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Was bedeuten die Zahlen im Namen der Avansa-Pumpe – Leistung, Förderhöhe und Baumaß

Was bedeuten die Zahlen im Namen der Umwälzpumpe Avansa – vollständiger Leitfaden zur Bezeichnung

Wenn Sie zum ersten Mal die Angebotspalette der Umwälzpumpen Avansa betrachten, begrüßt Sie vermutlich eine Reihe von Namen, die vollständig aus Ziffern und Bindestrichen bestehen: 15-6/130, 25-4/180, 25-6/130… Auf den ersten Blick sieht das nach einer zufälligen Kombination aus, doch in Wirklichkeit beschreibt jede Zahl eine konkrete technische Eigenschaft der Pumpe. Wer diese Zahlen korrekt liest, kann innerhalb weniger Sekunden sagen, ob die betreffende Pumpe für seinen System geeignet ist – ohne Katalog aufschlagen oder beim Hersteller anzurufen.

Dieser Artikel erklärt Ihnen detailliert, was jede Ziffer in der Bezeichnung bedeutet, warum das wichtig ist, um die Hydraulik zu verstehen, wie diese Werte mit den realen Bedingungen im Heizsystem verbunden sind, und zeigt Ihnen konkrete Praxisbeispiele, bei denen ein falsches Verständnis der Bezeichnung zu einer ungeeigneten Pumpe führte – und umgekehrt, wie eine korrekte Interpretation überflüssige Kosten sparen konnte. Wenn Sie einen noch detaillierteren Leitfaden zum Auswählen suchen, werfen Sie auch einen Blick auf unseren Leitfaden Wie wählen Sie die Umwälzpumpe Avansa für Ihr Heizsystem aus.

AVANSA 25 - 6 / 130 Durchmesser des Kreislaufs / Gewindegröße (mm) Max. Förder- höhe (m) Baubreite / Achsenabstand (mm)

Erste Zahl: Durchmesser und Anschlusstyp – was sagt die Zahl 15 oder 25 aus

Die erste Zahl in der Bezeichnung der Avansa-Umwälzpumpe gibt den Durchmesser des Anschlusses (Flansches) der Pumpe in Millimetern an. Es handelt sich um den inneren Nenn-Durchmesser des hydraulischen Anschlusses, der direkt angibt, welcher Gewindestyp (bzw. welcher Rohrdurchmesser) erforderlich ist, um die Pumpe in das Rohrleitungssystem einzubinden.

In der Praxis begegnen Sie bei Avansa-Umwälzpumpen zwei Werten:

  • 15 – entspricht einem inneren Durchmesser von 15 mm, was in der gängigen Rohrleitungsnomenklatur einem Gewinde von 1" (ein Zoll) entspricht. Dies ist eine kleinere Größe, typisch für kompakte Systeme mit geringerem Durchfluss.
  • 25 – entspricht einem inneren Durchmesser von 25 mm, in der Praxis ein Gewinde von 6/4" (ein und ein halb Zoll). Dies ist die Standardgröße für die meisten Haushaltskesselräume mit normalen Durchflüssen von Heizwasser.

Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Zahl nicht direkt über die Leistung der Pumpe aussagt, sondern über die mechanischen Abmessungen des Anschlusses. Eine Pumpe mit der Bezeichnung 15 passt physisch nicht auf ein Gewinde von 6/4" ohne Reduzierung – und umgekehrt. Deshalb ist die erste Zahl ein entscheidender Filter bei der Auswahl: Schauen Sie sich zunächst an, welche Rohrleitung Sie im Kesselraum haben, und wählen Sie entsprechend die Gruppe 15 oder 25.

Konkret: AVANSA 15-6/130 hat ein Anschlussgewinde von 1" und eignet sich für Installationen, bei denen die Ein- und Austrittsrohre mit genau 1" enden. Gegenüber steht AVANSA 25-6/130, die gleichen hydraulischen Parametern, aber ein Gewinde von 6/4" – und somit für eine andere Art von Montageort geeignet ist, obwohl sie hydraulisch genauso leistet.

