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Solare Rohre und Edelstahlwellrohre – wie funktionieren sie

Wenn von der Solarwassererwärmung die Rede ist, konzentriert sich die Aufmerksamkeit meist auf die Dachkollektoren und den Speicher im Technikraum. Zwischen diesen beiden Komponenten muss jedoch ein Rohrleitungsführungsverlauf verlaufen – und gerade dieser, auf den ersten Blick unauffällige Bestandteil entscheidet darüber, ob das System zuverlässig Jahrzehnte lang funktioniert oder zur häufigsten Fehlerquelle wird. Der Solarkreislauf ist nämlich kein gewöhnlicher Wasserversorgungsanschluss. Es handelt sich um einen geschlossenen, druckbehafteten Kreislauf, in dem eine heiße Wärmeträgerflüssigkeit zirkuliert, und die Rohrleitung muss Temperaturschwankungen, Druck sowie die eigene chemische Belastung der Füllung standhalten.

In der Praxis begegnen wir beim Leitungsverlauf zwischen Kollektor und Technikraum grundsätzlich zwei Zugängen: dem klassischen Rohrleitungssystem (Kupfer oder Edelstahl), das vor Ort während der Montage zusätzlich isoliert werden muss, oder der vorgefertigten, isolierten Flexrohre 2in1, bei der Zuleitung und Rücklauf in einem flexiblen, bereits isolierten Mantel kombiniert sind. Hinzu kommt noch der Sonderfall – Edelstahlrohre in Wellrohrform, die dort eingesetzt werden, wo die Leitung durch einen Dachdurchgang geführt werden muss, ein Hindernis umgangen werden soll oder mehrere Kollektoren ohne unnötige Bögen und Verbindungen verbunden werden.

Dieser Artikel erklärt, wie die Solarrohre in das Gesamtsystem passen – vom Kollektor über die Pumpeinheit und die Steuereinheit bis hin zum Solarspeicher – und wann sich Edelstahlwellrohre lohnen, wann die vorgefertigte Flexrohre 2in1 und worauf man beim Befüllen, Entlüften und Befestigen der Kollektoren achten muss, von denen sich auch der Leitungsverlauf ableitet.

Was ist ein Solarsystem zur Warmwassererzeugung und wo passt die Rohrleitung hinein

Vier Hauptkomponenten des SolarsystemsSolarkollektorenAuf dem DachFangen Strahlung einSolarwarmwasserspeicherWärmetauscherIndirekte ErwärmungPumpeinheitSorgt für den KreislaufPumpe+VentileSteuereinheitSchaltet die PumpeNach Temperatur

Ein Solarsystem besteht aus vier miteinander verbundenen Komponenten, die durch Rohrleitungen miteinander verbunden sind.

Ein Solarsystem zur Warmwassererzeugung (Solarwassererwärmungsanlage) besteht aus vier Hauptkomponenten: Solarkollektoren auf dem Dach, die Sonnenstrahlung einfangen und den Wärmeträger (eine Mischung aus Wasser und Frostschutzmittel) erwärmen, einem Solarwarmwasserspeicher mit Wärmetauscher, einer Pumpeinheit, die den Flüssigkeitskreislauf sichert, und einer Steuereinheit, die den gesamten Prozess nach Temperaturangaben ein- und ausschaltet. Die Rohrleitung ist das Element, das alle diese Komponenten physisch verbindet – sie leitet die heiße Flüssigkeit vom Kollektor zum Wärmetauscher im Speicher und die kühler zurücklaufende Flüssigkeit wieder zum Kollektor.

Es ist wichtig zu beachten, dass das Solarsystem den Hauptheatungsbedarf nicht ersetzt, sondern lediglich ergänzt. Es kann vor allem im Sommer die Warmwassererzeugung übernehmen, wenn genügend Sonnenstrahlung vorhanden ist und der Heizwärmebedarf minimal oder gar nicht besteht. Außerhalb der Sommersaison erwärmt das System das Wasser nur teilweise, und der Rest wird durch den Heizkessel oder die Wärmepumpe über den zweiten Wärmetauscher im Speicher ergänzt. Wenn Sie überlegen, ob und wie groß ein Solarsystem in Ihre Haushaltsanlage integriert werden soll, lohnt es sich, zunächst die grundlegenden Auswahlkriterien im Artikel Wie man ein Solarsystem zur Warmwassererzeugung auswählt durchzugehen – die Rohrleitung und deren Verlauf sind erst dann sinnvoll zu planen, wenn klar ist, wie viele Kollektoren, welcher Speicher und welche Leitungsverläufe das System benötigt.

