Elektroinstallation für Durchlauferhitzer
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Elektroinstallation für elektrischen Durchlauferhitzer: Was muss Ihr Stromnetz leisten?
Ein elektrischer Durchlauferhitzer zählt zu den anspruchsvollsten Haushaltsgeräten hinsichtlich der Elektroinstallation. Während die meisten Geräte in einer Wohnung oder einem Einfamilienhaus mit einer normalen Steckdose im 16-A-Stromkreis auskommen, kann ein leistungsstarker Durchlauferhitzer beim Einschalten so viel Strom verbrauchen, wie eine ganze Küche mit Herd, Kochplatte und Geschirrspüler zusammen. Aus diesem Grund muss die Frage der Elektroinstallation bereits vor der Auswahl eines konkreten Modells geklärt werden – nicht erst, wenn der Elektriker zum Anbringen des bereits gekauften Geräts an der Wand kommt.
In diesem Artikel erklären wir, warum ein Durchlauferhitzer so anspruchsvoll für die elektrische Versorgung ist, welcher Unterschied zwischen einem einphasigen und dreiphasigen Anschluss besteht, warum es sich um ein sogenanntes exklusives technisches Gerät handelt, wie Sie im Vorfeld prüfen können, ob Ihr Verteiler die Leistung überhaupt bewältigt, und anhand von zwei realen Beispielen zeigen wir, wie sich diese Thematik bei kleineren und größeren Modellen lösen lässt. Am Ende finden Sie Empfehlungen, häufig gestellte Fragen und Links zu verwandten Themen, die Ihnen bei der Auswahl und den nächsten Schritten helfen.
Wichtige Warnung am Beginn: Dieser Artikel dient nur der Grundorientierung und zum Verständnis der Zusammenhänge. Er ersetzt nicht die fachmännische Beurteilung eines Elektrikers oder das Ergebnis einer Prüfbericht. Der konkrete Entwurf der Sicherung, des Kabeldurchmessers und der Anschlusssart bleibt stets der Aufgabe einer fachlich qualifizierten Person vorbehalten – wir erklären weiter unten, warum dies in diesem Fall eine echte Notwendigkeit und nicht nur eine Empfehlung ist.
Warum benötigt ein Durchlauferhitzer einen separaten, starken Stromkreis
Der Prinzip des elektrischen Durchlauferhitzers ist einfach: Das Wasser fließt durch ein Heizelement und erwärmt sich innerhalb weniger Sekunden auf die gewünschte Temperatur. Im Gegensatz zum Warmwasserspeicher, der zum Erwärmen des Wassers mehrere Minuten bis Stunden benötigt und mit vergleichsweise geringer Leistung arbeitet (typisch 2 – 3 kW), muss der Durchlauferhitzer die gesamte erforderliche Energie praktisch augenblicklich beim Wasserentzug bereitstellen. Das erfordert eine deutlich höhere momentane Leistung.
In der Praxis sieht das so aus:
- Drucklose (kleine) Durchlauferhitzer – meist für ein Entnahmestelle vorgesehen (z. B. Waschbecken in der Garage, im Ferienhaus oder in einer kleinen Küche), haben eine Leistung von etwa 3,5 – 5,5 kW. Sie erwärmen einen geringeren Wasserstrom auf einen geringeren Komforttemperaturunterschied.
- Druckbehaftete (große) Durchlauferhitzer – versorgen mehrere Entnahmestellen gleichzeitig (Dusche, Küchenspüle, mehrere Bäder), haben in der Regel eine Leistung von 18 – 27 kW. Gerade bei diesen Leistungen gelangen wir in eine völlig andere Kategorie an Anforderungen an die Elektroinstallation, vergleichbar etwa mit einem Elektroheizkessel.
Zur Vergleich: Ein normaler Steckdosenkreis mit 230 V und einem Sicherungsschalter von 16 A kann eine Belastung von etwa 3,6 kW tragen. Ein druckbehafteter Durchlauferhitzer mit 21 kW Leistung benötigt also etwa sechsmal so viel Leistung, wie eine Standardsteckdose in einer Wohnung liefern kann. Das lässt sich nicht mit einem Verlängerungskabel oder durch Aufteilung des bestehenden Stromkreises auf andere Geräte lösen – es erfordert einen separaten Stromanschluss, der direkt vom Verteiler aus geführt wird, präzise auf die jeweilige Leistung abgestimmt, und einen separaten Sicherungsschalter mit entsprechender Abschalteigenschaft.