Falls Sie sich für Details über die Funktionsweise von Gewinden und was bei einer Verwechslung passiert, interessieren, lesen Sie unseren Artikel Welches Anschlussgewinde benötigen Sie – 1" oder 6/4" für die Avansa-Umwälzpumpe, oder Welches Gewinde benötigt die Umwälzpumpe – Unterschied zwischen 1" und 6/4" Anschluss.

Vergleich der Anschlusdurchmesser Ø 15 mm Gewinde 1" kleinere Systeme Ø 25 mm Gewinde 6/4" Standardhäuser →

Zweite Zahl: maximale Förderhöhe – der Schlüssel zur Leistung der Pumpe

Die zweite Zahl nach dem Bindestrich ist der hydraulisch wichtigste Wert in der gesamten Bezeichnung. Sie beschreibt die maximale Förderhöhe der Pumpe, angegeben in Metern (m). Die Förderhöhe – auch als manometrische Höhe oder Hmax bezeichnet – beschreibt die maximale hydraulische Widerstandskraft, die die Pumpe überwinden kann, wenn der Durchfluss null ist. Praktisch bedeutet das: Je höher dieser Wert ist, desto größer ist der Druck (bzw. der Widerstand des Kreislaufs), den die Pumpe bewältigen kann.

In den Bezeichnungen von Avansa begegnen Ihnen zwei Werten:

  • 4 – maximale Förderhöhe von 4 m Wassersäule (≈ 0,4 bar bei null Durchfluss)
  • 6 – maximale Förderhöhe von 6 m Wassersäule (≈ 0,6 bar bei null Durchfluss)

Pumpen der Serie 25-4 (z. B. AVANSA 25-4/130 oder AVANSA 25-4/180) eignen sich für hydraulisch weniger anspruchsvolle Kreisläufe – beispielsweise ein einfaches System mit Kessel, ein paar Heizkörpern und kurzen Leitungen, bei denen der Gesamtwiderstand des Kreislaufs nicht über 3–3,5 m liegt. Pumpen der Serie 25-6 (z. B. AVANSA 25-6/130 oder AVANSA 15-6/130) sind für hydraulisch komplexere Systeme vorgesehen, bei denen die Leitung länger ist, die Rohre einen kleineren Durchmesser haben oder in den Kreislauf Thermostatventile eingebaut sind, die den Widerstand stark erhöhen.

Wie man die Förderhöhe in der Praxis versteht

Die Förderhöhe ist nicht identisch mit der physischen Höhe des Gebäudes. Es handelt sich um den hydraulischen Widerstand des Systems, ausgedrückt in Metern Wassersäule. In der Anlage summieren sich die Widerstände aller Komponenten: Rohre, Bögen, Armaturen, Regelventile, Verteiler, Heizkörper. Die Gesamsumme ist der Druckverlust des Kreislaufs, den die Pumpe kompensieren muss.

Praktische Orientierungswerte:

  • Einfamilienhaus bis 80 m² mit Heizkörpern, Stahlrohren DN15–DN20, Festbrennstoffkessel ohne Thermostate: Gesamtdruckverlust meist 1,5–2,5 m → eine Pumpe mit Hmax 4 m reicht aus
  • Einfamilienhaus 100–150 m², gemischtes System (Teile Fußbodenheizung, Teile Heizkörper), Thermostatventile an jedem Heizkörper: Gesamtdruckverlust 3–5 m → benötigen Sie mindestens Hmax 6 m, in einigen Fällen sogar mehr
  • Großes Objekt oder System mit langen horizontalen Leitungen, Kunststoffrohren kleiner Durchmesser (PE-X 12 oder 16 mm): Druckverlust kann 5–7 m überschreiten → erwägen Sie eine leistungsstärkere Pumpe oder eine elektronische Version mit kontinuierlicher Regelung

Wichtige Praxiswarnung: Die Pumpe darf nie dauerhaft auf maximaler Förderhöhe arbeiten – das ist der Null-Volumenstrom-Punkt, bei dem die Pumpe zwar Druck erzeugt, aber das Wasser nicht fließt. In der realen Betriebsweise muss der Arbeitspunkt der Pumpe innerhalb ihrer Kennlinie liegen, nicht an deren Rand. Wenn bei der Berechnung die erforderliche Förderhöhe knapp unter dem Maximum der Pumpe liegt (z. B. benötigen Sie 3,8 m und die Pumpe hat max. 4 m), ist es in der Regel sicherer, einen stärkeren Modelltyp zu wählen.