Gerade deshalb, weil es sich um eine ergänzende, nicht um eine primäre Wärmequelle handelt, lohnt es sich auch, darüber nachzudenken, wie der Solarkreislauf an das bestehende Heizsystem angeschlossen wird. Dieser Thematik widmet sich der Artikel Solarwärme als Ergänzung zum Heizkessel, in dem Sie auch Zusammenhänge zwischen dem Rohrleitungsführungsverlauf und der Position des Technikraums im Verhältnis zum Heizkessel finden.

Welche Anforderungen stellt der Solarkreislauf an die Rohrleitung

Der Solarkreislauf ist ein geschlossener, druckbehafteter System mit eigenem Ausdehnungsgefäß, das die Volumenausdehnung des Wärmeträgers bei hohen Temperaturen kompensiert. Dies hat direkte Auswirkungen darauf, welche Rohrleitung in den Kreislauf eingesetzt werden darf – es handelt sich nicht um einen gewöhnlichen, drucklosen Leitungsanschluss, sondern um einen Kreislauf, der langfristig Druck, Temperaturschwankungen und den Kontakt mit Frostschutzmittel standhält.

Die Wärmeträgerflüssigkeit im Kreislauf ist kein reines Wasser, sondern eine Mischung aus Wasser und Frostschutzmittel, die dafür sorgt, dass die Flüssigkeit in den Rohrleitungen auf dem Dach selbst an frostigen Winternächten nicht einfriert. Gleichzeitig gilt, dass an heißen Sommertagen, wenn der Speicher bereits vollständig erwärmt ist und die Pumpe stillsteht, die Flüssigkeit im Kollektor und in dem angrenzenden Rohrleitungsteil hohe Temperaturen erreichen kann. Die Rohrleitung, die Verbindungen und Dichtungen müssen daher entsprechend widerstandsfähig sein – das gilt gleichermaßen für klassische Kupfer- oder Edelstahlrohre wie auch für vorgefertigte, isolierte Flexrohre oder Edelstahlwellrohre.

Das System wird manuell oder elektrisch über Befüllventile mit einer Befüllpumpe befüllt und entlüftet, ähnlich wie ein klassisches Heizkreis. Das bedeutet, dass die Rohrleitung und ihre Verbindungen so geführt und montiert werden müssen, dass der gesamte Kreislauf zuverlässig befüllt und vor allem entlüftet werden kann – Luftblasen in schlecht geführten Rohrleitungen behindern die ordnungsgemäße Zirkulation der Flüssigkeit und können zu Überhitzung des Kollektors oder zu Lärm bei der Pumpe führen. Mehr dazu, wie Befüllung und Entlüftung in der Praxis ablaufen und welche Störungen dabei am häufigsten auftreten, finden Sie im Artikel Service, Befüllung und häufige Störungen von Solarsystemen.

Klassische Rohrleitung mit Isolierung vs. vorgefertigte Flexrohre 2in1

Drei Arten von SolarrohrenKlassische RohrleitungKupfer/EdelstahlIsolierung vor OrtFlexrohre 2in1VorgefertigtSchnellerer MontageprozessEdelstahlwellrohrFlexibel, ohne IsolierungKurze anspruchsvolle Abschnitte

Die Wahl des Rohrleitungstyps hängt von der Länge und der Komplexität der Strecke zwischen Kollektor und Speicher ab.

Beim Auswählen der Verlegung zwischen Kollektor und Technikraum gibt es grundsätzlich zwei Wege. Der erste ist das klassische Kupfer- oder Edelstahlrohr, das als zwei separate Leitungen (Vorlauf und Rücklauf) verlegt wird, die nachträglich isoliert werden müssen – also erst nachdem sie an Ort und Stelle, auf dem Dach und im Schacht oder Kehrichtkanal, durch den sie in das Haus führen, montiert wurden. Der zweite Weg ist das vormontierte Flexrohr 2v1, bei dem Vorlauf und Rücklauf in einem flexiblen, bereits von der Produktion isolierten Mantel verbunden sind.

