Abmessungen und Arten von Flanschen – Was bedeuten die Normen DN und PN bei Pumpen
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Maße und Arten von Flanschen – Was bedeuten die Normen DN und PN bei Pumpen
Wenn ein Kunde ein erstes Flansch-Umwälzpumpe bestellt und auf dem Lieferschein Bezeichnungen wie DN 50 PN 6 oder DN 80 PN 16 findet, schaut er sich meist nur den Rohrdurchmesser an und hofft, dass es passt. In der Praxis endet das meistens entweder mit einer verzögerten Montage oder – im schlimmsten Fall – mit einer Rücksendung, weil die Flansche physisch nicht auf die Gegenflansche des bestehenden Systems passen. Dieser Artikel erklärt daher die Normen DN und PN im Detail – nicht nur, was diese Abkürzungen bedeuten, sondern auch, warum sie für Flansch-Umwälzpumpen entscheidend sind und wie man damit richtig umgeht bei der Auswahl, Planung und Montage.
Was ist eine Flansch und warum existiert sie
Die Flansch (englisch flange, deutsch Flansch) ist eine erweiterte Platte oder Kante am Ende eines Rohres, einer Armatur oder einer Pumpe, die es ermöglicht, zwei Komponenten fest, dicht und demontierbar zu verbinden. Im Gegensatz zu Gewindesteckverbindungen (wo Komponenten ineinander geschraubt werden) wird eine Flanschverbindung so realisiert, dass zwei Gegenflanschen aneinandergelegt werden, zwischen sie ein Dichtung gelegt wird und alles mit Schrauben zusammengezogen wird.
Der Grund, warum Flanschverbindungen bei Umwälzpumpen für Heizung und Wasser in höheren Leistungsklassen dominieren, ist einfach: Demontierbarkeit. Die Pumpe kann aus dem System genommen werden, ohne dass das Rohr geschnitten werden muss. Bei Wartungsarbeiten, Lagerwechseln oder einer kompletten Austauschung des Aggregats ist das eine entscheidende Vorteil. Deshalb sind alle größeren Umwälzpumpen für Industriebauten, Kesselhäuser und größere Heizungsnetze standardmäßig mit flanschierten Anschlüssen ausgestattet.
Schnitt durch eine Flanschverbindung: zwei Flansche mit Schrauben und Dichtung dazwischen.
Norm DN – Nennweite (Diamètre Nominal)
Die Abkürzung DN stammt aus dem Französischen Diamètre Nominal, im Deutschen spricht man von Nennweite oder Nennweitenklasse. Es handelt sich um eine dimensionslose Zahl, die den ungefähren Innendurchmesser des Rohres oder der Armatur in Millimetern angibt. Das Wort „ungefähr“ ist hier entscheidend – DN ist nicht der exakte Innendurchmesser, sondern eine normierte Klasse, die die Kompatibilität der Flansche in dieser Klasse gewährleistet, unabhängig vom Hersteller.
Die Norm EN ISO 6708 definiert eine Reihe von Nennweiten, mit denen man sich in der Praxis der Heizungsanlagen am häufigsten begegnet:
- DN 25 – entspricht ungefähr 1" Rohr, üblich bei kleineren Systemen
- DN 32 – entspricht 5/4" Rohr
- DN 40 – entspricht 6/4" Rohr (1½")
- DN 50 – entspricht 2" Rohr, sehr verbreitet bei mittelgroßen Kesselhäusern
- DN 65 – Bereich zwischen den Standard-Zollmaßen, üblich bei europäischen Systemen
- DN 80 – entspricht 3" Rohr, typisch für große Kesselhäuser und Industriebauten
- DN 100 – entspricht 4" Rohr, für zentrale Wärmequellen
- DN 125 – höhere Leistung, Verteilsysteme
- DN 150 und höher – industrielle Anwendungen, Wärmeversorgungen, Krankenhäuser, große Einkaufszentren
Es ist wichtig zu verstehen, dass bei gleicher DN der echte äußere Durchmesser der Flansche unterschiedlich sein kann, je nach PN-Klasse. Die Flansche DN 50 PN 6 und DN 50 PN 16 haben die gleiche Nennweite im Anschluss, unterscheiden sich jedoch in Dicke, Durchmesser der Bohrungskreis (PCD – Pitch Circle Diameter) und Anzahl der Schraubenbohrungen. Diese Tatsache ist eine der häufigsten Ursachen für Verwechslungen auf Baustellen.
