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Einstellung und Inbetriebnahme des Elektroheizkessels Thermona THERM EL – Erststart Schritt für Schritt

Konfiguration und Inbetriebnahme des Elektroheizkessels Thermona THERM EL – Erststart Schritt für Schritt

Der Elektroheizkessel Thermona THERM EL gehört zu den technisch weniger anspruchsvollen Geräten bei der Installation, dennoch erfordert der erste Start eine sorgfältige Vorbereitung und einen systematischen Ablauf. Fehler bei der Inbetriebnahme zählen zu den häufigsten Ursachen für vorzeitige Serviceeinsätze, Schäden am Heizelement oder ungewollte Heizungsausfälle zu unpassender Zeit. Dieser Artikel führt Sie durch den gesamten Prozess – von der Kontrolle vor dem Einschalten über die Einstellung der Regelung bis hin zur Überprüfung der ordnungsgemäßen Funktion im Betrieb. Sie finden hier konkrete Werte, Schaltpläne und praktische Hinweise aus echten Kundenaufträgen.

Falls Sie sich noch in der Phase der Kesselwahl oder Planung der Installation befinden, empfehlen wir Ihnen vorab den Artikel Montage des Elektroheizkessels Thermona THERM EL – Ablauf, Anforderungen an die Elektroinstallation und Prüfung sowie Anschluss des Thermona THERM EL an das Heizsystem – Schaltpläne und hydraulische Anforderungen. Dieser Artikel setzt voraus, dass der Kessel physisch montiert, hydraulisch angeschlossen und die Elektroinstallation abgeschlossen und geprüft ist.

Warum der erste Start eine kritische Phase ist

Im Gegensatz zum Gasheizkessel, bei dem der Techniker in der Regel den vom Hersteller vorgeschriebenen Inbetriebnahmetest durchführt, übernimmt bei dem Elektroheizkessel Thermona THERM EL die Installation und den ersten Start oft die Elektroinstallationsfirma oder eine erfahrene Eigentümerin selbst. Dies ist eine Vorteil hinsichtlich Flexibilität, birgt aber auch Risiken – niemand wird Sie automatisch darauf hinweisen, was Sie vergessen haben zu prüfen.

Ein Start ohne Wasser im System oder ohne Entlüftung des Kreislaufs kann zu unmittelbaren Schäden am Heizelement führen. Das elektrische Widerstandsheizelement im Thermona THERM EL ist so konzipiert, dass es im Wasser eingesetzt wird. Wird es „trocken“ gestartet oder bleiben Luftblasen im System, kann es zu lokalen Überhitzungen kommen, die das Heizelement unwiderruflich beschädigen – eine solche Störung ist nicht durch die Garantie abgedeckt, da es sich um einen nachweisbaren mechanischen Defekt handelt, der durch falsche Bedienung verursacht wurde.

Weiterer praktischer Grund für eine sorgfältige Erstinbetriebnahme: Gerade dann werden alle Betriebsparameter eingestellt – die Temperatur des Heizwassers, die Hysterese des Thermostats, ggf. die Verbindung mit einem externen Raumthermostat oder Zonenregelung. Die bei der Erstinbetriebnahme eingestellten Parameter bestimmen die Wirtschaftlichkeit des Betriebs für viele Jahre im Voraus.

Checkliste vor dem ersten Start

Bevor Sie überhaupt an den Hauptstromschalter greifen, durchgehen Sie systematisch die folgenden Punkte. Wir empfehlen, diese tatsächlich abzuhaken – nicht nur zu lesen.

