Wie wählt man einen Warmwasserboiler aus
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Wie wählt man einen Warmwasserspeicher aus
Ein Warmwasserspeicher (häufig auch als Boiler bezeichnet) ist ein Gerät, das fast niemand sieht – meistens steht er versteckt in der Heizungskammer, Technikzone oder hängt unter dem Dach in der Dusche – und dennoch entscheidet er darüber, ob Sie morgens vor der Arbeit bequem Ihre Haare waschen können, ob die Kinder eine längere Dusche überstehen und ob nach dem Abwasch am Abend noch etwas Warmes für die Dusche übrig bleibt. Während der Heizkessel oder die Wärmepumpe für die Raumheizung zuständig sind, hat der Warmwasserspeicher genau eine Aufgabe: Er bereitet und hält genügend warmes Brauchwasser (WBW) bereit, genau dann, wenn Sie es brauchen, ohne dass Sie auf dieses Warten müssen.
Die Wahl des Warmwasserspeichers erscheint auf den ersten Blick einfach – es reicht, das Volumen auszuwählen und fertig. In der Praxis entscheiden jedoch mehrere Faktoren gleichzeitig: Wie viele Personen in der Haushaltsgruppe leben und welcher Wasserverbrauchstyp sie haben, ob Sie zu Hause eine Wärmequelle (Kessel, Wärmepumpe, Solaranlage) haben, die den Speicher aufheizen kann, oder ob Sie hingegen ein vollständig unabhängiges Gerät von der Heizung benötigen, wie viel Platz und wie viel Dachhöhe zur Verfügung steht, und schließlich auch, ob Sie in der Zukunft Solaranlagen anbringen möchten. Dieser Artikel gibt Ihnen einen umfassenden Überblick über alle wichtigen Entscheidungen, und zu jeder davon verweisen wir Sie auf einen detaillierteren separaten Text, in dem Sie eine tiefere Erklärung und konkrete Empfehlungen finden. Am Ende finden Sie auch reale Modelle, die Sie direkt miteinander vergleichen können, sowie Antworten auf die häufigsten Fragen, die uns Kunden bei der Auswahl stellen.
Zwei grundlegende Prinzipien: indirekter oder elektrischer Warmwasserspeicher
Die erste und wichtigste Entscheidung bei der Wahl des Warmwasserspeichers ist das Heizprinzip. Auf dem Markt begegnen Ihnen grundsätzlich zwei Lösungen, und es ist wichtig, ihre Unterschiede zu verstehen, bevor Sie sich auf das Volumen oder eine konkrete Marke konzentrieren.
Ein indirekter Warmwasserspeicher besitzt keine eigene Wärmequelle. Er hat im Inneren einen eingebauten Wärmetauscher (eine spiralförmige oder lamellierte Heizleitung), durch die heißes Wasser aus einer anderen Quelle fließt – meistens aus einem Gas-Brennwertkessel, aber genauso gut könnte es sich um eine Wärmepumpe oder einen Solarzirkulation handeln. Der Speicher „borgt“ also Wärme vom Kessel und übergibt sie dem Brauchwasser. Der Vorteil ist ein hoher Komfort – ein großer Wärmetauscher kann selbst einen 200-Liter-Speicher relativ schnell aufheizen, und das System ist in der Regel günstiger in der Betriebskosten, da es dieselbe Wärmequelle wie die Heizung nutzt. Der Nachteil ist die Abhängigkeit – wenn Sie eine Störung am Kessel haben oder diesen während der Sommerpause abschalten, verschwindet das warme Wasser zusammen mit der Heizung.
Ein elektrischer (direkter) Warmwasserspeicher besitzt ein eigenes elektrisches Heizelement und ist vollständig unabhängig von jeder anderen Wärmequelle. Sie schließen ihn einfach an das Stromnetz an und er funktioniert eigenständig – eine ideale Lösung für Wohnungen ohne Gasanschluss oder Kessel, Chalets, Büros oder als zusätzliche Quelle für warmes Wasser außerhalb der Heizsaison. Moderne elektrische Heizgeräte bieten heute oft auch eine Schnellheizfunktion (deutlich kürzere Aufheizzeit im Vergleich zum Standardmodus) und eine WiFi-Steuerung, mit der Sie den Speicher programmieren oder die Aufheizung von unterwegs per Mobiltelefon starten können, noch bevor Sie zu Hause ankommen.
