>
Eshop roka 2025 s vykurovacou technikou

Wie man eine Tauchpumpe für Brunnen oder Bohrloch wählt

Tauchpumpe für Brunnen oder Bohrloch – warum die Wahl so wichtig ist

Die Tauchpumpe ist das Herzstück jedes Wasserversorgungssystems, das Wasser aus dem Brunnen oder Bohrloch fördert. Im Gegensatz zu einer Oberflächenpumpe arbeitet sie direkt unter der Wasseroberfläche, was einen entscheidenden Vorteil mit sich bringt – sie muss nicht das Saugen und die Saughöhe bewältigen, die physikalisch auf etwa 7–8 Meter theoretische und in der Praxis eher 6–7 Meter reale Tiefe begrenzt. Die Tauchpumpe hingegen kann Wasser aus Dutzenden Metern Tiefe pumpen, da sie auf den Prinzip des Übertreibens arbeitet, nicht auf Unterdruck.

Während all der Jahre, in denen ich mich mit dem Verkauf und der Montage von Pumpentechnik beschäftige, kann ich sagen, dass die überwältigende Mehrheit der Reklamationen und unzufriedenen Kunden nicht daran lag, dass die Pumpe schlecht war, sondern daran, dass sie falsch für den konkreten Brunnen oder das Bohrloch ausgewählt wurde. Falscher Durchmesser, unterdimensionierte Leistung, Pumpe ohne Trockenlaufschutz in einem sandigen Brunnen – das sind typische Szenarien, die sich durch eine richtige Auswahl bereits am Anfang vermeiden lassen. Dieser Artikel soll Ihnen einen umfassenden Überblick darüber geben, wie Sie bei der Auswahl Schritt für Schritt vorgehen können.

Grundlegende Arten von Tauchpumpen – Schneckentyp und Zentrifugentyp

Bevor wir uns mit konkreten Parametern beschäftigen, ist es wichtig zu verstehen, dass Tauchpumpen sich nach dem konstruktiven Prinzip in zwei Hauptgruppen einteilen lassen:

  • Schneckentyp (auch Schrauben- oder Helikaltyp genannt) – nutzt einen Schraubenrotor, der sich in einer elastischen Gummimanschette des Stators dreht. Sie fördert das Wasser kontinuierlich, ist besonders widerstandsfähig gegen Sand und Verschmutzungen im Wasser und verträgt auch kurzfristigen Trockenlauf besser als klassische Zentrifugenpumpen. Ein typisches Beispiel ist die Tauchpumpe Schneckentyp für enges Bohrloch STING 2", die sich aufgrund ihres engen Durchmessers auch in Bohrlöcher passt, in die eine normale Zentrifugenpumpe einfach nicht hineinpasst.
  • Zentrifugentyp (Stufenpumpe) – besteht aus mehreren Laufrädern (Stufen), die hintereinander angeordnet sind, wobei jede Stufe eine Förderhöhe hinzufügt. Sie eignen sich für sauberes Wasser, haben in der Regel einen höheren Durchfluss bei geringerem Energieverbrauch und sind der Standard für die meisten heimischen Brunnen und Bohrlöcher mit einem Durchmesser von 3" und 4". Ein Beispiel ist die Tauchpumpe IBO 3" STM 20, die genau für Bohrlöcher mit einem inneren Durchmesser ab 3" oder höher vorgesehen ist.

Ein detailliertes Vergleich der beiden Prinzipien, einschließlich der Vorteile und Nachteile bei konkreter Anwendung, finden Sie im separaten Artikel Tauchpumpe Schneckentyp vs. Zentrifugentyp – Unterschiede und Einsatz. Hier fassen wir nur zusammen, dass Schneckentyp-Pumpen vor allem dort bevorzugt werden, wo ein enges Bohrloch und/oder verschmutztes, sandiges Wasser vorliegt, während Zentrifugentyp-Pumpen die erste Wahl für gewöhnliche heimische Brunnen und Bohrlöcher mit guter Wasserqualität sind.