Wenn die Elektroinstallation unterdimensioniert ist, besteht bei jedem Einschalten des Heizers das Risiko wiederholter Sicherungsausfälle, übermäßiger Erwärmung des Kabels (Brandgefahr) oder im schlimmsten Fall Schäden am Gerät selbst. Aus diesem Grund empfehlen Hersteller und Händler dringend, die Anschlussarbeiten nicht selbst durchzuführen, sondern sich vorab von einem Elektriker einen Entwurf erstellen zu lassen – noch vor dem Kauf eines konkreten Modells, damit Sie wissen, ob Ihre Wohnung oder Ihr Haus die Leistung, die Sie planen, überhaupt tragen kann.
Einphasiger vs. dreiphasiger Anschluss nach Leistung
Die zweite grundlegende Frage, die eng mit der Leistung zusammenhängt, ist der Anschlusstyp – einphasig (230 V) oder dreiphasig (400 V). Es handelt sich nicht nur um eine technische Formalität, sondern entscheidet darüber, ob Ihr Wohnungs- oder Hausanschluss ein bestimmtes Modell überhaupt betreiben kann, ohne dass in den Hauptanschluss eingegriffen werden muss.
Einphasiger Anschluss (230 V)
Ein einphasiger Anschluss ist in fast jeder Haushaltung üblich – es handelt sich um denselben Anschlusstyp, den auch die Standardsteckdosen haben. Bei Durchlauferhitzern wird er in der Regel nur bei geringeren Leistungen eingesetzt, ungefähr bis ca. 8 – 9 kW. In diese Kategorie fallen vor allem kleinere drucklose Modelle für eine Entnahmestelle. Auch hier ist jedoch ein separater Stromkreis mit entsprechender Sicherung (z. B. 20 A oder mehr, je nach genauer Leistung des Modells) unerlässlich – nicht der Anschluss an eine normale Steckdose, die bereits andere Geräte versorgt.
Vorteil des einphasigen Anschlusses ist die Einfachheit: Er benötigt keinen dreiphasigen Stromkreis in der Wohnung, was besonders in älteren Wohnungsbaugruppen oder dort, wo ein dreiphasiger Anschluss in der Wohnung gar nicht vorhanden ist, geschätzt wird.
Dreiphasiger Anschluss (400 V)
Leistungsstärkere Modelle mit einer Leistung von etwa 18 kW oder mehr werden fast ausschließlich an einen dreiphasigen Anschluss von 400 V angeschlossen. Der Grund ist physikalisch: Die Verteilung der hohen Leistung auf drei Phasen anstelle einer reduziert die Strombelastung auf jedem einzelnen Leiter und damit auch die Anforderungen an die Kabeldurchmesser und die Sicherungsgröße. Ohne einen dreiphasigen Anschluss müsste das Kabel für eine solche Leistung an einer einzelnen Phase unpraktisch dick und der Sicherungsschalter unverhältnismäßig groß sein.
Dies hat direkte Konsequenzen für den Käufer: Wenn Sie an einem leistungsstarken druckbehafteten Modell (z. B. für die gesamte Badeeinrichtung oder eine Wohnung mit mehreren Entnahmestellen) interessiert sind, müssen Sie in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus entweder bereits einen dreiphasigen Anschluss haben oder mit den Kosten für dessen Einrichtung rechnen. In Panelhäusern bedeutet das oft, mit dem Verwalter des Wohnungsbaus und ggf. auch mit dem Stromlieferanten Kontakt aufzunehmen – es geht nicht nur um die internen Stromkreise hinter dem Zähler, sondern manchmal auch um die Kapazität des Anschlusses an das Haus selbst.
Konkretes Beispiel aus unserem Sortiment: Das Modell CLAGE DBX21 Next mit 21 kW Leistung ist ein typischer Vertreter eines dreiphasigen druckbehafteten Durchlauferhitzers – ohne einen dreiphasigen Anschluss von 400 V ist er einfach nicht betreibbar.
