Verbindungsarten von Rohren – Schraubverbindungen, Pressverbindungen, Schweißen
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Wenn es um die Leitung von Wasser oder Heizung in einem Einfamilienhaus, einer Wohnung oder bei der Sanierung eines Badezimmers geht, konzentrieren sich die meisten Menschen hauptsächlich auf das Rohrmaterial – also ob PEX-AL-PEX, Kupfer oder Kunststoff-PP-R-Rohre gewählt werden. Ebenso wichtig, aber oft erst in letzter Minute direkt mit dem Monteur besprochen, ist die Art der Rohrverbindung. Schließlich sind genau die Verbindungen der schwächste Punkt jedes Leitungsnetzes – die meisten Leckagen und Störungen entstehen nicht in der Mitte einer geraden Rohrleitung, sondern genau an der Stelle, an der das Rohr mit einem Fitting, Bogen, T-Stück oder Verteiler verbunden wird.
Das Rohrsystem für Wasser und Heizung transportiert warmes oder kaltes Wasser zwischen der Quelle (Kessel, Wasserzähler) und den einzelnen Verbrauchsorten – Heizkörpern, Armaturen, Fußbodenheizung. Die Wahl des Materials und des Durchmessers beeinflusst die Haltbarkeit der Leitung, die Druckverluste, die Einfachheit der Montage und die Gesamtkosten der Installation. Doch genau die Art und Weise, wie die einzelnen Rohrabschnitte miteinander verbunden sind, entscheidet darüber, ob das Leitungsnetz Jahrzehnte lang ohne Eingriff hält oder regelmäßig Kontrollen und gegebenenfalls erneute Dichtheitsprüfung erfordert.
Übersicht der drei Hauptverfahren der Rohrverbindung, die im Artikel behandelt werden.
In der Praxis begegnen wir heute drei Hauptverfahren der Rohrverbindung: Schraubverbindungen, Presseverbindungen und Schweißen. Jedes davon hat seinen Platz, abhängig davon, welches Rohrmaterial verwendet wird, wo genau die Leitung verlegt wird und ob zukünftige Wartung oder Änderungen der Leitungsroute geplant sind. In diesem Artikel behandeln wir nacheinander alle drei Methoden, ihre Vorteile und Nachteile und geben Tipps, welches Verfahren für eine konkrete Situation geeignet ist – von der Fußbodenheizung in einem Neubau bis zur Erneuerung einer Steigleitung in einem Panelbau. Wenn Sie auch die Wahl des Materials selbst in Betracht ziehen, lesen Sie auch den Artikel Wie man Rohre für Wasser und Heizung auswählt, der die Verbindungsmethoden nur am Rande behandelt und somit diese Thematik ergänzt.
Warum die Art der Rohrverbindung genauso wichtig ist wie das Material
Das Rohr selbst – sei es PEX-AL-PEX, Kupfer, PP-R oder in älteren Bauten Stahl – kann zuverlässig Druck und Temperatur des Wassers entlang der gesamten Länge des geraden Abschnitts aushalten. Probleme entstehen immer dort, wo zwei Rohrabschnitte oder Rohr und Armatur (Fitting, Bogen, Ventil, Verteiler) zu einem dichten Ganzen verbunden werden müssen. Die Verbindung muss ausreichend fest sein, um dem Druckbelastung und der thermischen Ausdehnung des Materials standzuhalten, und gleichzeitig dicht sein, um weder langsamen Durchfluss noch Feuchtigkeit an der Wand oder Decke nach Monaten oder Jahren Betrieb zu verursachen – typischerweise als nasse Fleck oder Druckabfall im Heizkreis.
Die Wahl der Verbindungsmethode hängt eng mit dem Verlegeort zusammen. Bei verdeckter Verlegung, bei der die Leitung dauerhaft in die Wand oder in den Estrich eingebettet ist, ist die Zuverlässigkeit der Verbindung entscheidend, da jede zukünftige Reparatur mit dem Zerstören verbunden ist. Im Gegensatz dazu kann bei sichtbarer Verlegung in technischen Räumen wie Heizungsraum, Keller oder Garage auch eine Verbindungsmethode gewählt werden, die es ermöglicht, die Verbindung später einfach zu lösen und zu ändern. Dieser Thematik widmen wir uns detaillierter im Artikel Verdeckte vs. sichtbare Verlegung.
