Welche Leistung benötige ich für den Notstromgenerator für den Heizkessel
Wir bereiten Ihre Produkte noch vor.
Sie können sich aber auch andere Kategorien ansehen.
Warum ist die richtige Leistung einer Notstromversorgung für den Heizkessel eine Schlüsselfrage
Wenn ein Kunde mit der Frage kommt: „Welche Notstromversorgung soll ich für meinen Heizkessel kaufen?“, fragen wir ihn als Erstes nicht nach der Marke des Heizkessels, sondern nach dem, was die Quelle genau versorgen und wie lange. Die Leistung der Notstromversorgung ist nämlich ein Parameter, der entscheidet, ob das Gerät überhaupt starten und die angeschlossenen Verbraucher in Betrieb halten kann – und die Kapazität der Batterie entscheidet, wie lange das möglich ist. Dabei handelt es sich um zwei unterschiedliche Größen, die in der Praxis sehr oft verwechselt werden. Der Kunde kauft eine Quelle mit großer Batterie, aber unzureichender Leistung, und das Pumpwerk oder die Umwälzpumpe des Heizkessels startet einfach nicht, weil die Quelle den Anlaufstrom nicht schafft. Oder umgekehrt kauft er eine leistungsseitig überdimensionierte Quelle mit geringer Kapazität, die nur 20 Minuten hält, obwohl ein dreistündiger Stromausfall überbrückt werden musste.
Wir konzentrieren uns in diesem Artikel daher ausschließlich auf die Leistung – also darauf, wie viele Watt (W) oder Voltampere (VA) Ihr Heizkessel und Ihre Umwälzpumpe tatsächlich benötigen, wie sich dieser Wert berechnet, warum man auch mit dem Spitzenverbrauch beim Anlauf rechnen muss und wie man einen konkreten Avansa-Modell auswählt, damit die Quelle auch in zehn Jahren noch zuverlässig funktioniert. Themen wie die Auswahl der Batteriekapazität, die Dauer der Notstromversorgung oder die Montage behandeln wir detaillierter in separaten Artikeln dieser Rubrik, hier konzentrieren wir uns auf das Herzstück des Problems – die Leistung.
Was alles von der Notstromversorgung beim Heizkessel versorgt wird
Die verbreitete Vorstellung ist, dass ein „Heizkessel“ ein einziges Gerät mit einem einzigen Verbrauch ist. In der Realität handelt es sich jedoch um ein System aus mehreren Verbrauchern, die gleichzeitig laufen können, müssen aber nicht:
- Steuerungselektronik des Heizkessels – Display, Leiterplatte, Lüfter bei Brennwertkesseln, Zündelektrode. Leistung meist 50 bis 150 W, bei gasbetriebenen Brennwertkesseln mit modulierter Lüftung auch mehr während des Anlaufs.
- Heizkreis-Umwälzpumpe – moderne elektronisch gesteuerte Pumpen (z. B. Grundfos Alpha, Wilo Yonos) haben eine Leistung von 3 bis 45 W im Betrieb, ältere Asynchronpumpen jedoch 60 bis 90 W und beim Anlauf können sie kurzfristig sogar 2- bis 3-fachen Nennverbrauch aufnehmen.
- Umwälzpumpe für Warmwasser (WW), falls Teil des Systems – weitere 20 bis 60 W.
- Zonenventile und Servomotoren im Heizkreisverteiler – Einzelne bis mehrere Watt pro Stück, aber sie schalten nacheinander ein, nicht immer gleichzeitig.
- Thermostat und Regelung – vernachlässigbarer Verbrauch, im Bereich Einzelner Watt.
Die Summe der Nennleistungen in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus ergibt also meist zwischen 150 und 400 W im stationären Zustand. Das Problem ist jedoch, dass der „stationäre Zustand“ nicht der erste ist, den die Notstromversorgung meistert – sie muss den Moment des Einschaltens meistern, in dem sich die Motoren der Pumpen und Lüfter gleichzeitig starten.
