Wie man einen Niedertemperaturkessel mit Anschlussmöglichkeit an einen Warmwasserspeicher auswählt
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Wie man einen Niedertemperaturkessel mit Anschlussmöglichkeit an einen Warmwasserspeicher auswählt
Niedertemperaturkessel mit Anschlussmöglichkeit an einen Warmwasserspeicher stellen eine Lösung dar, die wirtschaftliches Heizen mit komfortabler Warmwasserversorgung für die gesamte Haushaltsnutzung aus einer Quelle verbindet. Auf den ersten Blick klingt das einfach – Kessel kaufen, Speicher anschließen, Fertig. In der Praxis handelt es sich jedoch um eine Entscheidung, die den täglichen Komfort, die monatlichen Energiekosten und die Lebensdauer des gesamten Systems für Jahrzehnte beeinflusst. Deshalb lohnt es sich, Zeit in die Auswahl zu investieren und zu verstehen, was sich hinter dem Begriff „Anschlussmöglichkeit an einen Warmwasserspeicher“ eigentlich verbirgt.
Dieser Artikel führt Sie durch alle wichtigen Aspekte – von der grundlegenden Funktionsweise des Niedertemperaturkessels über die Unterschiede zwischen atmosphärischen und Turbo-Varianten bis hin zu konkreten technischen Parametern, die bei der Auswahl der richtigen Leistung und Konfiguration für Ihr Zuhause entscheidend sind.
Was ist ein Niedertemperaturkessel und warum ist er mit einem Speicher kompatibel
Ein Niedertemperaturkessel ist ein Gasheizkessel, der effizient bei Temperaturen der Heizwasserleitungen arbeiten kann, die niedriger sind als die des alten Systems (60–90 °C). Niedertemperaturkessel sind konstruktiv so ausgelegt, dass sie bei Kesselwassertemperaturen im Bereich von 35–75 °C ohne Kondensation der Abgase am Wärmetauscher arbeiten können. Dies unterscheidet sie von Brennwertkesseln, die direkt auf die Nutzung des Kondensationswärme ausgelegt sind, und von alten Standardkesseln, bei denen niedrige Temperaturen Korrosion verursachten.
Wenn wir von „Anschlussmöglichkeit an einen Warmwasserspeicher“ sprechen, meinen wir damit, dass der Kessel mit einem Drehschieber (oder zumindest mit der Vorbereitung dafür), einem eigenen Umwälzpumpe für den Speicherkreis und ggf. einer Steuerelektronik ausgestattet ist, die den Wechsel zwischen Warmwasserspeicher und Heizung – sogenannte Prioritätssteuerung – ermöglicht. Nicht jeder Kessel, den Sie auf dem Markt finden, verfügt über diese Anschlussmöglichkeit physisch. Deshalb ist die Kategorie „Anschlussmöglichkeit an einen Warmwasserspeicher“ ein wichtiger Filter bei der Auswahl.
Der Vorteil dieser Anordnung ist grundlegend: Die Haushaltsnutzung hat immer warmes Wasser zur Verfügung, unabhängig davon, ob gerade Heizung läuft. Der Kessel bekommt einfach ein Signal vom Speicherthermostat, der Drehschieber lenkt das erwärmte Wasser in den Speicher, erwärmt ihn auf die gewünschte Temperatur und kehrt dann zum Heizen zurück. Das geschieht automatisch und belastet den Eigentümer mit keinerlei Bedienung.
Atmosphärischer oder Turbokessel – was wählen Sie mit Speicher?
Dies ist eine der am häufigsten gestellten Fragen bei der Auswahl. Und die Antwort hängt von den konkreten Bedingungen Ihrer Installation ab, nicht von allgemeinen Empfehlungen. Kurz gesagt: Wenn Sie einen funktionierenden Schornstein haben, ist ein atmosphärischer Kessel kostengünstiger und einfacher in der Montage. Wenn Sie keinen Schornstein haben oder dieser nicht ausreicht, ist ein Turbokessel mit geschlossener Brennkammer notwendig. Eine detailliertere Behandlung dieses Themas finden Sie in unserem Wissenszentrum „Atmosphärischer vs. Turbo Niedertemperaturkessel – welchen wählen Sie mit Speicher“.