Schneckentyp vs. Zentrifugentyp Schneckentyp sandfest enges Bohrloch 2" Zentrifugentyp höherer Durchfluss Bohrloch 3" und 4"

Bohrloch- oder Brunnenlicht – das erste und wichtigste Kriterium

Bevor Sie sich mit Leistung, Tiefe oder Preis beschäftigen, müssen Sie den genauen inneren Durchmesser Ihres Brunnens oder Bohrlochs kennen. Dies ist ein Parameter, der nicht umgangen oder ausgeglichen werden kann – eine Pumpe, die breiter ist als das Bohrloch, passt physisch nicht hinein, bzw. kann sich beim Einbringen oder später beim Herausziehen verkeilen.

In der Praxis begegnen wir am häufigsten diesen Durchmessern:

  • Bohrloch mit Licht von 2" (ca. 50 mm) – typisch für ältere, eng gebohrte Bohrlöcher oder Brunnen mit kleinerem Schacht. Hier eignet sich ausschließlich eine enge Konstruktion, wie die erwähnte Schneckentyp-Tauchpumpe STING 2". Normale 4"-Pumpen passen hier einfach nicht hinein.
  • Bohrloch mit Licht von 3" (ca. 75–80 mm) – sehr verbreiteter Standard für neuere heimische Bohrlöcher, in denen bereits Platz für eine mehrstufige Zentrifugenpumpe ist, z. B. IBO 3" STM 20.
  • Bohrloch mit Licht von 4" (ca. 100 mm) und mehr – am häufigsten vorkommender Durchmesser für größere Bohrlöcher mit stärkerem Wasserfluss, der den Einsatz leistungsfähigerer Pumpen mit höherem Durchfluss ermöglicht.
  • Handgegrabene Brunnen – hier ist der Durchmesser in der Regel kein limitierender Faktor (Schächte haben 80–100 cm), wichtiger ist die Tiefe des Wasserspiegels und die Wasserqualität (häufig mit Sand und Verschmutzungen).

Wichtiges Praxishinweis: Der Bohrlochdurchmesser ist nicht das Gleiche wie der Durchmesser der Pumpe, die „gerade so“ hineinpasst. Es muss immer ein Mindestabstand von mindestens 4–6 mm zum Durchmesser berechnet werden, da sich die Pumpe beim Einbringen leicht neigen kann, außerdem ist das Bohrloch nicht über die gesamte Länge perfekt gerade (bei älteren gebohrten Brunnen kann es zu einer leichten Verengung oder Verformung des Schachtes kommen). Eine detaillierte Analyse finden Sie im Artikel Welcher Bohrlochdurchmesser ist notwendig: Unterschied zwischen 2", 3" und 4" Pumpen, oder im Artikel Welcher Pumpendurchmesser ist notwendig – 2" oder 3" Bohrloch.

Vergleich der Bohrlochdurchmesser 2" ~50mm 3" ~76mm 4" ~100mm Schneckentyp- Pumpe Zentrifugen- pumpe Zentrifugen- pumpe höhere Leistung

Wasserspiegeltiefe und Förderhöhe – das zweite Schlüsselkriterium

Nach der Klärung des Durchmessers kommt die Berechnung der notwendigen Förderhöhe an die Reihe. Dies ist ein Parameter, der in der Praxis am häufigsten unterschätzt oder falsch berechnet wird. Die Förderhöhe der Pumpe ist nicht nur die Tiefe, in der die Pumpe unter dem Wasserspiegel hängt – sie ist die Summe mehrerer Teilhöhen und Verluste:

  • Statistische Höhe – Entfernung von der Wasseroberfläche (im Ruhezustand, also vor Beginn der Förderung) bis zum Verbrauchsort (z. B. Wasserbehälter, Wasseranschluss im Haus, höchster Entnahmepunkt).
  • Dynamischer Pegelabfall – Beim Pumpen sinkt der Pegel im Brunnen (sogenannte Depression), bei einigen Brunnen mit geringerem Fördervermögen kann es sogar um mehrere Meter zusätzlich zur Ruhepegelhöhe gehen.
  • Verluste durch Reibung in den Leitungen – Je länger und schmaler die Leitung, desto größer der Verlust; grob mit 1-2 m auf jeweils 10 m Leitungslänge bei normalen Durchmessern und Durchflüssen, bei längeren Strecken (über 50-100 m) kann dies bereits eine erhebliche Komponente sein.
  • Erforderlicher Druck am Endpunkt – Wenn Sie beispielsweise an der Dusche oder im Druckbehälter einen Druck von 3 bar haben möchten, entspricht das ungefähr 30 Metern zusätzlicher Höhe, die die Pumpe „drücken“ muss.

Praktisches Beispiel aus der Praxis: Brunnen mit Ruhepegel 8 m unter dem Gelände, beim Pumpen sinkt er um weitere 2 m (zusammen 10 m dynamischer Pegel), das Haus ist 40 m horizontal entfernt und die Pumpe muss das Wasser in einen Druckbehälter mit eingestelltem Druck von 3,5 bar (ca. 35 m) pumpen. Dazu addieren wir noch ca. 3-4 m Reibungsverluste. Die erforderliche Gesamtförderhöhe beträgt also ungefähr 10 + 35 + 4 = 49 m. Beim Pumpeauswahl ist immer mit einem Sicherheitsfaktor von 15-20 % zu rechnen, da sich die Leistung der Pumpe im Laufe der Zeit leicht durch Verschleiß verringert und im Brunnen eine leichte Abnahme der Förderleistung auftreten kann.

Dieses Thema ist so umfangreich, dass wir ihm einen separaten Artikel gewidmet haben: Welche Leistung und Förderhöhe wählen Sie für die Pumpe nach der Brunnenhöhe? Dort finden Sie auch eine Orientierungstabelle und eine einfache Formel zur Berechnung.

Berechnung der Gesamtförderhöhe Wasserspiegel (statistisch + dynamisch) Pumpe Leitung + Reibungsverluste Druckbehälter + Druck im Netz (3 bar ≈ 30 m) Hstat + Hdyn + Hstraty + Htlak = Gesamtförderhöhe

Fördervermögen der Quelle und Sandgehalt im Wasser

Abgesehen vom Durchmesser und der Tiefe ist es äußerst wichtig, auch das Fördervermögen des Brunnens oder Bohrlochs zu kennen, also wie viel Liter Wasser pro Minute (oder Stunde) die Quelle ohne Absinken des Pegels auf den Grund oder unter die Saugschale der Pumpe liefern kann. Wenn Sie eine Pumpe mit einem Durchfluss von 60 l/min in einen Brunnen installieren, der nur 20 l/min liefern kann, wird die Pumpe regelmäßig trocken laufen, was zu Überhitzung und schneller Zerstörung des Motors und Dichtungen führt.

In der Praxis empfehle ich bei unbekanntem Fördervermögen lieber eine Pumpe mit geringerem Durchfluss zu wählen und das System um eine Pegel- oder Druckabschaltung gegen Trockenlauf oder um einen Schwimmerschalter zu ergänzen. Viele moderne Pumpen haben bereits eine solche Schutzfunktion direkt in der Steuereinheit integriert, was ihre Lebensdauer erheblich verlängert.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Sand- und mechanischen Verschmutzungengehalt im Wasser. Dies ist ein typisches Problem vor allem bei älteren Handbrunnen oder Bohrungen mit mangelhaft ausgeführter Auskleidung und Perforation der Schutzrohre. Wenn Sie wissen, dass das Wasser Sand enthält:

  • Wählen Sie lieber eine Schneckenpumpe, die Sand erheblich besser verträgt als eine Zentrifugalpumpe.
  • Überlegen Sie, eine Sandfilter 1" zum Saugen hinter der Pumpe (an der Druckseite) zu installieren, der mechanische Verschmutzungen auffängt, bevor sie in die Verteilung, in den Druckbehälter oder in die Haushaltsgeräte (Wäschetrockner, Heizkessel, Armaturen) gelangen.
  • Platzieren Sie die Pumpe in ausreichender Höhe über dem Brunnenboden (meist mindestens 1-1,5 m), damit sie nicht Schlamm vom Grund ansaugt, aber gleichzeitig tief genug, um nicht zu viel Luft anzusaugen.