Dieser Unterschied hat einen direkten Einfluss auf die Dauer und die Komplexität der Montage. Beim klassischen Rohr muss die Montagefirma nach dem Verlegen der Rohre noch die Wärmedämmung vor Ort anbringen – auf dem Dach, wo unter erschwerten Bedingungen in der Höhe gearbeitet wird, sowie im Schacht oder Kehrichtkanal, wo der Platz begrenzt ist. Beim Flexrohr 2v1 entfällt dieser Schritt komplett, da die Dämmung bereits Teil des Rohres ist. Das verkürzt die Montagezeit, was besonders bei langen Strecken oder bei Sanierungen geschätzt wird, wenn in einem bewohnten Haus gearbeitet wird und jede eingesparte Montagestunde weniger Einschränkungen für die Haushaltsführung bedeutet.

Solare Flexrohr 2 in 1, 10 m

Solare Flexrohr 2 in 1, 10 m

Vormontiertes, flexibles Zweirohrleitungssystem – Vorlauf und Rücklauf in einem Mantel, vorbereitet für die schnelle Montage der Verlegung zwischen Kollektor und Technikraum ohne Notwendigkeit einer nachträglichen Dämmung.

Preis: 308,75 €

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Die Wahl zwischen beiden Varianten ist meist nicht eine Frage von „besser oder schlechter“, sondern eine Frage der konkreten Strecke und des Budgets. Eine gerade, gut zugängliche Strecke lässt sich auch mit klassischem Rohr und Dämmung lösen, während längere oder kompliziertere Strecken, bei denen eine nachträgliche Dämmung vor Ort viel Arbeit bedeutet, das Gebiet des Flexrohres 2v1 sind. Bei kurzen, aber mechanisch anspruchsvollen Abschnitten – beispielsweise direkt beim Durchgang durch das Dach oder bei der Verbindung der Kollektoren untereinander – wird häufiger auf Edelstahlrohr in Form eines Wellrohres zurückgegriffen, dem sich der nächste Abschnitt widmet.

Edelstahlrohr (Wellrohr) – flexibles Lösung für kurze und anspruchsvolle Abschnitte

Edelstahlrohr, beziehungsweise Wellrohr, ist ein flexibles Edelstahlrohr für die Verlegung zwischen Kollektor und Speicher, beständig gegen die hohen Temperaturen der solarer Flüssigkeit. Im Gegensatz zum vormontierten Flexrohr 2v1 handelt es sich hierbei um ein eigenständiges Rohr ohne eigene Wärmedämmung – diese muss, ähnlich wie bei klassischem Kupfer- oder Edelstahlrohr, nachträglich ergänzt werden. Seine Hauptvorteil ist jedoch die Flexibilität in Kombination mit der Beständigkeit des Edelstahlmaterials.

In der Praxis wird das Wellrohr vor allem dort eingesetzt, wo ein festes, gerades Rohr mehrere Bögen und Knicke erfordern würde – also mehrere potenzielle Stellen von Undichtigkeiten. Ein typisches Beispiel ist die Verbindung der einzelnen Kollektoren miteinander, wobei das Wellrohr den Abstand zwischen Vorlauf und Rücklauf benachbarter Kollektoren überbrücken kann, ohne dass es notwendig ist, ein festes Knie und zwei weitere Verbindungen zu verwenden. Ebenso eignet sich das Wellrohr beim Durchgang durch die Dachbedeckung oder die Dachkonstruktion, wo der Platz begrenzt ist und das Rohr sich der Form des Durchgangs anpassen muss, oder bei der Anschluss an die Pumpeinheit in engen Räumen des Technikraums, wo ein festes Rohr einfach nicht „abbiegen“ kann.

Edelstahlrohr, Wellrohr

Edelstahlrohr, Wellrohr

Flexibles Edelstahlrohr für die Verlegung zwischen Kollektor und Speicher, beständig gegen die hohen Temperaturen der solarer Flüssigkeit – geeignet für die Verbindung der Kollektoren, Durchgang durch das Dach und Anschluss in engen Räumen.