Atmosphärische Niedertemperaturkessel mit Speicher
Ein atmosphärischer Kessel saugt die Verbrennungsluft direkt aus dem Raum, in dem er installiert ist, und leitet die Abgase über einen Schornstein mit natürlicher Saugkraft ab. Ein typischer Vertreter in dieser Kategorie ist die Reihe Vaillant atmoTEC plus VU 200/3-5, die eine Leistung von 20 kW bietet und direkt mit der Vorbereitung für einen externen Speicher ausgestattet ist – sie besitzt einen integrierten Drehschieber und eine Umwälzpumpe für den Speicherkreis. Eine ähnliche Situation gilt auch für atmoTEC plus VU 240/3-5 mit 24 kW Leistung und für atmoTEC plus VU 280/3-5 mit 28 kW Leistung.
Vorteile atmosphärischer Kessel mit Speicher:
- Niedrigere Anschaffungskosten im Vergleich zu Turbo-Varianten
- Einfachere Installation dort, wo ein Schornstein vorhanden ist
- Unabhängigkeit von Strom für den natürlichen Schornsteinsog (der Kessel startet mit Strom, die Verbrennung benötigt aber keinen gezwungenen Abzug)
- Geräuscharmer Betrieb – keine Abgasventilatoren enthalten
- Lange Tradition und bewährte Zuverlässigkeit unter Mitteleuropa-Bedingungen
Nachteile, die man berücksichtigen muss:
- Notwendigkeit eines funktionierenden, gewarteten Schornsteins mit ausreichendem Sog
- Der Kellerraum (technische Räume) muss ausreichendes Volumen und Lüftung haben
- Sind nicht geeignet für Wohnungen ohne Schornstein
- Der Schornsteinsog schwankt mit Wetterveränderungen – in einigen Fällen kann das zu Problemen beim Anzünden führen
Turbo Niedertemperaturkessel mit Speicher
Ein Turbokessel (auch als Kessel mit geschlossener Brennkammer bezeichnet, „C-type“) besitzt einen eigenen Lüfter, der die Abgase aktiv ableitet und die Verbrennungsluft über ein Zweiröhrensystem (koaxiale Röhre oder Twin-Pipe) direkt aus dem Außenbereich zuführt. Der Kellerraum benötigt also kein eigenes Lüftungssystem und der Kessel kann auch in Räumen ohne traditionellen Schornstein installiert werden.
Typische Vertreter in dieser Kategorie sind Vaillant turboTEC plus VU 122/3-5 mit 12 kW Leistung und Vaillant turboTEC plus VU 202/3-5 mit 20 kW Leistung. Beide Modelle sind mit integrierter Vorbereitung für einen Warmwasserspeicher ausgestattet.
Vorteile von Turbokesseln mit Speicher:
- Installierbar praktisch überall – Wohnung, Neubau ohne Schornstein, technische Räume
- Unabhängigkeit von der Qualität des Schornsteinsogs
- Höhere Flexibilität bei der Leitung der Abgase (horizontal, vertikal, Kombination)
- Geschlossene Brennkammer bedeutet höhere Sicherheit (kein Abgasaustritt in den Raum möglich)
Nachteile:
- Höhere Anschaffungskosten
- Abhängigkeit von Strom – bei Stromausfall funktioniert der Lüfter nicht
- Leichter Lärm als bei atmosphärischen Versionen
- Teurerer Reparaturaufwand bei Lüfterausfall
Wichtige technische Parameter bei der Auswahl
Wenn Ihnen jemand sagt: „Wählen Sie den Kessel nach der Größe des Hauses", ist das zwar eine richtige Empfehlung, reicht aber bei Weitem nicht aus. Beim Niedertemperaturkessel mit Warmwasserspeicher müssen Sie gleich mehrere miteinander verbundene Parameter berücksichtigen.