Vyhradenes elektrisches Gerät: Wer darf montieren und warum eine Prüfung notwendig ist
Ein elektrischer Durchlauferhitzer mit höherer Leistung zählt zu den sogenannten gegenständlich vorgesehenen elektrischen Geräten. Dieser Begriff ist nicht nur eine bürokratische Formalität – in der Praxis bedeutet er, dass:
- Die Montage, das elektrische Anschlusskabel und das Inbetriebnehmen des Geräts nur durch eine Person mit fachtechnischer Eignung (Elektriker mit entsprechender Berechtigung gemäß geltender Gesetzgebung) durchgeführt werden dürfen, nicht durch Laien, selbst wenn diese ansonsten handwerklich begabt sind.
- Nach der Montage ist eine Prüfung des elektrischen Anschlusses erforderlich, die von einem Prüftechniker durchgeführt wird. Der Prüfbericht bestätigt, dass die Verkabelung den Sicherheitsanforderungen entspricht, und ist zudem ein wichtiger Nachweis bei eventuellen Versicherungsfällen (z. B. Brand durch die Elektroinstallation) – ohne gültige Prüfung kann die Versicherung die Leistung vermindern oder ablehnen.
- Die Selbstmontage oder das Anschließen verletzt nicht nur Sicherheitsvorschriften, sondern kann auch zur Verlust der Garantie auf das Gerät führen – Hersteller und Händler verlangen in der Regel einen Nachweis über eine fachmännische Montage bei der Bearbeitung von Reklamationen.
Warum ist diese Vorsicht notwendig? Die Kombination aus hohem Leistungsbedarf, Nähe zum Wasser und der ständigen, wiederkehrenden Belastung des Stromkreises (der Durchlauferhitzer wird mehrmals am Tag eingeschaltet, oft mit voller Leistung) birgt ein reales Sicherheitsrisiko, wenn etwas unterdimensioniert oder falsch angeschlossen ist. Es handelt sich um denselben Vorsichtsgrundsatz, der beispielsweise auch bei Elektroheizkesseln mit vergleichbarem Leistungsbedarf verlangt wird – auch dort ist die Gegenständlichkeit des Geräts und die obligatorische Prüfung Standard, nicht die Ausnahme.
Praktischer Tipp: Wenn Sie einen Elektriker beauftragen, informieren Sie ihn vorab über das genaue Modell und seine technischen Parameter (Leistung, Anschlusstyp, empfohlene Sicherung und Kabelquerschnitt – diese Angaben finden Sie im technischen Datenblatt oder in der Installationsanleitung des betreffenden Modells). Der Elektriker kann so Materialien im Voraus bereitstellen und die Arbeit planen, anstatt die Parameter erst vor Ort zu ermitteln.
Wie man die Kapazität der häuslichen Elektroinstallation vor dem Kauf überprüft
Bevor Sie sich für eine bestimmte Leistung eines Durchlauferhitzers entscheiden, lohnt es sich, zumindest eine grobe Vorstellung davon zu haben, ob die Leistung von Ihrem Haushalts- oder Wohnungskabelnetz überhaupt getragen wird. Einige Schritte, die Sie sich bereits vor dem Besuch des Elektrikers aneignen können:
1. Prüfen Sie die Größe des Hauptautomaten
Der Hauptautomat vor dem Zähler (oder der Hauptausgang) bestimmt, wie viel Strom gleichzeitig in die Wohnung oder das Haus geleitet werden kann. Wenn es bereits heute zu Abschaltungen des Automaten kommt, wenn mehrere Geräte gleichzeitig eingeschaltet werden (Backofen, Waschmaschine, Trockner, Warmwasserbereiter), ist das ein Signal dafür, dass die Reserve gering ist und das Hinzufügen eines weiteren Geräts mit Leistungen im Bereich von Einern bis Zehnerkilo Watt entweder eine Verstärkung der Anschlussleitung erfordert oder nicht nur eine interne Neuzuweisung der Stromkreise.