Preis: 3,81 €

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Die geringere Einzelpreis des Wellrohres im Vergleich zu der ganzen Flexrohr 2v1 ist kein Zufall – es handelt sich um einen anderen Produkttyp, der eher für ergänzende, kürzere Abschnitte der Strecke als für die gesamte Länge der Verlegung zwischen Dach und Technikraum bestimmt ist. In der Praxis werden beide Ansätze daher oft kombiniert: Die Hauptstrecke, also die längere Strecke, wird von der Montagefirma mit vormontiertem Flexrohr oder klassischem isoliertem Rohr gelöst, während kurze, formschweren Abschnitte in der Nähe der Kollektoren oder der Pumpeinheit mit Edelstahl-Wellrohr abgeschlossen werden.

Solarer Warmwasserspeicher – wie wird er angeschlossen

Ein solarer Warmwasserspeicher hat gegenüber einem normalen Boiler zusätzlich mindestens einen Wärmetauscher, der an den Solaranlagenkreis angeschlossen ist, oft auch einen zweiten Wärmetauscher, der für die Nachheizung durch die Heizung vorgesehen ist. Das Wasser im Speicher wird indirekt erhitzt – die solarer Flüssigkeit zirkuliert getrennt, in einem eigenen geschlossenen Kreislauf, und kommt niemals in direkten Kontakt mit dem Brauchwasser, das aus den Wasserarmaturen fließt. Das Rohr vom Kollektor endet also nicht „im Wasser“ des Speichers, sondern ist an den Anschluss und Ablauf des solarer Wärmetauschers angeschlossen, der Teil der Speicherkonstruktion ist.

Diese Trennung der Kreise hat auch eine praktische Konsequenz für das Rohr selbst: Da die Wärmeträgerflüssigkeit niemals den geschlossenen solarer Kreis verlässt, muss das Rohr und alle seine Verbindungen langfristig dicht sein, denn ein Leck bedeutet nicht nur den Verlust von Wasser, sondern den Verlust einer Mischung mit Frostschutzmittel, die nachgefüllt und der Kreislauf erneut entlüftet werden muss. Beim Auswählen des konkreten Speichers, seines Volumens und der Anzahl der Wärmetauscher lohnt es sich, auf den detaillierteren Leitfaden Welchen solarer Warmwasserspeicher benötige ich zurückzugreifen, in dem auch Zusammenhänge zwischen der Größe des Speichers und der Länge oder dem Durchmesser der Rohrleitung zu finden sind.

Pumpeinheit und Steuereinheit – was treibt die Zirkulation im Rohr an

Das Rohr allein wäre ohne Antrieb sinnlos – die Flüssigkeit bewegt sich darin nicht von alleine. Dafür sorgt die Pumpeinheit in Zusammenarbeit mit der Steuereinheit. Die Steuereinheit (Solarsteuerung) vergleicht die Temperatur am Kollektor und im Speicher mithilfe von Sensoren, und wenn der Kollektor um eine vorher eingestellte Differenz wärmer ist als der Speicher, schaltet sie die Umwälzpumpe der Solaranlage ein. Wenn sich die Temperaturdifferenz verringert oder der Kollektor nicht mehr wärmer ist, schaltet sich die Pumpe wieder aus – das System läuft also automatisch, ohne manuelle Eingriffe.

Die Pumpeinheit ist dabei nicht nur das eigentliche Pumpwerk. In einem kompakten Block sind auch Schließventile, Thermometer, Manometer und Sicherheitsventil enthalten, was die Montage und den späteren Service erheblich vereinfacht – alle wichtigen Komponenten zur Bedienung des Kreislaufs sind an einem Ort, an einem Punkt, anstatt dass sie sich über die gesamte Rohrleitung verteilen würden.

Solare Pumpeinheit ZP2-12 ECO

Solare Pumpeinheit ZP2-12 ECO

Komplett Pumpeinheit (Umwälzpumpe, Ventile, Manometer, Sicherheitsventil) für die Zirkulation der solarer Flüssigkeit zwischen Kollektor und Speicher – angeschlossen direkt an die Rohrleitung vom Kollektor und in den Speicher.