Schraubverbindungen – Demontierbare Anschlüsse
Schraub- oder Schraubverbindungen werden mechanisch gesichert – durch eine Durchgangsmutter und einen Dichtungsring, die auf das Fitting oder direkt auf die Armatur aufgezogen werden. Der Hauptvorteil dieser Verbindung ist, dass sie jederzeit demontiert und erneut montiert werden kann, ohne dass spezielles Werkzeug erforderlich ist – ein gewöhnlicher Montage- oder Französischer Schlüssel genügt. Dies ist besonders bei Wartungsarbeiten wertvoll, wenn beispielsweise ein Ventil ausgetauscht, ein neues Gerät an das System angeschlossen oder ein bestimmter Kreis vorübergehend vom System getrennt werden muss, um andere Teile zu reparieren.
Schraubverbindungen werden daher typischerweise an Stellen eingesetzt, an denen zukünftige Manipulationen geplant sind – Anschluss des Kessels an das System, Anschluss eines Heizkörpers mit Thermostatventil, Anschluss eines Verteilers für die Fußbodenheizung oder Wasserzähleranordnung. Gerade bei Verteilern für die Fußbodenheizung sind Schraubverbindungen mit Durchgangsmutter eine gängige Lösung – sie ermöglichen das präzise Anziehen jedes Kreises, ohne dass spezielle Pressewerkzeuge vor Ort erforderlich sind.
Ein Nachteil der Schraubverbindungen ist, dass sie regelmäßig auf das Anziehen überprüft werden müssen – der Dichtungsring kann im Laufe der Zeit seine Elastizität verlieren, insbesondere bei Temperaturschwankungen im Heizwasser, und die Verbindung kann leicht undicht werden. Deshalb werden Schraubverbindungen in Stellen, an denen keine einfache Kontrolle möglich ist (z. B. in der Fußbodenkonstruktion), in der Regel nicht eingesetzt, und eine dauerhafte Lösung wird bevorzugt.
Rohr PEX-AL-PEX 16 x 2 für Heizung, Fußbodenheizung und Wasser
Mehrschicht-Rohr aus Kunststoff und Aluminium mit Sauerstoffbarriere, Durchmesser 16 mm, universell einsetzbar für Wasser und Heizung. Wird in der Regel mit Schraubverbindungen mit Durchgangsmutter angeschlossen, beispielsweise an Verteilern für die Fußbodenheizung, wo die einzelnen Kreise präzise angeschraubt und bei Bedarf erneut getrennt werden müssen.
Preis: 0,66 €/m
Presseverbindungen – Schnelle Montage in größeren Umfang
Presseverbindungen entstehen mithilfe spezieller Pressezangen, die die metallische Muffe dauerhaft um das Rohr und das Fitting verformen. Die resultierende Verbindung ist dauerhaft und nicht demontierbar, und dank der mechanisierten Montage ist sie schneller in der Installation, insbesondere in größeren Umfang – bei umfangreichen Leitungen, bei denen Dutzende Meter Rohr und zahlreiche Bögen oder T-Stücke verbunden werden müssen, kann ein erfahrener Monteur erheblich Zeit sparen, anstatt jede Verbindung einzeln zu schrauben.
Die Investition in Presswerkzeuge ist für den durchschnittlichen Privatnutzer in der Regel höher, als sich für eine Einzelmontage lohnt, weshalb Pressverbindungen typischerweise durch eine fachmännische Montagefirma realisiert werden, die das Werkzeug zur Verfügung hat und es an mehreren Aufträgen nutzt. Für den Investor bedeutet dies eine etwas höhere Arbeitskostenposition, die durch eine höhere Zuverlässigkeit und Montageschnelligkeit kompensiert wird.
Gerade wegen ihrer dauerhaften und verlässlichen Natur sind Pressverbindungen die erste Wahl dort, wo mit verdeckter oder Fußbodenheizung geführt wird – also genau dort, wo eine zukünftige Undichtigkeit den Abbau einer Wand oder eines Estrichs bedeuten würde. Bei Hauptsteigleitungen mit größeren Durchmessern und höherem Wasserdurchfluss werden Pressverbindungen mit Rohren größeren Durchmessers kombiniert, die auch eine höhere mechanische Belastung an der Verbindung aufweisen.
