Installation des Elektrobock-Timers auf die DIN-Schiene CS4-16
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Installation des Zeitschalters Elektrobock auf DIN-Schiene CS4-16: kompletter fachmännischer Leitfaden
Ein Zeitschalter auf DIN-Schiene gehört zu den verlässlichsten Methoden, um elektrische Verbraucher in der Wohnung oder im Betrieb – von Warmwasserheizungen, Kreiselpumpen, Außenerleuchtung bis hin zu verschiedenen technologischen Schaltkreisen – zu automatisieren. Der Modell CS4-16 von Elektrobock ist ein einphasiger wöchentlicher Schalter, der direkt in die Verteilerdose montiert wird, und gerade die Installation in der Verteilerdose ist für viele Hausbesitzer und Handwerker die Frage, bei der viele Heimelektriker stehen bleiben. In diesem Artikel wird der gesamte Ablauf wirklich detailliert behandelt – von den Werkzeugen und Sicherheitsvorschriften, über die physische Montage auf die DIN-Schiene, die elektrische Schaltplanverbindung, die Einstellung der Uhr und die Programmierung bis hin zu typischen Fehlern, die wir bei Aufträgen wiederholt sehen.
Was ist CS4-16 und wo wird er eingesetzt
CS4-16 ist ein digitaler wöchentlicher Schalter des slowakischen Herstellers Elektrobock. Die Ziffer 4 in der Bezeichnung zeigt an, dass es sich um eine Serie handelt, die für die Montage auf eine Standard-DIN-Schiene (EN 60715 TH35, also 35 mm) gedacht ist, und 16 bezeichnet den maximalen Strom der Kontakte – 16 Ampere bei 230 V Wechselstrom. Der Verbrauch der Last, die er direkt schalten kann, erreicht somit bis zu 3 680 W bei Widerstandsbelastungen (Heizgeräte, Glühbirnen) oder typischerweise 1–2 kW bei induktiven Lasten (Motoren, Pumpen) – das hängt vom cos φ der Last ab.
Der Schalter hat eine integrierte Sicherheitsreserve: Ein eingebautes Kondensator (Supercap) oder eine Lithiumbatterie bewahren das Programm und die Uhr bei Stromausfall für mehrere Stunden, beziehungsweise Tage auf – die konkrete Dauer der Sicherheitsreserve finden Sie im technischen Datenblatt der entsprechenden Version. Der Display ist ein LCD mit Hintergrundbeleuchtung und die Bedienung erfolgt über vier Tasten. Das Interface ist auch in der slowakischen oder tschechischen Sprache verfügbar, je nach Menüeinstellung.
Typische Anwendungen von CS4-16 in der Praxis:
- Ein-/Ausschalten eines Warmwasserboilers (2–3 kW) – der Schalter steuert die günstige Tarif oder die Nachtbeheizung
- Steuerung der Kreiselpumpe der Zentralheizung gemäß dem Tagesplan
- Außenbeleuchtung – Einfahrt, Garten, Fassadenlampen
- Belüftung: Ein-/Ausschalten der Wärmetausereinheit oder eines Axialventilators in festgelegten Stunden
- Reklame-LED-Platten in Geschäften – automatisches Ein- und Ausschalten
- Temperierung der Garage oder Lagerhalle – Einheit des Konvektors nur während der Arbeitszeit
Wenn Sie eine Lösung ohne Verteiler suchen – beispielsweise für eine Steckdose im Wohnzimmer oder für eine direkte Verbindung unter dem Schalter – bietet Elektrobock kleinere Schalter wie Zeitschalter unter Schalter CS3-1 oder CS3-2 mit wöchentlichem Programm an. Ein Vergleich beider Typen von Lösungen finden Sie auch im Artikel Zeitschalter unter Schalter vs. auf DIN-Schiene: welcher Typ ist der richtige in diesem Wissenszentrum.