Preis: 750,55 €

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Die Steuereinheit, die den gesamten Prozess auswertet, ist beispielsweise die Regelung Euroster 813 Solar – ein Gerät, das die Temperatur des Kollektors und des Speichers vergleicht und anhand des eingestellten Temperaturunterschieds die Umwälzpumpe in der Pumpeneinheit ein- und ausschaltet.

Euroster 813 Solar

Euroster 813 Solar

Solare Regelung (Steuerung) zur Steuerung der Pumpe anhand des Temperaturunterschieds zwischen Kollektor und Speicher.

Preis: 108,94 €

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Preisvergleich der Komponenten des SolarkreislaufsWellrohr (Edelstahl)3,81 €Euroster 813 Solar108,94 €Flexrohr 2in1, 10 m308,75 €Pumpeneinheit750,55 €

Die Preise der einzelnen Komponenten, die im Artikel erwähnt werden, variieren stark je nach ihrer Funktion im System.

Die Kombination aus Rohrleitung, Pumpeneinheit und Steuereinheit funktioniert also wie ein Ganzes – das Rohr ist die „Straße", die Pumpeneinheit ist der „Motor" und die Steuereinheit ist das „Gehirn", das entscheidet, wann sich die Flüssigkeit auf dieser Straße bewegen soll. Ein detaillierterer Vergleich der verfügbaren Steuereinheiten und Pumpenmodule finden Sie im Artikel Steuerungen und Pumpenmodule von Solarsystemen.

Anbringung der Kollektoren und Rohrleitungsführung je nach Dachtyp

Die Rohrleitungsführung hängt immer davon ab, wie und wo die Kollektoren auf dem Dach oder an der Fassade befestigt sind. Die Kollektoren werden mit einer spezialisierten Montagekonstruktion befestigt, die sich je nach Dachtyp unterscheidet – auf einem Schrägdach variiert die Konstruktion je nach Dachbedeckung (Schiefer, Blech, Wellblech), auf einem Flachdach wird eine Konstruktion mit einstellbarem Neigungswinkel verwendet, meist mindestens 15°, damit der Kollektor sich durch Regenwasser selbst reinigen kann, und schließlich gibt es auch die Möglichkeit, die Kollektoren an der Fassade oder direkt am Boden zu befestigen. Die Konstruktion muss immer exakt den Maßen des jeweiligen Kollektor-Typs entsprechen.

Für die Rohrleitung bedeutet dies, dass die Dachneigung, der Typ der Konstruktion und die genaue Position der Kollektoren bestimmen, wo die Rohrleitung verläuft, wie viele Biegungen sie hat und wo ein Durchgang durch die Dachkonstruktion erforderlich ist. Bei einem Flachdach mit einstellbarem Neigungswinkel des Kollektors steht in der Regel auch eine ebene Fläche des Daches in der Nähe der Konstruktion zur Verfügung, auf der die Rohrleitung ziemlich geradlinig zum Durchgang geführt werden kann. Bei einem Schrägdach hingegen muss die Rohrleitung oft die Neigung der Dachfläche nachahmen und entlang der Sparren oder Latten bis zum Durchgang verlaufen.

Befestigungskit für Kollektoren auf Flachdach bis 15° Neigung

Befestigungskit für Kollektoren auf Flachdach bis 15° Neigung, für Kollektor KS 2100F 1,82m²

Montagekonstruktion zur Befestigung eines flachen Kollektors auf einem Flachdach mit einstellbarem Neigungswinkel – bestimmt auch, wo die angeschlossene Rohrleitung zum Durchgang in das Haus verläuft.

Preis: 117,34 €

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Genau aus diesem Grund lohnt es sich nicht, die Auswahl der Konstruktion und die Planung der Rohrleitung getrennt zu betrachten – die Konstruktion bestimmt die Position des Kollektors, die Position des Kollektors bestimmt die kürzeste und günstigste Rohrleitungsführung, und diese Führung entscheidet schließlich, ob sich ein klassisches Rohr, ein vorkonditioniertes Flexrohr 2in1 oder eine Kombination mit Edelstahlwellrohr für anspruchsvollere Abschnitte lohnt. Weitere Informationen zur Befestigung von Kollektoren an verschiedenen Dach- und Fassadentypen finden Sie im Artikel Befestigung von Kollektoren – Schrägdach, Flachdach, Fassade.