Hydraulik – Wasser im System

  • Das System ist mit Wasser gefüllt – der minimale Betriebsdruck beträgt 1,0 bar bei kalter Temperatur (also bei Umgebungstemperatur, noch vor dem Aufheizen). Der optimale kalte Druck für die meisten Installationen liegt bei 1,2 – 1,5 bar. Ist der Druck niedriger als 0,8 bar, wird der Kessel einen Fehlercode ausgeben und den Start verweigern.
  • Das System ist entlüftet – an allen Heizkörpern sowie am Entlüftungsventil des Kessels. Luft im System ist die häufigste Ursache für Geräusche bei der ersten Inbetriebnahme und unzureichende Heizleistung.
  • Das Ausdehnungsgefäß ist korrekt vorgedrückt – der Vorluftdruck des Stickstoffs im Ausdehnungsgefäß muss der statischen Höhe des Systems entsprechen. Für einen typischen Einfamilienhaus mit einer Höhe von 5–6 m beträgt dies in der Regel 0,5 – 0,6 bar. Diesen Vorluftdruck stellen Sie vor dem Befüllen des Systems mit Wasser ein, nicht danach.
  • Das Sicherheitsventil ist funktionsfähig und nicht blockiert – standardmäßig auf 3 bar eingestellt, darf nicht verstopft oder mechanisch blockiert sein.
  • Alle Schieber sind geöffnet – einschließlich der Schieber am Kesselausgang und Rücklauf, am Verteiler, bei den Heizkörpern.
  • Die Umwälzpumpe ist funktionsfähig – drehen Sie die Welle manuell, um zu prüfen, ob sie nach längerer Stillstandzeit nicht blockiert ist.

Elektrik

  • Die Elektroinstallation ist geprüft – eine gültige Prüfbericht ist eine Voraussetzung für die Gültigkeit der Garantie und der Versicherung. Ohne diesen empfehlen wir, den Kessel überhaupt nicht in Betrieb zu nehmen.
  • Der Querschnitt des Zuleitkabels entspricht der Leistung des Kessels – für Thermona THERM EL 8 (8 kW, Drehstrom) mindestens 4 × 2,5 mm², für Thermona THERM EL 23 (23 kW) mindestens 5 × 6 mm², für Thermona THERM EL 38 (38 kW) mindestens 5 × 10 mm².
  • Die Sicherung entspricht der Leistung – der Hersteller gibt konkrete Sicherungsstärken für jeden Modell an, prüfen Sie den mitgelieferten technischen Datenblatt.
  • Die Erdung ist funktionsfähig und durch die Prüfung bestätigt.
  • Alle Anschlussklemmen im Kessel sind festgezogen – nach dem Transport können die Klemmen locker sein. Vor dem ersten Einschalten des Kessels prüfen Sie manuell alle Klemmen, einschließlich der Starkstromklemmen.
Prüfverfahren vor dem ersten Start THERM EL 1. Wasserdruck 1,2 – 1,5 bar 2. Entlüften Heizkörper + Kessel 3. Ausdehnungsgefäß Vorluftdruck 0,5–0,6 bar 4. Umwälzpumpe manuelle Prüfung 5. Prüfung el. Inst. gültiger Nachweis 6. Klemmen im Kessel manuell festziehen ✓ Alles OK → Erster Start Hauptsicherung AN

Erster Einschaltvorgang – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt 1 – Einschalten des Hauptautomaten und Überprüfung des Displays

Schalten Sie den Hauptautomaten des Kessels ein. Der Kessel durchläuft einen kurzen Initialisierungszyklus – das Display leuchtet alle Segmente auf (Display-Test), danach wird die aktuelle Wassertemperatur im System oder der aktuelle Sollwert angezeigt. Falls das Display dunkel bleibt, prüfen Sie die Stromversorgung und die korrekte Verkabelung an der Anschlussklemme L/N/PE (für Einphasenmodelle) oder L1/L2/L3/N/PE (für Dreiphasenmodelle).

Unmittelbar nach dem Start prüfen Sie, ob der Kessel einen Fehlercode anzeigt. Häufige Fehlercodes beim ersten Start beziehen sich auf Druckprobleme (niedriger Wasserdruck) und Temperaturstörungen (unzureichende Entlüftung oder geschlossene Ventile). Weitere Informationen zu Fehlercodes finden Sie im Artikel Häufige Störungen bei Thermona THERM EL Kesseln – Ursachen, Fehlercodes und deren Beseitigung.

Schritt 2 – Einstellung der gewünschten Heizwasser-Temperatur

Die grundlegende Einstellung bei der Thermona THERM EL ist die Heizwassertemperatur – das ist die Temperatur, auf die der Kessel das Wasser im Primärkreis erhitzt. Dieser Wert wird direkt an der Vorderseite des Kessels mithilfe der Tasten ▲/▼ eingestellt.

