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Wie man den richtigen Elektromagnetventil für den Detektor auswählt (G1/2", G3/4", G1")

Warum die Wahl des Elektromagnetventils genauso wichtig ist wie die des Detektors selbst

Beim Entwurf eines Gasleckagesicherheitssystems konzentriert sich die meiste Aufmerksamkeit auf den Detektor selbst – seine Empfindlichkeit, den Sensortyp, die Platzierung. Das Elektromagnetventil, das auf Befehl des Detektors den Gasanschluss schließen soll, wird oft als „Zubehör“ betrachtet, das erst am letzten Moment nach dem Prinzip „was gerade auf Lager ist“ nachgekauft wird. Dies ist ein Fehler, der sich in der Praxis rächt – entweder in Form einer unnötig hohen Druckverlustes auf überdimensionierten Leitungen oder umgekehrt in Form eines Ventils, das physisch nicht genügend Gas durchlassen kann, um die angeschlossenen Verbraucher zu versorgen und so Unterdruck, unvollständige Heizung oder sogar den Ausfall des Heizkessels verursacht.

Ein Elektromagnetventil, angeschlossen an den Gasdetektor, ist die letzte Sicherung in der Kette: Der Sensor bewertet die Gasdichte in der Luft, die Elektronik bewertet das Überschreiten der Grenzwerte (typischerweise 10 % und 20 % der unteren Explosionsgrenze – LEL) und im Notfall wird die Stromversorgung der Ventilspule unterbrochen, wodurch sich das Ventil mechanisch schließt und der Gasanschluss physisch unterbrochen wird. Ist das Ventil falsch dimensioniert, der falsche Typ (NC/NO) gewählt oder passt die Gewindeform nicht zum bestehenden Rohrleitungssystem, verliert die gesamte Sicherheitskette ihre Bedeutung, unabhängig davon, wie hochwertig der Detektor selbst ist.

In diesem Artikel schauen wir uns an, wie man ein Elektromagnetventil mit Gewinde G1/2", G3/4" oder G1" zum Gasdetektor richtig auswählt, worauf man bei der Dimensionierung achten muss, welcher Ventiltyp (NC vs. NO) für eine Sicherheitsanwendung richtig ist und wie sich diese Komponenten in der Praxis montieren und anschließen lassen. Wenn Sie sich eher für die Wahl des Detektors selbst interessieren, empfehlen wir Ihnen unsere separaten Artikel „Wie wählt man einen Gasleckendetektor für Haushalt und Betrieb aus“ und „Gasdetektor mit Elektromagnetventil vs. separater Detektor: was ist die richtige Wahl“.

Was ist ein Elektromagnetventil und wie arbeitet es mit dem Detektor zusammen

Ein Elektromagnetventil (Elektromagnetventil) ist ein Schließelement, das elektrisch über eine Spule (Solenoid) gesteuert wird. Beim Anlegen der Spannung an die Spule entsteht ein Magnetfeld, das das metallische Kernstück (Stift) gegen die Feder anhebt oder herunterzieht und so den Durchgang des Mediums durch das Ventil öffnet oder schließt. Für Sicherheitsanwendungen im Zusammenhang mit der Gasleckenerkennung wird fast ausschließlich die Ausführung verwendet, die im Ruhezustand (mit Strom) geöffnet ist und sich bei Abschalten der Spannung durch die Feder automatisch schließt – dieser Prinzip wird als „fail-safe“ oder „de-energized to close“ bezeichnet.

Das bedeutet:

  • Im normalen Betrieb ist die Ventilspule dauerhaft unter Spannung und das Ventil ist geöffnet, das Gas fließt frei zu den Verbrauchern.
  • Beim Überschreiten der eingestellten Gasdichte (meist der zweite Alarmstufe, 20 % LEL) schaltet die Steuereinheit des Detektors den Stromkreis des Ventils ab.
  • Das Ventil schließt ohne Strom sofort – mechanisch, durch die Feder, unabhängig davon, ob die Elektronik weiterhin funktioniert.
  • Bei einem Stromausfall des gesamten Systems (z. B. bei einem Blackout im Gebäude) schließt sich das Ventil ebenfalls automatisch – was ein wünschenswertes Sicherheitsverhalten ist, da bei Stromausfall auch die Funktion der Detektion verloren geht und eine vorbeugende Schließung des Gases in diesem Fall die richtige Lösung ist.