Wärmleistung für die Heizung
Die Leistung des Kessels wird anhand des Wärmeverlustes des Gebäudes bestimmt. Für eine grobe Schätzung gilt: Ein gut gedämmter Einfamilienhaus benötigt ca. 40–60 W/m² Bodenfläche, ein älteres, nicht isoliertes Gebäude 80–120 W/m². Praxisbeispiele:
- Haus 150 m², Niedrigenergiebauweise: Wärmeverlust ≈ 7–8 kW → Kessel 12 kW (turboTEC 122/3-5) mit Reserve für den Warmwasserspeicher
- Haus 150 m², Standardbauweise der 90er Jahre: Wärmeverlust ≈ 12–14 kW → Kessel 20 kW (atmoTEC 200/3-5 oder turboTEC 202/3-5)
- Haus 200 m², älteres Mauerwerk ohne Isolierung: Wärmeverlust ≈ 18–22 kW → Kessel 24–28 kW (atmoTEC 240/3-5 oder 280/3-5)
Wichtig: Wählen Sie niemals einen Kessel mit erheblich höherer Leistung als Ihr Wärmeverlust. Ein überdimensionierter Kessel arbeitet in kurzen Einschalt- und Ausschaltzyklen (sog. „Taktieren"), was den Verschleiß beschleunigt und den Wirkungsgrad verringert. Gegenüber hingegen ist eine leichte Überdimensionierung (10–20 % über dem Wärmeverlust) in Ordnung, da der Kessel auch zur Beheizung des Warmwasserspeichers arbeitet.
Leistung für Warmwasser
Hier kommt der Unterschied zum normalen Heizkessel zum Tragen: Wenn der Kessel den Warmwasserspeicher beheizt, unterbricht er vorübergehend die Heizung (Priorität für den Speicher). Beim Dimensionieren der Speicherleistung ist es also auch wichtig, welches Volumen des Speichers und mit welcher Geschwindigkeit Sie ihn beheizen möchten. Ein Kessel mit 20 kW kann einen Speicher von 150 Litern von 15 °C auf 60 °C in ca. 45–55 Minuten beheizen. Bei 28 kW sind das ca. 30–35 Minuten. Wenn Sie eine größere Familie haben und mehrere gleichzeitige Verbraucher, investieren Sie in einen größeren Warmwasserspeicher und gegebenenfalls in eine höhere Kesselleistung – mehr zu diesem Thema finden Sie im Artikel „Welcher Warmwasserspeicher ist für einen Niedertemperaturkessel nötig?".
Druck im System und Typ der Heizungsanlage
Niedertemperaturkessel arbeiten in der Regel in geschlossenen Heizungsanlagen mit Ausdehnungsgefäß und Sicherheitsventil. Der Betriebsdruck liegt typischerweise bei 1,5–2,5 bar. Vor der Installation des Kessels ist es daher unbedingt notwendig, zu prüfen, ob Ihre bestehende Heizungsanlage für den geschlossenen Betrieb geeignet ist (keine offenen Ausdehnungsgefäß im Keller). Wenn Sie eine Renovierung von einer alten Gravitationsanlage durchführen, müssen Sie diese vor der Installation anpassen.
Umwälzpumpe – integriert vs. extern
Modelle wie atmoTEC plus oder turboTEC plus haben die Umwälzpumpe direkt im Kessel integriert. Diese Pumpe dient dem Heizkreis. Der Speicherkreis (sofern der Kessel keinen integrierten Speicherkreis hat) kommt in der Regel mit derselben Pumpe über einen Drehschieber aus. Prüfen Sie im technischen Datenblatt des jeweiligen Modells, ob der Kessel folgende Komponenten enthält:
- Integrierter Drehschieber für den Speicher (ja/nein)
- Rücklaufventil des Speicherkreises
- Speicherthermostat (Sensor oder Anschluss für externen)
- Steuerungselektronik mit Speicherpriorität
Dimensionierung des Warmwasserspeichers für einen Niedertemperaturkessel
Der Speicher ist für das System genauso wichtig wie der Kessel selbst. Ein zu kleiner Speicher führt dazu, dass der Kessel den Speicher zu oft beheizt, wodurch die Wärmeverluste des Systems ansteigen und der Kessel übermäßig zyklisiert. Ein zu großer Speicher hingegen verursacht unnötige Wärmeverluste auch im Sommer und die Aufheizdauer ist lang.
Praktische Empfehlungen für typische Haushalte:
- 1–2 Personen: Speicher 80–100 Liter
- 3–4 Personen: Speicher 120–150 Liter
- 5–6 Personen oder Haus mit Badewanne und zwei Bädern: Speicher 200 Liter
- Große Familie oder Ferienhaus: Speicher 250–300 Liter
Bei einem Niedertemperaturkessel ist es wichtig, dass der Speicher einen Schlauchwärmetauscher (sog. „Schlauch") mit ausreichender Fläche hat. Bei Heizwasser Temperaturen von 65–75 °C (was die übliche Obergrenze eines Niedertemperaturkessels ist) ist die Fläche des Wärmetauschers kritisch. Ein Speicher mit kleinem Schlauch erwärmt sich langsam, selbst bei einem leistungsstarken Kessel. Deshalb prüfen Sie immer den Parameter „Ladeleistung des Speichers bei 80/60 °C" in den technischen Datenblättern des Speichers.
