Anschluss des Elektroheizkessels SLOKOV an ein bestehendes System
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Anschluss des Elektroheizkessels SLOKOV an ein bestehendes System – vollständiger technischer Leitfaden
Der Elektroheizkessel SLOKOV gehört zu den Lösungen, mit denen wir in der Praxis immer häufiger konfrontiert werden – nicht, weil es ein modischer Trend wäre, sondern weil Kunden feststellen, dass der Austausch der ursprünglichen Wärmequelle gegen einen Elektroheizkessel manchmal viel einfacher ist, als es scheint. Der häufigste Szenario, den wir beobachten: Jemand hat einen alten Gasheizkessel oder Festbrennstoffkessel, ein System mit abgenutzten Leitungen, Heizkörpern oder Fußbodenheizung, und möchte auf reine elektrische Betriebsweise wechseln, ohne dass er Wände einreißen oder die gesamte Installation ändern muss. Genau in diesem Moment spielt die richtige Anschlussart eine entscheidende Rolle.
In diesem Artikel gehen wir alle wesentlichen Aspekte des Anschlusses des Kessels SLOKOV SL ELEKTRO an ein bestehendes System detailliert durch – von der ersten Diagnose des alten Leitungsnetzes über hydraulische und elektrische Anforderungen bis hin zur Einstellung der Regelung und Übergabe in den Betrieb. Wenn Sie sich in der Planungsphase befinden oder als Techniker den Anschluss durchführen, finden Sie hier alles, was Sie wissen müssen.
1. Was bedeutet „bestehendes System“ – Diagnose vor dem Austausch
Bevor Sie überhaupt einen Kessel bestellen und die Montage planen, müssen Sie ein klares Bild davon haben, mit welchem System Sie arbeiten. Bestehende Heizsysteme unterscheiden sich in mehreren kritischen Parametern, die direkt bestimmen, wie einfach oder ob überhaupt der Austausch der Wärmequelle ist.
Typ des Kreislaufs und Wärmeverteilung
Die erste Sache, die Sie klären müssen: handelt es sich um ein System mit gezwungenem Kreislauf (Pumpe) oder um ein Gravitationskreislaufsystem? Ältere Einfamilienhäuser, gebaut vor dem Jahr 1990, hatten oft Gravitationskreislaufsysteme – also ohne Umwälzpumpe, bei denen das Wasser durch den physikalischen Prinzip der Dichtedifferenz zwischen warmem und kaltem Wasser zirkulierte. Diese Leitungen sind charakteristisch durch viel größere Rohrdurchmesser (DN 25–32 mm bei den Hauptleitungen) und spezifische Anordnungen der Steigleitungen.
Die Kesselserie SLOKOV SL ELEKTRO 10 bis SLOKOV SL ELEKTRO 26 ist für Systeme mit gezwungenem Kreislauf und integrierter Umwälzpumpe konzipiert. Wenn Sie ein Gravitationskreislaufsystem übernehmen, müssen Sie beurteilen, ob die Pumpe in die bestehende Leitung eingefügt werden kann, ohne dass ein übermäßiger Druckwiderstand entsteht – größere Durchmesser sind paradoxerweise kein Problem, aber ein alter Heizkörperkreislauf ohne thermostatische Ventile kann andere Spezifikationen haben.
Zustand der bestehenden Leitungen und Heizkörper
Beim Austausch des Kessels ist es ebenso wichtig, den allgemeinen Zustand der Installation zu beurteilen. Alte Stahl- oder Gusseisenleitungen können nach Jahrzehnten Betrieb teilweise mit Ablagerungen (Kalk, Korrosion, Magnetit) verstopft sein. Wenn Sie einen neuen Elektroheizkessel an ein solches System anschließen, lösen sich die Verschmutzungen aufgrund der geänderten Durchflussbedingungen und beginnen zu zirkulieren – eine Situation, die Sie auf keinen Fall wünschen. Dies beschädigt vor allem die Umwälzpumpe und das Wärmeträgermedium des Kessels selbst.
Praktische Empfehlung: Vor dem Anschluss eines neuen Kessels spülen Sie das System immer aus, idealerweise chemisch (Neutralisation und Spülen), und füllen Sie Wasser mit Korrosionsinhibitor nach. Bei Systemen mit gemischtem Rohrleitungsmaterial (Stahl + Kupfer + Aluminium) ist ein Inhibitor absolut notwendig, da andernfalls galvanische Korrosion auftritt.