H-Q-Kennlinie: -4 vs. -6 (schematisch) 6 m 4 m 2 m 0 0 1 m³/h 2 m³/h Q Hmax = 6 m Hmax = 4 m H (m)

Die Zahl hinter dem Schrägstrich: Baulänge (Anschlussabstand) in Millimetern

Der dritte Parameter in der Bezeichnung – die Zahl hinter dem Schrägstrich – ist ein Punkt, der bei der Onlinebestellung der Pumpe manchmal übersehen wird, in der Heizung ist es jedoch die erste Sache, die Sie vor jeder Bestellung messen müssen. Es handelt sich um die Baulänge der Pumpe, auch Anschlussabstand oder Achsenabstand der Anschlussflansche genannt. Sie wird in Millimetern angegeben und beschreibt den Abstand zwischen den Mittelpunkten des Ein- und Ausgangs der Pumpe.

Im Sortiment Avansa begegnen wir zwei Varianten:

  • /130 – Anschlussabstand 130 mm. Dies ist ein kürzerer Typ, historisch sehr verbreitet in privaten Heizungsanlagen. Die meisten älteren Installationen aus den 70er–90er Jahren wurden genau für diese Länge geplant.
  • /180 – Anschlussabstand 180 mm. Ein längerer Typ, verbreitet in moderneren und ausländischen Heizungsanlagen, aber auch in einigen älteren industriellen Anwendungen.

Warum ist die Baulänge so wichtig?

Die Pumpe wird in der Heizung in einen bereits vorhandenen Rohrabschnitt eingebaut. Die Ein- und Ausgangsböden des Kessels, des Speichers, des Kollektors oder der Rohrleitung sind fix – ihr Abstand ist einmalig und für immer festgelegt. Wenn Sie eine Pumpe mit einer anderen Baulänge kaufen, können Sie sie physisch nicht anschließen, ohne das Rohr zu verlängern oder zu verkürzen, was in einer bestehenden Installation überflüssige Arbeit und meist auch zusätzliche Kosten bedeutet.

Praxisbeispiel: Eine sehr häufige Situation bei der Austauschung einer alten Pumpe (z. B. nach 15 Jahren Betrieb) ist, dass der Kunde mit der Anforderung kommt: „Ich will das Gleiche, nur neu.“ Der erste Punkt, den wir prüfen müssen, ist genau der Abstand – denn wenn die ursprüngliche Pumpe 130 mm hat, passt eine neue mit 180 mm ohne Änderungen nicht hinein, und umgekehrt. Deshalb messen Sie immer vor der Bestellung die Baulänge der vorhandenen Pumpe oder den Abstand zwischen den Gewindeanschlüssen in der Rohrleitung.

Beispielsweise sind AVANSA 25-4/130 und AVANSA 25-4/180 hydraulisch identische Pumpen – gleiche Durchflussmenge, gleiche Förderhöhe, gleiche Gewinde 6/4" – der einzige Unterschied ist genau die Länge. Welche davon Sie kaufen, hängt ausschließlich davon ab, wie viel Platz Sie in der Rohrleitung haben.

Weitere Informationen zum Messen und zur Montage finden Sie im Artikel Montage der Avansa-Umwälzpumpe Schritt für Schritt. Die Problematik der Baulänge haben wir detailliert im Artikel Was bedeuten die Zahlen im Namen der Avansa-Pumpe – Leistung, Förderhöhe und Abstand behandelt.