Genau aus diesem Grund bietet atria.sk Detektoren direkt in Kombination mit einem Elektromagnetventil an – beispielsweise Gasdetektor AVANSA 100M + Elektromagnetventil G1/2" DN15, Gasdetektor AVANSA 100M + Elektromagnetventil G3/4", DN 20 oder Gasdetektor AVANSA 100M + Elektromagnetventil G1" DN25 – bei denen die Kompatibilität der elektrischen Parameter und der Funktion bereits vom Hersteller überprüft wurde und der Installateur sich nur noch um die richtige Durchgangsgröße nach der Rohrleitung kümmern muss.

Durchschnittsschnitt des Ventils – aus welchen Teilen besteht es und wo entsteht der Druckverlust

Einfacher Querschnitt eines Elektromagnetventils (NC, fail-safe) Spule (Solenoid) Kern (Stift) Feder + Dichtung Ventilkörper (Messing) Eingang (IN) Ausgang (OUT) Ohne Spannung: Kern fällt herunter, Dichtung geschlossen = Gasanschluss unterbrochen

Die entscheidenden konstruktiven Elemente, die bei der Auswahl des konkreten Modells eine Rolle spielen, sind: Durchgangsgröße (bestimmt den maximalen Durchfluss und den Druckverlust), Material der Dichtung (muss gegen Erdgas oder Propan-Butan beständig sein), Material des Ventilkörpers (meist Messing oder Aluminiumlegierung) und Schutzklasse der Spule (IP54 bis IP65 je nach Installationsumgebung).

Wie man die Durchgangsgröße und das Gewinde des Ventils richtig bestimmt – G1/2", G3/4", G1"

Der häufigste Fehler bei der Bestellung ist die Vereinfachung „welches Gewinde das bestehende Rohr hat, dieses Ventil kaufe ich“. Das Gewinde muss zwar mit dem Rohr übereinstimmen (oder eine Reduzierung wird verwendet), aber der entscheidende Parameter ist der tatsächliche Gasdurchfluss, der durch das Ventil bei vollem Leistungsausstoß aller angeschlossenen Verbraucher fließt. Ein Ventil mit dem richtigen Gewinde, aber falsch dimensioniertem Durchflusskoeffizienten Kv, kann unnötigen Druckverlust verursachen, der sich in Form von unzureichender Heizleistung, Flammschwankungen des Brenners oder Fehlermeldungen auf dem Heizkessel bemerkbar macht.

Orientierungstabelle zur Auswahl nach Leistung der Verbraucher

Gewinde / DNTypischer Kv (m³/h)Orientierender max. Leistung ErdgasTypische Anwendung
G1/2" – DN15ca. 2,2 – 3,0bis ca. 35-45 kWWohnraumheizung, Einfamilienhaus, kleine Betriebe
G3/4" – DN20ca. 3,5 – 4,5bis ca. 60-90 kWgrößeres Haus, kleine Heizraum, Restaurantküche
G1" – DN25ca. 5,5 – 7,0bis ca. 120-150 kWHeizraum in Wohnblock, industrielle Betriebe, mehrere Verbraucher

Die angegebenen Werte sind orientierend und variieren je nach Hersteller und Mediumtyp (Erdgas hat eine andere Dichte als Propan-Butan, was die Durchflusscharakteristik leicht verändert, bei gleichem Kv). Der genaue Berechnung sollte von der Gesamtinstallationsleistung der Verbraucher im betreffenden Raum, vom Betriebsdruck des Gases (Niederdruck bis 5 kPa in Haushalten, Mitteldruck in der Industrie) und von der maximal zulässigen Druckverluste am Ventil ausgehen, die meist vom Projektingenieur der Gasanschlussstelle festgelegt werden.

Praktisches Beispiel aus der alltäglichen Bestellung

Ein Wohnblock mit Heizraum im Keller, zwei Brennwertkessel á 60 kW, also insgesamt 120 kW installierte Leistung. Das ursprüngliche Rohr ist auf G1" dimensioniert. Auf den ersten Blick könnte man denken, dass ein Ventil G3/4" ausreicht, weil „es ja nur ein kleiner Heizraum ist“. Tatsächlich ist bei dieser Leistung und dem entsprechenden Betriebsdruck gerade ein Ventil G1" DN25 erforderlich, sonst kommt es bei gleichzeitigem Betrieb beider Kessel zu einem Druckverlust, der sich in Form einer Fehlermeldung niedrigen Gasdrucks am zweiten Kessel genau in der Zeit der höchsten Wärmebedarf bemerkbar macht. Dies ist einer der häufigsten Reklamationsfälle, mit denen wir in der Praxis konfrontiert werden – meist ist das Ventil selbst nicht defekt, sondern es wurde lediglich auf Basis des Gewindes des bestehenden Rohrs ohne Berechnung des tatsächlichen Durchflusses ausgewählt.

