Montage von Kessel und Speicher: Ablauf, Anforderungen und was vorab sichergestellt werden muss
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Montage der Heizungskessel- und Speicheranlage: kompletter Ablauf, technische Anforderungen und was vorab vorbereitet werden muss
Die Kombination aus Brennwertkessel und Warmwasserspeicher zählt heute zu den am häufigsten verwendeten Lösungen für die Heizung und Warmwasserbereitung in Einfamilienhäusern. Im Gegensatz zum Durchlauferhitzer bietet der Warmwasserspeicher einen bequemen und energieeffizienten Weg zur Warmwasserbereitung, wobei der Brennwertkessel eine maximale Verbrennungseffizienz gewährleistet. Die Montage einer solchen Anlage ist jedoch keine triviale Angelegenheit – sie erfordert Vorbereitung, fachliches Wissen, die richtige Projektunterlage und die Einhaltung mehrerer technischer Normen. Dieser Artikel führt Sie durch den gesamten Prozess von der ersten Besichtigung bis zur Inbetriebnahme, wobei er auf realen Erfahrungen aus der Installationspraxis basiert.
Falls Sie sich noch nicht entschieden haben, welche Anlage Sie wählen sollen, empfehlen wir Ihnen, zunächst den Artikel Wie wählt man eine Brennwertkessel- und Warmwasserspeicher-Kombination aus zu lesen, in dem Sie Kriterien für die Auswahl finden. Für die Frage nach dem Speichervolumen empfehlen wir Ihnen den Artikel Welches Volumen des Warmwasserspeichers benötigen Sie: Berechnung nach Anzahl der Personen und Bäder. In diesem Artikel gehen wir davon aus, dass Sie bereits eine Anlage ausgewählt haben und beschäftigen uns nun mit der Installation selbst.
Was ist eine Kessel- und Speicheranlage: Grundprinzipien
Bevor wir uns dem Montageablauf widmen, wiederholen wir kurz, was wir eigentlich installieren. Die Anlage besteht aus einem Brennwertkessel (Wandheizgerät oder freistehendem Gerät), einem Warmwasserspeicher (Warmwasserspeicher) und der hydraulischen Verbindung zwischen ihnen. Der Kessel erwärmt den Speicher über einen Wärmetauscher – der Speicher erwärmt das Wasser nicht direkt mit Flamme, sondern über den Wärmeumlauf des Kessels. Auf diese Weise ist das Trinkwasser immer vom Heizkreislauf getrennt, was aus hygienischen Anforderungen entscheidend ist.
In der Praxis begegnen wir zwei Haupttypen der Verbindung: direkte hydraulische Verbindung (der Kessel hat einen separaten Ausgang für den Speicher) oder Verbindung über einen hydraulischen Verbindungsstück, auch Thermolink genannt (typisch für die Protherm-Anlage). Mehr dazu, wie der Thermolink P funktioniert und was er bringt, finden Sie im Artikel Thermolink P und die hydraulische Verbindung zwischen Kessel und Speicher: Wie funktioniert das. Für den Zweck dieses Textes ist es wichtig zu wissen, dass die Art der Verbindung direkt die Anordnung der Komponenten und die Leitungsverlegung beeinflusst.
Was vor dem Eintreffen des Installateurs vorbereitet werden muss
Das häufigste Problem, mit dem wir bei Aufträgen konfrontiert werden, ist die mangelnde Vorbereitung der Baustelle. Der Kunde bestellt eine Anlage, vereinbart einen Montagetermin, doch am Tag des Eintreffens des Installateurs stellt sich heraus, dass die Kesselraum nicht verputzt ist, der Gasanschluss fehlt oder die Elektrik nicht in der erforderlichen Ausführung vorhanden ist. Jedes solche Problem verlängert die Montagezeit und verteuert das gesamte Projekt. Deshalb gehen wir hier durch, was alles im Voraus gesichert sein muss.