Ausdehnungsgefäß, Befüllung und Entlüftung des Kreislaufs

Wie bereits erwähnt, ist der Solarkreislauf ein geschlossenes Drucksystem. Ein eigenes Ausdehnungsgefäß ist daher ein Bestandteil dieses Kreislaufs, das die Volumenausdehnung des Wärmeträgers bei hohen Temperaturen kompensiert – ohne dieses würde der Druck im Kreislauf bei Erwärmung der Flüssigkeit unkontrolliert ansteigen. Das Ausdehnungsgefäß wird in der Regel in der Technikzone, in der Nähe der Pumpeneinheit, montiert und ist über Rohrleitungen genauso angeschlossen wie der Rest des Kreislaufs.

Das System wird mit einer manuellen oder elektrischen Befüllpumpe über Befüllventile gefüllt und anschließend entlüftet, ähnlich wie ein klassischer Heizkreislauf. Dieser Schritt wird nicht nur bei der ersten Inbetriebnahme des Systems, sondern auch bei Wartungsarbeiten durchgeführt – beispielsweise, wenn Luft aufgrund irgendeiner Ursache in den Kreislauf gelangt ist oder wenn ein Teil der Rohrleitung oder Komponenten ausgetauscht wurde. Eine gut geplante Rohrleitung, ohne überflüssige Hochpunkte, an denen sich Luft sammeln könnte, erleichtert diesen Prozess erheblich. Im Gegensatz dazu kann eine Rohrleitung mit falsch positionierten Biegen oder überflüssigen Schlaufen die Entlüftung erschweren und wiederkehrende Probleme mit Lärmbildung der Pumpe oder ungleichmäßiger Erwärmung verursachen.

Die regelmäßige Überprüfung des Drucks im Kreislauf, des Zustands des Ausdehnungsgefäßes und der Dichtheit der Rohrverbindungen gehören zu den grundlegenden Aufgaben der laufenden Wartung des Solarsystems. Ein detaillierter Überblick über alles, was die Wartung beinhaltet und welche Störungen sich in der Praxis am häufigsten beheben lassen, finden Sie im Artikel Wartung, Befüllung und häufige Störungen von Solarsystemen.

Montage der Rohrleitung – praktischer Ablauf und was man beachten muss

Ablauf der Montage der SolarrohrleitungDachtypPosition des KollektorsRohrleitungsführungAuswahl der RohrleitungAnschluss an KomponentenBefüllung/Entlüftung

Jeder Montageschritt des Rohrsystems baut auf dem vorhergehenden auf, von der Dachform bis hin zur Entlüftung des Kreislaufs.

Die Montage des Solarsystems selbst, einschließlich der Rohrleitung, folgt einem logischen Ablauf. Zunächst wird je nach Dachform die Konstruktion zur Befestigung der Kollektoren gewählt und montiert. Anschließend wird die Route der Rohrleitung von den Kollektoren bis zum Übergang ins Haus und weiter zur Technikzone festgelegt. Hier entscheidet man, ob man ein klassisches Rohrsystem mit zusätziger Isolierung, ein vorgefertigtes, isoliertes Flexrohr 2in1 oder eine Kombination mit Edelstahlwellrohr für kurze, geometrisch anspruchsvolle Abschnitte – beispielsweise direkt an der Verbindung der Kollektoren oder beim Übergang durch die Dachkonstruktion – verwendet.

Nach dem Verlegen der Rohrleitung folgt die Anschlussdurchführung an die Pumpeneinheit und die Steuereinheit auf der einen Seite und an den Solarspeicher (genauer: an dessen Solarentwärmer) auf der anderen Seite. Die Komponenten selbst – die Pumpeneinheit mit ihren Ventilen, Manometern und Sicherheitsventil – werden in der Regel direkt nebeneinander in einem Block montiert, was auch die Anschlussdurchführung an beiden Seiten vereinfacht. Zum Abschluss wird der gesamte Kreislauf mit Wärmeträgerflüssigkeit gefüllt und über die Füllpumpe an den Füllventilen entlüftet, die Steuereinheit wird eingestellt und das System in die Probephase übernommen.