Dichtigkeitsprüfung und Ausdehnungsgefäß
Jedes geschlossene Heizsystem muss über ein funktionierendes Ausdehnungsgefäß verfügen. Bei alten Installationen stoßen wir entweder auf ein offenes Ausdehnungsgefäß (auf dem Dach montiert) oder auf ein geschlossenes Membran-Ausdehnungsgefäß. Die Kessel SLOKOV arbeiten in einem geschlossenen Drucksystem – der Betriebsdruck liegt typischerweise bei 1,0–2,5 bar. Wenn das bestehende System immer noch ein offenes Ausdehnungsgefäß hat, muss das System auf ein geschlossenes Drucksystem mit Membran-Ausdehnungsgefäß und Sicherheitsventil umgebaut werden.
Das Sicherheitsventil im geschlossenen System muss auf den richtigen Druck eingestellt sein – standardmäßig 3 bar für Wohnungen und Einfamilienhäuser. Lassen Sie das alte Sicherheitsventil nicht ohne Kontrolle – nach Jahren im Betrieb kann es verrostet oder defekt sein.
2. Hydraulischer Anschluss des Kessels SLOKOV an ein bestehendes System
Der eigentliche hydraulische Anschluss ist in der Regel weniger kompliziert, als es scheint – sofern die bestehenden Leitungen funktionieren und durchlässig sind. Die Kessel SLOKOV SL ELEKTRO haben einen Anschluss für Heizwasser mit Gewinde G 1" (außenliegendes Zollgewinde), was ein Standardmaß ist, das mit der überwiegenden Mehrheit der bestehenden Installationen kompatibel ist.
Schritt-für-Schritt-Vorgehen beim hydraulischen Anschluss
In der Praxis empfehlen wir folgende Vorgehensweise:
- System absperren und entleeren: Schließen Sie den Anschluss der Auffüllwasserleitung ab, öffnen Sie den Entleerungsventil am Kessel oder am niedrigsten Punkt des Systems. Bevor Sie entleeren, notieren Sie den Druckzustand im Ausdehnungsgefäß (Referenzwert).
- Demontage des alten Kessels: Schneiden Sie oder lösen Sie die ursprünglichen Kesselleitungen, lassen Sie genügend Rohrlänge für die neuen Anschlüsse. Wenn der alte Kessel ein Gasheizkessel war, vergessen Sie nicht, dass die Gasleitung durch eine berechtigte Person abgesperrt werden muss.
- Vorbereitung der Anschlussstelle: Stellen Sie sicher, dass die Rohre an den Anschlussstellen gerade, ohne Verzerrung und mechanisch stabil sind. Der Kessel darf nicht das Rohr tragen – er muss an der Wand mit separaten Befestigungselementen befestigt werden.
- Einbau von Kugelhähnen: Installieren Sie auf dem Ein- und Ausgang des Kessels vollständig durchlässige Kugelhähne DN 25 (1"). Sie ermöglichen in der Zukunft den Austausch des Kessels ohne Entleeren des gesamten Systems.
- Anschluss des Ausdehnungsgefäßes und Sicherheitsventils: Wenn das System kein geschlossenes Ausdehnungsgefäß hat, installieren Sie ein Membran-Ausdehnungsgefäß an der Rückleitung vor dem Kessel, das Sicherheitsventil an der Ausgangsleitung – niemals hinter dem Kugelhahn.
- Befüllung und Entlüftung: Füllen Sie das System langsam mit Wasser, entlüften Sie schrittweise von den höchsten Stellen (Heizkörper) nach unten. Der Zielbefülldruck beträgt 1,5 bar bei kaltem System.
- Dichtigkeitsprüfung: Nach der Befüllung prüfen Sie alle Verbindungen, steigern Sie den Druck auf 2,5 bar, warten Sie 30 Minuten – keine Verbindung darf undichte Stellen zeigen.