Projektunterlagen und Prüfungen
Falls es sich um einen Neubau oder eine Gasleitungssanierung handelt, ist ein Gasanschlussplan durch eine berechtigte Person erforderlich. Dieser Plan muss vom Gasvermarkter genehmigt werden. Ohne gültige Dokumente darf die Montage nicht begonnen werden. Bei Brennwertkesseln gilt zudem, dass die Abgasführung gemäß STN EN 483 und den entsprechenden Teilen der STN EN 15502 gelöst sein muss. Falls Sie den Kessel in einem bestehenden Gebäude einbauen, in dem beispielsweise ein alter atmosphärischer Kessel mit Schornsteinabzug installiert war, reicht es nicht aus, einfach an den alten Schornstein anzuschließen – eine Schornsteinprüfung ist erforderlich und fast immer auch eine Neuanordnung oder eine vollständige Änderung des Abgasabzugs (Kondensate sind sauer und würden einen alten Mauerschornstein korrodieren).
Für die elektrische Installation gilt, dass der Kessel an einen separaten geschützten Stromkreis mit einem Sicherungsschalter von mindestens 10 A angeschlossen werden muss, mit Schutz durch FI-Schutzschalter (Differentialschutz). Speicher mit elektrischem Backup-Heizelement (was einige Modelle haben) benötigen einen separaten Stromkreis mit höherer Kapazität. Dies sollten Sie bereits vor der Kesselmontage mit dem Elektriker klären.
Raum und bauliche Vorbereitung
Der Kesselraum oder der Bereich, in dem die Anlage installiert wird, muss mehrere Bedingungen erfüllen:
- Abgeschlossene Putzarbeiten und trockene Wand (der Kessel wird an die Wand montiert, eine feuchte Wand erschwert die Installation).
- Kaltwasseranschluss mit Rückhalteventil und Schieber in erreichbarer Position.
- Kanalanschluss für Kondensat und für das Sicherheitsventil des Speichers (das Sicherheitsventil des Speichers muss einen freien Abfluss haben, nicht nur eine abgeschlossene Behälterform).
- Ausreichende Luftzufuhr für die Verbrennung (bei Kesseln mit Kammersystem C – hermetisch abgeschlossene Kessel – wird die Luft aus dem Außenbereich über ein Zweiröhrensystem zugeführt, weshalb keine Belüftung erforderlich ist, bei älteren Kesseln mit Kammersystem B – offene Brennkammer – ist jedoch eine Belüftung des Raums erforderlich).
- Die Raumtemperatur darf nicht unter 5 °C sinken (Frost würde das Gerät beschädigen).
- Mindesthöhe des Raums 2 m, bei Speichern mit größerem Volumen (über 200 Liter) kann der Speicherstand bis zu 180 cm hoch sein, was berücksichtigt werden muss.
Gasanschluss und seine parametrischen Anforderungen
Brennwertkessel mit einer Leistung von 20–30 kW benötigen bei Erdgas einen minimalen Überdruck von 17–20 mbar bei Nennstrom. Der Gasanschluss muss so dimensioniert sein, dass der Druck nicht unter diesen Wert fällt, selbst bei gleichzeitigem Verbrauch an Herd, Heizung und anderen Geräten. Der Gasventil vor dem Kessel muss zugänglich und funktionsfähig sein. An der Anschlussleitung wird ein Schmutzfänger installiert und bei neuen Installationen auch ein Druckregelventil, falls der Vermarkter nicht bereits Gas im richtigen Druck liefert.
Erforderliche Materialien, Werkzeuge und Hilfsmittel
Ein erfahrener Monteur kommt mit ausreichendem Material zum Einsatz, doch der Kunde sollte wissen, was eine Installation beinhaltet, um die Kostenvoranschläge richtig zu verstehen und nicht durch „Zusatzarbeiten“ überrascht zu werden. Hier ist eine Übersicht über das, was bei der typischen Montage erforderlich ist:
Material für den Heizkreis
- Kupfer- oder Edelstahlverbindungen zwischen dem Brennwertkessel und dem Warmwasserspeicher (Durchmesser typischerweise 3/4" oder 1", je nach Leistung des Kessels und Modell des Speichers).
- Kugelhähne an jedem Anschluss – der Vorlauf und der Rücklauf des Speicherkreises müssen abschließbar sein, um den Speicher ohne Entleerung des gesamten Systems abzukoppeln.
- Entlüftungsventil am tiefsten Punkt des Speicherkreises.
- Dichtungen, Hanf oder Teflonband (je nach Art der Verbindung).