Welcher Typ für Sie der richtige ist, hängt hauptsächlich davon ab, ob Sie bereits einen oder planen, einen Wärmequellen zu Hause zu haben, der zum Aufheizen geeignet ist. Ein detailliertes Vergleich der Vorteile, Nachteile und Betriebskosten beider Lösungen finden Sie im separaten Artikel Indirekter vs. elektrischer Warmwasserspeicher, in dem wir auch kombinierte Lösungen besprechen (z. B. einen indirekten Warmwasserspeicher mit zusätzlicher elektrischer Heizung für den Sommerbetrieb).
Wie man das richtige Volumen bestimmt
Die zweite entscheidende Wahl ist das Volumen des Speichers. Ein unterdimensionierter Speicher bedeutet, dass Ihnen das warme Wasser tagsüber einfach ausgeht – typischerweise zeigt sich das darin, dass der letzte Haushaltsmitglied nur noch mit lauwarmem Wasser duschen kann. Ein überdimensionierter Speicher hingegen erhöht unnötig die Wärmeverluste (selbst ein gut isolierter Speicher kühlt leicht ab) und ist eine überflüssige Investition sowie zusätzlicher Platzverbrauch.
Als Orientierung hängt das Volumen von der Anzahl der Personen im Haushalt ab:
- 1 Person – in der Regel reichen 30 bis 50 Liter, typischerweise ein kleiner elektrischer Heizgerät unter dem Waschbecken oder in der Dusche einer Einzimmerwohnung.
- 2 Personen – ca. 80 bis 100 Liter, eine gängige Lösung für ein Paar in einer Wohnung oder einem kleineren Haus.
- 3 – 4 Personen (typische Familie) – ca. 150 bis 200 Liter ist die am häufigsten verkauften Kategorie, da sie der typischen slowakischen Haushaltsgruppe entspricht.
- 4 – 5 und mehr Personen, oder Haushalt mit Badewanne oder mehreren Bädern – wir empfehlen, auf ein Volumen von 200 Litern und mehr zurückzugreifen, idealerweise mit etwas Reserve, falls Sie in der Zukunft beispielsweise eine Anbau oder eine Mietfläche planen.
Diese Zahlen sind orientierend und lassen sich in der Praxis anhand des tatsächlichen Haushaltsbedarfs präzisieren – eine Familie, bei der alle morgens hintereinander duschen, hat andere Anforderungen als ein Haushalt, bei dem der Verbrauch gleichmäßig über den Tag verteilt ist. Ebenso wichtig ist auch die Leistung und Aufheizgeschwindigkeit der gewählten Quelle (ein Kessel mit größerem Wärmetauscher kann auch einen kleineren Speicher kontinuierlich „aufladen", wodurch er in der Praxis länger hält, als es der reine Papierfassungsgrad vermuten lässt). Der vollständige Ablauf, wie man den benötigten Volumen berechnet, einschließlich exemplarischer Modelle, finden Sie im Artikel Welcher Warmwasserspeicher-Volumen wird benötigt.
Vertikaler oder horizontaler Warmwasserspeicher
Die dritte Entscheidung betrifft die Form und Montageart, was oft unterschätzt, in der Praxis aber sehr praktisch ist.
Ein vertikaler (senkrechter) Warmwasserspeicher ist die klassische, am weitesten verbreitete Lösung. Er steht auf dem Boden und beansprucht relativ wenig Grundfläche, was besonders in kleineren Heizräumen oder Technikräumen ein Vorteil ist, wo Bodenfläche knapp ist. Voraussetzung ist jedoch ausreichend Deckenhöhe – bei Volumina ab 150–200 Litern kann die Höhe des Speichers 150 cm überschreiten, was bei der Planung der Heizung oder Kammer bereits im Voraus berücksichtigt werden muss.