Wichtig: Durchflussrichtung und Pummenposition
Die Heizkessel SLOKOV verfügen über eine integrierte Umwälzpumpe – das ist ein Vorteil gegenüber einigen anderen Lösungen, bei denen die Pumpe extern nachgerüstet werden muss. Die interne Pumpe ist für Standardinstallationen mit entsprechenden hydraulischen Widerständen dimensioniert. Sollte das System jedoch lange Leitungen oder eine große Anzahl Heizkörper aufweisen, kann geprüft werden, ob die interne Pumpe den hydraulischen Verlust des Systems abdeckt – falls nicht, kann eine externe Hilfspumpe erforderlich sein.
Referenzwerte: Die interne Pumpe in den Heizkesseln SL ELEKTRO deckt in der Regel Systeme mit einer durchschnittlichen hydraulischen Verluste von ca. 20–25 kPa (0,2–0,25 bar) ab. Für größere Systeme oder Systeme mit Fußbodenheizung mit langen Schleifen ist eine Beratung mit einem Service-Techniker sinnvoll.
3. Elektrische Verkabelung – Voraussetzungen, Sicherung, Kabel
Dieser Abschnitt ist kritisch – und zugleich die häufigste Quelle von Problemen in der Praxis. Ein Elektroheizkessel ist kein gewöhnlicher elektrischer Verbraucher. Es handelt sich um einen Drehstromverbraucher mit relativ hohem Leistungsbedarf, der einen dedizierten elektrischen Stromkreis, eine korrekt dimensionierte Verkabelung und entsprechende Sicherungs- und Schutzmaßnahmen erfordert.
Leistungskategorien und Leistungsaufnahme
Die SLOKOV SL ELEKTRO Serie deckt Leistungen von 10 bis 26 kW ab, wobei in dieser Serie folgende Modelle erhältlich sind:
- SLOKOV SL ELEKTRO 10 – Leistung 10 kW, Stromaufnahme bei 400 V ~ 14,4 A
- SLOKOV SL ELEKTRO 15 – Leistung 15 kW, Stromaufnahme ~ 21,7 A
- SLOKOV SL ELEKTRO 18 – Leistung 18 kW, Stromaufnahme ~ 26 A
- SLOKOV SL ELEKTRO 23 – Leistung 23 kW, Stromaufnahme ~ 33,2 A
- SLOKOV SL ELEKTRO 26 – Leistung 26 kW, Stromaufnahme ~ 37,6 A
Alle Modelle arbeiten mit einer Drehstromversorgung von 3×400 V / 50 Hz. Eine Einphasenversorgung ist nicht möglich. Das ist bei der Austauschung eines alten (z. B. Gas-) Heizkessels eine wichtige Information – falls die Haushaltsinstallation keinen Drehstromanschluss am Installationsort des Heizkessels hat, muss die Elektroinstallation vorab geplant werden.
Kabeldimensionierung und Sicherung
Die in der Praxis bewährte Regel: Der Querschnitt des Anschlusskabels und die Sicherungswerte werden mit einem Mindestreservierung von 25 % über dem Nennstrombedarf gewählt. Für jedes Modell gelten andere Anforderungen:
| Modell | Leistung | Nennstrom | Mindestkabelquerschnitt | Empfohlene Sicherung |
|---|---|---|---|---|
| SL ELEKTRO 10 | 10 kW | 14,4 A | 3×2,5 mm² | 3×20 A |
| SL ELEKTRO 15 | 15 kW | 21,7 A | 3×4 mm² | 3×25 A |
| SL ELEKTRO 18 | 18 kW | 26 A | 3×4 mm² | 3×32 A |
| SL ELEKTRO 23 | 23 kW | 33,2 A | 3×6 mm² | 3×40 A |
| SL ELEKTRO 26 | 26 kW | 37,6 A | 3×10 mm² | 3×40 A |
Die Werte in der Tabelle sind orientierend – die genauen Anforderungen sind immer in der technischen Dokumentation des jeweiligen Modells zu überprüfen. Dabei ist auch die Länge des Zuleitkabels zu berücksichtigen (längeres Kabel = größerer Querschnitt wegen des Spannungsabfalls). Die Verkabelung muss durch einen Elektriker mit der entsprechenden Qualifikation (Bescheinigung § 21 oder § 22 gemäß Verordnung 508/2009 Zbl.) durchgeführt werden.