- Ausdehnungsgefäß für den Speicherkreis, falls der Kessel kein ausreichendes eigenes Ausdehnungsgefäß hat (die meisten modernen Brennwertkessel haben ein Ausdehnungsgefäß für den Heizkreis, doch das für TÜV muss je nach Hersteller extra nachgerüstet werden).
- Sicherheitsventil für den Speicherkreis (typischerweise eingestellt auf 6 bar für die TÜV-Seite).
Material für die Gasanlage
- Gasflex oder feste Kupfer- oder Stahlrohre vom Gasanschlusshahn zum Kessel.
- Gasfilter (wenn nicht bereits im Anschlussrohr vorhanden).
- Dichtung für Gasverbindungen (zertifiziert für Gas, nicht normales Hanf).
Material für die Abgasanlage
- Rohre und Formteile für den Abgas- und Luftanschluss – Durchmesser 60/100 mm (koaxial) oder 80/80 mm (Doppelpipe), je nach Kessel und Projekt.
- Kondensatgrube oder Siphon für Kondensat.
- Feuerstättenabdeckung für die Abluft an Fassade oder Dach.
Werkzeuge
Bei dieser Art von Auftrag gehört in der Regel folgendes Werkzeug mit: Bohrmaschine mit Hammerbohrfunktion, Rohrschlüssel (17–32 mm), Rohrpresser, Kupferbieger, Löt- oder Presswerkzeug, Gasdetektor, Druckmessgerät, digitales Thermometer, Multimeter und nicht zu vergessen, die wärmegedämmte Klebeband für die Rohrisolierung.
Vorgehensweise Schritt für Schritt
Nun kommen wir zum eigentlichen Ablauf. Wir beschreiben eine typische Installation eines Wandheizgeräts (z. B. Vaillant VU 246/5-3 ecoTEC pro + VIH R 150 B) mit stehendem Warmwasserspeicher in der Heizungskammer eines Einfamilienhauses.
Schritt 1: Ausmessen und Befestigen der Kesselhalterung
Jedes Wandheizgerät wird mit einer Montageschablone oder Halterung geliefert. Diese Halterung wird an der Wand in der Höhe befestigt, die den Platzbedarf für den Warmwasserspeicher unter oder neben dem Kessel berücksichtigt, sowie die Zugänglichkeit für Wartung (typischerweise 1,2–1,5 m über dem Boden). Die Wand muss tragfähig sein – ein Kessel mit Wasserfüllung wiegt 30–50 kg. Die Befestigung erfolgt mit chemischen Dübeln oder Hohlbohrdübeln für eine Mindestlast von doppelter Gerätengewicht. Nach dem Anbringen der Halterung wird meist direkt die Position der Anschlusspunkte (Vorlauf, Rücklauf, Gas, Kondensat, Strom) eingezeichnet und die Durchbrüche in der Wand gebohrt, falls die Installation durch die Wand erfolgt.
Schritt 2: Installation des Warmwasserspeichers
Der Warmwasserspeicher wird an seinen Platz gebracht – entweder direkt unter dem Kessel (bei Kombinationen mit kleinem Speicher wie Vaillant VU 246/5-3 ecoTEC pro + VIH Q75 B, bei dem der 75-Liter-Speicher direkt unter dem Kessel hängen kann), oder neben dem Kessel auf dem Boden. Stehende Speicher (120, 150, 200 Liter) werden meist neben dem Kessel platziert. Der Speicher wird mit dem Wasserwaage ausgerichtet und bei stehenden Modellen gegebenenfalls an die Wand befestigt, um die Stabilität zu gewährleisten (besonders bei Speichern über 150 Litern, gefüllt mit Wasser, bei denen das Gewicht über 200 kg beträgt). Bei diesem Schritt ist darauf zu achten, dass der Speicher für die zukünftige Austauschung der Magnesiumanode zugänglich ist – hier muss mindestens 50 cm freier Platz vorhanden sein.
Schritt 3: Aufhängen des Kessels und Anschluss der Leitungen
Nach dem Aufstellen des Speichers wird der Kessel aufgehängt. Der Kessel wird vorsichtig auf die Halterung gesetzt und gesichert. Nun folgt die Phase der Anschlüsse, die die meiste Fachkenntnis und Aufmerksamkeit erfordert. Wir arbeiten in folgender Reihenfolge:
- Verbindung des Heizkreises Kessel–Speicher: Vorlauf der warmen Wasser aus dem Kessel zum Wärmetauscher des Speichers, Rücklauf vom Speicher zurück zum Kessel. Diese Leitungen müssen wärmegedämmt sein (mindestens 13 mm Rohrisolierung). Jede Seite muss mit Absperrenventilen ausgestattet sein.