Technische Parameter CS4-16 – was vor der Montage bekannt sein sollte
Vor dem Griff zum Schraubenzieher ist es gut, die Parameter klar zu haben. Unten ist eine Übersicht der Schlüsselwerte (überprüfen Sie immer das aktuelle technische Datenblatt bei der konkreten gekauften Charge, der Hersteller kann Änderungen vornehmen):
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Netzspannung | 230 V AC, 50 Hz |
| Max. Schaltstrom (Widerstandsbelastung) | 16 A |
| Max. Leistung (230 V, cos φ = 1) | 3 680 W |
| Anzahl DIN-Module (Breite) | 2 Module (36 mm) |
| Montage | DIN-Schiene TH35 (EN 60715) |
| Anzahl Schaltprogramme | 42 (Ein-/Ausschalten Paare) |
| Minimale Schaltintervall | 1 Minute |
| Sicherheitsreserve der Uhr bei Stromausfall | ca. 100 Stunden (Supercap-Version) |
| Schutzklasse | IP20 (nur in die Verteilerdose) |
| Betriebstemperatur | -10 °C bis +50 °C |
Wichtige Bemerkung für die Praxis: IP20 bedeutet, dass der Schalter nicht vor Feuchtigkeit oder Staub geschützt ist. Montieren Sie ihn niemals in feuchten Räumen (Keller, Badezimmer, außen) ohne eine Verteilerdose mit höherer Schutzklasse – mindestens IP44 oder IP65 für Außenverteilerdosen.
Werkzeug, Material und Sicherheitsvorschriften vor Beginn
Arbeit im Schaltkasten ist Arbeit unter Spannung – oder schlimmer noch, Arbeit an einer Quelle, die unerwartet Rückstrom einschalten kann. Immer die geltenden Vorschriften einhalten: STN 33 2000 und STN EN 61439 für Schaltkästen, und wenn man in einem fremden Objekt arbeitet oder es sich um eine neue Installation handelt, muss die Arbeit von einer Person mit Berechtigung nach Verordnung č. 508/2009 Z. z. ausgeführt oder fachmännisch geprüft werden.
Erforderliches Werkzeug:
- Flacher Schraubenzieher 2,5–3 mm (für Schrauben des Schalters)
- Kreuzschlitzschraubenzieher PH2 (für größere Schrauben)
- Isolierzange, Kabelschneider
- Kabelabisolierer (Stripper)
- Messgerät (Multimeter oder Phasentestgerät)
- Eventuell Bohrmaschine/Bohrer, falls man im Schaltkasten Platz erweitern muss
- Stift oder Drucker für DIN-Plaketten – wir empfehlen immer, die Installation zu beschriften
Material:
- CS4-16 (der Schalter selbst)
- Kabel min. 1,5 mm² CY oder CYKY für Versorgung und Last (bei 16 A empfehlen wir 2,5 mm²)
- Kabelendhülsen – im Schaltkasten ist deren Verwendung Teil der guten Praxis
- Seil- oder Leitungsschutzschalter vor dem Schalter (max. 16 A, Typ B oder C je nach Last)
- Eventuell Nulleisen und PE-Eisen, falls der Schaltkasten diese noch nicht hat
Vor jeder Manipulation im Schaltkasten:
- Den zugehörigen Leitungsschutzschalter ausschalten und ABBLOCKEN (Unterlage, Schloss, Aufkleber „NICHT EINSCHALTEN – Arbeit im Gange")
- Mit Phasentestgerät prüfen, dass die Leiter, an die man geht, tatsächlich spannungsfrei sind
- Bei nicht vollständig abgeschaltetem Schaltkasten mit isolierten Handschuhen arbeiten
Physische Montage auf die DIN-Schiene – Schritt für Schritt
Die eigentliche Montage von CS4-16 auf die DIN-Schiene ist mechanisch einfach und dauert gerade eine Minute, doch man muss ein paar Details beachten, damit der Schalter sicher befestigt ist und später ohne Beschädigung der anderen Elemente im Schaltkasten entfernt werden kann.
Schritt 1: Vorbereitung des Platzes im Schaltkasten
CS4-16 beansprucht 2 DIN-Module, also 36 mm Breite. Prüfe, ob im Schaltkasten ausreichend Platz ist. Wenn du den Schalter neben bestehenden Leitungsschutzschaltern montierst, lasse mindestens einen kleinen Abstand (5–10 mm) für die Luftzirkulation und den besseren Zugang zu den Klemmen. Wenn der Schaltkasten keine DIN-Schiene hat (alter Schaltkastentyp mit Schrauben) oder die Schiene voll ist, musst du entweder eine neue Schiene einbauen oder eine andere Lösung wählen.
Schritt 2: Aufstecken auf die DIN-Schiene
Jedes DIN-Modul hat an der Rückseite zwei Kunststoffhalter – einen festen (oben) und einen federnden (unten). Der Ablauf ist einfach:
- Den Schalter mit beiden Händen festhalten und leicht neigen (obere Kante nach vorne).