Im Gegensatz dazu ist bei einem Heizkessel mit 24 kW Leistung in einem Einfamilienhaus der G1"-Ventil komplett überdimensioniert – er ist nicht nur teurer, sondern erfordert bei der Montage auch Reduzierungen auf beiden Seiten, was bedeutet, dass es mehr Dichtstellen gibt und theoretisch mehr Stellen, an denen eine Undichtigkeit entstehen könnte. Hier reicht eine Vorrichtung mit G1/2" DN15 Ventil vollständig aus.

NC oder NO Ventil – warum es bei Sicherheitsanwendungen darauf ankommt

Im Fachjargon der Elektroventile begegnen wir häufig den Bezeichnungen NC (normally closed) und NO (normally open), die sich auf den Zustand des Ventils ohne elektrische Versorgung beziehen:

  • NC Ventil (bei Spannungsspannung geschlossen) – im Ruhezustand ohne Strom ist es geschlossen und öffnet sich bei Anlegen der Spannung. Dieses Ausführung wird für die Sicherheitsabschaltung des Gases verwendet, da sie gewährleistet, dass bei einem Stromausfall oder bei Alarm (wenn die Elektronik die Versorgung trennt) das Gas automatisch geschlossen wird.
  • NO Ventil (bei Spannungsspannung geöffnet) – im Ruhezustand ist es geöffnet und schließt sich bei Anlegen der Spannung. Für die Sicherheitsdetektion von Gaslecks wird dies in den meisten Fällen nicht verwendet, da bei einem Stromausfall das Gas weiterhin ungehindert fließen würde.

Beim Bestellen eines einzelnen Ventils außerhalb einer vorgefertigten Set ist dies einer der wichtigsten Parameter, den man überprüfen muss – ein Austausch gegen die NO-Variante ist eine der schwerwiegendsten Fehler, die bei der Installation eines Sicherheitssystems begangen werden können, da das System von außen betrachtet wie ein voll funktionsfähiges System aussieht (bei der Prüfung „irgendwas passiert“ mit dem Ventil bei Alarm), aber in Wirklichkeit bei einem Stromausfall seine Schutzfunktion nicht erfüllt. Bei kompletten Sets, wie z. B. Produkten der Reihe AVANSA 100M mit Elektroventil, ist diese Kompatibilität bereits von der Produktion her gelöst und es ist nichts weiter zu beachten.

Schaltplan des Detektors und Elektroventils

Ein typisches Schaltbild besteht aus einer Detektions-Einheit (Sensor + Auswertungselektronik), einer Stromversorgung, einem Elektroventil, das an der Hauptgaszufuhr vor dem ersten Abzweig zu den Verbrauchseinheiten montiert ist, und ggf. einer Signalisierungssirene oder eines Blinkers. Unten ist ein vereinfachter Schaltplan einer typischen Installation im Heizraum oder in der Küche eines Betriebs dargestellt.

Schaltplan des Detektors und Elektroventils Detektor Gas Steuerung Einheit Elektro- ventil Gaszufuhr (Leitung) Gas IN Sirene/Blinker

Das Ventil wird physisch an der Leitung montiert, wobei ausreichend gerader Abschnitt vor und nach dem Ventil vorhanden sein muss (empfohlen werden mindestens 5x DN vor und 3x DN nach dem Ventil, falls der Hersteller dies verlangt), an einem zugänglichen Ort wegen eventueller Wartung und immer in Richtung des durch eine Pfeil auf dem Ventilkörper angezeigten Durchflusses. Der detaillierte Montagevorgang einschließlich der elektrischen Verbindung an der Anschlussklemme der Steuereinheit wird in einem separaten Artikel „Montage und Anschluss des Gasdetektors mit Elektroventil“ behandelt.