Ein horizontaler (waagerechter) Warmwasserspeicher ist hingegen eine Lösung für Räume mit niedriger Decke, beispielsweise in Dachbodenbädern, unter einem eingebauten SDK oder in Techniknischen Räumen mit begrenzter Höhe. Er wird an der Wand oder an einer Konstruktion montiert, wodurch er keine Bodenfläche beansprucht – das ist besonders in kleineren Wohnungen wertvoll, wo jeder Quadratmeter kostbar ist. Bei der Aufhängung ist jedoch auf eine tragfähige Wand oder Konstruktion zu achten, da ein gefüllter Speicher mit 150–200 Litern mehrere Zehner bis über hundert Kilogramm wiegt.
Die Wahl zwischen beiden Typen ist also keine Frage „welcher ist besser", sondern „welcher passt zu mir und wohin". Ein detaillierter Leitfaden, wie Sie den Raum in der Heizung oder im Badezimmer richtig vermessen und beurteilen können, finden Sie im Artikel Vertikaler vs. horizontaler Warmwasserspeicher.
Solarer Warmwasserspeicher – wenn Sie auch Kollektoren planen
Falls Sie an Solarthermie zur Warmwasserbereitung denken – bereits jetzt oder zumindest als Option für die Zukunft – lohnt es sich, direkt einen solaren Warmwasserspeicher in Betracht zu ziehen. Er unterscheidet sich vom herkömmlichen indirekten Warmwasserspeicher dadurch, dass er zwei separate Wärmetauscher anstelle eines besitzt: der untere, größere Wärmetauscher ist an die Solarthermie-Kollektoren angeschlossen und dient als primäre Heizquelle, wenn die Sonne scheint, und der obere, kleinere Wärmetauscher dient zur Nachheizung durch den Kessel, die Wärmepumpe oder eine elektrische Heizung in Momenten, in denen die Sonnenenergie nicht ausreicht (bewölkte Tage, Winter, Nacht).
Dank dieser Anordnung nutzt das System zuerst die „kostenlose“ Sonnenenergie und erwärmt den fehlenden Teil nur noch mit der klassischen Wärmequelle, was im Sommer die große Menge des Warmwasserbedarfs ohne zusätzliche Kosten für Brennstoff oder Strom abdecken kann. Wichtig ist, bereits bei der ersten Anschaffung einen solaren Warmwasserspeicher mit ausreichendem Volumen zu wählen – eine spätere Ersetzung eines normalen Speichers durch einen solaren bei späterer Installation der Kollektoren ist überflüssig und kostspieliger, als wenn man die Lösung von Anfang an berücksichtigt. Wie genau der solare Kreislauf funktioniert, welche Kollektortypen am häufigsten mit dem Speicher kombiniert werden und worauf man bei der Dimensionierung achten muss, erfahren Sie im Artikel Wie funktioniert ein solarer Warmwasserspeicher.
Material der Wanne und Pflege des Warmwasserspeichers
Die meisten Warmwasserspeicher auf dem Markt haben eine innen verfliesste Wanne (Stahlbehälter mit aufgebrachtem Glasur), die robust und preisgünstig ist. Bei diesem Behältertyp ist jedoch eine Magnesiumanode unbedingt erforderlich – eine Opferanode, die sich im Wasser langsam auflöst anstelle der Wanne selbst und sie so vor Korrosion schützt. Die Anode ist kein vernachlässigbarer Zusatz, sondern ein Verschleißteil, das regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf ausgetauscht werden muss, andernfalls verliert der Speicher seine Schutzfunktion und es besteht das Risiko von Rissen in der Wanne, was meistens nicht mehr wirtschaftlich reparierbar ist und zum Austausch der gesamten Anlage führt. Wie oft die Anode kontrolliert werden muss, wie man erkennt, dass ein Austausch notwendig ist, und welche weiteren Arbeiten die reguläre Wartung des Warmwasserspeichers umfasst (Entkalkung, Kontrolle des Sicherheitsventils, gegebenenfalls Entfernung von Kalkablagerungen bei härterem Wasser), finden Sie im Artikel Service, Wartung und Anodenschutz des Warmwasserspeichers.