- Den oberen festen Halter (hinter der oberen Kante der Schiene) einstecken und dann den unteren Teil des Schalters in Richtung Schiene drücken, bis ein „Klick“ ertönt – das ist das Geräusch des federnden Halterungseinschlags hinter der unteren Kante der Schiene.
- Stelle sicher, dass der Schalter nicht schräg sitzt und keine benachbarten Elemente verdeckt.
Demontage: Einen flachen Schraubenzieher in den Einschnitt des federnden Halterungsstecks verlängern, in Richtung weg von der Schiene drücken und den Schalter nach oben kippen.
Schritt 3: Anordnung der Leiter vor dem Schrauben
Bevor du die Leiter einsteckst, isoliere sie auf eine Länge von 8–10 mm und stecke Kabelendhülsen auf. Kabelendhülsen sind wichtig, weil sie verhindern, dass das Kabel sich löst und einen zuverlässigen Kontakt in der Schraubklemme gewährleisten. Ohne Kabelendhülsen können sich die Leiter im Laufe der Zeit lösen, was zu Funken und Brand führen kann – in der Praxis sehen wir Fälle von verbrannten Klemmen genau bei fehlenden Kabelendhülsen.
Schaltplan der elektrischen Verkabelung CS4-16
Der Schalter CS4-16 hat typischerweise vier Anschlussklemmen an der Unterseite, wie in der technischen Dokumentation bezeichnet. Schauen wir uns die Standard-Einphasenverkabelung an:
Beschreibung der Klemmen und Verkabelung
Die konkreten Bezeichnungen der Klemmen können je nach Handbuchversion variieren, aber grundsätzlich sind sie immer:
- L-in (oder 1): Eingang der Phase (Versorgung des Schalters und der Last)
- N-in (oder 2): Eingang des Neutralleiters (Versorgung der Steuerelektronik des Schalters)
- L-out (oder 2/Ausgang): geschaltete Phase – hier führt der Leiter zur Last
- N-out (oder 4): Neutralleiter der Last – bei einigen Versionen ist N intern umgangen, also reicht es aus, N direkt an der Klemmleiste anzuschließen
Der Schutzleiter PE darf niemals durch den Schalter führen – er verläuft direkt von der PE-Leiste im Verteiler zur Last. Dies ist eine grundlegende Sicherheitsanforderung, die in jedem Fall eingehalten werden muss.
Falls Sie eine Last über einen externen Relais (z. B. einen Drehstrommotor oder ein größeres Heizsystem) schalten, steuert der CS4-16 die Relaiswicklung (230 V, geringer Strom), nicht die Last direkt. In diesem Fall führt der L-out-Leiter nur den Steuerstrom – die Gesamtleistung der Last kann um eine Größenordnung höher sein.
Einstellung der Uhrzeit, des Datums und grundlegende Konfiguration
Nach der physischen Verkabelung folgt die Einstellung. Der erste Schritt ist immer die Einstellung der aktuellen Uhrzeit und des Wochentags – ohne diese wird der Schalter die Programme nicht korrekt ausführen. Der Ablauf für den CS4-16 ist folgender (konkrete Schritte können sich geringfügig zwischen Firmware-Revisionen unterscheiden, prüfen Sie immer das beiliegende Handbuch):
- Beim ersten Einschalten erscheint in der Regel eine Aufforderung zur Einstellung der Sprache oder direkt die aktuelle Uhrzeit (typischerweise 00:00, Montag).
- Drücken Sie die Taste CLK (oder MENU/CLOCK je nach Version) und halten Sie diese 2–3 Sekunden lang, bis die Uhr anfängt zu blinken.
- Verwenden Sie die Pfeiltasten (▲▼), um die Stunde einzustellen, und bestätigen Sie mit OK oder durch erneutes Drücken von CLK.
- Stellen Sie die Minuten ein – gleicher Ablauf.
- Stellen Sie den Wochentag ein (1 = Montag, 7 = Sonntag oder 0 = Sonntag, je nach Einstellung).
- Bestätigen Sie. Die Uhr beginnt zu laufen.
Falls der CS4-16 die Funktion Sommer-/Winterzeit (Daylight Saving Time – DST) besitzt, empfehlen wir, diese zu aktivieren, damit die Uhr automatisch umgestellt wird. So vermeiden Sie, dass der Boiler oder die Pumpe eine Stunde früher oder später nach der Uhrzeitsumstellung eingeschaltet wird.