Eine detaillierte Anleitung zur Berechnung des erforderlichen Speichervolumens finden Sie im Artikel „Welcher Speichervolumen wird benötigt für einen Niedertemperaturkessel" in unserem Wissenszentrum.
Priorität des Speichers – wie funktioniert das in der Praxis
Die Prioritätssteuerung des Speichers bedeutet, dass die Kesslelektronik automatisch die Erwärmung des Speichers gegenüber der Heizung bevorzugt. Wenn der Speicherthermostat eine Temperaturabnahme unter den eingestellten Wert (z. B. 55 °C) meldet, unterbricht der Kessel die Heizung und schaltet den Dreiventilventil auf den Speicher. Nach Erreichen der Zieltemperatur des Speichers wird die Heizung wieder aufgenommen.
In der Praxis merken Sie das daran, dass im Winter nach dem Morgenduschen der gesamten Familie für eine Weile die Temperaturerhöhung in den Räumen etwas verzögert ist. Das sind meist 20–40 Minuten – bei korrekter Dimensionierung des Systems ist das akzeptabel. Wenn dies jedoch zu lange oder zu oft auftritt, ist entweder ein größerer Speicher oder eine geringere Hysterese des Speicherthermostats die Lösung.
Einige Regler erlauben auch die Einstellung einer maximalen Prioritätsdauer des Speichers – z. B. „Der Speicher darf maximal 60 Minuten Priorität haben, danach muss der Kessel mindestens 10 Minuten heizen". Diese Funktion verhindert, dass das Haus in Extremsituationen aufgrund der Speichererwärmung zu stark abkühlt. Mehr zur Einstellung dieser Funktion finden Sie im Artikel „Einstellung der Speichererwärmungspriorität am Niedertemperaturkessel".
Auf was ist beim Kauf zu achten – praktische Erfahrungen aus der Praxis
Im Laufe der Jahre tauchen bei Kundenaufträgen immer wieder dieselben Fehler auf. Hier sind die häufigsten:
Fehler Nr. 1: Kauf des Speichers ohne Überprüfung der Kompatibilität
Viele Kunden kaufen Kessel und Speicher getrennt, von verschiedenen Herstellern, ohne zu prüfen, ob sie kompatibel sind. Das Problem entsteht bei der Anschlussung der Steuerelektronik: Der Kessel Vaillant kommuniziert mit dem Speicherthermostat über ein spezifisches elektrisches Schnittstellenprotokoll. Wenn Sie einen Speicher mit Thermostat eines anderen Herstellers kaufen, kann er zwar funktionieren, aber Sie verlieren fortgeschrittene Funktionen (z. B. Legionellen-Schutz, Abnahmestatistik, Fernbedienung). Einfachst ist es, den Speicher vom selben Hersteller wie den Kessel zu wählen – z. B. Vaillant uniSTOR-Speicher zu den Modellen atmoTEC und turboTEC.
Fehler Nr. 2: Untertätigung der Wasserqualität
Hartes Wasser ist in der Slowake üblich. Kalk und Magnesium setzen sich beim Erwärmen ab und lagern sich auf dem Wärmetauscher des Speichers und des Kessels ab. Bei Temperaturen über 60 °C ist dieser Prozess besonders intensiv. Für Niedertemperaturkessel ist die empfohlene maximale Wasserhärte 15 °dH (deutsche Härtegrade). Wenn Sie härteres Wasser haben, müssen Sie in einen Enthärter oder zumindest in einen Inhibitor-Dosierer investieren. Vernachlässigte Wasserhärte verkürzt die Lebensdauer des Wärmetauschers des Speichers um mehrere Jahre.
Fehler Nr. 3: Untertätigung der Abmessungen und Platzierung
Ein Speicher mit 150–200 Litern ist ein großes Gerät. Ein stehender Speicher mit einer Höhe von 120–150 cm und einem Durchmesser von 50–60 cm benötigt auch einen Wartungsraum um ihn herum. Vor der Bestellung messen Sie immer die Heizungskammer ab, prüfen Sie die Deckenhöhe (einschließlich Platz für isolierte Rohre) und die Zugangstüren. Der Speicher muss vor der Montage in die Heizungskammer gebracht werden – durch die Tür, gegebenenfalls durch das Fenster.