Baulänge – Anschlussabstand der Pumpe Motor 130 mm 180 mm (Variante /180) Variante /130

Kombinationen von Parametern: Wie man den gesamten Namen auf einen Blick liest

Nun, da wir jede Zahl einzeln kennen, schauen wir uns an, wie sie gemeinsam funktionieren. Nehmen wir das Beispiel der Bezeichnung AVANSA 25-4/180:

  • 25 → Anschlussgewinde 6/4" (Innendurchmesser des Halses ca. 25 mm)
  • 4 → maximale Förderhöhe 4 m Wassersäule
  • 180 → Baubreite (Abstand der Anschlüsse) 180 mm

Damit Sie also gar keinen Katalog öffnen müssen, wissen Sie: Dieser Förderer hat ein Gewinde von 6/4", kann Kreisläufe mit einem hydraulischen Widerstand bis ca. 3,5 m überwinden und benötigt im Rohr zwischen Anschluss und Ablauf genau 180 mm freien Platz. Das sind drei Voraussetzungen, die gleichzeitig erfüllt sein müssen.

Ähnlich ist es bei AVANSA 15-6/130:

  • 15 → Gewinde 1"
  • 6 → maximale Förderhöhe 6 m (hydraulisch leistungsfähiger als die Serie -4)
  • 130 → Baubreite 130 mm

Dieser Förderer ist zwar physisch kleiner (Gewinde 1"), hydraulisch aber stärker als beispielsweise 25-4/130 – er kann also einen höheren Widerstand im Kreislauf überwinden. Er eignet sich beispielsweise für Installationen mit 1"-Rohr, bei denen der Kreislauf länger ist oder thermostatische Ventile enthält.

Elektronische Version AUTO E – was sich im Bezeichnungssystem ändert

Eine besondere Kategorie ist AVANSA AUTO 25-4/180 E. Das Zahlen-System bleibt gleich (25 = Gewinde 6/4", 4 = Hmax 4 m, 180 = Abstand 180 mm), doch im Namen kommen zwei zusätzliche Bezeichnungen hinzu: AUTO und E.

  • E – elektronisch gesteuertes Förderer mit EC-Motor (elektronisch kommutierter Motor). Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Dreistufigen-Förderer kann die elektronische Version die Drehzahl kontinuierlich an die aktuelle Systemanforderung anpassen. Ergebnis: deutlich geringere Stromverbrauch (typisch 5–15 W vs. 50–90 W bei einem herkömmlichen Förderer).
  • AUTO – der Förderer arbeitet im automatischen Modus, bei dem er den Druck im Kreislauf und den Durchfluss überwacht und entsprechend die Leistung einstellt. Es ist nicht nötig, die Geschwindigkeiten manuell umzuschalten.

Die hydraulischen Parameter bleiben: maximale Förderhöhe 4 m, Gewinde 6/4", Abstand 180 mm. Aus Sicht der Installation passt sich AUTO E also an dieselbe Stelle wie die Standardversion 25-4/180 an – die Austauschbarkeit ist 1:1. Was sich ändert, ist der Betriebskomfort und der Stromverbrauch. Ein detailliertes Vergleich finden Sie in den Artikeln Elektronische vs. herkömmliche Umwälzpumpe Avansa – lohnt sich die Aufpreisung für die AUTO-Version und Avansa Standard vs. elektronische (AUTO E) – welche Umwälzpumpe lohnt sich mehr.

Durchfluss der Pumpe und ihr Bezug zur Bezeichnung

Der aufmerksame Leser hat vielleicht bemerkt, dass die rein numerische Bezeichnung nicht direkt den Wert des maximalen Durchflusses (Qmax) enthält. Das ist keine Fehler oder Vergesslichkeit – der Durchfluss ist nämlich eine Funktion der Förderhöhe und hängt von der Q-H-Kennlinie der Pumpe ab. Je größer der Widerstand im Kreislauf, desto geringer der Durchfluss; bei null Widerstand ist der Durchfluss maximal.

