkeit, eine Taste zu drücken, und ohne jede Abhängigkeit von Strom aus dem Netz oder Batterien. Nach der Montage durch einen berechtigten Techniker folgte eine Prüfung, die die Dichtheit der Verbindung an der Gasflasche und die korrekte Funktion der Zündung bestätigte. Das Ergebnis ist eine verlässliche Quelle für warmes Wasser, die genauso funktioniert, als hätte das Ferienhaus Strom – was ein typischer und sehr häufiger Grund ist, weshalb Eigentümer von Ferienhäusern und Gartencasinos gerade diesen Typ von Gerät wählen.

Szenario 2: Wohnung in einem Panelbau ohne funktionierenden Schornstein

Ein weiteres typisches Beispiel ist eine Wohnung in einem höheren Stockwerk eines Panelbaus, in dem während der Renovierung der Badezimmer und der Küche der Eigentümer die Austauschung des alten Boilers durch einen Durchlauferhitzer in Betracht zog. Das Problem war bereits auf den ersten Blick offensichtlich – das Wohnungsgebäude hat keinen funktionierenden Schornstein, der für die Abgasentwicklung genutzt werden könnte, und die Installation eines neuen Schornsteins durch mehrere Stockwerke wäre praktisch nicht umsetzbar und unverhältnismäßig kostspielig. Die Lösung war ein Druck-Gasdurchlauferhitzer mit Turbo-Abgasentwicklung, der sich auf die Gas- und Wasserleitungen ähnlich wie ein kleiner Heizkessel anschließt und die Abgase über ein kurzes konzentrisches Rohr direkt durch die Außenwand des Badezimmers aus der Wohnung abführt. Da es sich um ein Druckmodell handelt, konnten an der Ausgangsleitung für warmes Wasser die bestehenden, gewöhnlichen Armaturen im Küchen- und Badezimmerbereich bleiben – ohne sie ersetzen zu müssen. Die Montage umfasste auch die Prüfung der Eignung der Rohrleitungsausführung (ausreichender Abstand zu Fenstern und Nachbargebäuden) und nach der Anschlussung folgte die Prüfung des Gasgeräts, die die sichere Betriebsbereitschaft bestätigte. Dieser Fall illustriert gut, warum der Turbo-Variant in Wohnungsgebäuden ohne Schornstein praktisch die einzige umsetzbare Lösung ist – und warum es sich lohnt, die Art der Abgasentwicklung bereits bei der Auswahl des konkreten Modells zu berücksichtigen, nicht erst kurz vor der Montage.

Empfohlene Produkte

Unten finden Sie zwei Gasdurchlauferhitzer aus unserem Sortiment, die beide die hauptsächlichen konstruktiven Lösungen darstellen, die in diesem Artikel beschrieben wurden – ein Niederdruckmodell mit spezieller Armatur und automatischer Zündung durch einen Hydroumformer, und ein Druckmodell, das an das gewöhnliche Leitungsnetz mit mehreren Entnahmepunkten angeschlossen werden kann.

Preisvergleich GasdurchlauferhitzerKarma POV 14BK ZP (Niederdruck)849,85 €Karma POV 11BW ZP (Druck)1 037,88 €
Produkt Typ Preis
Karma POV 14BK ZP Niederdruck, Zündung über Piezoelement 849,85 €
Karma POV 11BW ZP Druckmodell, mehrere Entnahmestellen 1 037,88 €

Falls eine elektrische Verbindung vorhanden ist und Sie eine Alternative ohne Gas und ohne Abgasführung suchen, lohnt es sich, auch den Vergleich im Artikel Elektrischer vs. gasbetriebener Durchlauferhitzer anzusehen. Dort finden Sie auch elektrische Modelle, die als Ersatz für gasbetriebene Lösungen in Frage kommen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Darf ich den gasbetriebenen Durchlauferhitzer selbst anschließen?

Nein. Der Anschluss an die Gasversorgung darf ausschließlich durch eine fachkundige Person erfolgen. Eine Selbstmontage ist ein Sicherheitsrisiko und führt in der Regel auch zur Verlust der Garantie auf das Gerät.

Welcher ist der Unterschied zwischen Schornsteinschacht und Turbo-Abgasführung?

Beim Schornsteinschacht werden die Abgase durch natürliche Saugkraft über einen funktionierenden Schornstein abgeführt. Beim Turbo-Modell werden die Abgase durch eine gezwungene Saugkraft über einen Lüfter direkt durch die Außenwand nach außen geblasen, ohne dass ein Schornstein erforderlich ist. Der Turbo-Modell ist daher dort vorteilhaft, wo kein Schornstein vorhanden oder nicht funktional ist.

Wird eine elektrische Verbindung für den gasbetriebenen Durchlauferhitzer benötigt?

Bei Modellen mit Piezozündung oder Zündung über Piezohydrogenerator nicht – beide Zündmethoden funktionieren ohne Anschluss an das Stromnetz und ohne Batterien, was bei der Montage an Chalets oder anderen Orten ohne Stromversorgung ein Vorteil ist.

Warum kann ich eine normale Wasserarmatur nicht an einen Niederdruck-Durchlauferhitzer anschließen?

Niederdruck-Modelle benötigen eine spezielle Armatur, die vom Hersteller geliefert wird, da diese Armatur den Wasserfluss durch den Durchlauferhitzer steuert und gleichzeitig die Zündung auslöst. Eine normale Wasserarmatur würde die ordnungsgemäße Funktion des Geräts nicht gewährleisten.

Wie oft muss ein gasbetriebener Durchlauferhitzer gewartet werden?

Die erste Wartung ist unmittelbar nach der Montage vorgeschrieben. Der Zeitpunkt der nächsten regulären Wartung wird vom Wartungstechniker festgelegt und direkt in der Wartungsakte vermerkt – dieser Zeitpunkt ist daher Vorrang vor allgemeinen Schätzungen.

Kann ein gasbetriebener Durchlauferhitzer an einem Chalet ohne Stromversorgung montiert werden?

Ja, das ist gerade eine der Hauptvorteile von gasbetriebenen Modellen mit Piezo- oder Piezohydrogenerator-Zündung – sie funktionieren zuverlässig auch ohne jegliche Verbindung zum Stromnetz, es reicht eine funktionierende Gasversorgung (z. B. aus einer Gasflasche) und eine Wasserleitung.

Was ist zu tun, wenn nach der Montage ein Gasgeruch wahrgenommen wird?

In diesem Fall ist der Hauptabsperrhahn des Gases sofort zu schließen, der Raum zu lüften, mit elektrischen Schaltern nicht zu manipulieren und der Wartungstechniker oder Service ist zu kontaktieren. Ein Gasgeruch nach der Montage signalisiert eine Undichtigkeit, die unverzüglich behoben werden muss und nicht verschoben werden darf.

Kann ein Druck- oder Niederdruck-Modell nachträglich in einen anderen Typ umgerüstet werden?

Technisch gesehen ja, aber das bedeutet auch den Austausch der Armaturen und Anpassungen an den Leitungen, also zusätzliche Montagearbeiten. Es lohnt sich daher, bereits bei der Auswahl des Geräts den richtigen Typ zu wählen – der Artikel Druck- vs. Niederdruck-Durchlauferhitzer hilft Ihnen dabei.

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