Fehler Nr. 4: Ignorieren der Wartungsintervalle des Speichers
Speicher mit Stahltank benötigen eine regelmäßige Wartung und Austausch der Schutzanode (Magnesiumanode) – in der Regel alle 2 Jahre. Wenn diese Anode nicht rechtzeitig ausgetauscht wird, beginnt der Speicher innen schnell zu korrodieren. Es handelt sich um eine günstige Vorbeugung (die Anode kostet 20–40 €), aber deren Vernachlässigung kann zu einem Austausch des gesamten Speichers für mehrere hundert Euro führen. Mehr über Wartung finden Sie im Artikel „Wartung und Service eines Niedertemperaturkessels mit Speicher – was und wann kontrollieren".
Fehler Nr. 5: Kauf des Kessels nach Preis statt nach Parametern
Ein günstiger Kessel ohne integrierten Dreiventilventil kann später mehr kosten – Sie benötigen dann einen externen Ventil, ein zusätzliches Pumpwerk, eine Erweiterung des Steuersystems. Vergleichen Sie immer die Gesamtkosten des Systems (Kessel + Speicher + Zubehör + Montage), nicht nur den Preis des Kessels allein.
Installation und Gesetzgebung – was müssen Sie wissen
Die Installation eines Gasheizkessels darf nur von einer Person mit der entsprechenden fachlichen Eignung durchgeführt werden – gemäß geltenden slowakischen Vorschriften (Verordnung MDVRR SR Nr. 508/2009 Z. z. und zugehörige STN-Normen). Eine Laieninstallation ist nicht nur gefährlich, sondern auch Grund für die Nichtigkeit der Garantie des Kessels und des Speichers.
Nach der Installation muss der Installateur einen Druckprüfungsbefund ausstellen, den Kessel in Betrieb nehmen, den CO₂-Gehalt der Abgase einstellen und Ihnen die Garantiekarte mit ausgefülltem Installateurteil übergeben. Diese Dokumente bewahren Sie auf – Sie benötigen sie für den weiteren Service und bei eventuellen Versicherungsansprüchen.
Der Kessel sollte jedes Jahr (mindestens alle 2 Jahre) von einem autorisierten Servicetechniker überprüft werden. Bei Vaillant-Modellen übernimmt das das Netz der autorisierten Serviceteile. Regelmäßige Wartung ist in der Regel eine Voraussetzung für die Erhaltung der Garantie. Weitere Details zur Installation finden Sie im Artikel „Montage eines Niedertemperaturkessels mit Speicheranschluss Schritt für Schritt" und „Wartung und Service eines Niedertemperaturkessels mit Speicher – was und wann kontrollieren".
Energetische Effizienz und Einsparung in der Praxis
Ein Niedrigtemperaturkessel ist kein Brennwertkessel – er hat nicht die gleiche hohe energetische Effizienz (ein Brennwertkessel erreicht eine Effizienz von 96–109 %, ein Niedrigtemperaturkessel typischerweise 89–93 %). Trotzdem kann das System Kessel + Speicher erhebliche Einsparungen gegenüber der alten Lösung bringen.
Wo spart man:
- Ausfall des Durchlauferhitzers oder Elektroboilers – Wärme aus Gas ist günstiger als Strom
- Möglichkeit der Nutzung der Nachtsparstufe zum Aufheizen (wenn der Speicher einen elektrischen Aufheizer als Backup hat)
- Optimale Dimensionierung des Speichers reduziert Wärmeverluste im Bereitschaftsmodus
- Modernes Regelungssystem (witterungsgeführte Regelung) passt die Vorlauftemperatur der Heizung an die Außentemperatur an – der Kessel heizt nicht überflüssig auf maximale Temperatur in der Übergangszeit
In der Praxis sehen wir beim Wechsel von einem alten Standardkessel (85–90 °C, ohne Modulation) zu einem Niedrigtemperaturkessel mit Speicher und moderner Regelung eine Einsparung von 15–25 % am Gasverbrauch. Konkrete Zahlen hängen vom Isolationszustand des Hauses, der Systemeinstellung und dem Verhalten der Haushaltsmitglieder ab. Mehr zu diesem Thema finden Sie im Artikel „Energieeinsparung bei Kombination von Niedrigtemperaturkessel und Warmwasserspeicher".