Rohr PEX-AL-PEX 26 x 3 für Heizung, Fußbodenheizung und Trinkwasser
Größerer Durchmesser 26 mm, geeignet für Hauptsteigleitungen mit höherem Wasserdurchfluss. Bei diesem Durchmesser und Einsatzort wird in verdeckten Leitungen am häufigsten mit Pressverbindungen kombiniert, die eine dauerhafte und verlässliche Anschlussverbindung ohne zukünftige Kontrolle der Anzugskraft garantieren.
Preis: 1,62 €/m
Wasserschweißen – homogener Anschluss für Kunststoffleitungen
Wasserschweißen wird vor allem bei Kunststoff-PP-R-Rohren eingesetzt und verbindet Rohr und Fitting durch Schmelzen des Materials – durch Wärme werden beide Teile lokal aufgeschmolzen und nach Verbindung und Abkühlung entsteht ein einheitlicher Materialblock, ohne irgendein mechanisches Element (Mutter, Schelle) an der Verbindung. Diese Methode ist bei Leitungen für kaltes und warmes Wasser üblich, da PP-R-Rohre aufgrund der einfachen und günstigen Montage durch Schweißen oft eingesetzt werden.
Vorteil des geschweißten Anschlusses ist, dass er nach ordnungsgemäßer Ausführung keine mechanische Komponente enthält, die im Laufe der Zeit locker oder die Elastizität verlieren könnte, wie es bei einer Gewindeverbindung mit Dichtungsring der Fall wäre. Nachteil ist, dass Schweißen Technikbeherrschung und korrekte Zeitplanung erfordert – zu kurzes Erwärmen erzeugt eine schwache Verbindung, zu langes hingegen kann den Rohrdurchmesser an der Verbindung durch Übererwärmen des Materials nach innen verengen. Deshalb wird auch Schweißen empfohlen, es einem erfahrenen Monteur zu überlassen, obwohl das Werkzeug (Schweißgerät für Kunststoffrohre) preislich günstiger ist als Presszangen.
Bei Heizkreisen, bei denen in den meisten Fällen PEX-AL-PEX eingesetzt wird, genau wegen der Sauerstoffbarriere und der Formgedächtnis-Eigenschaft, begegnet man Schweißen nicht – diese Methode ist vor allem für kalte und warme Wasserleitungen aus PP-R-Material sowie für kombinierte Installationen typisch, bei denen PP-R für die Hauptleitung und zu den einzelnen Verbrauchern ein anderes Material eingesetzt wird.
Welche Verbindungstechnik passt zu welchem Rohrmaterial
Die Wahl der Verbindungstechnik hängt eng mit dem Rohrmaterial zusammen, das in der jeweiligen Leitung verwendet wird. PEX-AL-PEX, also ein mehrschichtiges Kunststoff-Aluminium-Rohr, kombiniert eine innere und äußere Kunststoffschicht mit einer mittleren Aluminiumschicht – Aluminium verhindert die Diffusion von Sauerstoff ins Wasser, was vor allem bei geschlossenen Heizkreisen wichtig ist, und gibt dem Rohr zudem Formgedächtnis, sodass es nach Biegen die Form ohne weitere Befestigung behält. Genau dieses PEX-AL-PEX-Rohr wird entweder mit Schraub- oder Pressverbindungen verbunden, je nachdem, ob eine zukünftige Demontage (Schraubverbindung) oder eine dauerhafte verdeckte Leitung (Pressverbindung) geplant ist. Ein detailliertes Vergleich der Materialien finden Sie im Artikel PEX-AL-PEX vs. Kupfer vs. Stahlrohre.
Kupferrohre sind ein traditionelles Material, sehr widerstandsfähig gegen Temperatur und Druck, aber teurer und dessen Montage – Lötung – erfordert mehr Geschick und Arbeit mit offener Flamme. Das Lötverfahren von Kupfer ist prinzipiell dem Schweißen näher als dem mechanischen Verbinden, da die Verbindung durch Schmelzen des Lötmaterials (Zinn oder Silber-Kupfer-Legierung) an der Verbindung von Rohr und Fitting entsteht, wodurch die resultierende Verbindung wieder dauerhaft und nicht demontierbar ist.