- Anschluss der Heizungsleitungen des Gebäudes: Vorlauf zu den Heizkörpern/Fußbodenheizung und Rücklauf von den Heizkörpern. Hier wird auch das Ausdehnungsgefäß des Heizkreises installiert, falls nicht bereits integriert.
- Anschluss des kalten Wassers zum Speicher: mit Rückstauklappe und Druckminderer (wenn der Netzdruck über 6 bar liegt). Hier wird auch ein Sicherheitsventil (6 bar) mit freiem Ablauf in die Kanalisation installiert.
- Anschluss an die TÜV-Verteilung: Vorlauf der warmen Wasser vom Speicher zu den Warmwasserleitungen im Gebäude.
- Kondensatablauf: Der Kessel (und gelegentlich auch der Speicher) produziert Kondensat, das in die Kanalisation abgeführt werden muss. Kondensat ist leicht sauer (pH 3–5), daher verlangen einige Kommunen einen Neutralisationsbehälter. Der Ablauf muss immer siphoniert sein, um Geruchsbildung aus der Kanalisation zu verhindern.
Schritt 4: Installation der Gasversorgung
Die Gasverbindung vom Gasventil zum Gasanschluss des Kessels erfolgt über eine zertifizierte Gasleitung oder ein festes Rohr. Die Gasleitung darf nicht durch Wände oder Böden verlaufen – in solchen Fällen ist ein festes Rohr erforderlich. Vor dem Kessel wird ein Gasfilter installiert. Nach Abschluss der Gasverbindung wird ein Drucktest der Gasinstallation durchgeführt, wobei ein Überdruck von 150 mbar mindestens 10 Minuten lang ohne Druckabfall gehalten wird.
Schritt 5: Abgasführung und Luftzufuhr
Brennwertkessel arbeiten ausschließlich im Ausführungstyp C (geschlossene Brennkammer, Luft aus dem Außenbereich). Das System zur Abgasführung und Luftzufuhr ist koaxial (ein Rohr im anderen) oder doppelt (twin pipe). Die Ausführung C3 (vertikal auf das Dach) oder C13 (horizontal an die Fassade) ist am häufigsten. Wichtige Parameter:
- Maximale Länge der koaxialen Leitung 60/100 beträgt typischerweise 6–8 m gerader Äquivalentlänge, bei jedem 90°-Knick werden 1–2 m von diesem Limit abgezogen.
- Die Abgasleitung muss einen minimalen Neigungswinkel von 3° in Richtung des Kessels aufweisen, damit der zurücksickernde Kondensat den Abgasfluss nicht blockiert.
- Der Ablauf an der Fassade muss mindestens 0,5 m von jedem Öffnung in das Gebäude (Fenster, Tür, Lüftung) und mindestens 0,3 m über dem Geländeniveau liegen.
- Beim twin pipe System (80/80) können die Leitungen länger sein – typischerweise bis zu 40–80 m, was bei Kesseln tief im Gebäude vorteilhaft ist.
Schritt 6: Elektrische Verbindung und Regelung
Der Kessel wird an das elektrische Netz angeschlossen, entweder über eine feste Verbindung mit abgezogenen Anschlüssen oder über eine Steckdose gemäß den Anweisungen des Herstellers. Die meisten modernen Brennwertkessel (einschließlich Vaillant ecoTEC pro und Protherm Gepard Condens) sind mit integrierter Elektronik ausgestattet, die den Kesselregelung enthält. Dazu werden externe Sensoren angeschlossen: ein äußerer Temperatursensor für die witterungsgeführte Regelung, ein Raumthermostat oder intelligente Steuereinheiten (Vaillant multiMATIC, Vaillant sensoHOME, Protherm Thermolink). Die Verkabelung der Regelung verläuft in einer Leiste entlang der Wand und muss von der Starkstrominstallation (mindestens 5 cm) getrennt sein. Der Thermostatkabel hat typischerweise 2–5 Adern, je nachdem, ob es sich um einen einfachen Thermostat oder um eine OpenTherm-Kommunikation handelt.