Motorleistung, Durchfluss und elektrische Anschluss

Beim Kauf eines konkreten Modells stoßen Sie auf mehrere wichtige technische Parameter:

  • Nennfördermenge (Q) – wird in Litern pro Minute oder m³/h angegeben, sollte der tatsächlichen Bedarf der Haushaltsfamilie entsprechen. Für einen durchschnittlichen Einfamilienhaus mit 4 Personen rechnet man normalerweise mit einem Spitzenbedarf von ca. 15-25 l/min (z. B. gleichzeitige Dusche und Waschmaschine), der durchschnittliche tägliche Verbrauch verteilt sich jedoch auf deutlich geringere Durchflüsse.
  • Maximale Förderhöhe (H max) – Wert bei null Durchfluss, dient eher der Orientierung, der reale Arbeitspunkt der Pumpe liegt immer irgendwo in der Mitte ihrer Leistungscharakteristik.
  • Leistungsaufnahme und Anschluss – Haushaltspumpen sind meist 230 V (einphasig), leistungsstärkere oder tiefere Anwendungen können 400 V (dreiphasig) Anschluss erfordern. Vorab ist zu prüfen, welche Versorgung in der jeweiligen Region verfügbar ist und ob die Elektroinstallation den erforderlichen Leistungsaufnahme standhält.
  • Durchmesser des Anschlussrohrs – meist 1" oder 1¼", muss dem Durchmesser des gewählten Steigrohrs (PE-Rohr oder Edelstahlleitung) entsprechen.

Eine gute Praxis ist, sich die Leistungscharakteristik (Q-H) der Pumpe im Katalogblatt anzusehen und zu prüfen, ob Ihr Arbeitspunkt (erforderlicher Durchfluss bei berechneter Förderhöhe) irgendwo in der mittleren, effizienten Zone der Kurve liegt – nicht am äußersten Rand. Eine Pumpe, die außerhalb des optimalen Bereichs betrieben wird, hat eine geringere Effizienz, einen höheren Stromverbrauch und verschleißt schneller.

Material der Pumpe und Korrosionsbeständigkeit

Tauchpumpen werden aus verschiedenen Materialien hergestellt – von Kunststoffteilen über Edelstahl bis hin zu Gusseisen. Für ein dauerhaftes Eintauchen ins Wasser, insbesondere wenn es sich um Brunnenwasser mit höherem Mineralgehalt oder aggressiverer Zusammensetzung handelt, empfehle ich eindeutig Tauchpumpen mit Edelstahlgehäuse (AISI 304, bei aggressiverem Wasser eventuell die bessere AISI 316). Eine Edelstahlverarbeitung verlängert die Lebensdauer erheblich im Vergleich zu günstigeren Kunststoffalternativen, die im Laufe der Zeit spröde werden und brechen, besonders bei Temperaturschwankungen im Wasser.

Bei Schneckenpumpen ist auch die Qualität des Gummistators wichtig – bessere Mischungen (z. B. NBR-Gummi) widerstehen besser dem Verschleiß durch Sand und haben eine längere Lebensdauer als günstigere Alternativen.

Vergleich konkreter Modelle aus dem Sortiment

Um nicht nur bei der Theorie zu bleiben, schauen wir uns einen konkreten Vergleich zweier Modelle an, mit denen wir uns in der Praxis am häufigsten begegnen.