Orientierende Werte des maximalen Durchflusses für Avansa-Pumpen nach Bezeichnung:

  • Serie -4 (Hmax 4 m): maximaler Durchfluss bei null Widerstand typischerweise ca. 2,5–3,5 m³/h
  • Serie -6 (Hmax 6 m): maximaler Durchfluss typischerweise ca. 3–4 m³/h

Im realen Betrieb eines durchschnittlichen Einfamilienhauses liegt der Arbeitspunkt der Pumpe irgendwo in der Mitte der H-Q-Kurve – also weder bei maximalem Durchfluss noch bei maximaler Förderhöhe. Ein typischer Arbeitspunkt für ein Haus mit 120–150 m² ist ein Durchfluss von 1–2 m³/h bei einer Förderhöhe von 1,5–3 m.

Falls Sie wissen möchten, wie Sie genau den benötigten Durchfluss und die Förderhöhe für Ihr konkretes Haus berechnen können, empfehlen wir Ihnen die Artikel Wie man eine Avansa-Umwälzpumpe für das Heizsystem wählt und Einstellung und Regelung des Durchflusses der Avansa-Pumpe nach der Installation.

Übersichtstabelle der Avansa-Modelle und deren Parameter

Modell Gewinde Hmax (m) Abstand (mm) Motortyp
AVANSA 15-6/130 1" 6 130 Standard
AVANSA 25-4/130 6/4" 4 130 Standard
AVANSA 25-4/180 6/4" 4 180 Standard
AVANSA 25-6/130 6/4" 6 130 Standard
AVANSA AUTO 25-4/180 E 6/4" 4 180 Elektronisch (EC)

Typische Fehler bei der Auswahl nach Bezeichnung – Beispiele aus der Praxis

Im Laufe der Jahre im Verkauf von Heiztechnik begegnen wir immer wieder mehreren typischen Fehlern, die genau beim falschen Lesen der Bezeichnung entstehen. Hier sind die häufigsten:

Fehler Nr. 1: Kauf einer Pumpe mit falscher Baubreite

Ein Kunde bestellt eine neue Pumpe, weil die alte nicht mehr funktioniert. Er misst nicht die Abstandsbreite und bestellt eine 25-4/130, obwohl in der Heizung ein 25-4/180 verbaut ist. Die Pumpe kommt an, der Kunde stellt fest, dass die Anschlüsse um 50 mm nicht passen. Das Rohr muss gekürzt werden, die Flansche neu verschweißt werden – was bei einer bestehenden Kupfer- oder Stahlinstallation Stunden des Installateurs bedeutet. Vorbeugung: Eine Messung mit dem Maßband vor der Bestellung spart Stunden Arbeit.

Fehler Nr. 2: Auswahl einer schwachen Pumpe für einen Kreislauf mit thermostatischen Ventilen

Im Haus sind thermostatische Ventile an allen Heizkörpern montiert. Der Kunde sieht, dass „für 130 m² eine Pumpe -4 reicht“, und bestellt die günstigere Version. Das Problem entsteht in der Übergangszeit, wenn die meisten Thermostate zugehen – der Widerstand des Kreislaufs steigt plötzlich an und die Pumpe mit Hmax 4 m kann den verbleibenden Druck nicht überwinden. Ergebnis: Die Pumpe läuft auf Maximum, ist laut und einige Heizkörper sind kalt. Lösung: Für Systeme mit thermostatischen Ventilen immer lieber -6 oder die elektronische AUTO E-Version, die sich an den Widerstand anpasst.

Fehler Nr. 3: Leistung gleichbedeutend mit der physischen Größe der Pumpe

Einige Kunden gehen davon aus, dass ein größerer Gewindeanschluss = eine leistungsstärkere Pumpe bedeutet. Deshalb greifen sie zum 25-4 anstelle von 15-6, weil „25 ja größer ist“. Tatsächlich hat das 15-6 eine Hmax von 6 m, während das 25-4 nur eine Hmax von 4 m aufweist. Aus hydraulischer Sicht kann eine Pumpe mit kleinerem Gewindeanschluss leistungsfähiger sein als eine Pumpe mit größerem Gewindeanschluss. Das Gewinde gibt lediglich die physische Anschlussart an, nicht die Leistung.