Weitere Parameter, die in der Praxis oft übersehen werden

Gasart und Dichtungsmaterial

Ein Ventil für Erdgas und ein Ventil für Propan-Butan unterscheiden sich zwar konstruktiv oft nicht, doch sie unterscheiden sich im Material der Dichtungselemente (NBR für Erdgas, ggf. FKM bei höheren Anforderungen an die Beständigkeit gegen LPG). Beim Bestellen muss immer angegeben werden, für welches Medium das Ventil verwendet wird – der Themenbereich der Unterschiede zwischen Erdgas und Propan-Butan wird im Artikel „Gasdetektor für Erdgas vs. Propan-Butan: Welcher Unterschied und was das für die Wahl bedeutet“ detailliert behandelt. Da Propan-Butan schwerer als Luft ist und sich am Boden ansammelt, während Erdgas zum Dach aufsteigt, unterscheidet sich nicht nur die Position des Detektors, sondern indirekt auch die Leitungsverlegung und somit auch die Montageposition des Ventils.

Betriebsspannung der Spule

Elektroventile werden mit einer Spule für 230 V AC oder 24 V DC/AC geliefert. Bei kompletten Sets mit Detektor (z. B. AVANSA 100M mit Ventil) ist die Spanspannung der Spule bereits mit dem Ausgang der Steuereinheit abgestimmt, sodass nichts weiter berechnet werden muss. Beim Kombinieren eines separaten Detektors (z. B. Gasdetektor AVANSA 100M oder Detektor AVANSA 150MC) mit einem separat erworbenen Ventil muss überprüft werden, ob das Relais/Ausgang des Detektors den Schaltstrom der Ventilspule bewältigen kann (typischerweise 0,3 – 0,8 A bei kleineren DN), ggf. ein Hilfskontaktrelais bei größeren Ventilen G1" mit höherem Stromverbrauch verwenden.

Nenndruck PN und maximaler Betriebsdruck

Typische Gas-Elektroventile für den Haushalt und den gewerblichen Bereich sind für Niederdruckleitungen (bis 0,5 bar) ausgelegt, was die überwiegende Mehrheit der Wohnungs- und gewerblichen Installationen in der SR abdeckt. Bei industriellen Anwendungen mit Mitteldruckleitungen muss überprüft werden, ob das konkrete Ventilmodell dem entsprechenden Druckbereich entspricht – hier handelt es sich typischerweise um spezialisiertere Projekte außerhalb der Standardangebote für Haushalte.

Vorgehensweise zur Auswahl des richtigen Ventils Schritt für Schritt

Vorgehensweise zur Auswahl des Elektroventils 1. Gesamtleistung der installierten Verbraucher ermitteln (kW) 2. Betriebsdruck und Gasart ermitteln (Erdgas / LPG) 3. Gewinde/DN des bestehenden Rohrs prüfen 4. DN des Ventils gemäß Kv und max. Durchfluss wählen 5. Typ NC, Spulenspannung, IP-Schutzklasse prüfen

In der Praxis bedeutet dieser Vorgang: Zunächst berechnen Sie die Nennleistungen aller Gasverbraucher, die hinter diesem Ventil liegen werden (Heizkessel, Herd, Durchlauferhitzer), prüfen, ob es sich um einen Niederdruck-Haushaltsanschluss oder eine Mitteldruckanschluss handelt, prüfen, welches Gewinde das bestehende Rohr an der geplanten Montagestelle hat, wählen anhand der Leistung und tabellarischen Kv-Werte eine geeignete Durchmesser (G1/2", G3/4" oder G1") und prüfen abschließend, ob das ausgewählte Modell vom Typ NC ist, welche Spannung die Spule benötigt und in welcher Umgebung (Feuchtigkeit, Staub) es montiert wird, um der Schutzklasse IP zu entsprechen.

Vergleich der Durchflusskapazitäten der einzelnen Bohrungen

Orientierender Maximalleistung nach Ventilbohrung (Erdgas) G1/2" DN15 ~40 kW G3/4" DN20 ~80 kW G1" DN25 ~140 kW

Das Diagramm dient nur zur schnellen Orientierung – der konkrete Ventiltyp gibt stets im technischen Datenblatt den genauen Kv-Faktor an, anhand dessen der Planer oder erfahrene Installateur die Druckverluste für die jeweilige Rohrleitungskonfiguration genau berechnen kann. Bei Grenzwerten der Leistung (z. B. 45–55 kW) wird in der Praxis empfohlen, lieber eine größere Bohrung zu wählen, da eine Reserve im Durchfluss schadet, während ein unterdimensionierter Ventil reale Betriebsprobleme verursacht.

