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Wie viel sparen Sie mit einem Brennwertkessel

Welche Faktoren beeinflussen die Einsparung beim Austausch des Heizkessels?

  • Je geringer der Wirkungsgrad des alten Kessels, desto höher das Einsparpotenzial.
  • Bei niedrigen Rücklauftemperaturen kann ein Brennwertkessel seine Effizienz optimal nutzen.
  • Die Anbindung an eine witterungsgeführte Regelung erhöht die Einsparung weiter.
  • Ein Austausch lohnt sich, wenn der alte Kessel stark abgenutzt oder ineffizient ist.
  • Die Amortisationsdauer hängt von Gaspreisen, Heizintensität und technischen Voraussetzungen ab.

Welchen Wirkungsgrad hat ein alter Kessel?

Ein Atmosphären- oder Niedertemperaturkessel nutzt nur einen Teil der in der Verbrennung entstehenden Wärme. Ein großer Anteil entweicht ungenutzt durch den Schornstein, insbesondere in Form von Wasserdampf, der bei der Verbrennung entsteht. Der Wirkungsgrad solcher Geräte liegt typischerweise zwischen 70 und 90 %, meist um die 84 %. Diese Zahlen spiegeln den reinen Heizwert des Gases wider, ohne die Kondensationswärme zu berücksichtigen, die ein Brennwertkessel nutzen kann.

Wie nutzt ein Brennwertkessel die Kondensationswärme?

Ein Brennwertkessel kühlt die Abgase so weit ab, dass der enthaltene Wasserdampf kondensiert und in flüssige Form übergeht. Die dadurch freigesetzte Wärme wird in den Heizkreislauf zurückgeführt. Dadurch kann der Kessel einen Wirkungsgrad von bis zu 98 % erreichen. In einigen technischen Vergleichen wird sogar ein Wert von 105 bis 109 % genannt – das liegt an der Berücksichtigung der Kondensationswärme im sogenannten Brennwert. Es handelt sich dabei nicht um irrealistische Angaben, sondern um eine genauere Erfassung der genutzten Wärmeenergie.

Wie viel Gas lässt sich tatsächlich sparen?

Der Austausch eines alten Kessels gegen einen Brennwertkessel bringt in der Praxis typischerweise eine Einsparung von 15 bis 30 % am Gasverbrauch. Diese Bandbreite ergibt sich aus dem Wirkungsgradunterschied beider Technologien und der Art, wie das Heizsystem betrieben wird. Die exakte Höhe der Einsparung hängt jedoch von mehreren Faktoren ab:

Alter und Zustand des alten Kessels: Je älter und ineffizienter der Kessel, desto größer das Einsparpotenzial. Bei stark abgenutzten Geräten kann die Einsparung sogar über 30 % liegen.

Rücklauftemperatur: Brennwertkessel arbeiten besonders effizient, wenn das zurückkommende Heizwasser eine geringe Temperatur hat. Ideal sind Werte unter 55 °C. Bei hohen Temperaturen wird weniger Kondensationswärme genutzt, was die Einsparung reduziert.

Regelungstechnik: Ein Kessel, der mit einer witterungsgeführten Regelung verbunden ist, passt die Heizwassertemperatur kontinuierlich an die Außentemperatur an. Das trägt dazu bei, die Rücklauftemperatur möglichst niedrig zu halten und somit die Effizienz des Brennwertkessels zu maximieren.

Wie hoch ist die Einsparung in der Praxis?

Um die Einsparung besser verständlich zu machen, hilft eine konkrete Beispielrechnung. Ein typisches Einfamilienhaus in der Slowakei verbraucht etwa 1 000 bis 1 800 m³ Erdgas pro Jahr. Nehmen wir an, das Haus verbraucht 1 500 m³ Gas im Jahr mit einem alten Atmosphärenkessel. Bei einer Einsparung von 15 % reduziert sich der Verbrauch auf etwa 1 275 m³. Bei 20 % sparen Sie 1 200 m³, und bei 30 % beträgt der Verbrauch nur noch 1 050 m³ pro Jahr.

Das bedeutet, dass der Austausch des Kessels in diesem Beispiel etwa 225 bis 450 m³ Gas pro Jahr spart – also etwa ein Fünftel bis ein Drittel des ursprünglichen Verbrauchs. Je nach Gaspreis lässt sich der finanzielle Vorteil einfach berechnen, indem man die eingesparten Kubikmeter mit dem Preis pro m³ multipliziert. Die genaue Höhe der Einsparung in Euro hängt jedoch vom aktuellen Verbrauchspreis ab.