Fehler Nr. 4: Ignorieren der Baubreite beim Kauf eines „Ersatz“-Pumpenmodells anderer Marke

Der Kunde möchte die alte Pumpe (z. B. Grundfos) gegen eine Avansa austauschen. Die Parameter stimmen überein, doch er vergisst, die bauteilbezogenen Maße zu prüfen. Das Ergebnis ist identisch mit Fehler Nr. 1 – physisch inkompatible Maße. Hier gilt: Vor einem Austausch durch ein Modell anderer Marke vergleichen Sie immer die technischen Daten beider Pumpen.

Praktischer Ablauf: Wie man das richtige Avansa-Modell in drei Schritten auswählt

Auf Grundlage all dessen, was wir besprochen haben, ist der Auswahlprozess vergleichsweise einfach:

  1. Messen Sie die Bohrungsbreite der bestehenden Pumpe oder des freien Rohrabschnitts. Sie erhalten den Wert 130 oder 180 mm – dadurch haben Sie die dritte Zahl im Modellbezeichner bestimmt.
  2. Überprüfen Sie das Gewinde am Ein- und Ausgang des Rohres – handelt es sich um 1" oder 6/4"? Damit haben Sie die erste Zahl (15 oder 25) bestimmt.
  3. Schätzen Sie den hydraulischen Widerstand des Systems ab: Ein einfacher Kreislauf ohne Thermostate → -4 reicht aus. Längere Leitungen, Kunststoffrohre mit kleinem Durchmesser, thermostatische Ventile → greifen Sie zu -6 oder erwägen Sie AUTO E.

Nach diesen drei Schritten wissen Sie genau, welches Modell der Avansa-Serie Sie suchen – ohne unnötige Telefonate oder Raten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich die Pumpe 25-4/130 anstelle von 25-6/130 verwenden, wenn sie günstiger ist?

Das hängt von Ihrem System ab. Wenn Ihr Kreislauf hydraulisch nicht anspruchsvoll ist (kurze Leitungen, keine thermostatischen Ventile, der Heizkessel befindet sich in der Nähe der Heizkörper), reicht die Pumpe mit Hmax 4 m wahrscheinlich aus. Wenn Sie jedoch längere Leitungen, mehrere Stockwerke, thermostatische Kopfventile oder Fußbodenheizung mit kleinen Rohrdurchmessern haben, riskieren Sie einen unzureichenden Durchfluss in Teilen des Systems. Bei Zweifeln empfehlen wir -6 – es ist kein dramatisch teureres Modell und die Sicherheitsreserve lohnt sich.

Was passiert, wenn ich eine Pumpe mit falscher Baubreite einbaue?

Physikalisch lässt sich die Pumpe ohne Anpassung der Rohrleitung nicht einbauen. Bei einer kürzeren Pumpe (z. B. 130 mm anstelle von 180 mm) entsteht eine Lücke zwischen den Anschlüssen der Pumpe und der Rohrleitung, die mit einem Verlängerungsgewinde überbrückt werden muss. Bei einer längeren Pumpe (180 mm anstelle von 130 mm) fehlt der Platz, und die Rohrleitung muss verlängert oder umgebaut werden. Deshalb ist das Messen der Distanz die erste Pflicht vor jeder Bestellung.

Warum hat die AVANSA 15-6/130 ein Gewinde von 1", obwohl die Zahl 15 kleiner als 25 ist?

Die Zahlen 15 und 25 bezeichnen den nominalen Innendurchmesser des Anschlusses in Millimetern. Ein Gewinde von 1" (Zoll) hat einen Außendurchmesser von ca. 33,3 mm und einen Innendurchmesser von ca. 26,4 mm, was nahe an 25 mm liegt – nicht an 15 mm. Tatsächlich handelt es sich um eine etablierte Nomenklatur, bei der die Zahl „15“ in der Modellbezeichnung nicht auf den exakten Millimeterwert des Gewindes verweist, sondern auf die Kategorie der Serie. Ein Gewinde von 1" entspricht physikalisch dem Rohrdurchmesser DN15 (nominaler Durchmesser von 15 mm), wobei das Gewinde selbst eine größere Maße hat. Deshalb: AVANSA 15 = Gewinde 1", AVANSA 25 = Gewinde 6/4".