Bei elektrischen Warmwasserspeichern begegnen Sie neben den klassischen Modellen immer häufiger auch moderneren Funktionen – wie der Schnellheizfunktion, die die Zeit zur Erwärmung des gesamten Volumens verkürzt, und der Fernsteuerung per WiFi, die es Ihnen ermöglicht, den Speicher über eine mobile App zu planen oder zu starten, beispielsweise so, dass das Wasser genau dann warm ist, wenn Sie zu Hause ankommen, und umgekehrt nicht unnötig während der Tage, in denen die Wohnung oder Hütte leer ist. Eine Übersicht solcher Modelle und was sie in der täglichen Nutzung wirklich bringen, finden Sie im Artikel Schnellheizung und WiFi-Steuerung bei elektrischen Warmwasserbereitern.
Realer Praxisbeispiel
Theorie ist eine Sache, konkrete Entscheidungen in der Praxis eine andere. Schauen wir uns zwei typische Szenarien an, mit denen man sich bei der Wahl des Warmwasserspeichers am häufigsten konfrontiert.
Szenario 1: Einfamilienhaus mit Gas-Brennwertkessel
Vorstellen Sie sich eine vierköpfige Familie in einem Einfamilienhaus, die bereits einen Gas-Brennwertkessel für die Heizung installiert hat und nun einen Warmwasserspeicher ergänzen möchte. Da die Wärmequelle bereits vorhanden ist und ihre Leistung auch für die Nachheizung ausreicht, ist logischerweise ein indirekter Standkessel mit einem Volumen von ca. 200 Litern die sinnvolle Wahl – er entspricht genau dem empfohlenen Bereich für eine vierköpfige Haushaltsgruppe und bietet zudem eine kleine Reserve für Besucher oder Tage, an denen alle nacheinander duschen. Der Speicher wird in die Heizungskammer neben den Kessel gestellt, mit einem kurzen Rohrabschnitt verbunden und der Kessel erwärmt während der Heizung auch kontinuierlich das Wasser im Speicher. Der Vorteil dieser Lösung ist, dass die Familie keine zusätzliche Energiequelle für die Warmwasserbereitung benötigt – alles läuft über einen Gas-Brennwertkessel, was sowohl betrieblich als auch wirtschaftlich vorteilhaft ist, da Gas bei größeren Mengen in der Regel günstiger ist als direkte Elektrizität. Wenn diese Familie zudem Solarthermie-Kollektoren auf dem Dach in Betracht ziehen würde, würde dasselbe Volumenempfehlung auf einen solaren Warmwasserspeicher mit zwei Wärmetauschern statt einem einfachen Speicher hindeuten – eine Lösung, die für eine Erweiterung vorbereitet ist, ohne dass später der gesamte Speicher ausgetauscht werden müsste.
Szenario 2: Wohnung ohne Kessel, nur ein separater elektrischer Warmwasserbereiter
Ein weiteres typisches Szenario ist eine Wohnung, die keinen eigenen Kessel oder eine andere Anschlussmöglichkeit an eine zentrale Wärmequelle hat, die für die Warmwasserbereitung geeignet wäre – typischerweise eine kleinere Stadtwohnung, in der die Heizung zentral gelöst ist, die Warmwasserbereitung jedoch individuell erfolgt. In solchen Fällen ist die einzige realistische Lösung ein elektrischer (direkter) Warmwasserspeicher, der völlig unabhängig arbeitet. Für ein Paar oder eine kleine Familie in der Wohnung reicht in der Regel ein Volumen von 80 bis 150 Litern, abhängig von der Anzahl der Personen und dem Duschverhalten, wobei der Speicher auch in waagerechter Position montiert werden kann, wenn das Badezimmer oder der Raum, in dem er steht, niedrig oder beengt ist. Ein moderner elektrischer Warmwasserspeicher mit Schnellheizfunktion verbessert hier deutlich das Komfortniveau – anstelle des langen Wartens auf die Erwärmung des gesamten Volumens wird das Wasser wesentlich schneller erhitzt, was besonders bei unplanmäßigen Bedürfnissen (z. B. wenn man außerhalb des normalen Zeitplans Wasser erwärmen muss) geschätzt wird. Die WiFi-Steuerung ermöglicht zudem, die Erwärmung nur zu den Zeiten zu planen, in denen sie wirklich benötigt wird, und so Strom zu sparen an Tagen, an denen die Wohnung leer ist.