Schritt 7: Befüllung und Entlüftung des Systems
Vor dem ersten Start ist es erforderlich, das System mit Wasser zu befüllen und zu entlüften. Der Heizkreis wird mit aufbereitetem Wasser befüllt – in harten Wässern (über 300 µS/cm) wird ein Korrosionsinhibitor und ein Wasserenthärter verwendet, um Kalkablagerungen im Wärmetauscher des Kessels zu vermeiden. Das Volumen des Wassers im Kreislauf und die Einstellung des Ausdehnungsgefäßes müssen dem Projekt entsprechen. Der Druck im kalten Zustand sollte 1,5–2 bar betragen. Der Speicher wird von der Seite des kalten Wassers befüllt und über Ventile am TÜV-Ausgang entlüftet – man öffnet den Hahn mit warmem Wasser und wartet, bis der Wasserstrom gleichmäßig fließt, ohne Blasen.
Schritt 8: Erster Start (Inbetriebnahme)
Der erste Start darf nur von einem autorisierten Service-Techniker des Herstellers oder einem zertifizierten Service-Partner durchgeführt werden. Es ist eine vertragliche Bedingung für die Gültigkeit der Garantie – Hersteller wie Vaillant und Protherm verlangen die Registrierung der Inbetriebnahme in ihrem Servicemanagementsystem. Während des ersten Starts wird überprüft:
- Dichtheit aller Gasverbindungen (Prüfung mit Seifenlauge oder Gasdetektor)
- Korrekte Einstellung der Gaszufuhr (Überdruck, Gasvolumen bei Nenn- und Teillast)
- Prüfung des Ionisationsstroms (Flammen-Signal)
- Korrekte Funktion der Abgasführung – Messung des Anzugs und der Abgastemperatur
- Parametrierung des Kessels gemäß der Installation (Typ des Gases, Leistung, Einstellung des Speicherheizens)
- Funktion des Speicherheizkreises – Überprüfung, ob der Kessel tatsächlich in den Speicherheizmodus wechselt, der Speicher auf die eingestellte Temperatur erhitzt wird und der Speicherthermostat den Kessel korrekt abschaltet
- Prüfung der TÜV-Ausgangstemperatur – bei Legionellen-Risiko wird empfohlen, die Speichertemperatur auf mindestens 60 °C einzustellen, für gewöhnlichen Komfort reicht jedoch 55 °C
Spezifische Aspekte bei der Installation der Kombinationen Vaillant und Protherm
In der Praxis begegnen wir am häufigsten zwei Marken, deshalb nennen wir einige praktische Details zu jeder davon.
Vaillant ecoTEC pro mit VIH-Speichern
Die Kombination Vaillant VU 246/5-3 ecoTEC pro + VIH R 120 B ist ein typisches Beispiel einer kompakten Kombination für eine Familie mit 3–4 Personen. Der Kessel VU 246/5-3 hat eine Leistung von 3,2–24,1 kW und sein Speicherheizkreis arbeitet mit einer maximalen Ausgangstemperatur von 80 °C. Der Speicher VIH R 120 hat ein Volumen von 120 Litern und ist mit einem Edelstahlwärmetauscher ausgestattet. Wichtiger Detail bei der Installation von Vaillant-Kombinationen: das Speicherheizkreis-Pumpen ist im Kessel integriert, daher ist es nicht erforderlich, eine externe Speicherheizkreis-Pumpe zu installieren – das vereinfacht die Hydraulik erheblich. Die Verbindung des Speichers mit dem Kessel erfolgt über eine direkte hydraulische Verbindung mit Kupferrohren mit einem Durchmesser von 22 mm. Vaillant liefert für diese Kombinationen auch eine spezielle Konfiguration mit dem Regler multiMATIC 700 (siehe VU 246/5-3 ecoTEC pro + VIH R 150 B mit multiMATIC 700), bei der der Regler Teil der Lieferung ist – dies ist bei der Installation von Fußbodenheizung oder gemischten Kreisen geeignet.