Norm PN – Nennspannung (Pression Nominale)
Die Abkürzung PN stammt aus dem Französischen Pression Nominale, was Nennspannung bedeutet. Sie gibt den maximal zulässigen Überdruck (in Bar) bei einer Referenztemperatur des Mediums von 20 °C an. Die Norm EN 1092-1 definiert folgende Standardklassen:
- PN 6 – maximaler Überdruck 6 bar bei 20 °C; typisch für Niederdruckleitungen von Trinkwasser, Fußbodenheizungen
- PN 10 – 10 bar bei 20 °C; übliche Heizungssysteme in Einfamilienhäusern und Wohnkomplexen
- PN 16 – 16 bar bei 20 °C; am verbreitetsten in Kesselhäusern, gewerblichen Gebäuden und industriellen Heizsystemen
- PN 25 – 25 bar; Hochdruckanwendungen in der Industrie, Dampfsysteme
- PN 40 – 40 bar; spezielle industrielle und energietechnische Anwendungen
Beim Kauf einer Flansch-Umwälzpumpe aus der Kategorie Umwälzpumpen flansch ist es immer notwendig zu prüfen, ob die PN-Klasse der Pumpe mit der Druckklasse der übrigen Armaturen und Rohre im System übereinstimmt. Wenn beispielsweise der Planer eine Leitung mit Flanschen PN 16 entworfen hat und die Pumpe mit PN 6 geliefert wird, passen die Flansche physisch nicht – der Bohrungskreis der Schraubenbohrungen hat einen anderen Durchmesser.
Die Flansche DN 50 PN 6 und PN 16 weisen die gleiche Bohrung auf, unterscheiden sich jedoch im Außendurchmesser und im Passmesser – sie sind nicht austauschbar.
Maßtabellen für Flansche gemäß EN 1092-1
Die konkreten Maßwerte sind genormt und verbindlich. Für die Praxis in Heizkesseln sind vor allem diese Werte relevant (alle Maße in mm, Schrauben in metrischen Gewinden):
| DN | PN | Außendurchmesser des Flansches D (mm) | Passmesser PCD (mm) | Anzahl der Bohrungen | Bohrungsdurchmesser (mm) | Schrauben |
|---|---|---|---|---|---|---|
| DN 40 | PN 6/10 | 150 | 110 | 4 | 18 | M16 |
| DN 40 | PN 16 | 150 | 110 | 4 | 18 | M16 |
| DN 50 | PN 6/10 | 165 | 125 | 4 | 18 | M16 |
| DN 50 | PN 16 | 165 | 125 | 4 | 18 | M16 |
| DN 65 | PN 6/10 | 185 | 145 | 4 | 18 | M16 |
| DN 65 | PN 16 | 185 | 145 | 8 | 18 | M16 |
| DN 80 | PN 6/10 | 200 | 160 | 8 | 18 | M16 |
| DN 80 | PN 16 | 200 | 160 | 8 | 18 | M16 |
| DN 100 | PN 6/10 | 220 | 180 | 8 | 18 | M16 |
| DN 100 | PN 16 | 235 | 190 | 8 | 22 | M20 |
| DN 125 | PN 16 | 270 | 220 | 8 | 26 | M24 |
| DN 150 | PN 16 | 300 | 250 | 8 | 26 | M24 |
Hinweis: Die Maße sind orientierend gemäß EN 1092-1 Typ 01 und 02. Immer die Maßdokumentation des konkreten Herstellers des Pumpen überprüfen, da einige Hersteller (insbesondere bei PN 6 und PN 10) gleiche Flanschabmessungen für beide Druckstufen angeben, andere jedoch unterscheiden.