Schutzvorrichtungen und Erdung
Abgesehen vom Sicherungsschalter ist die Installation eines Fehlerstrom-Schutzgeräts (FI-Schutzschalter) mit maximal 30 mA für Stromkreise mit einem Elektroheizkessel in Haushalten verpflichtend. Der Kessel muss ordnungsgemäß geerdet sein – die PE-Klemme muss direkt mit dem Schutzleiter im Verteiler verbunden sein, nicht „anschraubend“ an die Rohrleitung. In alten Installationen fehlte manchmal der Schutzleiter (nur Phase + Neutralleiter), was heutzutage absolut unzulässig ist – solche Installationen müssen ersetzt werden.
Was, wenn die Haushaltsversorgung nur einphasig ist?
Dies ist eine Situation, mit der wir in älteren ländlichen Häusern und Chalets häufig konfrontiert werden. Wenn ein Kunde einen Elektroheizkessel SLOKOV installieren möchte, aber sein Gebäude nur über einen einphasigen Anschluss mit 1×230 V verfügt, muss er zunächst die Erhöhung der Sicherung und den Anschluss eines dreiphasigen Netzes über die Verteilnetzbetreiber (VSD oder zuständiger Verteilnetzbetreiber) regeln. Der Prozess der Änderung der Tarifgruppe oder der Erhöhung der Sicherung kann mehrere Wochen bis Monate dauern – planen Sie daher mit diesem Zeitrahmen.
4. Anschluss an die Regelung und den Thermostat
Die Heizkessel SLOKOV SL ELEKTRO sind mit einem eingebauten Regler ausgestattet, der die gewünschte Vorlauftemperatur einstellen kann, oder alternativ den Anschluss eines externen Raumthermostats ermöglicht. Genau in diesem Bereich ist bei der Einbindung in ein bestehendes System die Komfort- und Betriebswirtschaftlichkeit entscheidend.
Interne Regelung des Kessels
Der Kessel ist mit einem eingebauten Thermostat ausgestattet, der die Vorlauftemperatur einstellen kann. Diese Regelung ist einfach und zuverlässig – der Kessel erwärmt das Wasser auf die eingestellte Temperatur und hält sie. In der Praxis ist dies für einfache Systeme ausreichend, bei denen die Regelung manuell oder über einen externen Thermostat erfolgt.
Externer Raumthermostat
Für eine komfortablere Steuerung empfehlen wir, einen externen Raumthermostat (Raumthermostat) anzuschließen. Der Kessel SLOKOV verfügt dazu über zweiadrige Niederspannungsanschlüsse (kontaktfreier Schalter). Der Thermostat steuert den Kessel über seinen Schaltkontakt: Wenn die Temperatur im Raum unter den eingestellten Wert fällt, schließt der Thermostat und der Kessel schaltet ein. Diese Art der Steuerung ist energieeffizienter, da der Kessel auf die tatsächliche Wärmebedarfsentwicklung im Innenraum reagiert und nicht nur auf die Wassertemperatur.
Beim Austausch des ursprünglichen Kessels kommt es oft vor, dass der vorhandene alte Thermostat (zweileitig, kontaktfreier Schaltung) vollständig kompatibel mit dem neuen Kessel SLOKOV ist – es genügt, ihn an die entsprechenden Klemmen anzuschließen. Überprüfung: Wenn der ursprüngliche Kessel (Gasheizkessel, Festbrennstoffkessel) über einen Raumthermostat mit zweileitigem Schaltung ohne Versorgungsspannung (nur Schaltkontakt) gesteuert wurde, ist eine Kompatibilität von nahezu 100 % gewährleistet.
Programmierbare Thermostate und intelligente Regelung
Moderne programmierbare Thermostate (WiFi, intelligente, z. B. mit App für Smartphone) sind ebenfalls voll kompatibel – es genügt, dass sie einen kontaktfreien Schaltkontakt (Relaisausgang) haben. Solche Thermostate ermöglichen die Programmierung von wöchentlichen Zeitplänen – ideal in Kombination mit der Nachtspeicherstromtarif. Dieser Thematik widmen wir uns ausführlicher im Artikel „Elektroheizkessel SLOKOV und Nachtspeicherstrom – wie man die Heizung einstellt".