Gerade deshalb, weil es sich um einen mehrschrittigen Prozess handelt, bei dem jeder Schritt den nächsten beeinflusst (Dachform → Kollektorposition → Rohrleitungsrouten → Auswahl des Rohrleitungs-Typs → Anschluss an die Komponenten → Befüllung und Entlüftung), lohnt es sich, vor der Montage einen klaren Plan zu haben. Ein detaillierter Schritt-für-Schritt-Plan, einschließlich Empfehlungen zur Reihenfolge der einzelnen Schritte, finden Sie im Artikel Montage des Solarsystems – Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Reale Beispiele aus der Praxis

Einfamilienhaus mit schräger Schindeldecke, Sanierung eines bestehenden Hauses. Die Kollektoren sind auf dem schrägen Dach montiert und die Technikzone mit Speicher und Heizkessel befindet sich im Keller, was eine relativ lange Rohrleitungslänge bedeutet – durch den Kniestock, entlang des Firstes, durch die Leerrohre bis in den Keller. Bei dieser Länge der Route und beim Übergang durch mehrere konstruktive Ebenen des Hauses (Kniestock, Wohnetage, Keller) entschied sich das Montageunternehmen für ein vorgefertigtes, isoliertes Flexrohr 2in1 anstelle des klassischen Rohrsystems. Der Grund lag hauptsächlich darin, dass eine zusätzliche Isolierung des klassischen Rohrsystems bei einer so langen und zergliederten Route, teilweise in Höhe des Kniestocks und teilweise in der engeren Leerrohre, die Montage erheblich verlängert hätte. Direkt an den Kollektoren, wo zwei Kollektorreihen miteinander verbunden werden mussten und gleichzeitig die Befestigungsstruktur umfahren werden musste, wurde zusätzlich ein kurzer Abschnitt Edelstahlwellrohr verwendet – dank der Flexibilität ließ sich die Verbindung ohne weitere Formstücke lösen, wodurch sich auch die Anzahl der Verbindungen direkt auf dem Dach reduzierte, an denen eine eventuelle Undichtigkeit am schlechtesten zugänglich wäre, um sie zu beheben.

Einfamilienhaus mit Flachdach, Neubau. Die Kollektoren sind auf dem Flachdach an einer montierbaren Konstruktion mit einstellbarem Neigungswinkel befestigt, die Technikzone befindet sich direkt unter dem Dach, im Dachgeschoss, wodurch die Route der Rohrleitung vom Kollektor zur Pumpeneinheit kurz ist – es handelt sich lediglich um einen Dachdurchgang und eine Anschlussdurchführung direkt darunter. Gerade aufgrund der kurzen Distanz und des beengten Raums direkt unter der Dachkonstruktion, in dem sich auch der Durchgang selbst befindet, wurde in diesem Fall Edelstahlwellrohr für den gesamten kurzen Abschnitt anstelle des klassischen festen Rohrsystems bevorzugt – das Wellrohr passte sich der Form des Durchgangs und dem beengten Raum an der Pumpeneinheit ohne die Notwendigkeit mehrerer Knicke an. Die zusätzliche Isolierung dieses kurzen Abschnitts stellte nur einen Bruchteil der Arbeit dar, im Vergleich zu dem, was bei einer längeren Route erforderlich gewesen wäre, weshalb es sich lohnte, an der Anzahl der Verbindungen und Formstücken zu sparen anstelle der Verwendung eines vorgefertigten Flexrohrs 2in1, das bei einem so kurzen Abschnitt überdimensioniert gewesen wäre.

FAQ – häufig gestellte Fragen zum Solarrohr

Muss die Rohrleitung des Solarkreislaufs immer isoliert werden?
Ja. Der Unterschied liegt nur darin, wann und wie die Isolierung erfolgt. Bei klassischen Kupfer- oder Edelstahlrohren, einschließlich des Edelstahlwellrohrs, wird die Isolierung nachträglich direkt vor Ort montiert. Bei einem vorgefertigten Flexrohr 2in1 ist die Isolierung bereits Teil des Mantels der Rohrleitung, wodurch nichts nachträglich isoliert werden muss.