Stahlrohre werden heute nur noch in Ausnahmefällen eingesetzt – in älteren Installationen oder in industriellen Anwendungen –, da sie ohne korrekte Wasseraufbereitung anfällig für Korrosion von innen sind. Bei Stahlleitungen wurden historisch gesehen genau Schraubverbindungen mit Hanf- oder Teflon-Dichtung eingesetzt, in neueren industriellen Anwendungen auch Schweißen. Bei der Sanierung eines Einfamilienhauses oder einer Wohnung begegnet man heute Stahlrohren nur noch bei der Entfernung der ursprünglichen, abgenutzten Leitung.
PP-R-Kunststoffrohre, die durch Schweißen verbunden werden, werden am häufigsten für die Leitung von kaltem und warmem Brauchwasser eingesetzt, seltener direkt in Heizkreisen – genau deshalb, weil normales PP-R keine Sauerstoffbarriere im Vergleich zu PEX-AL-PEX aufweist, was bei einem geschlossenen Heizsystem ein wichtiger Parameter ist.
Der Rohrdurchmesser beeinflusst auch die Wahl der Verbindung und Fittings
Preisvergleich ausgewählter Rohre, die im Artikel erwähnt werden.
Der Rohrdurchmesser wird nach dem erforderlichen Wasserdurchfluss und der Länge der Leitung gewählt. Bei Fußbodenheizung und einzelnen Heizkreisen wird in der Regel 16 mm verwendet, bei Hauptsteigleitungen oder längeren Abschnitten mit höherem Durchfluss geht man zu Durchmessern von 20 bis 26 mm und darüber. Ein zu schmales Rohr verursacht hohe Druckverluste und Geräusche beim Wasserfluss, ein unnötig breites Rohr hingegen verteuert die Installation und verzögert den Anstieg der Warmwasserzufuhr zum Verbraucher. Detaillierter zu diesem Thema im Artikel Welcher Rohrdurchmesser ist erforderlich.
Je größer der Rohrdurchmesser, desto höher sind auch die Anforderungen an die Qualität und Zuverlässigkeit der Verbindung – bei einem größeren Durchmesser wirkt auf die Verbindung eine größere Fläche und ein größeres Wasservolumen, was höhere Anforderungen an die mechanische Festigkeit des Fittings bedeutet. Deshalb begegnet man in der Praxis bei Durchmessern von etwa 20 bis 26 mm, typisch für Hauptleitungen, häufiger Pressverbindungen, während bei dem gängigen Durchmesser von 16 mm, üblich bei einzelnen Heizkreisen der Fußbodenheizung, genauso oft Schraubverbindungen an Verteilern eingesetzt werden.
Bei der Fußbodenheizung begegnet man zusätzlich zum klassischen PEX-AL-PEX-Rohr auch PE-RT-Rohren, die eine eigene Sauerstoffbarriere in Form einer speziellen Schicht haben und genauso wie PEX-AL-PEX an den Verteiler angeschlossen werden – meist mit Schraubverbindungen (Durchgangsverbindungen) mit Übermutter, die eine präzise Einstellung und bei Bedarf auch zukünftige Anpassung der einzelnen Kreise ermöglichen.
Rohr HEPWORTH für Fußbodenheizung, 16 mm
PE-RT-Rohr mit Sauerstoffbarriere, speziell für die Fußbodenheizung vorgesehen. An den Verteiler wird genauso wie bei PEX-AL-PEX angeschlossen – am häufigsten mit Schraubverbindungen (Durchgangsverbindungen) mit Übermutter, die eine präzise Einstellung und bei Bedarf auch zukünftige Anpassung der einzelnen Kreise ermöglichen.
Preis: 1,48 €/m
Unterputzverlegung vs. Aufputzverlegung – Einfluss auf die Wahl der Verbindung
Die Art der Verlegung bestimmt, welche Art von Verbindung geeignet ist.