2. Berücksichtigen Sie die gleichzeitige Stromentnahme (aktive Geräte)
Es geht nicht nur darum, ob der Durchlauferhitzer „theoretisch“ in die Kapazität passt – wichtig ist auch, ob sein Einschalten nicht mit der Spitzenentnahme anderer großer Geräte zusammenfällt. Wenn Sie beispielsweise in Ihrem Haushalt einen Elektroheizkessel, eine Sauna, ein Elektroauto zum Laden oder eine Wärmepumpe haben, kann die Summe ihrer maximalen Leistungen im Moment, in dem sie gleichzeitig laufen, die Kapazität der Anschlussleitung überschreiten, selbst wenn jedes Gerät für sich allein kein Problem darstellt. Der Elektriker berücksichtigt bei der Planung den sogenannten Gleichzeitigkeitsfaktor – also die reale Wahrscheinlichkeit, dass alles gleichzeitig auf volle Leistung läuft –, doch bei einem Durchlauferhitzer, der oft gerade in der Zeit der morgendlichen oder abendlichen Spitzenbelastung (zusammen mit Dusche, Küche, Waschmaschine) eingeschaltet wird, ist eine größere Vorsicht angebracht.
3. Stellen Sie fest, ob im Haus eine Drehstromanschlussleitung vorhanden ist
Wie oben erwähnt, erfordern leistungsstärkere Modelle (18 kW und mehr) eine Drehstromversorgung. Wenn im betreffenden Haus oder der Wohnung keine Drehstromleitung vorhanden ist, muss entweder eine geringere Leistung für eine Einphasenanschlussleitung gewählt werden oder mit zusätzlichen Kosten und Verwaltungsaufwand für die Einrichtung einer Drehstromanschlussleitung gerechnet werden (in Mehrfamilienhäusern ist dies in der Regel mit der Zustimmung des Verwalters und der Koordination mit dem Stromlieferanten verbunden).
4. Lassen Sie sich einen fachmännischen Entwurf erstellen
Auch wenn Sie eine eigene grobe Vorstellung erstellen, muss die endgültige Entscheidung über den Typ des Automaten, den Kabelquerschnitt und die Art der Verkabelung vom Elektriker auf der Grundlage von realen Messungen und Berechnungen getroffen werden, nicht nur auf der Grundlage von Schätzungen. Dazu gehört auch die Länge der Kabeltrasse vom Verteiler zum Gerät (ein langes Kabel kann aufgrund von Spannungsverlusten einen größeren Querschnitt erfordern) und der bestehende Zustand des Verteilers (freier Platz für einen neuen Automaten, Zustand des Eingangskabels in die Wohnung usw.).
Falls Sie sich nicht sicher sind, welche Leistung Sie tatsächlich benötigen, lesen Sie unseren Artikel Welche Leistung benötige ich für einen Durchlauferhitzer – die Leistung ist schließlich der erste Parameter, an dem sich alles Weitere orientiert, einschließlich der Anforderungen an die Elektroinstallation.
FI-Schutzschalter und weitere Sicherheitsmaßnahmen
Neben dem eigentlichen Automaten, der den Stromkreis vor Überlastung und Kurzschluss schützt, wird bei Durchlauferhitzern dringend empfohlen, auch einen eigenen FI-Schutzschalter (RCD) für diesen Stromkreis zu installieren. Der FI-Schutzschalter überwacht den Unterschied zwischen dem in den Stromkreis einfließenden und abfließenden Strom – wenn ein Teil des Stroms „außerhalb der normalen Strecke“ abfließt (z. B. durch beschädigte Isolierung ins Wasser oder durch den menschlichen Körper), trennt der Schutzschalter den Stromkreis innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde ab.
Warum ist das bei einem Durchlauferhitzer besonders wichtig?
- Nähe zum Wasser: Das Gerät ist praktisch immer direkt an das Wassernetz, die Dusche oder das Waschbecken angeschlossen – also in einer Umgebung mit erhöhtem Risiko bei jedem Stromaustritt.
- Hohe Leistung bedeutet hohe Ströme: Bei einem Defekt ist das potenzielle Risiko höher als bei normalen Geräten mit geringer Leistung.