ParameterSTING 2" (Schneckenpumpe)IBO 3" STM 20 (Zentrifugalpumpe)
Eignung für Bohrlochdurchmesserab 2" (ca. 50 mm)ab 3" (ca. 76 mm)
Typ des Wassersmit Sandgehaltreineres Wasser
Typische Anwendungenge, ältere Bohrungengewöhnliche Haushaltsbohrungen
Trockenlaufbesser kurze Zeit vertragenempfindlicher, Schutz erforderlich
WartungStator nach einiger Zeit ersetzenLager, Dichtungen kontrollieren

Einen detaillierteren Vergleich beider Marken einschließlich Preisverhältnisse und Empfehlungen für konkrete Brunnenarten finden Sie im Artikel Vergleich der Pumpen STING und IBO – was wählen Sie.

Montage der Tauchpumpe – worauf nicht verzichtet werden darf

Die eigentliche Auswahl der Pumpe ist nur die Hälfte des Erfolgs, die andere Hälfte ist die richtige Montage. In der Praxis stoße ich am häufigsten auf folgende Fehler:

  • Die Pumpe ist zu tief befestigt, fast am Grund der Brunnen – sie saugt Schlamm und Sand an.
  • Fehlendes Rückschlagventil am Druckanschluss, das zu Rückströmungen und Wasserschlägen beim Abschalten der Pumpe führt.
  • Verwendung eines ungeeigneten, zu dünnen oder minderwertigen Spannseils (anstelle von Stahl- oder Edelstahlseil wird lediglich das elektrische Kabel verwendet, das im Laufe der Zeit nachgibt).
  • Schlechte Dimensionierung des elektrischen Kabels bei langen Leitungen, was zu einem Spannungsabfall und Überlastung des Motors führt.
  • Fehlende thermische und stromabhängige Schutzschaltung (automatische Abschaltung, ggf. eine separate Schaltbox mit Trockenlaufschutz).

Der vollständige Montageablauf Schritt für Schritt, einschließlich Empfehlungen zur Befestigung des Kabels, zum Einführen der Pumpe in den Brunnen und zum ersten Start, finden Sie im separaten Artikel Montage der Tauchpumpe in Brunnen oder engem Bohrloch.

Montageablauf – Schaubild der Schritte 1 Prüfen des Durchmessers und der Tiefe des Bohrlochs 2 Spannseil und Kabel befestigen 3 langsam in das Bohrloch einführen 4 Teststart durchführen Überprüfen Sie: Rückschlagventil, Isolierung, Trockenlaufschutz, Höhe der Befestigung über dem Grund (min. 1-1,5 m) und Befestigung des Kabels am Seil

Häufige Störungen und wie man sie vermeidet

Auch eine hochwertige Pumpe kann ausfallen, wenn sie nicht ordnungsgemäß betrieben oder gewartet wird. Zu den am häufigsten auftretenden Störungen, mit denen wir in der Praxis konfrontiert werden, gehören:

  • Überhitzung des Motors beim Trockenlauf – die häufigste Ursache für den vollständigen Ausfall der Pumpe; gelöst wird das Problem durch Installation eines Schwimmerschalters oder einer elektronischen Schutzschaltung.
  • Verstopfung der Laufräder oder des Stators mit Sand – sich als Leistungseinbruch bemerkend; gelöst wird das Problem durch einen Sandfilter und eine Überprüfung der Position der Pumpe im Bohrloch.
  • Abnutzung des Gummistators bei Wellenpumpen – es handelt sich um eine Standardersatzteil, das ohne Kauf einer neuen Pumpe ausgetauscht werden kann.
  • Schäden am Kabel beim Einführen oder Herausziehen – entstehen vor allem bei unvorsichtigem Umgang oder wenn das Kabel nicht ordnungsgemäß am Spannseil befestigt ist.
  • Verklemmung des Rückschlagventils – führt zu ständigen Einschaltvorgängen der Pumpe (sogenannte „Zyklusfahrten“), was deren Lebensdauer verkürzt.

Eine detaillierte Analyse der Störungen inklusive Anleitung, wie man einige davon selbst diagnostizieren und beheben kann, finden Sie im Artikel Häufige Störungen von Tauchpumpen und wie man sie behebt.