Unterputzverlegung bedeutet, dass das Rohr in die Wand oder die Bodenplatte unter der Putz- oder Estrichschicht eingebettet wird. Es sieht optisch sauber aus – nach Abschluss der Baumaßnahmen ist die Leitung praktisch unsichtbar –, bei Undichtigkeit jedoch ist eine Reparatur aufwendig, da Wand oder Boden abgebrochen werden müssen. Aus diesem Grund ist bei einer Unterputzverlegung eine Verbindung auszuwählen, die das Risiko zukünftiger Undichtigkeiten minimiert – in der Praxis handelt es sich hierbei fast immer um eine Press- oder Schweißverbindung, niemals jedoch um eine Schraubverbindung, die im Laufe der Zeit aufgrund fehlender Zugänglichkeit zum Nachdrehen führen könnte.
Aufputzverlegung hingegen ist sichtbar, entlang der Wandoberfläche verlegt – oft in Leisten oder offenen Verlegungen. Die Montage sowie eine eventuelle Reparatur sind einfacher, optisch ist sie jedoch weniger ansprechend, weshalb sie vor allem in technischen Räumen wie Heizungsraum, Keller oder Garage eingesetzt wird. Gerade in diesen Räumen, in denen die Leitung frei zugänglich ist und eine eventuelle Kontrolle oder Anpassung schnell erfolgen kann, lohnt es sich, Schraubverbindungen zu wählen – sie ermöglichen eine einfache Anschlussvergrößerung um zusätzliche Verbraucher oder Armaturen in der Zukunft, ohne das Rohr schneiden zu müssen. Ein vollständiges Vergleich der beiden Verlegearten finden Sie im Artikel Unterputzverlegung vs. Aufputzverlegung.
Sauerstoffbarriere bei Heizungsrohren
Die Sauerstoffbarriere – meist eine Aluminiumschicht bei PEX-AL-PEX-Rohren oder eine spezielle EVOH-Schicht bei PE-RT-Rohren – verhindert das Eindringen von atmosphärischem Sauerstoff durch die Rohrwand in den geschlossenen Heizkreislauf. Ohne diese Barriere würde Sauerstoff allmählich in das Heizwasser diffundieren und Korrosion an metallischen Komponenten des Systems verursachen – an der Heizung, dem Pumpen, den Heizkörpern oder an eventuell eingesetzten Stahlrohren. Deshalb ist eine Sauerstoffbarriere bei Rohren für Heizungsanlagen, im Gegensatz zu Rohren, die nur für den Trinkwasseranschluss vorgesehen sind, praktisch unverzichtbar.
Auch dieser Parameter hängt indirekt mit der Art der Verbindung zusammen – bei hochwertigen Rohren mit Sauerstoffbarriere lohnt es sich, auch in eine hochwertige, verlässliche Verbindung zu investieren, da gerade die Kombination beider Faktoren (Rohrmaterial und Verbindungstechnik) über die Gesamtlebensdauer und die Fehlertoleranz des Heizkreislaufs entscheidet. Weitere Informationen zur Sauerstoffbarriere finden Sie im Artikel Sauerstoffbarriere – warum sie bei Heizungsrohren wichtig ist.
Thermische Isolierung der Rohre und deren Einfluss auf die Haltbarkeit der Verbindungen
Die überziehbare thermische Isolierung, meist aus Schaum-Polyethylen, wird über das Rohr gezogen und reduziert die Wärmeverluste der Leitung. Sie ist besonders wichtig bei langen Leitungen mit warmem Wasser oder Heizkreisen, die durch nicht beheizte Räume wie Keller oder Untergeschoss verlaufen, wo das Wasser ohne Isolierung auf dem Weg zum Verbraucher merklich abkühlen würde. Bei Leitungen mit kaltem Wasser verhindert die Isolierung zudem die Kondensation von Feuchtigkeit an der Rohroberfläche, also Schimmeln.