Programmierung der Schaltzeiten – detaillierter Ablauf
Der CS4-16 erlaubt das Programmieren bis zu mehrerer Schaltvorgänge (Paare: Einschaltzeit + Ausschaltzeit) und das Zuweisen an beliebige Kombinationen von Wochentagen. Genau hier liegt sein großer Vorteil gegenüber den täglichen (24-Stunden-)mechanischen Schaltern oder einfachen digitalen Schaltern mit täglichen Programmen.
Erstellen eines neuen Programms
- Drücken Sie die Taste PROG (oder TIMER). Auf dem Display wird die Programmnummer (z. B. P01) und die aktuelle Einstellung (Tag, Einschaltzeit, Ausschaltzeit) angezeigt.
- Wählen Sie die Tage aus, an denen das Programm aktiviert werden soll: Sie können einzelne Tage (Mo, Di, Mi...), Gruppen (Wochentage, Wochenende) oder jeden Tag einstellen. Praktischer Tipp: Für einen Boiler mit günstiger Tarifzone stellen Sie in der Regel jeden Tag gleich ein, also wählen Sie „1-7“ (alle Tage).
- Stellen Sie die Einschaltzeit (ON time) ein – z. B. 22:00 für eine Nachtsheizung.
- Stellen Sie die Ausschaltzeit (OFF time) ein – z. B. 06:00 (am nächsten Morgen). Achtung: Falls die Ausschaltzeit kleiner als die Einschaltzeit ist, versteht der Schalter korrekt, dass es über Mitternacht geht.
- Speichern Sie das Programm (OK / PROG).
- Wiederholen Sie dies für ein weiteres Programm (z. B. eine kurze Nachheizung nachmittags 14:00–16:00).
Praktisches Beispiel für ein Einfamilienhaus: Ein Kunde hatte einen 200-Liter-Boiler (2 kW). Wir konfigurierten zwei Programme: eine Hauptnachheizung 22:30–05:30 (günstige Tarifzone DD5) und ein zusätzliches Programm am Sonntag 13:00–16:00, falls die Familie länger zu Hause blieb. Ergebnis: Ein Stromverbrauchsnachlass von ca. 15 % gegenüber der vorherigen Lösung mit mechanischem Schalter, bei der es zu einer Nachheizung während der Stoßzeit kam.
Anzeigen und Bearbeiten von vorhandenen Programmen
Durch Drücken von PROG können Sie zwischen den programmierten Ereignissen navigieren. Leere Programmslots sind in der Regel mit „- - : - -" gekennzeichnet. Um ein vorhandenes Programm zu bearbeiten, wählen Sie es aus und drücken Sie OK, dann verfahren Sie wie bei einem neuen Programm. Ein Programm löschen: Im Programmmenü die Zeiten auf „- -:- -" einstellen oder die Funktion DELETE/CLR verwenden, falls verfügbar.
Manuelles (manuelle) Ein-/Ausschalten
Auch wenn der CS4-16 programmierte Zeiten hat, können Sie die Last jederzeit manuell umschalten, indem Sie die Taste MAN (Manual/HAND) drücken. Der Schalter wechselt typischerweise zwischen drei Zuständen: AUTO (Programm aktiv) → ON (ständig an) → OFF (ständig aus) → AUTO. Diese Überschreibung ist nützlich, wenn beispielsweise Gäste kommen und Sie warmes Wasser sofort benötigen, ohne auf das Programm warten zu müssen.
Praktische Szenarien aus der Montagepraxis
Szenario 1: Schalten einer Zirkulationspumpe
Die Zirkulationspumpe der Heizungsanlage hat typischerweise eine Leistung von 25–80 W – also eine triviale Last für den CS4-16. Problematisch ist jedoch die induktive Last und die häufige Einschaltung. Für einen Kunden in einem Einfamilienhaus haben wir 4 Schaltintervalle täglich eingestellt (morgens 06:00–09:00, mittags 11:30–13:00, nachmittags 16:00–21:30, Nacht ausgeschaltet). Ergebnis: Die Pumpe läuft nur, wenn das Haus tatsächlich genutzt wird, und der Stromverbrauch der Pumpe sank um 60 % gegenüber dem vorherigen Zustand, bei dem sie 24 Stunden am Tag lief.