- Lange Betriebsdauer: Der Durchlauferhitzer ist dauerhaft angeschlossen und wird mehrmals am Tag eingeschaltet, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sich ein Isolationsdefekt gerade bei seiner Nutzung bemerkbar macht.
Der Elektriker plant bei der Planung des Stromkreises in der Regel eine Kombination aus Schutzschalter (Automat) und FI-Schutzschalter mit der richtigen Empfindlichkeit, oder alternativ ein kombiniertes Gerät (FI-Schutzschalter mit Schutzschalter in einem Modul), das beide Funktionen vereint. Ein weiterer Bestandteil der sicheren Verkabelung ist auch die korrekte Erdung des Geräts und das Einhalten der vorgeschriebenen Abstände zu Wasserquellen (z. B. im Badezimmer werden sogenannte Zonen um die Wanne oder Dusche unterschieden, in die ein elektrisches Gerät nur unter bestimmten Bedingungen platziert werden darf) – auch das ist Teil der fachmännischen Beurteilung, die vom Elektriker und nicht vom Endkunden übernommen wird.
Reale Beispiele aus der Praxis
Szenario 1: Kleiner Drucklos-Durchlauferhitzer in der Ferienhütte – reicht eine normale Steckdose?
Stellen wir uns eine Ferienhütte vor, in der Warmwasser nur für ein Waschbecken in der Küchennische benötigt wird – ohne Dusche oder größeren Komfort. In diesem Fall wird typischerweise ein kleiner druckloser Durchlauferhitzer mit einer Leistung von ca. 3,5 bis 5,5 kW gewählt.
Bei dieser Leistung ist die Situation erheblich einfacher als bei großen Druckmodellen: Das Gerät selbst wird zwar an eine Einphasenversorgung mit 230 V angeschlossen, und einige Modelle in dieser Leistungsklasse sind sogar so konzipiert, dass sie an eine normale Steckdose mit Schutzkontaktstecker angeschlossen werden können (unter der Voraussetzung, dass der betreffende Stromkreis ausreichend Reserve hat und mit einem FI-Schutzschalter ausgestattet ist). Trotzdem gilt auch hier das grundlegende Prinzip: Der Anschluss muss von einem Elektriker beurteilt und durchgeführt werden, der überprüft, ob die konkrete Steckdose und der Stromkreis, an den der Durchlauferhitzer angeschlossen werden soll, dem Leistungsbedarf entsprechen und nicht mit anderen größeren Geräten (z. B. einem Schnellkochtopf oder Mikrowelle) geteilt werden, die zusammen mit dem Durchlauferhitzer den Stromkreis überlasten könnten.
Der Vorteil dieses Szenarios ist die geringe Investition in die Elektroinstallation – in vielen Fällen reicht es aus, den Zustand des bestehenden Stromkreises zu prüfen, ohne dass ein neues Starkstromkabel vom Verteiler gezogen werden muss. Aus diesem Grund sind drucklose Modelle eine beliebte Wahl dort, wo keine starke elektrische Anschlussleitung vorhanden ist oder wo es um eine ergänzende, gelegentliche Nutzung geht.
Szenario 2: Leistungsstarker Druckdurchlauferhitzer für die gesamte Wohnung – Notwendigkeit der Stromanschlussverstärkung
Das zweite, deutlich anspruchsvollere Szenario tritt ein, wenn sich die Haushaltsführung entscheidet, beispielsweise einen alten Warmwasserspeicher oder einen elektrischen Boiler durch einen leistungsstarken Druckdurchlauferhitzer zu ersetzen, der gleichzeitig Dusche, Küchenspüle und gegebenenfalls auch ein zweites Badezimmer bedienen kann. Bei dieser Art des Einsatzumfangs wählt man in der Regel einen Modell mit einer Leistung von 18 – 21 kW, was eindeutig einen Drehstromanschluss mit 400 V voraussetzt.
In der Praxis bedeutet dies mehrere Schritte, die nacheinander abgearbeitet werden:
- Überprüfung des bestehenden Stromanschlusses: Der Elektriker prüft zunächst, ob in der Wohnung oder im Haus bereits ein Drehstromnetz vorhanden ist oder ob es sich lediglich um einen Einphasenanschluss handelt (häufig in älteren Wohnungen der Fall).