Welche Temperatur ist die richtige? Das hängt vom Typ des Heizsystems ab:

  • Fußbodenheizung – Die maximale zulässige Temperatur des Primärkreises beträgt in der Regel 45–55 °C, standardmäßig wird 40–45 °C eingestellt. Höhere Temperaturen beschädigen die Bodenkonstruktion und sind nicht erforderlich.
  • Niedertemperatur-Radiatoren (moderne Paneelheizkörper) – optimale Temperatur 55–65 °C. Bei korrekt dimensionierten Heizkörpern reicht bereits 55 °C aus.
  • Klassische Stahl- oder Gusseisen-Radiatoren (ältere Installationen) – in der Regel 70–80 °C. Falls die Heizkörper unterdimensioniert sind oder das Gebäude schlecht isoliert ist, ist eine höhere Temperatur erforderlich.

Praktischer Tipp: Beim ersten Start setzen Sie die Temperatur auf 60 °C als sicheren Mittelwert. Nachdem das System aufgeheizt und die Funktion der Heizkörper überprüft wurde, können Sie die Temperatur weiter optimieren – jede Reduzierung um 1 °C spart ca. 1,5–2 % elektrischen Strom.

Schritt 3 – Entlüften des Systems bei Warmwasser

Auch wenn Sie das System vor dem Start entlüftet haben, lösen sich beim ersten Erwärmen meist weitere Luftblasen aus dem Wasser. Lassen Sie den Kessel das System auf mindestens 50 °C erwärmen und durchlaufen Sie anschließend alle Heizkörper erneut und entlüften Sie sie. Wiederholen Sie diesen Vorgang, bis aus den Entlüftungsventilen reines Wasser ohne Blasen austritt.

Nach jedem Entlüften prüfen Sie den Druck im System und ggf. auffüllen auf 1,2–1,5 bar über das Auffüllventil. Sollte der Druck nach dem Entlüften unter 1,0 bar sinken, kann der Kessel mit einem Fehlercode für niedrigen Druck stoppen.

Empfohlene Heizwassertemperaturen – THERM EL 30°C 45°C 60°C 75°C 90°C Fußbodenheizung (35–45 °C) Niedertemperatur-Radiatoren (55–70 °C) Klassische Radiatoren (65–85 °C)

Schritt 4 – Einstellung der Thermostat-Hysterese

Die Hysterese des Thermostats bestimmt, um wie viele Grad die Temperatur unter den eingestellten Wert sinken muss, damit der Kessel erneut einschaltet. Der Standardwert beträgt 5 °C – das bedeutet, dass bei einer Einstellung von 60 °C der Kessel bei 60 °C abschaltet und bei 55 °C erneut einschaltet.

Warum ist das wichtig? Zu kleine Hysterese (1–2 °C) verursacht sogenannte „Taktung“ – der Kessel schaltet sich sehr häufig ein und aus, was die Relais und Heizelemente unnötig belastet. Zu große Hysterese (8–10 °C) führt zu starken Temperaturschwankungen in den Räumen. Für ein normales Heizsystem ist ein optimaler Wert von 4–6 °C.

Die Einstellung der Hysterese hängt vom konkreten Modell ab – konsultieren Sie bitte das technische Handbuch zu Ihrem Kessel. Bei einigen Modellen wird die Hysterese direkt über das Service-Menü eingestellt, bei anderen ist sie werkseitig fest voreingestellt.

Schritt 5 – Einstellung der maximalen Temperatur (Sicherheitslimit)

Abgesehen von der Betriebstemperatur ist im Kessel auch eine maximale Sicherheitstemperatur (STB – Safety Temperature Breaker) eingestellt. Dieser Wert beträgt in der Regel 95 °C und ist nicht für die reguläre Einstellung gedacht – es handelt sich um eine Schutzfunktion des Kessels und des Systems vor Überhitzung. Sollte die STB reagieren, schaltet sich der Kessel ab und erfordert eine manuelle Rücksetzung (Taste RESET auf der Frontplatte oder ein Reset-Taste unter dem Deckel).

Falls die STB wiederholt reagiert, liegt das Problem nicht in der Einstellung, sondern im System – meist handelt es sich um ein stillgelegtes Umwälzpumpe, ein geschlossenes Ventil oder extrem verschmutzte Filter. Setzen Sie den Kessel nicht wiederholt zurück, ohne die Ursache zu klären.