Tauchpumpe vs. Oberflächenpumpe – wann welche wählen

Auch mit Kunden, die zwischen Tauch- und Oberflächenpumpe abwägen, kommen wir regelmäßig in Kontakt. Grundsätzlich gilt: Ist das Wasser tiefer als 6–7 Meter unter der Erdoberfläche, wird eine Oberflächenpumpe (auch mit Ejektor) nicht mehr zuverlässig funktionieren oder weist eine stark reduzierte Leistung auf. Für tiefere Brunnen und Bohrungen ist die Tauchpumpe praktisch die einzige realistische Option. Umgekehrt eignet sich bei flachen Brunnen (bis 5–6 m) eine Oberflächenpumpe als günstigere und einfacher zugängliche Alternative in Bezug auf den Service, da sie nicht aus dem Brunnen gezogen werden muss. Diese Thematik behandeln wir detailliert im Artikel Tauchpumpe vs. Oberflächenpumpe für Brunnenwasser: was sich lohnt.

Praktische Szenarien aus der Alltagspraxis

Szenario 1 – alter Brunnen mit Sand: Der Kunde hatte einen Brunnen mit einer Tiefe von 5 m, doch das Wasser enthielt nach jedem heftigen Regen deutlich Sand. Wir empfahlen eine Wellenpumpe aufgrund ihrer Abriebbeständigkeit und ergänzten das System um einen Sandfilter am Druckanschluss, wodurch die Lebensdauer des Druckbehälters und der Hauswasserwerke deutlich verlängert wurde.

Szenario 2 – tiefer enger Bohrloch 2": Ein Einfamilienhaus hatte einen älteren Bohrloch mit einem Durchmesser von nur 2", in den eine Standard-3" oder 4"-Pumpe einfach nicht passte. Die einzige Lösung war eine Wellenpumpe des Typs STING 2", die konstruktiv genau für solche engen Anwendungen geeignet ist.

Szenario 3 – neuer 3"-Bohrloch mit guter Förderleistung: Ein Neubau mit einem Bohrloch mit einer Förderleistung von über 40 l/min und einer Tiefe von 12 m. Hier wählten wir die Zentrifugalpumpe IBO 3" STM 20, die bei der Standardnutzung eines Einfamilienhauses inklusive Gartensprinkler eine gute Leistungs-Strom-Relation bietet.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welcher ist der Unterschied zwischen der statischen und dynamischen Wasserstandshöhe?

Die statische Wasserstandshöhe ist die Höhe des Wasserspiegels im Brunnen oder Bohrloch im Ruhezustand, also wenn über einen längeren Zeitraum kein Pumpvorgang stattfindet. Die dynamische Wasserstandshöhe ist die Höhe, auf die das Wasser während aktiver Pumpung absinkt – der Unterschied zwischen beiden wird als Depressionswert bezeichnet und hängt von der Förderleistung der Quelle ab. Bei der Auswahl der Pumpe ist es immer notwendig, mit der dynamischen Wasserstandshöhe zu rechnen, nicht mit der statischen, da genau in der Betriebszeit der Wasserstand am tiefsten ist.

Kann ich eine 4"-Pumpe in ein 3"-Bohrloch einsetzen?

Nein, die Pumpe muss immer einen kleineren Durchmesser als der innere Durchmesser des Bohrlochs haben, niemals einen größeren oder gleichen. In ein 3"-Bohrloch ist eine Pumpe mit dem Kennzeichnung 3" oder kleiner (z. B. 2") erforderlich, wobei man auch mit einigen Millimetern Reserve rechnen sollte, um eventuelle Unebenheiten im Bohrloch zu berücksichtigen.

Wie oft muss die Pumpe abgehoben und kontrolliert werden?