Szenario 2: Außen-LED-Beleuchtung des Gartens
LED-Reflektoren mit einer Gesamtleistung von 600 W – reiner Widerstand, ideal für den CS4-16. Programm: Mo–Fr Einschalten um 17:30 (im Winter) oder 20:00 (im Sommer), Ausschalten um 23:00. Am Wochenende Verlängerung bis 00:30. Der Kunde schätzt, dass er sich nicht um das manuelle Ausschalten kümmern muss und nicht für die Beleuchtung bezahlt, die er möglicherweise vergessen hat auszuschalten.
Szenario 3: Elektrischer Heizlüfter in der Garage
Kleiner Heizlüfter mit 1 500 W in der Garage – Einschalten an Arbeitstagen um 05:30 (vor dem Weggehen zur Arbeit), Ausschalten um 08:00. Am Wochenende ein anderer Plan: 07:00–10:00. Der CS4-16 kann solch eine Last problemlos schalten, der Strom ist nur ~6,5 A bei 230 V. Wichtig war, den Schaltkasten in der Garage mit IP55 Schutz gegen Staub und Feuchtigkeit zu installieren – der Schalter CS4-16 mit IP20 hatte Schutz durch die Schrankbox.
Szenario 4: Steuern eines Dreiphasen-Stromkreises für einen Heizofen
Als der Kunde einen Dreiphasen-Heizofen für den Pool mit 9 kW hatte, steuerte der CS4-16 die Spule des Siemens-Relais 3RT (230 V Spule, Leistung ~10 W). Der Ausgang des Schalters belastete nur einige Zehntel Ampere – das Verhältnis war ideal. Der CS4-16 hatte die Nachtbeheizung des Pools programmiert, das Relais schaltete die gesamte Leistung. Diese Lösung ist elegant und sicher, wenn die Last die direkten Schaltkapazitäten jedes beliebigen DIN-Schienen-Timeswitches überschreitet.
Vergleich mit anderen Elektrobock-Schaltern
Der CS4-16 ist nicht immer die richtige Wahl. Schauen wir uns kurz die Alternativen aus dem Elektrobock-Portfolio an:
- CS3-1 und CS3-1B – Schalter unter einen klassischen Schalter (Wandbox), Tagesprogramm, maximaler Strom 8 A. Geeignet für Lampen, Ventilatoren, die lokal über einen Schalter gesteuert werden. Installation ohne Schaltkasten, aber eingeschränkte Leistung und nur ein Tagesprogramm (kein wöchentliches).
- CS3-2 – unter einen Schalter mit wöchentlichem Programm, 10 A. Kompromiss zwischen der Komfortversion mit Schaltkasten und der Einfachheit der Installation.
- CS3-4 – erweiterte Version unter einen Schalter, 16 A, geeignet für anspruchsvollere Lasten direkt in der Wandinstallation.
- Fernbedienbare Steckdose WS101 – Lösung ohne feste Installation, Plug-and-Play, Fernbedienung, maximaler Strom 16 A. Geeignet für mobile Geräte oder Orte, an denen man nicht in die Elektroinstallation eingreifen möchte.
Ein detaillierter Vergleich finden Sie im Artikel Wie man den richtigen Elektrobock-Zeitschalter für die Wohnung auswählt und Welche maximale Leistung ein Elektrobock-Zeitschalter oder eine Steckdose bewältigen kann – diese Themen sind Teil dieses Wissenszentrums und wir empfehlen, sie vor der endgültigen Entscheidung zu lesen.
Häufige Fehler bei der Installation von CS4-16
Im Laufe der Jahre in der Kundendienstpraxis beobachten wir mehrere Fehler, die sich wiederholen:
- Verwechselte Anschlussklemmen L-in und L-out: Der Schalter funktioniert zwar, aber bei manueller Abschaltung kann der Kontakt unter Spannung bleiben. Überprüfen Sie immer die Schaltplanbelegung vor dem Einschalten.
- PE-Leiter über den Schalter geführt: Der Schutzleiter darf nicht unterbrochen werden – er darf weder über den Schalter noch über irgendein Gerät geführt werden.
- Unzureichender Leiterquerschnitt: Bei einer Belastung von 16 A wird mindestens ein 2,5 mm²-Leiter (fest installiert, CYKY) verwendet. Dünnerer Leiter erwärmt sich.
- Fehlende Klemmschrauben bei Leitern mit Seilquerschnitt: Siehe oben – verursacht im Laufe der Zeit ein Lockern der Verbindung.
- Falsche Einstellung des Wochentags: Der häufigste Problem nach der ersten Installation. Der Schalter schaltet an einem falschen Tag ein. Überprüfen Sie: Ist „1 = Montag“ oder „1 = Sonntag“ eingestellt? Das hängt von der Version ab.