Schritt 6 – Anschluss und Einstellung eines externen Raumthermostats

Die Thermona THERM EL ist standardmäßig mit Anschlüssen für die Verbindung eines externen Raumthermostats ausgestattet (meist als „TA“ oder ähnlich bezeichnet – siehe Schaltplan im Handbuch). Falls kein Thermostat angeschlossen ist, müssen die Anschlüsse mit einem Kurzschlusskabel (im Lieferumfang enthalten) kurzgeschlossen werden, andernfalls wird der Kessel nicht heizen.

Beim ersten Start mit einem externen Raumthermostat:

  • Stellen Sie den Raumthermostat auf 20–21 °C ein.
  • Überprüfen Sie, ob der Thermostat Wärme benötigt (Kontakt ist geschlossen).
  • Stellen Sie sicher, dass der Kessel auf das Öffnen des Thermostatkontakts reagiert – nach Erreichen der eingestellten Raumtemperatur öffnet der Thermostat den Kontakt und der Kessel sollte in den Bereitschaftsmodus wechseln (erhält minimalen Wärmebedarf oder schaltet sich ab, je nach Einstellung).

Hinweis: Einige Installateure verbinden die Thermostatanschlüsse dauerhaft mit dem Argument, „das sei einfacher“. Das Ergebnis ist ein Kessel, der nur nach der Wassertemperatur regelt, nicht nach der tatsächlichen Raumtemperatur – was den Betrieb unnötig verteuert.

Anschluss des Raumthermostats – THERM EL THERM EL Anschluss TA TA1 TA2 Raum- thermostat kontaktfreier Schließer Ohne Thermostat: TA1–TA2 kurzschließen Kurzschluss

Schritt 7 – Überprüfung der Leistungsstufenregelung

Eine der wichtigsten technischen Vorteile der Thermona THERM EL Heizkessel ist die stufenweise Leistungsregelung. Anstatt immer die volle Leistung zu schalten, schaltet der Kessel die Heizstäbe schrittweise ein – in mehreren Stufen. Beispielsweise kann der Thermona THERM EL 15 mit einer Leistung von 15 kW in den Stufen 5 kW – 10 kW – 15 kW arbeiten, je nach aktuellem Wärmebedarf.

Beim ersten Start ist es sinnvoll, zu überprüfen, ob die Stufenregelung ordnungsgemäß funktioniert. Beobachten Sie den Stromverbrauch des Kessels (sofern Sie Zugang zu einer laufenden Verbrauchsmessung haben) oder den Display-Bildschirm – einige Modelle zeigen den aktiven Leistungsstufen an. In der Praxis bedeutet das: Beim kalten Start schaltet der Kessel zunächst die maximale Leistung ein, reduziert diese dann nach Erreichen der Betriebstemperatur auf niedrigere Stufen. Sollte der Kessel immer nur mit voller Leistung arbeiten, ohne die Stufenregelung zu berücksichtigen, kann es sich um einen Fehler in der Steuerelektronik handeln. Detaillierter auf dieses Thema wird im Artikel Stufenweise Leistungsregelung bei Thermona THERM EL-Kesseln – wie funktioniert sie und warum ist sie wichtig? eingegangen.

Einstellung der Serviceparameter – Übersicht

Der Thermona THERM EL erlaubt den Zugang zum Service-Menu, in dem fortgeschrittene Parameter eingestellt werden können. Der Zugang zum Service-Menu variiert je nach Modell – meist handelt es sich um eine Kombination aus langer Taste oder Eingabe eines PIN-Codes (4444 oder 1111 – siehe aktuelle Bedienungsanleitung). Hinweis: Das Service-Menu ist nicht für den normalen Benutzer gedacht. Falsche Einstellungen können zu Fehlfunktionen oder Schäden am Kessel führen.

Für den ersten Start sind folgende Serviceparameter relevant:

  • Minimale Temperatur der Frostschutzfunktion – Standardmäßig 5–8 °C. Bei dieser Temperatur schaltet sich der Kessel automatisch ein, auch wenn er sich im ausgeschalteten Modus befindet, um ein Einfrieren des Systems zu verhindern. Im Winter darf der Kessel nicht physisch vom Stromnetz getrennt werden.
  • Einstellung der Umwälzpumpe – Bei einigen Modellen ist es möglich, eine Verzögerung der Nachlaufumwälzung der Pumpe nach dem Abschalten des Kessels (Post-Circulation) einzustellen. Empfohlener Wert: 3–5 Minuten.
  • Funktion der Pumpe Schutz – Bei langer Abschaltung des Kessels (Sommerpause) startet der Kessel die Pumpe einmal alle 24 Stunden kurz, um ein Verklemmen zu vermeiden. Diese Funktion sollte immer aktiviert sein.