Protherm Gepard Condens mit Thermolink P
Bei Kombinationen wie Protherm Gepard Condens 25 MKO + FE 120 BM untere + Thermolink P ist das Prinzip etwas anders. Thermolink P ist ein hydraulischer Verbindungsstück, der gleichzeitig als Grundregelung des Speicherheizkreises dient. Der Speicher FE 120 BM hat eine untere Anschluss (daher die Bezeichnung „untere“) und nutzt das Prinzip der Stratifikation – kaltes Wasser tritt von unten ein, warmes bleibt oben. Bei der Montage muss die richtige Ausrichtung des Speichers beachtet werden und es muss sichergestellt werden, dass der Thermolink P gemäß der Hersteller-Skizze installiert ist – direkte Eingangs-/Ausgangsrohre dürfen nicht vertauscht werden, sonst wird der Speicher nicht ordnungsgemäß funktionieren. Der Kessel Gepard Condens 25 MKO hat eine modulierende Leistung von 5–25 kW. Für kleinere Häuser und Wohnungen gibt es auch Protherm Gepard Condens 12 MKO + FE 120 BM untere + Thermolink P mit maximaler Leistung von 12 kW – diese Lösung ist beispielsweise für eine Wohnung oder ein kleineres Einfamilienhaus mit einer Bodenfläche bis zu 120 m² geeignet.
Wärmeschutz der Leitungen: warum er wichtiger ist, als Sie denken
Die Wärmeschutzisolation der Leitungen zwischen Heizkessel und Speicher gehört zu den am häufigsten unterschätzten Aspekten der Montage. In der Praxis sehen wir Installationen, bei denen der Kessel vom Speicher nur durch 1–2 Meter Rohrleitung getrennt ist, doch ohne Isolierung können Wärmeverluste bis zu 5–10 % des jährlichen Energieverbrauchs für Warmwasserheizung betragen. Das können 50–150 € pro Jahr an überflüssig verbranntem Gas entsprechen. Die STN EN 12828 empfiehlt eine Wärmeschutzisolation mindestens in der Dicke, die dem Rohrleitungsradius entspricht – bei DN 22 mm also mindestens 13 mm Isolierung, bei DN 28 mm mindestens 20 mm. Als Material wird meist Polyethylen-Schaum oder Kautschukisolation (Armaflex) verwendet. Die Isolierung muss nahtlos mit minimalem Anzahl von Fugen sein und darf beim Durchgang durch die Wand nicht unterbrochen werden.
Inbetriebnahme und Übergabe der Dokumentation
Nach dem erfolgreichen ersten Start muss der Monteur dem Kunden mehrere wichtige Dokumente und Informationen übergeben. Dieser Teil wird in der Praxis leider oft unterschätzt, ist aber entscheidend für Garantie und Sicherheit.
Dokumente, die Sie erhalten müssen
- Prüfbericht der Gasinstallation – erstellt vom prüfenden Techniker mit Berechtigung gemäß Verordnung č. 508/2009 Z. z. Ohne diesen Bericht ist die Installation formell illegal.
- Protokoll der Inbetriebnahme – Hersteller (Vaillant, Protherm) haben eigene Formulare, die vom autorisierten Service-Techniker ausgefüllt werden. Dieses Protokoll ist Garantievoraussetzung.
- Betriebsanleitung auf Slowakisch – der Kunde muss in die Bedienung des Heizkessels, in die Temperatur-Einstellungen, in den jährlichen Service und in die Vorgehensweise bei Störungen eingewiesen werden.
- Garantiezettel – ordnungsgemäß ausgefüllt und bestätigt.
- Schaltplan – wie Quellen, Kreise und Speicher angeschlossen sind, mit Kennzeichnung von Absperrungen und Servicestellen.
Einstellungen, die dem Kunden erklärt werden müssen
Ein erfahrener Monteur verbringt 10–15 Minuten mit der Erklärung der grundlegenden Bedienung. Der Kunde sollte wissen: wie man die Heiz- und Speichertemperatur einstellt, wie man den Urlaubsmodus (Frostschutz) aktiviert und deaktiviert, wie man den Druck im System erhöht (Auffüllventil), wie man die Sicherung des Kessels austauscht oder überprüft. Diese grundlegenden Kenntnisse verhindern unnötige Serviceeinsätze, wenn der Kunde den Monteur nur anruft, weil der Kessel „nicht funktioniert“ – doch das Problem ist nur ein ausgeschalteter Thermostat oder eine Speichertemperatur von 30 °C.