Wenn das Heizsystem auf Niedertemperatursysteme wie Fußbodenheizung oder eine witterungsgeführte Regelung umgestellt ist, steigt die Effizienz weiter an. In solchen Fällen erreicht die Einsparung oft die obere Grenze des typischen Bereichs oder liegt sogar darüber.

Wie schnell amortisiert sich der Kesselwechsel?

Die Amortisationsdauer hängt von mehreren Faktoren ab: vom Wirkungsgradunterschied zwischen dem alten und neuen Kessel, von den Gaspreisen, von der Heizintensität und von zusätzlichen Maßnahmen wie der Anpassung des Heizsystems. In typischen Einfamilienhäusern amortisiert sich der Austausch meist nach mehreren Jahren.

Dabei sind nicht nur die Kosten des Kessels selbst zu berücksichtigen, sondern auch die für die Installation. Ein Brennwertkessel benötigt beispielsweise eine Kondensatabführung und oft ein spezielles Abgasrohr. Die Anpassungen können die Gesamtkosten um mehrere zehn Prozent erhöhen. Aus diesem Grund lohnt es sich, die Kosten bereits im Vorfeld zu kalkulieren.

Außerdem gibt es Vorteile, die sich schwer in Euro ausdrücken lassen. Ein moderner Brennwertkessel arbeitet leiser, lässt sich genauer regeln und hat in der Regel eine längere Lebensdauer. Zudem sind Atmosphärenkessel mittlerweile kaum noch im Handel erhältlich, wodurch Ersatzteile und Reparaturen für den alten Kessel in Zukunft immer schwieriger werden können.

Modellbeispiel: Haus mit Verbrauch von 1 500 m³/JahrOhne Austausch1 500 m³Einsparung 15 %1 275 m³Einsparung 20 %1 200 m³Einsparung 30 %1 050 m³

Gleiches Illustrationsbeispiel, wie es im Text weiter unten beschrieben wird.

Protherm Gepard Condens 18/25 MKV

Protherm Gepard Condens 18/25 MKV – kompakter Brennwertkessel, der sich als direkter Ersatz für einen atmosphärischen oder Niedertemperaturkessel in kleineren bis mittelgroßen Einfamilienhäusern eignet, kombinierter Heiz- und Warmwasserbetrieb. Preis ab 1.322,00 €.

ATTACK CONDENSING 20 Premium

ATTACK CONDENSING 20 Premium – leistungsstärkerer Brennwertkessel mit Premiumausstattung, geeignet auch für größere Häuser oder Haushalte mit höheren Anforderungen an die Warmwasserbereitung. Preis ab 1.731,00 €.

EinsparungsbereichGewöhnlicher Bereich15–30 % GasSehralter/veralteter Kesselkann sogar mehr als 30 % sein

Einsparungsbereich aus dem Text weiter oben im Artikel.

3 Faktoren, die die Einsparung beeinflussenZustand und Alter desalten KesselsTemperatur der Heizwasserim Idealfall unter ~55 °CArt der RegelungWitterungsgeführt vs. Ein/Aus

Drei Faktoren, die im Artikel weiter oben erläutert werden.

Wie schnell amortisiert sich die InvestitionKesselkosten +MontageJährliche Einsparung in €Investition ÷ jährlicheEinsparungOrientierungszeitraum derAmortisation

Prinzip der Amortisationsberechnung.

Häufige Unsicherheiten beim Einsatz von Brennwertkesseln

Wie schnell amortisiert sich ein Brennwertkessel?

Ein häufiges Anliegen ist die Frage, wann sich der Wechsel zu einem Brennwertkessel finanziell auszahlt. Bei einem stark veralteten, ineffizienten Kessel kann sich die Investition in einigen Fällen bereits nach kurzen Jahren rechnen. Der genaue Zeitraum hängt von mehreren Faktoren ab: vom Wirkungsgradunterschied der Kessel, den Gaspreisen und der Heizintensität. Je schlechter der alte Kessel war, desto rascher erfolgt die Amortisation.

Weshalb sind die Einsparungen bei Heizkörpern geringer als bei Fußbodenheizung?