- Beurteilung der Kapazität des Haupt-Schutzschalters: Wenn ein Drehstromanschluss vorhanden ist, muss geprüft werden, ob der Haupt-Schutzschalter zusätzlichen Verbrauch von 21 kW neben den bereits bestehenden Verbrauchern (Küche, Heizung, andere Steckdosenkreise) aushält.
- Mögliche Stromanschlussverstärkung: Falls die Kapazität nicht ausreicht, erfolgt die Kommunikation mit dem Hausverwalter (bei Mehrfamilienhäusern) oder direkt mit dem Stromlieferanten über eine Erhöhung der Haupt-Schutzschalterkapazität oder über andere Kapazitätslösungen.
- Realisierung eines separaten Stromkreises: Von der Verteilerdose wird ein eigener Starkstromkabel mit entsprechendem Querschnitt direkt zum Installationsort des Durchlauferhitzers geführt, mit eigenem Schutzschalter und Fehlerstromschutzschalter, der exakt auf die Leistung abgestimmt ist.
- Überprüfung: Nach Abschluss der Montage erfolgt eine Prüfung der elektrischen Anlage, die die Sicherheit und die Übereinstimmung der Verkabelung mit den Vorschriften bestätigt.
Dieses Szenario zeigt klar, warum es sich lohnt, die Elektroinstallation schon vor dem Kauf eines konkreten Modells zu klären, nicht erst nach seiner Lieferung. Falls sich herausstellen sollte, dass der Drehstromanschluss fehlt und sein Einbau entweder zu kostspielig oder zeitintensiv ist, kann es sinnvoller sein, eine geringere Leistung zu wählen (bis zu 8 – 9 kW bei Einphasenanschluss) oder die Warmwassererzeugung komplett neu zu bewerten – beispielsweise durch eine Kombination kleinerer Geräte für einzelne Verbrauchspunkte anstelle eines zentralen leistungsstarken Durchlauferhitzers.
Empfohlene Produkte
Unten finden Sie konkrete Modelle aus unserem Sortiment, die den Unterschied zwischen einem normalen Druckdurchlauferhitzer und einem leistungsstarken Modell sowie ergänzendes Zubehör illustrieren. Bei jedem Modell empfehlen wir, vor der Bestellung die genauen technischen Daten (Leistung, Anschlusstyp, empfohlene Schutzmaßnahmen) im Produkt-Detail zu prüfen und sie mit dem Elektriker abzustimmen.
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CLAGE CEX 11 oder 13,5 kW, 400 V
Druckdurchlauferhitzer mit Drehstromanschluss 400 V, geeignet für einen bis zwei Verbrauchspunkte (z. B. Dusche und Waschbecken). Die Leistung von 11 oder 13,5 kW erfordert einen separaten Stromkreis mit entsprechend dimensioniertem Schutzschalter – die genauen Werte finden Sie im technischen Datenblatt des Produkts. Preis: 397,70 € |
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CLAGE DBX21 Next 21 kW, 400 V
Leistungsstarker Druckdurchlauferhitzer zur Deckung eines höheren Verbrauchs – typischerweise für eine Wohnung oder ein Haus mit mehreren Abläufen. Bei einer Leistung von 21 kW ist ein Drehstromanschluss mit 400 V unbedingt erforderlich, genauso wie ein separater Stromkreis, der vom Elektriker exakt auf diesen Verbrauch ausgelegt wird (siehe Szenario 2 oben). Preis: 390,60 € |
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CLAGE AEB-C Berührungslose Batterie
Berührungslose elektronische Batterie als Ergänzung zum Druckdurchlauferhitzer – es handelt sich um einen weiteren elektrischen Betriebsmittel in der Nähe von Wasser, weshalb auch die Verkabelung und der Aufstellort (z. B. in Bezug auf Schutzräume um Waschbecken oder Dusche) mit dem Elektriker im Rahmen der Gesamtinstallation abzustimmen sind. Preis: 717,80 € |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Muss ich bei einem Durchlauferhitzer immer eine Drei-Phasen-Verbindung haben?