Übersicht der verfügbaren Modelle und deren Einsatz
Auf dem slowakischen Markt in der Kategorie Niedrigtemperaturkessel mit Anschlussmöglichkeit an einen Warmwasserspeicher dominiert die Marke Vaillant, die Qualität, verfügbaren Service und eine lange Tradition kombiniert. Hier ist eine kurze Übersicht der auf atria.sk verfügbaren Modelle:
- Vaillant turboTEC plus VU 122/3-5 – Turbokessel, 12 kW, ideal für kleinere Häuser und Wohnungen bis 100 m² (Niedrigenergiebauweise) oder als Ergänzung zu einer alternativen Energiequelle. Abgeschlossene Brennkammer, Installation ohne Schornstein möglich.
- Vaillant turboTEC plus VU 202/3-5 – Turbokessel, 20 kW, universelle Lösung für Einfamilienhäuser 120–180 m² mit standardmäßiger Wärmedämmung. Ausreichende Leistung zum Aufheizen eines 120–150-Liter-Speichers mit komfortabler Aufheizzeit.
- Vaillant atmoTEC plus VU 200/3-5 – Atmosphärendruckkessel, 20 kW, für Häuser mit bestehendem Schornstein. Kostengünstigere Variante für die gleiche Haushaltskategorie wie turboTEC 202.
- Vaillant atmoTEC plus VU 240/3-5 – Atmosphärendruckkessel, 24 kW, geeignet für Häuser 160–220 m² oder für Häuser mit höheren Wärmeverlusten und einem 150–200-Liter-Speicher.
- Vaillant atmoTEC plus VU 280/3-5 – Atmosphärendruckkessel, 28 kW, leistungsstärkstes Modell der Reihe, für größere Häuser über 200 m² oder Ferienobjekte mit einem größeren Speicher (200–300 l).
Alle Modelle haben einen integrierten Drehschieber für den Speicher, eine Umwälzpumpe und eine Steuerelektronik mit Speicherpriorität. Sie unterscheiden sich im Abgasanschluss (atmosphärendruck / turbo) und in der Leistung. Wenn Sie sich bei der Wahl unsicher sind, empfehlen wir Ihnen auch den Artikel „Anschluss von Vaillant atmoTEC und turboTEC an einen Warmwasserspeicher" zu lesen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich einen Warmwasserspeicher an jeden Niedrigtemperaturkessel anschließen?
Nein. Der Speicher kann nur an solche Kessel angeschlossen werden, die einen eingebauten Drehschieber und eine Steuerelektronik mit Speicherpriorität haben. Kessel ohne diese Vorbereitung sind ausschließlich für die Heizung vorgesehen. Deshalb ist die Kategorie „Möglichkeit der Anschluss an einen Warmwasserspeicher" ein wichtiger Filter – alle Kessel in dieser Kategorie auf atria.sk enthalten diese Anschlussmöglichkeit direkt von der Fabrik.
Muss ich den Speicher vom gleichen Hersteller wie den Kessel kaufen?
Das ist keine Bedingung, aber empfohlen. Ein Speicher vom gleichen Hersteller (z. B. Vaillant uniSTOR zu atmoTEC/turboTEC) garantiert eine volle Kompatibilität der Steuerung, den Erhalt der Garantie und die Nutzung von erweiterten Funktionen (z. B. Legionellen-Schutz, Fernsteuerung über eine mobile App). Ein Speicher eines anderen Herstellers kann funktionieren, aber die Kompatibilität auf der Ebene des Speicherthermostats und der Anschlussstelle muss überprüft werden.
Wie lange hält ein Niedrigtemperaturkessel mit Speicher?
Kessel Vaillant atmoTEC und turboTEC haben bei regelmäßiger Wartung eine reale Lebensdauer von 15–20 Jahren. Ein Speicher mit Stahlbehälter (verzinkt) hält bei regelmäßiger Anodenwechsel und Wasserhärte bis 15 °dH ebenfalls 15–20 Jahre. Ein Speicher aus Edelstahl kann deutlich länger halten – 25 Jahre oder mehr, ist aber teurer. Zuverlässig ist regelmäßige Wartung alle 1–2 Jahre.