Die Effizienz eines Brennwertkessels ist besonders bei niedrigen Vorlauftemperaturen hoch, weshalb er auch mit Heizkörpern arbeiten kann – solange diese nicht mit hohen Temperaturen betrieben werden. Die Einsparung ist hier etwas niedriger als bei einer Fußbodenheizung, bei der Kondensation am effizientesten ist. Dennoch sind Einsparungen von etwa 15 bis 30 % realistisch.

Warum kann die genaue Einsparung nicht garantiert werden?

Die Versprechen von Herstellern oder Händlern beziehen sich auf durchschnittliche Werte, nicht auf feste Zahlen für jedes Haus. Die tatsächliche Einsparung hängt von mehreren Parametern ab: vom Zustand des alten Kessels, der Vorlauftemperatur, der Art der Regelung und den individuellen Heizgewohnheiten der Bewohner. Nur eine reale Betrachtung vor Ort kann eine verlässliche Einschätzung ermöglichen.

Warum lohnt sich der Austausch eines noch funktionierenden Kessels?

Viele Hauseigentümer fragen, ob sich der Austausch lohnt, wenn der alte Kessel noch läuft. Bei Niedertemperatur- oder Atmosphärendruckkesseln, die bereits mehrere Heizperioden hinter sich haben, kann es sinnvoll sein, den Wechsel vorzuziehen. Neben der besseren Energieeffizienz sinkt mit der Zeit auch die Verfügbarkeit von Ersatzteilen, da solche Modelle nicht mehr hergestellt werden.

Warum ist oftmals ein neuer Schornstein erforderlich?

Ein weiterer Aspekt ist die Abgasführung. Ein Brennwertkessel benötigt meist ein feuchtigkeitsbeständiges Kunststoffsystem, da er Kondensat erzeugt. Ein altes Schornsteinsystem für einen Atmosphärendruckkessel ist hier nicht geeignet. Diese Anpassung ist in den meisten Fällen notwendig und muss in die Gesamtkalkulation mit einbezogen werden.

Warum beeinflusst die Größe des Hauses die absoluten Einsparungen?

Die prozentuale Einsparung beim Gasverbrauch bleibt von der Größe des Hauses weitgehend unberührt, da sie sich aus dem Effizienzvergleich der Kessel ergibt. Allerdings steigt die absolute Einsparung in m³ und Euro mit dem Heizbedarf. In größeren oder schlechter isolierten Gebäuden mit höherem Energiebedarf und längerer Heizzeit sind die Einsparungen folglich deutlicher.

Was zeichnet Brennwertkessel gegenüber Niedertemperaturkesseln aus?

Ein Brennwertkessel nutzt den Kondensationseffekt, um den Wirkungsgrad zu steigern, während ein Niedertemperaturkessel ohne Kondensation arbeitet. Dies führt zu unterschiedlichen Effizienzen und Energieverbräuchen.

Ist ein Austausch eines Niedertemperaturkessels durch einen Brennwertkessel möglich?

Ja, in der Regel ist ein Wechsel möglich. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass die Heizungsanlage und die Rohrleitungen für die neuen Betriebsbedingungen geeignet sind.

Warum sind Niedertemperaturkessel heute nicht mehr erhältlich?

Niedertemperaturkessel fallen nicht mehr unter aktuelle Energieeffizienzvorgaben und wurden aus dem Sortiment genommen. Moderne Alternativen wie Brennwertkessel bieten besseren Wirkungsgrad und geringere Emissionen.

Wie lange hält ein Niedertemperaturkessel durch?

Die Haltbarkeit liegt je nach Wartung und Nutzung in der Regel bei etwa 15 bis 20 Jahren. Ein Austausch kann sinnvoll sein, sobald die Effizienz sinkt oder die Wartungskosten steigen.

Haben Sie Fragen zur Kesselauswahl?

Können Sie sich nicht entscheiden oder haben Sie eine konkrete Situation in Ihrem Haushalt? Schreiben Sie uns – wir beraten Sie gerne.

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Siehe auch: Was ist der Unterschied zwischen Niedertemperatur- und Brennwertkessel · Kann ein Niedertemperaturkessel durch einen Brennwertkessel ersetzt werden · Warum werden Niedertemperaturkessel nicht mehr verkauft und was stattdessen · Wie lange hält ein alter Niedertemperaturkessel durch und wann ist ein Austausch sinnvoll

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