Welchen Unterschied gibt es zwischen AVANSA 25-4/130 und AVANSA 25-4/180 außer der Länge?

Hydraulisch sind sie identisch. Derselbe Anschluss, dieselbe maximale Förderhöhe, derselbe maximale Durchfluss, derselbe Leistungsaufwand des Motors, dieselbe Energieeffizienzklasse. Der einzige Unterschied ist die Baubreite – 130 bzw. 180 mm. Die Wahl hängt allein von den Maßen Ihrer Installation ab.

Reicht die AVANSA AUTO 25-4/180 E auch für ein größeres Haus, obwohl sie nur Hmax 4 m hat?

Die elektronische Regelung AUTO E verbessert die Betriebseffizienz erheblich, verändert aber nicht die maximale Förderhöhe. Wenn Ihr Kreislauf eine Hmax von mehr als 4 m benötigt (was typischerweise bei Häusern über 180 m² mit starker hydraulischer Widerstandskraft der Fall ist), reicht die Pumpe AUTO 25-4/180 E nicht aus – unabhängig von der Elektronik. In solchen Fällen benötigen Sie ein hydraulisch leistungsfähigeres Modell.

Kann ich die Pumpe mit 1" Gewinde an ein System mit 6/4" anbinden, indem ich eine Reduzierung verwende?

Technisch gesehen ja, eine Reduzierung von 1" auf 6/4" existiert und ist nicht teuer. Bei der Wahl einer neuen Pumpe ist dies jedoch keine empfohlene Lösung – jede Reduzierung ist ein zusätzlicher Schweiß- oder Gewindesatz, also ein potenzieller Leckstellenort. Zudem kann eine Reduzierung auf 1" bei höherem Durchfluss ein hydraulisches Engpass werden. Die richtige Wahl ist immer eine Pumpe mit demselben Gewinde, das in Ihrem System vorhanden ist.

Fazit: Drei Zahlen, die Ihnen Zeit und Geld sparen

Das Bezeichnungssystem der Avansa-Umwälzpumpen ist nicht kompliziert – im Gegenteil, es handelt sich um einen logisch strukturierten Code, bei dem jede Zahl eine physische oder hydraulische Eigenschaft genau beschreibt. Die erste Zahl gibt die Art des Gewindes und den Durchmesser des Anschlusses an (15 = Gewinde 1", 25 = Gewinde 6/4"). Die zweite Zahl gibt die maximale Förderhöhe in Metern an, also die hydraulische Leistung der Pumpe (4 m oder 6 m). Die Zahl hinter dem Schrägstrich ist die Baubreite – die Abstand der Anschlüsse in Millimetern (130 oder 180 mm), die die physische Kompatibilität mit Ihrem Rohrsystem bestimmt.

Wenn Sie diese drei Werte korrekt lesen und mit den Bedingungen Ihrer Installation vergleichen können, wird die Auswahl der richtigen Pumpe eine Angelegenheit von Minuten, nicht Stunden. So vermeiden Sie Situationen, in denen die Pumpe physisch nicht in das Rohrsystem passt oder nach der Installation feststellen, dass das System die entfernten Heizkörper nicht ausreichend beheizt.

Die komplette Palette der Avansa-Umwälzpumpen ist verfügbar auf der Kategorie-Website von Avansa. Wenn Sie sich bei der Wahl für Ihr spezifisches System unsicher sind, schauen Sie sich andere Artikel in diesem Wissenszentrum an – beispielsweise Avansa vs. andere Umwälzpumpen – worauf man bei der Marke-Wahl achten sollte oder Avansa AUTO E vs. Standard – welche Umwälzpumpe sich mehr lohnt.

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