5. Integration mit dem Fußbodenheizung
Das Fußbodenheizung ist typischerweise ein Niedertemperatursystem – es arbeitet mit einer Wassertemperatur von 30–45 °C, maximal 55 °C. Die Heizkessel SLOKOV SL ELEKTRO können auch im Niedertemperaturregime arbeiten, doch es gibt einige wichtige Punkte zu beachten.
Mischer und hydraulischer Verteiler
Wenn das bestehende System ein Fußbodenheizung und gleichzeitig Heizkörper enthält (kombiniertes System), ist der Einsatz eines Mischkreises oder eines hydraulischen Trenners (hydraulischen Ausgleichs) unbedingt erforderlich. Heizkörper benötigen in der Regel eine Temperatur von 60–70 °C (älterer Gusseisenheizkörper), das Fußbodenheizung 35–45 °C. Ein direkter Anschluss ohne Mischen würde bedeuten, dass die Fußbodenkreise einer zu hohen Temperatur ausgesetzt sind – das kann das Fußbodenheizung beschädigen (Risse, Verformung des Bodens) und den Komfort gefährden (zu heißer Boden).
Lösung: Dreiventil-Mischer mit Antrieb (Aktuator) oder Thermostatkopf im Verteiler des Fußbodenheizsystems, wobei der Kessel für die Heizkörper auf einer höheren Temperatur arbeitet und der Mischer die Temperatur für das Fußbodenheizung reduziert. Dies ist die Standardkonfiguration, die wir bei den meisten kombinierten Systemen realisieren.
6. Typische Szenarien aus der Praxis – Austausch konkreter Kesseltypen
Szenario A: Austausch eines alten Gasheizkessels
Dies ist der häufigste Fall. Der Kunde verfügt über einen Gasheizkessel (z. B. einen 20 Jahre alten Wandheizgerät), der Gasanschluss ist nicht mehr wirtschaftlich oder die Abschaltung der Gasversorgung ist geplant. Das System ist funktional – Heizkörper, Leitungen, Ausdehnungsgefäß. Der Ablauf ist relativ geradlinig: Demontage des Gasheizkessels, Absperren der Gasleitung (durch eine berechtigte Firma), Installation des SLOKOV SL ELEKTRO an derselben Stelle (oder in der Nähe). Da die meisten Wandheizgeräte Gasheizkessel Anschluss G ¾" oder G 1" haben, müssen in einigen Fällen Reduzierungen verwendet werden. Die elektrische Verkabelung wird neu gelegt – neuer Kabel, neuer Leistungsschalter, FI-Schutzschalter.
Szenario B: Austausch eines alten Festbrennstoffkessels
Der Festbrennstoffkessel war meist in der Heizkammer installiert, das System war gravitationsbasiert oder mit einer zusätzlichen Umwälzpumpe, die Leitungen hatten größere Durchmesser. Der entscheidende Vorteil ist: Größere Durchmesser der Leitungen bedeuten kein Problem für den neuen Elektroheizkessel – der hydraulische Widerstand ist geringer, die integrierte Pumpe funktioniert ohne Probleme. Problematisch ist meist der elektrische Anschluss in der Heizkammer, wo der alte Kessel ohne elektrische Versorgung (oder nur mit einer Steckdose für die Pumpe) war. Ein vollwertiger Drehstromanschluss muss her.
Szenario C: Ersatzheizung neben dem bestehenden Kessel
Einige Kunden möchten oder können den ursprünglichen Wärmequelle nicht vollständig aufgeben (z. B. Kamin mit Wasserhülle, Wärmepumpe) und möchten den SLOKOV SL ELEKTRO als Ersatz- oder Ergänzungsheizung einsetzen. In diesem Fall sprechen wir von einem bivalenten System mit zwei Wärmequellen. Die hydraulische Integration erfordert die Installation von Sicherheitsventilen und Rückschlagventilen für jede Wärmequelle, um Rückströmungen zu vermeiden. Die Regelung muss sicherstellen, dass beide Quellen nicht gleichzeitig arbeiten (es sei denn, es ist als bivalenter paralleler Betrieb beabsichtigt).
Bivalente Systeme sind technisch anspruchsvoller – wir empfehlen immer, sich mit einem Planer oder erfahrenen Service-Techniker zu beraten. Mehr zum Thema Auswahl des richtigen Modells finden Sie im Artikel „Wie wählen Sie den Elektroheizkessel SLOKOV – auf was Sie achten sollten".