Scheinleistung, Wirkleistung und warum das wichtig ist
Beim Kauf einer Quelle begegnen Ihnen zwei Einheiten – Watt (W) und Voltampere (VA). Bei rein ohmschen Lasten (z. B. Glühbirne oder Heizdraht) sind sie gleich. Bei Motoren, wie sie in Umwälzpumpen und Lüftern vorkommen, gilt das jedoch nicht – diese haben einen induktiven Charakter und ihre scheinbare Leistung (VA) ist höher als die Wirkleistung (W) um den Faktor des Leistungsfaktors (cos φ), der bei kleinen Motoren im Bereich von 0,6 bis 0,8 liegt.
Praktisch bedeutet das, dass eine Pumpe mit einer Nennleistung von 80 W tatsächlich 100 bis 130 VA von der Notstromversorgung verlangt. Ist die Quelle am Limit dimensioniert, kann es beim Anlauf des Motors, bei dem der Verbrauch mehrfach höher ist für 0,1 bis 0,5 Sekunden, zu einer Überlastung kommen und die Quelle schaltet sich schützend ab, oder im schlimmsten Fall verursacht die Wellenform des Spannungsverlaufs (bei günstigeren Wechselrichtern mit modifizierter Sinuswelle) dazu, dass die Elektronik des Heizkessels den Anlauf gar nicht als ordnungsgemäße Versorgung erkennt und der Heizkessel in eine Fehlfunktion läuft.
Warum ist die Art der Spannungswelle wichtig
Qualitativ hochwertige USV-Quellen wie Avansa arbeiten mit reiner Sinuswelle (Pure Sine Wave), was besonders bei Brennwertkesseln mit gesteuerten Lüftern und modernen Umwälzpumpen mit elektronischer Kommutation (EC-Motoren) wichtig ist. Diese haben eine eigene Elektronik, die empfindlich auf die Form des Spannungsverlaufs reagiert und bei Versorgung mit einem günstigen Wechselrichter mit rechteckiger oder trapezförmiger Welle Fehler melden, laut brummen oder sich überhaupt nicht starten können. Dies ist eine der häufigsten Ursachen für Reklamationen, wenn der Kunde einen günstigen „Solar-Wechselrichter“ kauft anstelle einer Quelle, die direkt für Heizkessel vorgesehen ist.
Wie man die erforderliche Leistung berechnet – Schritt für Schritt
Der empfohlene Ablauf bei der Leistungsauswahl ist folgender:
- Ermitteln Sie die Nennleistung des Heizkessels an der Aufkleber oder in der Dokumentation (meist 80–150 W bei gasbetriebenen Brennwertkesseln, bei Elektroheizkesseln Vorsicht – diese liefern wir normalerweise nicht aus einer USV, da ihre Leistung im Kilowattbereich liegt).
- Ermitteln Sie die Nennleistung der Umwälzpumpe (auf dem Aufkleber der Pumpe, typisch 25–90 W).
- Addieren Sie die Leistung zusätzlicher Komponenten – Zonenventile, WW-Pumpe, Regelung (meist 10–40 W insgesamt).
- Addieren Sie diese Werte – Sie erhalten die stationäre (Betriebs-)Leistung.
- Fügen Sie eine Reserve für den Anlaufstrom hinzu – wir empfehlen mindestens 50–100 % zusätzlich, bei älteren Asynchronpumpen locker auch 150 %.
- Vergleichen Sie das Ergebnis mit der Nennleistung (nicht der Spitzenleistung) der Notstromversorgung – die Nennleistung muss höher sein als Ihr berechneter stationärer Verbrauch und die Spitzenleistung der Quelle muss die Anlaufspitze abdecken.
Praxisbeispiel: Ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit einem gasbetriebenen Brennwertkessel (Leistung 120 W im Betrieb, während des Lüfteranlaufs kurzfristig bis zu 180 W) und einer elektronischen Grundfos Alpha 2-Umwälzpumpe (6–45 W). Die Summe der stationären Leistung beträgt ungefähr 150–165 W. Mit Reserve für die Spitzen liegt der erforderliche Leistungsbereich bei ca. 300 W. In diesem Fall reicht die Avansa 500 W vollständig aus, da sie ausreichend Reserve für eventuelle zukünftige Anschlussverbraucher hat.