Auch die Haltbarkeit der Verbindungen wird indirekt, aber real beeinflusst – eine über die gesamte Rohrlänge, einschließlich der Verbindung, gezogene überziehbare Isolierung schützt den Fitting und die Verbindung selbst vor Temperaturschwankungen und mechanischen Beschädigungen, beispielsweise bei Arbeiten im technischen Raum. In Heizräumen oder Kellern lohnt es sich daher, nicht nur die geraden Rohrabschnitte, sondern auch die Bereiche um T-Stücke und Knie, in denen die Verbindung besonders starken Temperaturschwankungen ausgesetzt ist, zu isolieren.
Isolierung 22 mm (1/2") / 9 mm
Überziehbare thermische Isolierung für Rohre, Wandstärke 9 mm, für Rohre mit einem Durchmesser von 22 mm. Geeignet für Aufputzverlegungen in nicht beheizten Räumen (Keller, Garage, Untergeschoss), wo sie vor Wärmeverlusten schützt und zudem vor Kondensation bei kaltem Wasseranschluss.
Preis: 0,86 €
Montage, Druckprobe und Service der Leitung
Die Druckprobe muss vor der Verdeckung der Leitung durchgeführt werden.
Unabhängig davon, welche Verbindungstechnik Sie für die jeweilige Leitung wählen, gilt eine gemeinsame Regel – nach Abschluss der Montage muss die gesamte Leitung einer Druckprobe unterzogen werden, bevor die unterputz verlegten Abschnitte mit Putz oder Estrich verdeckt werden. Die Druckprobe erkennt eventuelle Leckagen der Verbindung im Moment, in dem sie noch einfach zu beheben ist, und nicht erst nach Abschluss der Baumaßnahmen. Den genauen Ablauf der Montage und der Druckprobe besprechen wir im Artikel Rohrverlegung – Ablauf und Druckprobe.
Auch eine fachgerechte Montage erfordert nach einiger Zeit mindestens eine visuelle Kontrolle, insbesondere bei Schraubverbindungen in zugänglichen Bereichen. Sollte ein Problem auftreten – Tropfen an der Verbindung, Druckabfall im Heizkreislauf oder eine feuchte Stelle an der Stelle der Unterputzverlegung – finden Sie im Artikel Service und häufige Probleme mit Rohrleitungen einen Überblick über die häufigsten Ursachen und den empfohlenen Vorgehensweise.
Reale Beispiele aus der Praxis
Einfamilienhaus mit Fußbodenheizung – Komplettrenovierung der Heizung. Beim Wechsel von der alten Heizkörperheizung auf eine Fußbodenheizung im Einfamilienhaus wurde die Verlegung vom Verteiler zu den einzelnen Kreisen im Boden mit PEX-AL-PEX-Rohren mit einem Durchmesser von 16 mm realisiert, die sich aufgrund ihrer Formgedächtnis gut in die einzelnen Schleifen direkt bei der Verlegung in den Estrich formten. An dem Verteiler selbst wurden alle Kreise mit Schraubverbindungen (Durchgangsteilen) angeschlossen, was es bei der abschließenden Druckprüfung ermöglichte, jeden Kreis einzeln präzise anzuziehen und bei Bedarf vorübergehend abzukoppeln und wieder anzuschließen, ohne das Rohr zu beschädigen. Die Verlegung vom Kessel zum Verteiler, der durch eine nicht beheizte Kellergeschoss führte, war zudem mit einer Schutzrohroberfläche versehen, um Wärmeverluste auf der längeren Strecke zu minimieren.
Wohnung in Plattenbau – Austausch der Heizstange. Beim Austausch der ursprünglichen Heizstange im Wohnhaus, die ursprünglich aus Kupferrohren mit gelöteten Verbindungen bestand, wurde der neue Abschnitt mit PEX-AL-PEX-Rohren mit einem größeren Durchmesser von 26 mm realisiert, der dem höheren Durchfluss im Hauptstiegsrohr entspricht. Da die Heizstange in einer gemeinsamen Installationskanal geführt wird und nicht direkt in der Wohnung verlegt ist, wurde eine Schraubverbindung gewählt – dies ermöglicht bei Bedarf einen einfacheren Zugang bei zukünftigen Austausch des Stiegsventils, ohne das gesamte Rohrabschnitt durchtrennen zu müssen. An den Stellen, an denen die Heizstange durch nicht beheizte Bereiche der gemeinsamen Kanal führt, wurde ebenfalls Schutzrohroberfläche ergänzt.