Erste Stunden im Betrieb – was zu beobachten ist

Nach dem erfolgreichen ersten Start lassen Sie den Kessel mindestens 2–3 Stunden arbeiten und beobachten Sie folgende Parameter:

Druck im System

Beim ersten Heizen von 10 °C auf 70 °C steigt der Druck im System um ca. 0,3–0,6 bar (abhängig vom Wasservolumen im System und der Kapazität des Ausdehnungsgefäßes). Sollte der warme Druck über 2,5 bar liegen, ist das Ausdehnungsgefäß entweder unterdimensioniert oder hat einen zu niedrigen Vorluftdruck. Sollte der Druck sinken (beim Abkühlen unter 0,8 bar sinkt er), weist das auf eine Leckage oder ein defektes Ausdehnungsgefäß hin. In beiden Fällen ist eine fachmännische Prüfung erforderlich.

Lärm und Vibrationen

Ein gewisser Lärm beim ersten Start ist normal – es handelt sich um Geräusche des Wasserflusses, leichte Luftblasen und thermische Ausdehnung der Rohre. Sollten Sie laute Klänge, starkes Brummen oder unregelmäßige Schläge hören, ist wahrscheinlich immer noch Luft im System oder die Umwälzpumpe arbeitet mit Widerstand (geschlossener Ventil, verstopfter Filter).

Gleichmäßigkeit der Heizkörpererwärmung

Nach einer Stunde Betrieb sollten alle Heizkörper gleichmäßig warm sein. Sollte ein Heizkörper kalt bleiben, obwohl der Einlass heiß ist, ist entweder der thermostatische Ventil geschlossen oder der Heizkörper immer noch mit Luft gefüllt. Sollte der Heizkörper oben warm und unten kalt sein, handelt es sich um Ablagerungen – ein Problem in älteren Systemen, das durch chemische Spülung gelöst werden muss.

Verlauf der Temperatur und des Drucks beim ersten Start 20°C / 1,2b 45°C / 1,5b 65°C / 1,8b 80°C / 2,0b 0 min 15 min 30 min 45 min 60 min T°C bar Wassertemperatur Druck im System

Einstellung des Zeitprogramms und Sparmodus

Für eine wirtschaftliche Betriebsweise ist es unerlässlich, das Heizungszeitprogramm einzustellen. Der Thermona THERM EL verfügt über einen internen Weckzeitschalter oder es ist möglich, einen externen wöchentlichen Zeitsteuerung anzuschließen.

Typisches empfohlenes Einstellung für ein Einfamilienhaus:

  • Arbeitstage 6:00 – 8:00 – Komforttemperatur (z. B. 22 °C in Räumen, 60–65 °C Heizwasser)
  • Arbeitstage 8:00 – 15:30 – Sparmodus (niemand zu Hause) – auf 18 °C / 50 °C Heizwasser reduzieren, alternativ vollständiger Sparmodus mit Frostschutz
  • Arbeitstage 15:30 – 22:00 – Komforttemperatur
  • Nacht 22:00 – 6:00 – Nachtsparmodus 16–17 °C / 45 °C Heizwasser
  • Wochenende – ganztägige Komforttemperatur oder individuell nach Bedarf

Wichtig: Der Sparmodus eines Elektroheizkessels sollte nicht zu tief sein (unter 15 °C in Räumen). Das Morgen-Aufheizen von 12 °C auf 22 °C kostet deutlich mehr Energie, als das Einsparen bei 16 °C über Nacht. Dies ist eine der häufigsten Fehler, die wir bei der Analyse des Verbrauchs bei neuen Kunden sehen – sie versuchen, Strom zu sparen, indem sie den Kessel über Nacht abschalten, verbrauchen aber morgens mehr als sie eingespart haben.