Flanschtypen gemäß EN 1092-1 – nicht alle Flansche sind gleich
Die Norm EN 1092-1 unterscheidet mehrere Flanschtypen nach konstruktiver Ausführung und Anschluss an Rohrleitung oder Pumpenkörper. Für die Heizungstechnik sind vor allem:
- Typ 01 – ebener Flansch (Flat face): Die Dichtung wird über die gesamte Stirnfläche des Flansches gelegt. Wird bei niedrigen Drücken (PN 6, PN 10) und bei Verbindung mit einer gegengleichen Gusseisenflansch verwendet. Typisch für Guss.
- Typ 02 – erhöhter Flansch (Raised face, RF): Der Mittelteil des Flansches ist leicht erhöht (um 2 mm bei PN 6–16, um 7 mm bei PN 25 und höher). Die Dichtung liegt nur auf diesem erhöhten Ring. Dies ist der am weitesten verbreitete Typ in der europäischen Praxis für PN 16 und höher.
- Typ 05 – Ringnut (Ring-type joint, RTJ): Spezielle Anwendung bei hohen Drücken und Temperaturen, in der Standardheizungspraxis kommt sie nicht vor.
- Losflansch mit Ring: Der Flansch ist weder geschweißt noch verschraubt an der Rohrleitung, sondern hält auf einer Halterung. Erlaubt Drehung – bei der Montage müssen daher immer die Bohrungen ausgerichtet werden. Vorteilhaft bei beengten Montagebedingungen.
Für Flansch-Umwälzpumpen gilt, dass der Pumpenkörper die Flansche direkt als Teil der Gehäuseabformung oder als Bohrung besitzt. Der Flanschtyp (Form der Stirnfläche) ist vom Hersteller definiert und muss mit dem Typ des Gegenflanschs im Rohrleitungssystem übereinstimmen. Die Kombination RF + FF (Flansch mit Fläche) ist theoretisch mit geeigneter Dichtung möglich, wird in der Praxis beim Heizungsbau jedoch empfohlen, den gleichen Typ beizubehalten.
Wie man bestehende Flansche an der Montagestelle korrekt identifiziert
Dies ist eine praktische Situation, mit der der Monteur beim Austausch einer Pumpe in einer bestehenden Heizung konfrontiert wird. Der Ablauf ist wie folgt:
1. Messen Sie den äußeren Durchmesser des Flansches – mit einem Maßband oder Messschieber den äußeren Rand des Flansches messen. Mithilfe der Tabelle EN 1092-1 lässt sich das wahrscheinliche DN bestimmen.
2. Messen Sie den Passbolzenkreis (PCD) – den Abstand vom Mittelpunkt einer Schraube zum Mittelpunkt der gegenüberliegenden Schraube bei 4-Loch-Flanschen oder den Winkel bei 8-Loch-Flanschen. Bei 4 Löchern: PCD = Abstand zwischen den Mittelpunkten der gegenüberliegenden Löcher. Bei 8 Löchern: PCD = Abstand zwischen den Schraubenbohrungen × 1/sin(22,5°).
3. Zählen Sie die Anzahl der Schraubenbohrungen – vier Löcher entsprechen in der Regel kleineren DN bis DN 80, acht Löcher sind ab DN 65 PN 16 und größeren DN üblich.
4. Überprüfen Sie den inneren Durchmesser des Halses – den Durchmesser der Bohrung in der Mitte des Flansches direkt messen und mit tabellarischen DN-Werten vergleichen.
5. Überprüfen Sie die PN – wenn keine Dokumentation oder Aufkleber vorhanden sind, kann die PN aus der Kombination von äußerem Durchmesser, PCD und Lochdurchmesser abgeleitet werden. Wenn der äußere Durchmesser und der PCD mit der Tabelle für PN 10 übereinstimmen, aber das System ursprünglich für einen Kessel mit maximal 3 bar Betriebsdruck geplant wurde, handelt es sich wahrscheinlich um PN 10, was eine sichere Wahl für das normale Heizsystem darstellt.
Drei Schlüsselmaße des Flansches: äußerer Durchmesser D, Passbolzenkreis PCD und innerer Durchmesser d.