Welcher ist der Unterschied zwischen klassischem Rohrsystem und vorgefertigtem Flexrohr 2in1?
Beim klassischen Rohrsystem werden Vorlauf und Rücklauf als zwei separate Rohre geführt, die nach der Montage direkt auf dem Dach und in der Schachtanordnung isoliert werden müssen. Beim Flexrohr 2in1 werden Vorlauf und Rücklauf in einem flexiblen, bereits isolierten Mantel kombiniert, wodurch die nachträgliche Isolierung vollständig entfällt und die Montage schneller ist.

Wofür wird Edelstahlwellrohr genau verwendet?
Das Edelstahlwellrohr ist ein flexibles Edelstahlrohr, das für die Verteilung zwischen Kollektor und Speicher bestimmt ist und gegen die hohen Temperaturen der Solarflüssigkeit beständig ist. In der Praxis wird es hauptsächlich für kurze, geometrisch anspruchsvolle Abschnitte verwendet – Verbindung der Kollektoren miteinander, Durchgang durch die Dachkonstruktion oder Anschluss in beengtem Raum an der Pumpeneinheit, wo ein festes Rohrsystem mehr Formstücke und Verbindungen erfordert hätte.

Warum ist der Solarkreislauf abgeschlossen und unter Druck, und wofür dient das Ausdehnungsgefäß?
Der Solarkreislauf ist abgeschlossen, damit die Wärmeträgerflüssigkeit (Wasser-Gemisch mit Frostschutz) nicht in Kontakt mit der Umgebung oder dem Brauchwasser kommt. Das Ausdehnungsgefäß kompensiert das Volumenausdehnung der Flüssigkeit bei hohen Temperaturen und verhindert so einen ungezügelten Druckanstieg im Kreislauf.

Wie wird der Solarkreislauf befüllt und entlüftet?
Manuell oder elektrisch über eine Füllpumpe an den Füllventilen, ähnlich wie bei einem klassischen Heizkreislauf. Dieser Schritt erfolgt beim ersten Inbetriebnehmen und bei Wartungsarbeiten, beispielsweise wenn Luft in den Kreislauf gelangt ist.

Kann ein Solarsystem Kessel oder Wärmepumpe vollständig ersetzen?
Nein, sie ersetzen sie nicht vollständig. Das System ergänzt die Hauptwärmequelle und deckt vor allem den Warmwasserbedarf im Sommer ab, wenn genügend Sonneneinstrahlung vorhanden ist. Außerhalb dieses Zeitraums erwärmt es das Wasser nur teilweise, und der Rest der Wärme wird vom Kessel oder der Wärmepumpe geliefert.

Beinflusst die Dachform, wie die Rohrleitung geführt wird?
Ja, direkt. Die Dachform (schräg mit spezifischer Dachbedeckung, flach mit einstellbarem Neigungswinkel oder Fassade/Boden) bestimmt den Typ der Montagekonstruktion der Kollektoren, und diese wiederum bestimmt die Position der Kollektoren und somit auch, wo und wie die angeschlossene Rohrleitung zum Übergang ins Haus geführt wird.

Ist eine spezielle Pumpeneinheit erforderlich oder reicht eine normale Umwälzpumpe aus?
Im Solarkreislauf wird eine Pumpeneinheit verwendet, die in einem kompakten Block die Umwälzpumpe, Schließventile, Thermometer, Manometer und Sicherheitsventil kombiniert. Diese Anordnung vereinfacht die Montage und Wartung, da alle erforderlichen Komponenten zur Betreuung des Kreislaufs an einem Ort sind und direkt an die Rohrleitung von beiden Seiten angeschlossen sind.

Kann das Wellrohr anstelle des Flexrohrs 2in1 für die gesamte Rohrleitung verwendet werden?
Theoretisch ja, in der Praxis wird das Wellrohr jedoch häufiger für kürzere, geometrisch anspruchsvolle Abschnitte genutzt, während für die längere Hauptleitung das vorgefertigte Flexrohr 2in1 sinnvoller ist, da es die Arbeit mit der nachträglichen Isolierung entlang der gesamten Leitung spart. Die Wahl sollte immer von der konkreten Länge und Form der Route im jeweiligen Haus abhängen.

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