Szenario D: Neuanlage in einem sanierten Haus
Die Sanierung eines älteren Hauses mit zusätzlicher Dämmung reduziert die Wärmeverluste – und somit auch die Anforderungen an die Leistung des Kessels. Wenn der Kunde ein 1960er-Jahre-Einfamilienhaus dämmt, können die Wärmeverluste von ursprünglich 20–25 kW auf 8–12 kW sinken. In solchen Fällen kann der SLOKOV SL ELEKTRO 10 vollständig ausreichen, wo ursprünglich ein Kessel mit doppelter Leistung stand. Die korrekte Bestimmung der Leistung ist entscheidend – hierzu widmen wir uns im Artikel „Welche Leistung hat der Elektroheizkessel SLOKOV für mein Haus".
7. Entlüften des Systems und erste Aufheizung
Nach der hydraulischen und elektrischen Verkabelung folgt eine Phase, die von vielen unterschätzt wird: das korrekte Entlüften und die erste Aufheizung des Systems. Luft im System ist der Feind des Elektroheizkessels – sie verursacht Lärm, Korrosion und in Extremfällen Defekte der Umwälzpumpe (Kavitation).
Ablauf der ersten Aufheizung:
- Füllen Sie das System auf einen Druck von 1,5 bar bei kalter Temperatur.
- Starten Sie den Kessel bei niedriger Temperatur (z. B. 40 °C) und lassen Sie die Pumpe 10–15 Minuten bei Kreislauf ohne Heizung laufen (wenn der Kessel das zulässt), oder direkt mit sanfter Heizung.
- Entlüften Sie schrittweise alle Heizkörper von der höchsten Etage nach unten. Es reicht, wenn Wasser ohne Blasen austritt.
- Überprüfen Sie den Druck – nach dem Entlüften kann er sinken, füllen Sie auf 1,5 bar auf.
- Erhöhen Sie die eingestellte Temperatur auf den Betriebswert und beobachten Sie das System weitere 30 Minuten.
- Nach der vollständigen Aufheizung prüfen Sie den Druck erneut – bei voller Betriebstemperatur (ca. 70 °C) sollte er nicht 2,5 bar überschreiten. Wenn doch, ist das Ausdehnungsgefäß überdimensioniert oder falsch eingestellt.
Falls Sie nach der ersten Aufheizung Knacken oder Blasen in den Heizkörpern hören, entlüften Sie erneut. Manchmal ist es notwendig, 2–3× in den ersten Tagen des Betriebs zu entlüften, bis die Luft aus dem System vollständig verschwunden ist.
8. Häufige Fehler bei der Verkabelung – was wir in der Praxis gesehen haben
Nach Jahren von Montagearbeiten wiederholen sich immer wieder dieselben Fehler. Hier sind sie aufgelistet, um sie zu vermeiden:
- Sicherheitsventil hinter Kugelhahn: Der Hahn ist geschlossen, der Kessel überhitzt ohne Möglichkeit des Druckabbaus. Das Sicherheitsventil MUSS immer direkt an der Leitung sein, ohne Möglichkeit des Verschlusses davor.
- Unterdimensionierte Verkabelung: Kabel 2,5 mm² für einen 23kW Kessel ist riskant – Überhitzung der Isolierung, Brandgefahr. Immer nach Tabelle dimensionieren mit Reserve.
- Vergessener Korrosionsinhibitor: Neuer Kessel in altem System ohne Inhibitor – nach einem Jahr ist der Wärmetauscher korrodiert und die Umwälzung beschädigt durch Magnetit.
- Falsche Position des Kessels (unter der Höhe der Heizkörper): Der Kessel muss so installiert sein, dass das Entlüften des Systems während des Betriebs möglich ist.
- Fehlendes Rückschlagventil bei bivalenter Anlage: Ohne Rückschlagventil kann eine Wärmequelle die andere erwärmen – bei Gasheizkessel kann das Kondensation und Korrosion verursachen, bei Elektroheizkessel kann es zu Fehlfunktionen der Sensoren kommen.
- Nicht aktualisierte Regelungseinstellungen: Nach dem Kesseltausch blieben die alten Temperaturwerte für den alten (größeren) Kessel – der Kessel arbeitet unnötig auf maximale Leistung und überhitzt die Räume.