Hydraulischer Schaltplan einer typischen Installation mit einem Speicher
Das folgende Schaubild illustriert ein typisches Anschlussbeispiel eines Brennwertkessels mit Speicher in einem Einfamilienhaus mit zwei Heizkreisen (Heizkörper + Fußbodenheizung) und einem TÜV-Speicher.
Häufigste Fehler bei der Montage und wie man ihnen vorbeugt
Nach Jahren in der Branche wissen wir, welche Fehler sich wiederholen. Wir nennen sie hier nicht, um Monteure zu verurteilen, sondern damit der Kunde weiß, worauf er beim Abnahme der Arbeit achten muss.
- Speicher ohne Wärmedämmung der Leitungen – wie bereits erwähnt, führt dies zu unnötigen Wärmeverlusten. Fordern Sie, dass der Monteur alle Heißwasserleitungen isoliert.
- Fehlender Sicherheitsventil des Speichers oder falscher Ablauf – der Sicherheitsventil des Speichers muss einen freien Ablauf haben, nicht nur ein abgeschlossenes Knie. Andernfalls besteht bei hohem Druck die Gefahr, dass der Speicher beschädigt wird.
- Falscher Neigungssinn der Abgasleitung – die Abgasleitung muss eine minimale Neigung zum Kessel haben, nicht vom Kessel weg. Ist die Neigung umgekehrt, sammelt sich Kondensat in der Leitung, was zu Vibrationen, dem Geräusch „gluglu“ und schließlich zur Beschädigung des Kessels führt.
- Kein Inhibitor im Heizkreis – in harten Wässern verstopft sich der Wärmetauscher des Kessels schnell mit Kalk. Der Preis eines Inhibitors beträgt 10–30 €, der Preis eines neuen Wärmetauschers 300–600 €.
- Kein Inbetriebnahme durch autorisierten Techniker – der Kunde startet den Kessel nach der Montage selbst, z. B. durch den Schwager des Nachbarn, und weiß nicht, dass er damit die Garantie verliert. Hersteller prüfen dies bei Garantieansprüchen.
- Zu kleine Ausdehnungsgefäß – bei Renovierungen, wenn ein alter Kessel gegen einen Brennwertkessel mit einem größeren System ausgetauscht wird, ist das ursprüngliche Ausdehnungsgefäß oft unterdimensioniert. Der neue Kessel hat möglicherweise ein integriertes Gefäß von 10–12 Litern, doch ein System mit großem Wasservolumen benötigt ein Ausdehnungsgefäß von 18–25 Litern.
Sicherheitsanforderungen und Normen, denen die Montage entsprechen muss
Die Installation einer Brennwertkesselanlage mit Warmwasserspeicher unterliegt in der Slowakei mehreren Vorschriften. Hier sind die wichtigsten:
- STN EN 12828 – Heizsysteme in Gebäuden – Planung von Heizsystemen mit Warmwasser
- STN EN 13384 – Abgasabführung, Schornsteine
- Verordnung des MPSVR SR č. 508/2009 Z. z. – technische Anlagen, einschließlich Druckanlagen (der Warmwasserspeicher ist eine Druckanlage)
- STN 38 6405 – Gasanlagen – Grundsätze des Betriebs
- Gesetz č. 555/2005 Z. z. über die Energieeffizienz von Gebäuden – Voraussetzungen für neue Installationen
- Normen der Hersteller von Abgaswegen – jeder Kesshersteller legt maximale Längen und Konfigurationen der Abgaswege fest, deren Überschreitung unzulässig ist
Der Gasprüftechniker muss eine gültige Berechtigung von der Technischen Inspektion (TI SR) für die Gruppe E1 für Gasanlagen haben. Ohne gültigen Prüfbericht einer berechtigten Person ist die Installation rechtswidrig und bei einem Versicherungsfall (z. B. Gasleckage, Brand) könnte die Versicherung die Leistung verweigern.
Was die Gesamtkosten der Montage beeinflusst
Kunden fragen uns oft, warum die Montagekosten bei verschiedenen Unternehmen so unterschiedlich sind. Hier sind die Hauptfaktoren, die die Kosten beeinflussen:
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