Zweites Beispiel: Ein älteres Haus mit Standardheizkessel und klassischer Asynchron-Umwälzpumpe (Leistung 80 W, Anlaufstrom bis zu 200–250 W für einen Bruchteil einer Sekunde) plus WW-Pumpe (45 W) und zwei Zonen-Servomotoren (2 × 5 W). Die stationäre Summe beträgt ca. 135 W, aber die Anlaufspitze bei gleichzeitigem Start der Pumpen kann kurzfristig 400–450 W überschreiten. Hier empfehlen wir lieber die Avansa 700 W, die eine bequeme Reserve hat und nicht an den Grenzen ihrer Möglichkeiten arbeitet, was ihre Lebensdauer verlängert.
Schaltplan der Anschaltung der Notstromversorgung an den Heizkessel
Unten ist ein vereinfachter Schaltplan eines typischen Anschlusses dargestellt – die Notstromversorgung wird zwischen der Steckdose (Netz 230 V) und den Heizkessel mit Umwälzpumpe angeschlossen. Bei einem Stromausfall schaltet die Quelle innerhalb von Millisekunden (typisch bis zu 10 ms) automatisch auf die Batterie um, sodass der Heizkessel den Übergang nicht bemerkt.
Es ist wichtig, dass die Stromquelle direkt in die Steckdose angeschlossen wird, aus der der Heizkessel und die Pumpe betrieben werden – nicht über einen Verlängerungskabel mit Netzstabilisator oder über eine Steckdose mit nicht dazu gehörenden Verbrauchseinrichtungen (Kühlschrank, Fernseher). Ein detaillierter Anschlussplan und Empfehlungen zur Elektroinstallation finden Sie im Artikel Montage und Anschluss der Notstromquelle an den Heizkessel.
Vergleich der Leistungsstufen der Avansa-Serie
Die Avansa-Serie bietet mehrere Leistungsebenen, um den Strombedarf präzise an die reale Verbrauchssituation anzupassen – ohne übermäßige Überdimensionierung (die Geld kostet) und ohne Unterdimensionierung (die Ausfälle und Störungen verursacht). Übersicht:
| Modell | Nennleistung | Eignung |
|---|---|---|
| Avansa 300 W | 300 W | Kleiner Heizkessel ohne Umwälzpumpe, nur Steuerelektronik, Heizräume mit minimalem Stromverbrauch |
| Avansa 500 W | 500 W | Typischer Brennwertkessel + 1 elektronische Umwälzpumpe |
| Avansa 500 W + Batterie 46Ah | 500 W | Gleiche Anwendung wie oben, jedoch mit der Anforderung an eine längere Notstromversorgung (erweiterte Batterie) |
| Avansa 700 W | 700 W | Heizkessel + älterer Asynchronmotor + TÜV-Pumpe + Zonenventile |
| Avansa 1050 W | 1050 W | Größere Heizräume, mehrere Umwälzpumpen, Kombination mit weiteren notstromversorgten Verbrauchseinrichtungen (z. B. Pool-Umwälzpumpe, Netzrouter, Alarmanlage) |
Einen detaillierteren Vergleich der Leistungen finden Sie im Artikel Vergleich der Avansa-Notstromquellen nach Leistung, in dem wir auch die Unterschiede in der Batteriekapazität der einzelnen Modelle erläutern.
Warum Reserven berücksichtigen – Spitzen- vs. Dauerleistung
Einer der häufigsten technischen Fehler ist das Vergleichen nur der Dauerleistung der Verbraucher mit der Nennleistung der Stromquelle. In der Praxis ist auch die sogenannte Peak- (Spitzen-)Leistung wichtig, die die Quelle für einen kurzen Moment – meist einige Sekunden – liefern kann. Die qualitativ hochwertigen Avansa-Quellen haben typischerweise eine Peak-Leistung von 1,5- bis 2-facher Nennleistung, was genau diese Reserve ist, die den Anlauf des Pumpenmotors abdeckt.
Unten ist ein typischer Verbrauchskurve einer Umwälzpumpe beim Start dargestellt – eine kurze Spitze, die Sekundenbruchteile bis etwa 1-2 Sekunden andauert, gefolgt von einem Abfall auf die Dauerbetriebsleistung.
Fehlt der Quelle ausreichend Peak-Reserve, kommt es in diesem Moment entweder zu einem Schutzabschalten oder zu einem Spannungsabfall, den die Pumpe oder die Elektronik des Heizkessels als Netzstörung interpretiert. Deshalb empfehlen wir immer, eine Leistungskategorie höher zu wählen, als die reine Summe der Nennleistungen – besonders wenn im System eine ältere Pumpe ohne elektronische Regelung verbaut ist.