9. Gesetze, Prüfungen und Inbetriebnahme
Die Anschlussung des Elektroheizkessels muss den geltenden gesetzlichen Bestimmungen der SR entsprechen – insbesondere STN 33 2000 (elektrotechnische Normen), STN EN 12828 (Heizsysteme) und der Verordnung č. 508/2009 Z. z. über die Sicherheit elektrischer Anlagen.
Nach der Installation ist eine fachmännische Prüfung und Inbetriebnahme (OPaS) der Elektroinstallation durch eine Person mit entsprechender Qualifikation vorgeschrieben. Das Ergebnis ist der Prüfbericht – ein Dokument, das Sie bei einer möglichen Versicherungsereignis oder beim Verkauf der Immobilie benötigen. Ohne dieses Dokument ist die Installation aus versicherungstechnischer Sicht illegal, selbst wenn sie technisch in Ordnung ist.
Für die elektrische Tarif: Falls Sie den Kessel in Kombination mit der Nachtzeit (HDO) nutzen möchten, müssen Sie bei Ihrem Verteiler das Abnahmepunkt mit der entsprechenden Tarif anmelden. Die Installation des HDO-Empfängers und die korrekte Verbindung mit der Steuerung des Kessels ist ein eigenständiges Thema – mehr dazu im Artikel „Elektroheizkessel SLOKOV und Nachtzeit – wie man die Heizung einstellt".
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich den SLOKOV SL ELEKTRO an den Ort anschließen, an dem sich früher der Gasheizkessel befand, ohne die Hydraulik zu ändern?
In den meisten Fällen ja – sofern das ursprüngliche System eine geschlossene Ausdehnungsflasche, einen funktionierenden Sicherheitsventil und eine Anlage mit gezwungenem Kreislauf hat. Es ist notwendig, den Durchmesser der Anschlüsse (SLOKOV hat G 1") und den Zustand der Leitungen zu prüfen. Das Gasrohr muss von einer berechtigten Firma abgedichtet und versiegelt werden. Der elektrische Anschluss ist immer neu – der alte Anschluss für den Gasheizkessel (230 V, 16 A) reicht nicht für den Elektroheizkessel mit Leistung 10–26 kW.
Muss ich die gesamte Leitung ersetzen, wenn ich im Haus ein altes System mit Gusseisenheizkörpern habe?
Nein, Gusseisenheizkörper sind hydraulisch mit dem Elektroheizkessel SLOKOV kompatibel. Sie haben zwar ein größeres Wasservolumen (längere Aufheizzeit), funktionieren aber verlässlich. Wichtig ist, den Zustand der Verbindungen und Dichtungen zu prüfen, das System zu spülen und Inhibitor hinzuzufügen. Leitungen ersetzen Sie nur, wenn sie physisch beschädigt oder so verstopft sind, dass das Spülen nicht ausreicht.
Was, wenn ich den SLOKOV auch mit einem Warmwasserspeicher kombinieren möchte?
Die Kessel SLOKOV SL ELEKTRO sind primär für die Heizung vorgesehen. Für die Warmwasserbereitung kann ein externer Warmwasserspeicher mit elektrischem oder Wärmetauscher-Heizung verwendet werden. Wenn Sie eine Quelle für Heizung und Warmwasser in einem haben möchten, ist typischerweise ein indirekter Speicher (Schlangenwärmetauscher) angeschlossen an den Kesselschleife über einen Drehschieber mit Priorität für Warmwasser. Dieses Lösung erfordert korrekte hydraulische Planung.
Welcher Druck sollte im System bei Betrieb sein?
Kalt (Wassertemperatur unter 30 °C) sollte der Druck im Bereich 1,2–1,5 bar liegen. Bei voller Betriebstemperatur (60–75 °C) steigt der Druck aufgrund der thermischen Ausdehnung des Wassers – typischerweise auf 1,8–2,3 bar. Wenn der Druck kalt unter 1 bar fällt, weist das auf eine Undichtigkeit oder eine zu niedrige Vorlauftaste im Ausdehnungsgefäß hin. Wenn der Druck bei voller Temperatur über 2,5 bar steigt, ist das Ausdehnungsgefäß entweder zu klein oder falsch
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