- Ignorieren der Uhrzeit-Backup-Funktion: Nach einem langen Stromausfall (mehrere Tage) kann die Uhrzeit verloren gehen – nach einem Stromausfall prüfen Sie die aktuelle Uhrzeit auf dem Display und korrigieren Sie sie gegebenenfalls.
- Installation ohne Vorsicherung: Der CS4-16 muss durch einen Sicherungsschalter geschützt sein. Ohne diesen kann bei einem Kurzschluss der Last Schaden am Schalter oder ein Brand entstehen.
Wartung und Lebensdauer
Der CS4-16 ist ein elektronisches Gerät mit einem mechanischen Relais als Leistungselement. Die Relaiskontakte haben eine bestimmte Anzahl von Schaltzyklen (typischerweise 100 000 – 300 000 Zyklen bei Nennbelastung). Bei Lasten wie einem Boiler (1–2 Schaltvorgänge pro Tag) entspricht das mehreren Jahrzehnten Betrieb. Bei Anwendungen mit mehrfach täglicher Schaltung (Wärmerückgewinnung mit kurzen Perioden) empfehlen wir jährlich die Kontakte zu prüfen – Anzeichen von Verschleiß sind Funken, Geräusche beim Schalten oder eine deutliche Erwärmung des Schalters.
Routinemäßige Wartung: Jährlich prüfen, ob die Leiter in den Klemmen fest angeschraubt sind – thermische Ermüdung des Materials und Vibrationen können die Leiter lockern. Falls der Schalter über einen längeren Zeitraum Fehler aufweist (falsches Schalten, verschwundene Programme), führen Sie zunächst eine Geräteinitialisierung durch (RESET/FACTORY). Falls das Problem andauert, lesen Sie den Artikel Häufige Störungen von Zeitschaltern von Elektrobock und deren Lösung.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich an den CS4-16 einen Drehstromverbraucher anschließen?
Nein direkt. Der CS4-16 ist ein Einphasenschalter (230 V / 16 A). Für Drehstromverbraucher müssen Sie einen externen Drehstromrelais einsetzen – der CS4-16 schaltet seine Steuerspule (230 V). Die Leistung der Last ist dann nur durch die Parameter des Relais begrenzt, nicht durch den Schalter selbst.
Was passiert mit den eingerichteten Programmen bei einem Stromausfall?
Der CS4-16 verfügt über eine interne Backupfunktion (Supercap oder Batterie), die Uhren und Programme während eines Stromausfalls aufrechterhält. Bei kurzen Stromausfällen (Stunden bis Zehnerstunden) bleiben die Programme erhalten. Bei sehr langen Stromausfällen (mehrere Tage) kann die Uhrzeit fehlschlagen – nach Wiederherstellung der Stromversorgung prüfen Sie die aktuelle Uhrzeit auf dem Display. Die Programme (Schaltvorgänge) sind in einer nichtflüchtigen Speicher gespeichert und überstehen auch einen langen Stromausfall.
Welchen Sicherungsschalter sollte ich vor dem CS4-16 einsetzen?
Der Sicherungsschalter sollte einen Wert entsprechend der Last haben, maximal jedoch 16 A (was der Grenze des Schalters entspricht). Für Widerstandsbelastungen (Boiler, Heizung) wird ein Typ B verwendet, für induktive Belastungen (Motor, Pumpe) ein Typ C. Die Leiter müssen einen Querschnitt von mindestens 2,5 mm² bei maximaler Last von 16 A für eine feste Installation haben.
Kann ich den CS4-16 mit LED-Beleuchtung oder Energiesparlampen verwenden?
Ja, ohne Probleme. LED-Belastungen sind meist niederohmig mit geringer Leistung – für den CS4-16 ist das eine triviale Belastung. Achtung auf die Mindestbelastung: einige sehr alte Schalter hatten eine Mindestbelastung (damit der Kontakt richtig „umschlug“), aber moderne Relais im CS4-16 haben dieses Problem nicht. Wenn Sie nur einige Watt an LED schalten, wird alles ohne Einschränkung funktionieren.
Wie setze ich den CS4-16 auf die Werkseinstellungen zurück?
Der Ablauf hängt von der Firmware-Version ab. Der häufigste Weg: Im Menü suchen Sie den Eintrag RESET oder CLEAR ALL (VYMAZAT VŠE). Alternativ drücken Sie die Taste PROG + MAN
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