Zusammenhang zwischen Leistung und Batteriekapazität
Leistung und Batteriekapazität hängen zusammen, sind aber nicht Synonyme. Die Leistung (W) beschreibt, wie viel Energie die Quelle zu einem bestimmten Zeitpunkt liefern kann. Die Kapazität (Ah oder Wh) beschreibt, wie lange sie das tun kann. Eine Quelle mit hoher Leistung, aber geringer Batteriekapazität kann energieintensive Geräte zuverlässig starten, aber den Stromausfall nur kurzfristig abdecken. Umgekehrt kann eine Quelle mit großer Batteriekapazität, aber geringer Leistung den Stromausfall lange abdecken, aber möglicherweise nicht in der Lage sein, Geräte mit hohen Anforderungen an den momentanen Verbrauch zu starten.
Bei der Standardkonfiguration (Heizkessel + 1 Umwälzpumpe, Dauerleistung ca. 100-150 W) hält z. B. die Avansa 500 W mit Standardbatterie ca. 2-4 Stunden durch, während die Version Avansa 500 W + Batterie 46Ah aufgrund der größeren Batteriekapazität diese Zeit auf etwa das Doppelte verlängert, bei gleicher Leistung. Präzise Berechnungen der Dauer nach konkretem Verbrauch finden Sie im Artikel Wie lange hält die Notstromquelle bei Stromausfall und Empfehlungen zur Wahl der Kapazität im Artikel Welche Batteriekapazität ist für die Umwälzpumpe geeignet.
Praktische Szenarien aus der alltäglichen Montagepraxis
Szenario 1: Wohnung mit kombiniertem Gasheizkessel
Kleiner Brennwertkessel in der Wohnung, keine weitere Pumpe (die Kreislaufumwälzung erfolgt durch integrierte Pumpe im Kessel mit ca. 40-60 W). Die Dauerleistung des gesamten Kessels einschließlich Elektronik beträgt ca. 90-120 W. Hier reicht oft auch die Avansa 300 W, wenn dem Kunden nur das Überbrücken kurzer Stromausfälle (bis 30-60 Minuten) wichtig ist und er keine weiteren Verbrauchseinrichtungen betreiben will.
Szenario 2: Einfamilienhaus mit Fußboden- und Heizkörperheizung
Zwei Kreise, zwei Umwälzpumpen, Mischventil mit Servomotor, Kessel mit Lüfter. Die Summe der Dauerleistung beträgt hier meist ca. 220-280 W, Spitzen bei gleichzeitigem Anlauf beider Pumpen können kurzzeitig 500 W überschreiten. In diesen Fällen empfehlen wir die Avansa 700 W, die eine bequeme Reserve bietet.
Szenario 3: Haus mit Wärmepumpe Luft/Wasser als Ergänzung und Kessel als Reserve
Hier gilt es vorsichtig zu sein – die Wärmepumpe allein hat in der Regel eine Leistung im Kilowattbereich und eine Standard-Notstromquelle der Avansa-Serie ist nicht dafür vorgesehen, sie zu betreiben. In diesem Fall versorgen wir nur den Gasheizkessel und die Umwälzpumpen des Heizkreises, nicht den Kompressor der Wärmepumpe. Diese Unterscheidung ist entscheidend und in der Praxis die häufigste Quelle für Missverständnisse – der Kunde denkt, dass eine „Notversorgung für den Kessel“ den gesamten Heizsystem einschließlich der Wärmepumpe übernehmen kann, was bei Standardleistungen von 500-1050 W technisch nicht möglich ist.
Szenario 4: Heizraum mit mehreren Zonen und TÜV-Zirkulation
Mehrfamilienhaus oder größeres Einfamilienhaus mit mehreren Heizkreisen, TÜV-Umwälzpumpe, Umwälzpumpe und mehreren Servomotoren. Die Summe der Dauerleistung kann hier 350-400 W überschreiten und bei gleichzeitigem Anlauf mehrerer Komponenten sogar 700-800 W erreichen. Hier ist die Avansa 1050 W angebracht, die ausreichend Reserve auch für die Zukunft bietet, z. B. bei Erweiterung des Systems um einen weiteren Kreis.