Bei reibungslosem Betrieb und sauberem Wasser ist keine regelmäßige Demontage erforderlich – die Pumpe kann mehrere Jahre lang zuverlässig arbeiten, ohne dass Eingriffe notwendig sind. Wir empfehlen jedoch, auf Anzeichen wie Druckabfall, erhöhten Lärm oder häufige Einschaltvorgänge zu achten – dies sind Indikatoren dafür, dass es sinnvoll ist, die Pumpe abzulassen und zu überprüfen.

Brauche ich für eine Tauchpumpe auch einen Druckbehälter?

Ja, der Druckbehälter (Membranbehälter) ist ein Standardbestandteil des Hauswasserwerks. Er sorgt für einen gleichmäßigen Wasserdruck in der Leitung ohne ständige Einschaltvorgänge der Pumpe bei jedem geringen Wasserbedarf, wodurch deren Lebensdauer erheblich verlängert wird.

Wie kann ich die Förderleistung meines Brunnens oder Bohrlochs ermitteln?

Eine grobe Schätzung der Förderleistung lässt sich durch eine Pumpversuch ermitteln – Sie lassen die Pumpe laufen und beobachten, wie schnell der Wasserstand sinkt, oder ob er sich nach einiger Zeit auf einem bestimmten Niveau stabilisiert (was auf einen Gleichgewicht zwischen Zulauf und Abnahme hinweist). Präzisere Daten liefert ein hydrogeologischer Gutachten, der Teil der Dokumentation zum Bohrloch sein sollte, wenn es fachmännisch gebohrt wurde.

Kann eine Tauchpumpe auch in einen breiteren Brunnen, z. B. 4", eingesetzt werden?

Ja, ein Tauchpumpen mit kleinerem Durchmesser können problemlos in breitere Brunnen eingesetzt werden. Die Einschränkung gilt nur in eine Richtung – die Pumpe darf nicht breiter als der Brunnen sein. Eine Tauchpumpe in einem breiteren Brunnen ist eine vollwertige Alternative, insbesondere dort, wo der Wasserstand einen erhöhten Sandgehalt aufweist, unabhängig vom Durchmesser des Brunnenrohres.

Zusammenfassung – wie Sie Schritt für Schritt vorgehen sollten

Zum Abschluss fassen wir den gesamten Ablauf in klaren Schritten zusammen, die wir bei jeder Tauchpumpenwahl empfehlen:

  • Ermitteln Sie den genauen inneren Durchmesser des Brunnens oder Bohrlochs (2", 3", 4" oder größer).
  • Messen Sie oder lassen Sie sich die statische und ggf. auch die dynamische Wasserstandshöhe messen.
  • Berechnen Sie die erforderliche Gesamthubhöhe einschließlich Verlusten durch Reibung und des gewünschten Netzdrucks.
  • Ermitteln Sie die ungefähre Fördermenge der Quelle, damit die Pumpe weder unter- noch überdimensioniert ist.
  • Überprüfen Sie die Wasserqualität – enthält sie Sand, bevorzugen Sie eine Tauchpumpe mit Sandfilter.
  • Wählen Sie das Material (Edelstahl) und den Konstruktionstyp, der Ihren Bedingungen entspricht.
  • Sorgen Sie für eine korrekte Montage einschließlich Rückschlagventil, Absicherungskette und Trockenlaufschutz.

Falls Sie unsicher sind, ob einer dieser Parameter auf Sie zutrifft, empfehlen wir, die konkrete Situation vor dem Kauf zu besprechen – eine falsch gewählte Pumpe ist eine der häufigsten und dabei leicht vermeidbaren Ursachen für Probleme im Hauswasserwerk. Eine richtig gewählte und installierte Pumpe hingegen kann zuverlässig zehn oder mehr Jahre ohne größere Eingriffe dienen.

Haben Sie eine Frage zu diesem Thema?

Können Sie sich nicht entscheiden oder haben Sie ein konkretes Problem in Ihrem Haushalt? Schreiben Sie uns – wir beraten Sie gerne.

Dieses Feld bitte nicht ausfüllen:
Vytvořil Shoptet | Design Shoptak.cz.