Wann eine Komplettset und wann eine Kombination aus Einzelkomponenten wählen

Für die meisten Standardinstallationen in Einfamilienhäusern, Wohnungen, kleinen Betrieben und Heizräumen empfehlen wir eindeutig Komplettsets aus Detektor + Elektromagnetventil, bei denen die Kompatibilität (Spannung, Typ NC, Schaltausgang) vom Hersteller gelöst ist und der Installateur Zeit und Fehlerquellen spart. Atria.sk bietet drei solche Kombinationen an, die auf dem bewährten Detektor AVANSA 100M basieren:

Die Kombination aus Einzelkomponenten (z. B. Detektor AVANSA 150MC mit externem Ventil anderer Hersteller) wählen wir hauptsächlich dann, wenn im Objekt bereits ein Ventil mit passenden Parametern installiert ist (z. B. aus einer vorherigen Sanierung) und nur eine korrekte Verbindung mit dem neuen Detektor erforderlich ist, oder wenn der Projektentwurf einen spezifischen Druckbereich erfordert, den das Standardset nicht abdeckt. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Detektor-Modellen von AVANSA werden detailliert im Artikel AVANSA 100M vs AVANSA 150MC vs AVANSA 200M: Vergleich und empfohlene Anwendung beschrieben.

Häufige Fehler bei der Auswahl und Montage des Ventils aus der Praxis

Im Laufe der Lieferungen und Servicearbeiten bei Detektionsanlagen begegnen wir wiederholt mehreren typischen Fehlern:

  • Auswahl nach Gewinde ohne Leistungsberechnung – oben beschrieben, führt zu Druckverlusten oder übermäßiger Überdimensionierung.
  • Verwechslung von NC mit NO bei der Einzelkauf von Komponenten verschiedener Hersteller – das System wirkt von außen funktionstüchtig, erfüllt aber nicht die Sicherheitsfunktion bei Stromausfall.
  • Montage in falscher Durchflussrichtung – das Ventil trägt auf dem Gehäuse eine Pfeilmarkierung der Durchflussrichtung; bei falscher Montage dichtet es entweder nicht richtig oder erfüllt die Dichtfunktion beim Schließen gar nicht.
  • Unzureichender gerader Rohrabstand vor dem Ventil – verursacht Turbulenzen und verkürzte Lebensdauer der Dichtung.
  • Platzierung des Ventils in ungeeigneter Umgebung ohne Rücksicht auf IP-Schutzklasse – die Spule, der Feuchtigkeit oder Kondensation ausgesetzt, kann ohne entsprechenden Schutz im Laufe der Zeit rosten und versagen.
  • Vergessen, dass nach Stromausfall das Ventil manuell erneut „gezogen“ oder das System neu gestartet werden muss – bei einigen Typen ist nach Schließung ein manueller Reset an der Steuereinheit erforderlich, nicht ein automatisches Wiederöffnen, was korrektes Sicherheitsverhalten ist, aber die Bedienung darauf vorbereitet und informiert sein muss.

Häufige Störungen und Ursachen von Fehlalarmen, die auch indirekt mit dem Schalten des Ventils zusammenhängen, werden im Artikel Häufige Störungen und Fehlalarme bei Gasdetektoren behandelt. Wir empfehlen auch, die regelmäßige Funktionsprüfung nicht zu unterschätzen – das Thema ist im Artikel Wartung, Kalibrierung und Lebensdauer der Sensoren von Gasdetektoren behandelt.

Platzierung des Ventils im Verhältnis zur Detektorposition

Das Elektromagnetventil wird nicht an die Position des Detektors, sondern an den Hauptgasanschluss des geschützten Raums installiert – meist direkt hinter dem Hauptabschlussventil oder dem Gaszähler, vor der ersten Aufteilung zu den einzelnen Verbrauchern. Der Detektor hingegen wird entsprechend dem Gasart (Erdgas steigt, Montage näher an der Decke; Propan-Butan sinkt, Montage näher am Boden) platziert – detaillierte Anweisungen zur Höhe und Platzierung finden Sie im Artikel Platzierung und Montagehöhe des Gasdetektors nach Gasart. Der Kabelanschluss zwischen Detektor und Ventil (bzw. zwischen Detektor, Steuereinheit und Ventil, falls es sich um separate Komponenten handelt) muss so verlegt werden, dass er nicht mechanisch beschädigt wird, und die Kabellänge sollte die vom Hersteller empfohlenen Werte nicht überschreiten, um Spannungsverluste an der Spule zu vermeiden.