Vorgehensweise bei der Auswahl – Entscheidungsdiagramm
Für eine schnelle Orientierung geben wir einen vereinfachten Ablauf an, wie man zur richtigen Leistungskategorie der Quelle gelangt.
Häufige Fehler bei der Leistungsberechnung
- Verzicht auf den Anlaufstrom - besonders bei älteren Umwälzpumpen ohne elektronische Regelung, bei denen der Unterschied zwischen Anlauf und ständiger Betriebsphase am größten ist.
- Verzicht auf die TÜV-Pumpe oder Zirkulation - der Kunde berechnet nur den Heizkreis, vergisst aber, dass im gleichen Verteiler auch eine Warmwasser-Pumpe ist.
- Versuch, auch komprimierte Geräte zu versorgen - Wärmepumpen, Klimaanlagen, große Pool-Umwälzpumpen - diese gehören in eine völlig andere Leistungskategorie von Notstromaggregaten.
- Unterschätzung der Spannungsqualität - günstige Wechselrichter mit modifizierter Sinuswelle können bei ausreichender Leistung Fehlermeldungen am Kessel auslösen.
- Anschluss des Generators über einen Verlängerungskabel mit Spannungsstabilisator oder Überspannungsschutz, der die Messung verzerrt und die tatsächlich verfügbare Leistung verringern kann.
Weitere Informationen zu den daraus resultierenden Fehlern finden Sie in unserem Artikel „Häufige Fehler bei Notstromaggregaten für Heizkessel“.
Wie Sie den tatsächlichen Verbrauch Ihres Heizkessels und der Pumpe überprüfen können
Falls Sie sich nicht sicher sind, welche Werte die Leistung betreffen, ist die verlässlichste Methode:
- Den Herstellerstempel des Heizkessels direkt ansehen (meist auf der Innenseite des Deckels) - dort ist die elektrische Leistung in Watt angegeben.
- Den Stempel der Umwälzpumpe ansehen - dieser ist meist direkt an der Pumpe befestigt, der Wert P1 (Leistung) ist der relevante, nicht P2 (Leistung am Antrieb).
- Falls die Stempel nicht lesbar sind, einen Wattmeter (Verbrauchsmesser) zwischen Steckdose und Kessel anschließen, der den tatsächlichen Verbrauch während des normalen Betriebs und beim Start der Umwälzpumpe misst.
- Bei Zweifeln den Techniker oder den Heizkesselservice kontaktieren, der über die technische Dokumentation verfügt.
Dieser Thematik widmen wir uns ausführlich im Artikel „Wie man den Verbrauch des Heizkessels und der Pumpe für die Notversorgung ermittelt“, in dem Sie auch einen detaillierten Leitfaden für die Verwendung des Wattmeters und eine Tabelle mit typischen Werten nach Kesselmärkten finden.
Empfehlungen nach Art des Heizsystems
| Typ des Systems | Schätzender ständiger Verbrauch | Empfohlenes Modell |
|---|---|---|
| Wohnungsgas-Kombi-Anlage, ohne externe Pumpe | 60-120 W | Avansa 300 W |
| Familienhaus, 1 Heizkreis, elektronische Pumpe | 100-180 W | Avansa 500 W |
| Familienhaus, Anforderung an längere Betriebsdauer bei Stromausfall | 100-180 W | Avansa 500 W + Batterie 46Ah |
| Haus mit 2 Kreisen, ältere Pumpen, TÜV-Pumpe | 180-300 W | Avansa 700 W |
| Große Heizraum, mehrere Zonen, Reserve für die Zukunft | 300-500 W | Avansa 1050 W |
Häufig gestellte Fragen zur Leistung des Notstromaggregats für den Heizkessel
Reicht mir ein Aggregat mit der Leistung, die exakt der Leistung des Heizkessels entspricht?
Wir empfehlen das nicht. Auch wenn die Nennleistung des Kessels und der Pumpe niedriger als die Leistung des Aggregats ist, muss man mit dem Anlaufstrom beim Start der Umwälzpumpe und des Lüfters rechnen, der vorübergehend deutlich höher sein kann. Deshalb wählen wir immer ein Modell mit einer Reserve von mindestens 50-100 % über der ständigen Leistung.