Eigenschaften der verschiedenen THERM EL-Modelle beim ersten Start

Der grundlegende Ablauf des ersten Starts ist für die gesamte Baureihe gleich, doch einige praktische Details unterscheiden sich je nach Leistung und Modell:

Thermona THERM EL 8 (8 kW) – das kleinste Modell der Baureihe. Geeignet für kleinere Häuser oder Wohnungen. Einphasenanschluss, weshalb er im vollen Leistungsbetrieb ca. 35 A zieht. Prüfen Sie, dass Sicherung und Kabel dieser Belastung entsprechen. Beim ersten Start in einer kleinen Wohnung empfehlen wir, die Temperatur auf max. 55 °C einzustellen – eine höhere Temperatur würde bei geringem Heizkörpervolumen die Betriebszyklen unnötig verkürzen.

Thermona THERM EL 15 (15 kW) – das meistverkaufte Modell, geeignet für Einfamilienhäuser mit 100–150 m². Drei-Phasen-Anschluss. Beim ersten Start ist es wichtig, die Symmetrie der Phasenbelastung zu prüfen – jede Phase sollte gleichmäßig belastet sein (±10 %).

Thermona THERM EL 23 (23 kW) und Thermona THERM EL 30 (30 kW) – mittlere Modelle für größere Häuser oder Doppelhausinstallationen. Bei einem größeren Systemvolumen dauert das erste Füllen und Entlüften länger – rechnen Sie mit 2–4 Entlüftungsgängen, bis das System vollständig entlüftet ist.

Thermona THERM EL 38 (38 kW) – leistungsstärkstes Modell, bestimmt für große Objekte, Industrie oder Mehrfamilienhäuser. Bei diesem Modell ist der erste Einschalten in der Regel Teil einer umfassenderen Aufgabe mit hydraulischer Ausgleichstechnik des Systems. Wir empfehlen, den ersten Einschalten einem qualifizierten Techniker überlassen zu lassen.

Dokumentation nach dem ersten Einschalten

Nach erfolgreichem ersten Einschalten notieren Sie folgende Werte – diese sind wertvoll bei jeder zukünftigen Inspektion oder Serviceeinsatz:

  • Datum des ersten Einschaltens
  • Einstelltemperatur der Heizwasser
  • Kalter Druck im System (bei Umgebungstemperatur)
  • Warmer Druck im System (bei maximaler Betriebstemperatur)
  • Vordruck des Ausdehnungsgefäßes
  • Eingestellte Regelparameter (Hysterese, Mindesttemperatur der Schutzfunktion)
  • Typ und Einstellung des externen Thermostaten/Regulators
  • Nummer des Prüfberichts der Elektroinstallation

Diese Werte tragen Sie entweder in das Handbuch ein oder auf ein Etikett, das innen an den Kesseldeckel angeklebt wird. Auf den ersten Blick mag dies überflüssig erscheinen, doch bei einem Serviceeinsatz in drei Jahren, wenn Sie einen Techniker rufen, kann diese Notiz eine Arbeitsstunde (und damit Kosten) sparen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Kessel schaltet ein, aber das Wasser wird nicht erhitzt – was ist die Ursache?

Häufigste Ursachen: Der Thermostatbrückenschluss fehlt (Kontakt ist geöffnet), die eingestellte Temperatur ist niedriger als die aktuelle Wassertemperatur oder der Kessel ist nach einem Eingriff des Sicherheitsthermostaten (STB) im Schutzmodus. Überprüfen Sie, ob auf dem Display ein Fehlercode angezeigt wird. Falls nicht – versuchen Sie, den Kessel mit dem RESET-Button zurückzusetzen. Wiederholt sich der Zustand, prüfen Sie die Verkabelung des Thermostaten.

Beim ersten Einschalten knirschen und knallen die Leitungen – ist das normal?

Eine gewisse Knackgeräusche beim ersten Erwärmen sind normal – es handelt sich um die thermische Ausdehnung der Leitungen und deren Bewegung in den Halterungen. Sollten die Geräusche deutlich sein oder nach mehreren Stunden Betrieb weiterbestehen, sind die Leitungen wahrscheinlich ohne ausreichende Dehnungsabschnitte verlegt oder in starren Halterungen ohne Dämpfungseinsätze. Ein dauerhaftes lautes Knallen kann auch auf Luft im System oder Wasserhammer (hydraulischer Stoß) hinweisen – in diesem Fall ist eine Überprüfung der Hydraulik erforderlich.