Häufig gestellte Fragen zum Verbinden von Rohren
Welche Art der Rohrverbindung ist bei der Montage am günstigsten?
Schraubverbindungen erfordern in der Regel keine Investition in spezielles Werkzeug, da sie mit einem normalen Schlüssel angezogen werden können. Bei kleineren Montageumfängen sind sie daher in Bezug auf das erforderliche Werkzeug am günstigsten. Bei größeren Leitungsnetzen kann sich jedoch aufgrund der schnellen Montage die Verwendung von Pressverbindungen durch eine Fachfirma hinsichtlich der Gesamtarbeitszeit und somit auch der Arbeitskosten lohnen.
Kann eine Pressverbindung nach dem Pressen noch auseinander genommen werden?
Nein, eine Pressverbindung ist grundsätzlich dauerhaft und nicht trennbar – die metallische Manschette wird durch die Presszange dauerhaft um das Rohr und das Fitting deformiert. Wenn eine Verbindung in der Zukunft geändert werden muss, muss der entsprechende Rohrabschnitt abgeschnitten und durch ein neues Fitting und eine neue Pressung ersetzt werden.
Benötige ich für Schraubverbindungen spezielles Werkzeug?
Nein, Schraubverbindungen (Durchgangsteile) werden mit einem normalen Montageschlüssel oder einem Doppelarmzang angezogen, was der Hauptgrund dafür ist, warum sie bei Wartungsarbeiten und an Stellen, an denen zukünftige Manipulationen geplant sind, beispielsweise an Verteilern für die Fußbodenheizung, beliebt sind.
Ist Schweißen auch für metallische Rohre, beispielsweise Kupfer, geeignet?
Schweißen im engeren Sinne wird bei der normalen Haushaltsinstallation hauptsächlich bei Kunststoff-PP-R-Rohren verwendet. Bei Kupferrohren wird analog Lötung verwendet, die im Prinzip (Schmelzen des Materials an der Verbindung) dem Schweißen entspricht, aber Lötmaterial und eine offene Flamme, nicht Schweißtechnik für Kunststoffe, erfordert.
Welche Art der Verbindung wird am häufigsten bei der Fußbodenheizung verwendet?
Bei der Fußbodenheizung werden die einzelnen Kreise am Verteiler in der Regel mit Schraubverbindungen (Durchgangsteilen) mit Durchgangsmutter angeschlossen, was ein präzises Anziehen und bei Bedarf auch ein zukünftiges Abkoppeln des konkreten Kreises ohne Eingriff in den Rest des Netzes ermöglicht.
Muss das Rohr für die Heizung eine Sauerstoffbarriere haben?
Ja, bei einem geschlossenen Heizkreislauf ist die Sauerstoffbarriere praktisch unerlässlich – ohne sie würde der atmosphärische Sauerstoff allmählich durch die Rohrwand in das Heizwasser diffundieren und Korrosion an den metallischen Komponenten des Systems verursachen, wie beispielsweise Kessel, Pumpe oder Heizkörper.
Lohnt sich die Isolierung des Rohres auch in normal beheizten Räumen?
Der größte Effekt der Isolierung ist bei längeren Leitungen, die durch nicht beheizte Räume führen, wie Keller, Garage oder Untergeschoss, wo das Wasser auf dem Weg zum Verbraucher spürbar abkühlen würde. Bei kurzen Abschnitten innerhalb beheizter Räume ist der Effekt der Isolierung weniger ausgeprägt, reduziert aber dennoch Wärmeverluste und schützt die Verbindung vor Temperaturschwankungen.
Welchen Rohrdurchmesser sollte man für ein Einfamilienhaus wählen?
Bei den einzelnen Kreisen der Fußbodenheizung wird in der Regel ein Durchmesser von 16 mm verwendet, während bei Hauptstiegsleitungen oder längeren Abschnitten mit höherem Durchfluss Durchmesser von 20 bis 26 mm und mehr gewählt werden. Der genaue Durchmesser hängt vom gewünschten Durchfluss und der Länge des konkreten Netzes ab, detaillierter im Artikel Welchen Rohrdurchmesser brauche ich.
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