Beide Szenarien zeigen denselben Prinzip: Die Wahl beginnt nicht mit einer konkreten Marke oder Preis, sondern mit der Antwort auf zwei grundlegende Fragen – „Habe ich oder werde ich eine Wärmequelle haben, die für die Nachheizung geeignet ist?" und „Wie viele Personen und in welcher Weise werden das Wasser tatsächlich verbrauchen?". Erst danach ergibt es Sinn, Form, Marke und zusätzliche Funktionen zu betrachten.
Empfohlene Modelle
Unten finden Sie vier bewährte Modelle, die die am häufigsten v den oben beschriebenen Szenarien – von einem klassischen indirekten Stand-Warmwasserspeicher für ein Einfamilienhaus bis hin zu einem separaten Elektrowarmwasserbereiter für eine Wohnung – abdecken.
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Protherm FE 200 BM Standkessel – indirekter Stand-Warmwasserspeicher mit einem Fassungsvermögen von 200 Litern, ideal für den oben beschriebenen Szenario eines Einfamilienhauses mit Brennwertkessel. Aufgrund des größeren Volumens bietet er einen komfortablen Vorrat für eine 4–5-köpfige Familie. Preis ab 822,66 €. |
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Bosch WST 200-5 C – ein weiterer hochwertiger indirekter Warmwasserspeicher mit einem Fassungsvermögen von 200 Litern von einer bewährten Marke, geeignet zum Anschluss an einen Gasheizkessel oder eine Wärmepumpe. Eine gute Alternative zum Protherm-Modell mit anderen Maßen oder Design für Ihre Heizung. Preis ab 1 227,54 €. |
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Buderus Logalux SU 160/5W – Stand-Warmwasserspeicher mit einem Fassungsvermögen von 160 Litern, genau in der Mitte des empfohlenen Bereichs für eine durchschnittliche 3–4-köpfige Familie. Geeignet, wenn Sie nicht die volle 200-Liter-Vorratskapazität benötigen und kompaktere Abmessungen bevorzugen. Preis ab 1 085,08 €. |
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Stiebel Eltron / Tatramat PSH100Trend – Elektrowarmwasserbereiter (direkter Heizungstyp) mit einem Fassungsvermögen von 100 Litern, der exakt dem Szenario einer Wohnung ohne Heizkessel entspricht. Funktioniert völlig unabhängig von der Heizung, es reicht, ihn in das Stromnetz einzubinden. Preis ab 442,44 €. |
Beim Vergleich zwischen den einzelnen Marken lohnt es sich, auch darauf zu achten, wie sich die verschiedenen Produktreihen hinsichtlich Isolierung, Garantie und verfügbarer Zubehörteile gegenseitig konkurrieren – einen übersichtlichen Vergleich finden Sie im Artikel Vergleich der Warmwasserspeicher-Marken.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Größe Warmwasserspeicher benötige ich für eine 4-köpfige Familie?
Für eine durchschnittliche Familie mit 3–4 Personen ist ein Fassungsvermögen von ca. 150 bis 200 Litern geeignet. Wenn die Haushaltsgröße eine Badewanne, mehrere Bäder oder mehrfachen Duschbetrieb aufeinanderfolgend umfasst, empfehlen wir eher die obere Grenze dieses Bereichs oder sogar 200 Liter und mehr. Den genauen Berechnungsvorgang finden Sie im Artikel Welches Fassungsvermögen benötige ich.
Welcher ist der Unterschied zwischen Warmwasserspeicher und Boiler?
In der alltäglichen Sprache werden beide Begriffe synonym verwendet und bezeichnen dasselbe Gerät zur Aufbewahrung und Aufrechterhaltung von warmem Brauchwasser für sofortigen Gebrauch. Der Unterschied liegt eher im Heizprinzip – indirekter (angeschlossen an einen Kessel, eine Wärmepumpe oder Solaranlage über einen Wärmetauscher) und direkter/Elektro (mit eigenem elektrischen Heizelement, unabhängig von anderen Wärmequellen).
Lohnt sich ein indirekter oder ein elektrischer Warmwasserspeicher?