Was tun, wenn der Speicher nicht ausreicht – das Wasser ist warm oder kalt?
Die Ursachen können mehrere sein: abgenutzte Anode, Kalkablagerungen auf dem Speichervorwärmer, falsche Temperatur einstellung des Speichers am Kessel (zu niedrig), zu kleiner Speicherinhalt, Defekt des Speicherthermostats oder ein blockierter Drehschieber. Die Lösung hängt von der Ursache ab – fangen Sie mit einer Wartung an. Weitere Details finden Sie im Artikel „Häufige Störungen bei Niedrigtemperaturkesseln mit angeschlossenem Speicher und deren Lösung".
Ist ein Durchlauferhitzer oder ein Speicher an einem Niedrigtemperaturkessel vorteilhafter?
Für ein Einfamilienhaus mit mehreren Warmwasseranschlüssen (Badezimmer + Küche + ggf. weiterer Anschluss) ist ein Speicher deutlich vorteilhafter. Ein Gasdurchlauferhitzer benötigt eine Leistung von 18–28 kW nur zum Aufheizen des Wassers, was die gleichen Anforderungen an den Kessel wie ein Speicher erzeugt – ohne die Vorteile der Vorratsversorgung. Ein Elektrodurchlauferhitzer ist energiebedingt am teuersten. Ein Speicher mit 120–150 Litern reicht für eine vierköpfige Familie mit komfortabler Reserve aus, und der Kessel arbeitet beim Aufheizen des Speichers in einem vorteilhaften, längeren Zyklus.
Kann ich an einen Niedrigtemperaturkessel Solarkollektoren zum Aufheizen des Speichers anschließen?
Ja, das ist eine sehr vorteilhafte Kombination. Im Frühjahrs-, Sommer- und Herbstzeitraum decken die Solarkollektoren den größten Teil des Warmwasserbedarfs ab, und der Kessel wird praktisch nicht zum Aufheizen des Speichers benötigt. Im Winter heizt der Kessel den Speicher auf. Für diese Kombination ist jedoch ein Speicher mit zwei Wärmetauschern (einer für Solar, einer für Kessel) oder ein bivalenter Speicher erforderlich. Der Kessel muss auf die richtige Zusammenarbeit mit dem Solarsystem eingestellt sein – das erfordert etwas komplexere Regelung, aber die Ergebnisse lohnen sich.
Zusammenfassung: Wie also vorgehen bei der Auswahl?
Die Auswahl eines Niedrigtemperaturkessels mit Anschlussmöglichkeit an einen Warmwasserspeicher lässt sich in mehrere klare Schritte zusammenfassen. Zunächst lassen Sie die Wärmeverluste des Gebäudes berechnen – das ist die Grundlage, ohne die selbst ein erfahrener Verkäufer keine richtige Leistung empfehlen kann. Danach entscheiden Sie, ob Sie einen funktionierenden Schornstein haben (und wenn ja, erwägen Sie den atmosphärendruckvarianten, wenn nicht, ist der Turbokessel Ihre Wahl). Anschließend bestimmen Sie die Anzahl der Personen und deren Warmwasserbedarf – das bestimmt das Volumen des Speichers. Schließlich prüfen Sie die örtlichen Bedingungen (Raum, Gasanschluss, Stromanschluss, Wasserhärte) und besprechen Sie mit einem erfahrenen Installateur die konkrete Lösung.
Die Entscheidung sollte nicht beeilt werden – ein richtig dimensionierter und installierter System wird Ihnen 15–20 Jahre lang ohne Probleme dienen. Gegenüber hingegen ein falsch gewählter Kessel oder ein falsch konzipierter Speicherkreis kann bereits im ersten Winter Probleme verursachen. Wenn Sie konkrete Fragen zu einem der Modelle oder zu Ihrer konkreten Situation haben, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung – und wenn Sie weitere Informationen suchen, empfehlen wir Ihnen auch „Häufige Fragen zu Niedrigtemperaturkesseln mit Anschlussmöglichkeit an einen Warmwasserspeicher" in unserem Wissenszentrum.
Haben Sie eine Frage zu diesem Thema?
Können Sie sich nicht entscheiden oder haben Sie eine konkrete Situation in Ihrem Haushalt? Schreiben Sie uns – wir beraten Sie gerne.
