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Komposter

 Komposter ist ein plastischer oder holzerner Behälter zum Kompostieren biologischen Materials, vorwiegend pflanzlichen Ursprungs, mit Lüftungsöffnungen und ohne vollständiges Boden. Die Öffnung zum Einsetzen des biologischen Materials befindet sich an der Oberseite des Komposters und ist meist mit einem Klappe versehen (einige Klappen bestehen aus mehreren Teilen, beziehungsweise enthalten Lüftungsklappen). Der Boden des Komposters fehlt, um direkten Kontakt mit dem Boden herzustellen, was den Eintritt von Bodenorganismen, die am Kompostierungsprozess beteiligt sind, direkt in den Komposter ermöglicht.

 

Grundlegende Eigenschaften
Plastikkomposter sind charakterisiert durch einzelne Eigenschaften, wie beispielsweise den Material, aus dem sie hergestellt werden (HDPE, PE, PP), das Volumen (290L – 2000L), das Gewicht (7 kg – 39 kg), die Form (kegelförmig – rechteckig, zylindrisch), die Anzahl und Anordnung der Lüftungsöffnungen (es gibt in der Regel zehn bis hundert), das Öffnungssystem beziehungsweise das Herauszunehmen des fertigen Komposts (von beiden Seiten, von jeder Seite). Einige Komposter verfügen auch über überdurchschnittliche Eigenschaften, wie beispielsweise UV-Stabilität oder innere Rippen an den Wänden.

Beim Herstellen von plastischen Kompostern wird vor allem Regranulat verwendet, aber auch primäres Material. Komposter aus HDPE- und PE-Regranulat sind widerstandsfähiger gegenüber Wetterbedingungen im Temperaturbereich von −80 °C bis +110 °C, wohingegen Komposter aus PP besonders anfällig auf Temperaturen unter dem Gefrierpunkt reagieren. Aus qualitativer Sicht ist es wichtig, das Verhältnis des Volumens des Komposters zu seinem Gewicht zu beachten (besonders wichtig bei Volumina über 700 Litern, bei denen der Materialdruck im Inneren des Komposters höher ist). Aus ökologischer Sicht ist es ein Vorteil, dass alle erwähnten Plastiksorten wiederverwertbar sind, was ihre ökologische Spur verringert.

Vorteile des Kompostierens in plastischen Kompostern gegenüber dem Kompostieren auf offenen Haufen beziehungsweise in Holzboxen:

Der Kompostierungsprozess verläuft in geschlossenen Kompostern mehrfach schneller (3 – 12 Monate), als auf offenen Haufen beziehungsweise in Gruben (24 – 36 Monate). Dies ist vor allem auf die stabilisierten inneren Bedingungen zurückzuführen, insbesondere auf die Temperatur und Feuchtigkeit des kompostierten Materials. Es handelt sich um eine ästhetischere Form des Kompostierens im Vergleich zum Kompostieren auf offenen Haufen. Die Lebensdauer eines qualitativ hochwertigen plastischen Komposters übertrifft mehrfach die Lebensdauer von Holzkompostboxen. Plastische geschlossene Komposter verhindern neben der Regelung der inneren Bedingungen auch den Einflug von Fliegenschwärmen und begrenzen zudem den Eintritt unerwünschter Tiere und deren nachfolgende Vermehrung.

 

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