Falls Sie bereits eine funktionierende Wärmequelle zu Hause haben (Gasheizkessel, Wärmepumpe), lohnt sich in der Regel ein indirekter Warmwasserspeicher – er nutzt die vorhandene Quelle und ist betriebswirtschaftlich günstiger. Falls Sie keine Wärmequelle haben oder der Speicher außerhalb der Reichweite der Heizung liegt (z. B. eine Wohnung ohne Kessel), ist der einzige realisierbare Lösungsweg ein Elektrowarmwasserbereiter. Ein detaillierter Vergleich finden Sie im Artikel Indirekter vs. elektrischer Warmwasserspeicher.
Wie oft muss die Magnesiumanode kontrolliert werden?
Die Magnesiumanode ist ein Bestandteil von glasierten Warmwasserspeichern, der sich allmählich auflöst und so den inneren Mantel vor Korrosion schützt. Es handelt sich um einen Verbrauchsteil, der regelmäßig kontrolliert und je nach Verschleiß ersetzt werden muss – konkrete Intervalle und Vorgehensweise finden Sie im Artikel Service, Wartung und Anodenschutz des Warmwasserspeichers. Eine vernachlässigte Anodenkontrolle ist die häufigste Ursache für vorzeitige Durchrostungen des Speicherrohres.
Kann ich einen horizontalen Warmwasserspeicher an eine Gipskarton-Wand hängen?
Ein gefüllter Warmwasserspeicher mit einem Fassungsvermögen von 150–200 Litern wiegt mit Wasser deutlich mehr als die leere Behälterhülle, weshalb eine tragfähige Wand oder eine separate Montagekonstruktion erforderlich ist, nicht jedoch eine Gipskarton-Wand ohne Verstärkung. Bei Planung einer horizontalen Montage ist es sinnvoll, die Tragfähigkeit der Wand oder Konstruktion vorab, noch vor dem Kauf des konkreten Modells, beurteilen zu lassen.
Was ist ein Solarwarmwasserspeicher und lohnt er sich?
Ein Solarwarmwasserspeicher hat gegenüber einem normalen indirekten Warmwasserspeicher zusätzlich einen zweiten Wärmetauscher – einer ist an die Solaranlage angeschlossen, der andere dient zur Ergänzung der Beheizung durch eine klassische Quelle (Kessel, Wärmepumpe, elektrische Heizung). Er lohnt sich vor allem dann, wenn Sie bereits Solaranlagen haben oder zukünftig ernsthaft daran denken – in diesem Fall ist es vorteilhafter, direkt einen Solarwarmwasserspeicher zu wählen, anstatt später das gesamte System zu ändern. Mehr dazu im Artikel Wie funktioniert ein Solarwarmwasserspeicher.
Wie lange hält der Warmwasserspeicher das Wasser heiß?
Der Warmwasserspeicher ist so konzipiert, dass er das Wasser über einen längeren Zeitraum auf der eingestellten Temperatur hält, nicht nur einmalig erwärmt. Die tatsächliche Dauer, bei der das Wasser ohne erneuten Aufheizvorgang ausreichend heiß bleibt, hängt von der Isolationsqualität des jeweiligen Modells, der Umgebungstemperatur und davon ab, wie oft der Speicher tagsüber entnommen und mit kaltem Wasser nachgefüllt wird. In der Regel sorgt jedoch der angeschlossene Wärmeerzeuger oder das elektrische Heizelement automatisch für eine kontinuierliche Aufheizung, sodass man sich nicht nur auf die gespeicherte Wärme verlassen muss.
Kann ein Warmwasserspeicher zusätzlich an den vorhandenen Kessel angeschlossen werden?
Ja, es ist üblich, einen indirekten Warmwasserspeicher auch zusätzlich an einen bereits vorhandenen Kessel anzuschließen, sofern der Kessel ausreichende Leistung und die passende Anschlussmöglichkeit für die Warmwassererzeugung (was eine Standardfunktion der meisten modernen Brennwertkessel ist) besitzt. Beim zusätzlichen Einbau ist es sinnvoll, auch die räumlichen Möglichkeiten der Heizungskammer beurteilen zu lassen, da stehende Speicher mit einem größeren Fassungsvermögen ausreichend Stauraum im Keller oder in der Heizungskammer benötigen.
Weitere Themen
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