Der Druck im System fällt nach dem ersten Befüllen schnell ab – gibt es einen Leck?

Nicht immer. Beim ersten Befüllen wird gelöster Luft aus dem Wasser freigesetzt, was einen scheinbaren Druckabfall verursacht. Entlüften Sie das System und füllen Sie den Druck nach. Sollte der Abfall nach vollständigem Entlüften weiterbestehen (z. B. um 0,3 bar pro Tag), handelt es sich tatsächlich um einen Leck, der lokalisiert und behoben werden muss. Ein kleiner Leck ist nicht immer sichtbar – es kann sich um einen Mikroleck an der Gewindeverbindung oder unter der Rohrisolierung handeln.

Kann der Kessel beim ersten Einschalten über Nacht auf maximalem Leistung betrieben werden?

Ja, das ist in Ordnung – unter der Voraussetzung, dass das System ordnungsgemäß befüllt, entlüftet und der Druck normal ist. Ein erstes Einschalten auf voller Leistung ist sogar empfehlenswert, da es hilft, die Luft aus dem System zu „spülen“ und die Leitungen schneller thermisch ausdehnen. Wichtiger ist, dass Sie in den ersten Stunden anwesend sind und auf etwaige Probleme reagieren können.

Ist nach dem ersten Einschalten eine Wartungskontrolle erforderlich?

Garantien des Herstellers verlangen keine regelmäßige Wartungskontrolle in denselben Intervallen wie bei Gasheizkesseln (wo eine jährliche Kontrolle verpflichtend ist). Trotzdem empfehlen wir nach der ersten Heizperiode (also nach etwa 6 Monaten Betrieb) den Druck im System, den Zustand der Filter, die Funktion der Umwälzpumpe und den allgemeinen Zustand des Kessels zu prüfen. Weitere Informationen finden Sie im Artikel Wartung und Service der Elektroheizkessel Thermona THERM EL – was und wie oft kontrollieren.

Kann der erste Einschalten vom Eigentümer selbst durchgeführt werden, oder ist ein Service-Techniker erforderlich?

Die hydraulische Komponente (Befüllen, Entlüften, Temperatur einstellen) kann auch ein technisch versierter Eigentümer durchführen. Die elektrische Komponente – Anschluss, Prüfung der Sicherungen und Erdung – muss und muss überprüft werden von einer Person mit entsprechender Elektrotechnik-Qualifikation. Der erste Einschalten des Kessels nach der Prüfung der Elektroinstallation kann vom Eigentümer selbst durchgeführt werden. Sollten Sie bei einem Schritt unsicher sein, wenden Sie sich an die Montagefirma oder einen autorisierten Thermona-Service-Techniker.

Schlussbemerkung – Der erste Einschalten als Grundlage für eine langfristige fehlerfreie Betrieb

Der erste Einschalten des Thermona THERM EL-Kessels ist nicht nur eine formale Angelegenheit. Es ist der Moment, in dem bestimmt wird, wie der Kessel in den nächsten 15–20 Jahren arbeiten wird. Eine richtig eingestellte Heizwassertemperatur, funktionierende Regelung, entlüftetes System und dokumentierte Parameter – das sind die Grundlagen, die über den Energieverbrauch, die Lärmbelastung des Systems, die Lebensdauer der Komponenten und den Komfort der Heizung entscheiden.

Sollten Sie sich beim Lesen dieses Artikels im Ablauf orientiert haben, aber einige Schritte Fragen aufwerfen, empfehlen wir, auch die verwandten Artikel in unserem Wissenszentrum zu betrachten: Häufig gestellte Fragen zu Thermona THERM EL-Kesseln bietet klare Antworten auf die häufigsten Probleme, und Anschluss von Thermona THERM EL an das Heizsystem analysiert detailliert die hydraulischen Schaltpläne für verschiedene Installationsarten. Sollten Sie unsicher sein, welches Modell für Sie das richtige ist, hilft Ihnen der Artikel Wie wählt man den richtigen Elektroheizkessel Thermona THERM EL – Leistung, Raumgröße und andere Kriterien.

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