Kann ich an das gleiche Aggregat auch einen Router anschließen, damit der Internet und der WLAN-Thermostat funktioniert?
Ja, solange die Leistung im Rahmen der Leistungsreserve des Aggregats bleibt. Ein Router hat eine Leistung im Bereich von 5-15 W, was im Vergleich zur Kesselleistung vernachlässigbar ist, weshalb bei Modellen ab 500 W meist kein Problem besteht.
Ist es ein Unterschied, ob ein Gas- oder Elektrokessel angeschlossen wird?
Ja, entscheidend. Ein Gasheizkessel hat eine elektrische Leistung nur für die Steuerung, den Zündung und die Pumpen - im Bereich von einigen hundert Watt. Ein Elektrokessel erwärmt das Wasser direkt mit elektrischer Energie und hat eine Leistung im Bereich von Kilowatt bis zu mehreren Zehntausend Watt, was ein typisches Notstromaggregat wie Avansa nicht abdecken kann. Aggregate dieses Typs sind für Gas-, Festbrennstoff- oder Pelletkessel gedacht, bei denen die Elektrik nur für die Steuerung und den Betrieb dient, nicht für den direkten Heizvorgang.
Wie erkenne ich, dass das Aggregat unterdimensioniert ist?
Typische Anzeichen sind: Der Kessel gibt bei Wechsel auf die Batterie eine Fehlermeldung aus, die Pumpe startet und stoppt sofort, das Aggregat piept und meldet eine Überlastung, oder das Aggregat schaltet sich kurz nach dem Anlauf der Pumpe selbst ab. Falls dies auftritt, ist ein Wechsel zu einem leistungsfähigeren Modell erforderlich.
Lohnt es sich immer, die höchste Leistung zu kaufen, um Sicherheit zu haben?
Nicht unbedingt. Eine höhere Leistung bedeutet oft auch einen höheren Preis und manchmal größere Abmessungen des Geräts. Ziel ist es, eine Leistung zu wählen, die eine vernünftige Reserve (50-100 % über der ständigen Leistung) hat, nicht eine überdimensionierte Quelle, die Sie nur zu 10-20 % ihrer Kapazität nutzen würden.
Ändert sich die erforderliche Leistung, wenn ich einen weiteren Heizkörper kaufe oder den Heizkreis verlängere?
Das Hinzufügen eines Heizkörpers erhöht nicht die elektrische Leistung der Verbraucher - was sich verändert, ist die Heizleistung, nicht die elektrische Leistung der Pumpe. Die Leistung der Umwälzpumpe ändert sich nur, wenn sich der Typ, die Drehzahl oder wenn eine zusätzliche Pumpe für einen neuen Kreis hinzugefügt wird.
Fazit
Beim Kauf eines Notstromaggregats für den Heizkessel ist die Leistung die erste und wichtigste Eigenschaft, die man korrekt beurteilen muss - noch bevor man sich mit der Batteriekapazität und der Dauer der Notversorgung beschäftigt. Wichtig ist, die tatsächlichen Leistungen aller Verbraucher (Heizkessel, Umwälzpumpe, ggf. TÜV-Pumpe und Servomotoren) zu addieren, eine angemessene Reserve für Anlaufspitzen hinzuzufügen und danach das konkrete Modell auszuwählen. Für ein durchschnittliches Familienhaus mit einer modernen Umwälzpumpe reicht Avansa 500 W, bei älteren Pumpen oder mehreren Kreisen empfehlen wir Avansa 700 W, und bei größeren Heizräumen oder bei der Anforderung an Reserve für die Zukunft Avansa 1050 W. Falls Sie unsicher sind, wie hoch der Verbrauch Ihres konkreten Systems ist, helfen wir Ihnen gerne bei der Auswahl - senden Sie einfach den Typ des Kessels und der Umwälzpumpe und wir empfehlen ein Modell mit der passenden Leistungsreserve.
Haben Sie eine Frage zu diesem Thema?
Können Sie sich nicht entscheiden oder haben Sie eine konkrete Situation in Ihrem Haushalt? Schreiben Sie uns - wir beraten Sie gerne.