Nein, nicht immer. Kleinere Drucklose Modelle mit einer Leistung bis ca. 8 – 9 kW kommen in der Regel mit einer Einzel-Phasen-Verbindung 230 V auf einem separaten Stromkreis aus. Eine Drei-Phasen-Verbindung 400 V ist erst bei leistungsstärkeren Druckmodellen erforderlich, typischerweise ab 18 kW und höher.
Kann ich mir einen Durchlauferhitzer selbst anschließen, wenn ich geschickt genug bin?
Nein. Es handelt sich um ein spezielles elektrisches Gerät – die Montage, der Anschluss und die Inbetriebnahme dürfen ausschließlich von einer Person mit fachlicher Elektrofachkraft durchgeführt werden. Ein selbständiges Anschließen ist eine Sicherheitsgefahr und führt in der Regel auch zum Verlust der Garantie.
Ist nach der Installation eines Durchlauferhitzers eine Prüfung erforderlich?
Ja. Nach dem Anschluss eines speziellen elektrischen Geräts ist eine Prüfung des elektrischen Anschlusses durch einen Prüftechniker erforderlich. Der Prüfbericht ist zudem ein wichtiger Nachweis beispielsweise bei einer Versicherungsleistung.
Wie kann ich feststellen, ob mein Hauptschutzschalter den zusätzlichen Verbrauch des Durchlauferhitzers verkraftet?
Als grobe Orientierung beachten Sie, ob sich der Hauptschutzschalter heute schon auslöst, wenn mehrere große Verbraucher gleichzeitig genutzt werden – das ist ein Hinweis auf eine geringe Reservenkapazität. Eine genaue Beurteilung der Kapazität und gegebenenfalls eine Erhöhung der Hauptschutzschalterkapazität ist jedoch immer Aufgabe eines Elektrikers, der auch den gleichzeitigen Verbrauch anderer Geräte in der Wohnung berücksichtigt.
Brauche ich für den Stromkreis mit dem Durchlauferhitzer einen separaten FI-Schutzschalter?
Ja, ein separater FI-Schutzschalter für diesen Stromkreis wird dringend empfohlen, insbesondere wegen der Nähe zum Wasser und der hohen Leistung des Geräts. Der genaue Typ und die Empfindlichkeit des Schutzschalters wird der Elektriker im Rahmen der Gesamtkonzeption des Stromkreises vorschlagen.
Welche Anforderungen an die Elektroinstallation bestehen zwischen einem drucklosen und einem Druckmodell?
Ein druckloses Modell mit geringer Leistung (3,5 – 5,5 kW) ist wenig anspruchsvoll und kann in einigen Fällen sogar an eine normale Steckdose angeschlossen werden, sofern der Stromkreis ausreichend Kapazität hat. Ein Druckmodell mit höherer Leistung (18 – 27 kW) benötigt fast immer einen separaten Starkstromkreis, einen eigenen Schutzschalter und in der Regel auch eine Drei-Phasen-Verbindung 400 V.
Und wenn ich in meiner Wohnung keine Drei-Phasen-Verbindung habe, aber ein leistungsstarkes Modell möchte?
In diesem Fall ist entweder die Einrichtung einer Drei-Phasen-Verbindung erforderlich (was die Zusammenarbeit mit dem Hausverwalter und dem Stromnetzbetreiber voraussetzt) oder man wählt eine geringere Leistung, die für eine Einzel-Phasen-Verbindung geeignet ist. Der Elektriker hilft Ihnen dabei, abzuschätzen, welche Variante in Ihrem konkreten Fall realistischer ist.
Wirkt sich die Kabellänge vom Verteiler zum Durchlauferhitzer auf dessen Dimensionierung aus?
Ja. Bei längeren Verläufen kann ein dickerer Kabelquerschnitt erforderlich sein, um den Spannungsabfall zu begrenzen, selbst wenn die Leistung des Durchlauferhitzers theoretisch auf einem kürzeren Verlauf mit einem dünneren Kabel ausreichen würde. Der genaue Berechnung ist wiederum Teil des fachlichen Entwurfs durch den Elektriker.
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