Häufige Fragen zur Auswahl des Elektromagnetventils

Kann ich zum Detektor AVANSA 100M ein Ventil eines anderen Herstellers nachkaufen?

Ja, sofern das Ventil den elektrischen Parametern des Detektorausgangs (Spannung, maximaler Schaltstrom) entspricht und vom Typ NC (bei Spannung geöffnet, bei Spannungsschluss geschlossen) ist. Einfacher und sicherer hinsichtlich Garantie und Funktion ist es jedoch, direkt ein Komplettset zu wählen, z. B. AVANSA 100M mit Elektromagnetventil in der gewünschten Bohrung.

Was passiert mit dem Ventil bei einem Stromausfall im Haus?

Ein korrekt gewähltes Sicherheitsventil (NC/fail-safe) schließt sich bei Stromausfall automatisch, genauso wie bei einem Alarm des Detektors. Dieses Verhalten ist erwünscht, da bei Stromausfall die Detektion nicht funktioniert und das vorbeugende Schließen des Gases sicherer ist, als den Anschluss offen zu lassen.

Wie erkenne ich, welche Ventilbohrung ich benötige, wenn ich keinen Gasinstallationplan habe?

Am einfachsten ist es, die Summe der Nennleistungen aller Gasverbraucher hinter der Ventilmontageposition zu berechnen und mit den Orientierungswerten in der obigen Tabelle zu vergleichen (bis ca. 40 kW G1/2", bis ca. 80–90 kW G3/4", über diesen Wert G1"). Bei Grenzwerten oder komplexeren Leitungen empfehlen wir eine Beratung mit dem Gasinstallationplaner oder dem Wartungstechniker für Gasanlagen.

Muss das Ventil nach dem Schließen manuell zurückgesetzt werden, oder öffnet es sich von selbst erneut?

Die meisten Sicherheitssysteme sind so konzipiert, dass nach einem Alarm und Schließen des Ventils ein manuelles Reset an der Steuereinheit des Detektors erforderlich ist, nachdem der Raum entlüftet und die Ursache des Lecks beseitigt wurde. Ein automatisches Wiederöffnen ohne Eingriff der Bedienung wird in Sicherheitsanwendungen absichtlich nicht verwendet.

Kann ein einziges Elektromagnetventil gleichzeitig für Erdgas und Propan-Butan verwendet werden?

Mechanisch ja, sofern die Dichtungen aus einem für beide Medien geeigneten Material (z. B. FKM) bestehen. In der Praxis wird das Ventil jedoch immer für den konkreten Gasart im Projekt bestellt und zertifiziert, weshalb bei Änderung der Brennstoffart im Objekt die Ventilparameter erneut überprüft werden müssen.

Ist es ein Unterschied zwischen einem Ventil für die Haushaltsinstallation und einem für die industrielle Heizraum?

Ja, neben der Bohrung unterscheidet sich auch der Nenndruck PN, für den das Ventil zertifiziert ist, die Robustheit der Konstruktion und manchmal auch die Anforderungen an zusätzliche Positionsindikation (Endschalter) für die Anbindung an das übergeordnete Steuerungssystem der Heizanlage.

Fazit

Ein Solenoidventil ist nicht nur ein „Stück Metall mit Gewinde“, das man nach dem Gewinde des Rohres einfach so kauft – es ist eine funktionale Sicherheitskomponente des gesamten Detektionssystems, die dem tatsächlichen Gasdurchfluss, dem Mediumtyp, den elektrischen Parametern des Detektors entsprechen muss und als fail-safe (NC) ausgeführt sein muss. Bei normalen Installationen in Haushalten und kleineren Betrieben ist der einfachste und verlässlichste Weg, auf eine geprüfte Kombination aus Detektor und Ventil in einer Set-Lösung zurückzugreifen, bei der der Hersteller die gegenseitige Kompatibilität garantiert – beispielsweise AVANSA 100M mit Ventil G1/2" für Wohnungsheizkessel, mit Ventil G3/4" für mittlere Betriebe oder mit Ventil G1" für größere Heizräume. Eine vollständige Übersicht über Detektoren und zugehörige Lösungen finden Sie in der Kategorie Detektoren, wo wir Ihnen bei der Auswahl der konkreten Kombination auch individuell nach den Parametern Ihrer spezifischen Installation beraten.

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