Warum die PN-Klasse nicht nur für den Druck, sondern auch für die Temperatur wichtig ist
Hier geraten viele Installateure und Planer in die Irre. Der Nenndruck PN ist bei einer Mediumtemperatur von 20 °C definiert. Bei höheren Temperaturen – was in der Heizung üblich ist – sinkt der zulässige Betriebsdruck.
Beispiel: Ein Gussflansch PN 16 kann bei einer Mediumtemperatur von 120 °C nur bis zu ca. 10 bar sicher arbeiten, bei 150 °C nur bis zu 6–7 bar. Dieser Faktor ist in den Druck-Temperatur-Diagrammen enthalten, die Hersteller von Pumpen und Armaturen in ihre technischen Dokumentationen einfügen.
Für normales Niedertemperaturheizsystem (Wärmeträger bis 90 °C) ist die PN-Klasse 10 aus Temperatursicht standardmäßig ausreichend, doch die meisten Heizungen planen heute auf PN 16, weil:
- Reserven bei möglichen Übergangszuständen (Start, Ausfall der Ausdehnungsgefäßes)
- Kompatibilität mit den am häufigsten verwendeten Armaturen und Schiebern auf dem Markt
- Möglichkeit, Kessel mit höherem maximalen Überdruck (10–12 bar) anzuschließen
- Der Preisanstieg zwischen PN 10 und PN 16 bei normalen Größen ist minimal
Praktische Beispiele von Aufträgen – wie es in der Praxis aussieht
Beispiel 1 – Wohnhaus, Austausch einer bestehenden Pumpe: Der Hausverwalter stellte fest, dass die Pumpe in der Heizung nach 20 Jahren am Ende ihrer Lebensdauer ist. Vor Ort sind Flansche ohne jeglichen Aufkleber. Der Monteur misst einen äußeren Durchmesser von 185 mm, einen Passbolzenkreis von 145 mm, vier Schraubenbohrungen mit 18 mm Durchmesser und einen inneren Durchmesser (Durchmesser) von ca. 63 mm. Die Tabelle sagt: DN 65, PN 6/10. Das System ist alt, Niedertemperatur, der Druck überschreitet sicherlich nicht 4 bar. Die neue Pumpe wird bestellt als DN 65 PN 10 – sie passt perfekt, ohne jegliche Änderung an der Rohrleitung.
Beispiel 2 – Industriehalle, neue Installation: Der Planer entwarf ein Verteilsystem für eine Produktionshalle mit einem Kessel mit maximal 12 bar Betriebsdruck. Alle Armaturen im Projekt sind PN 16. Die Pumpe wurde bestellt als DN 80 PN 6, was ein absoluter Fehler ist – nicht nur drucktechnisch unzureichend, sondern die Flansche würden bei der Montage nicht passen (der Unterschied im PCD kann bis zu 15 mm betragen). Der Auftrag wurde ausgesetzt, die Pumpe gegen eine korrekte DN 80 PN 16 ausgetauscht. Dies ist ein klassischer Fall, bei dem Einsparungen durch eine geringere Druckklasse zu Verzögerungen und zusätzlichen Kosten für Transport hin und zurück führten.
Beispiel 3 – Heizungsumbau in einer Schule: Beim Umbau wurde die Pumpe DN 50 ausgetauscht. Die bestehenden Flansche waren aus Guss, Typ 01 (flache Fläche). Die neue Pumpe kam mit Flanschen vom Typ 02 (Raised Face – Vorsprung). Es war notwendig, ein spezielles Flächendichtung statt der Standard-Ringdichtung zu verwenden, um den Vorsprung nicht schleifen zu müssen. Alternativ – das Erwerben von Übergangsdichtungen – war günstiger und schneller.
Beispiel 4 – Hotel, Austausch der Pumpe während der Saison: Der Hotelmanager wollte die Pumpe so schnell wie möglich austauschen. Die Pumpe war im System ohne abschließende Flanschventile direkt an der Pumpe (es gab nur eine entfernte Absperreinrichtung). Der Abbau der flanschbasierten Pumpe ohne kurze abschließende Hähne oder Flanschabsperren direkt hinter den Flanschen der Pumpe erforderte das Entleeren des gesamten Systems. Fazit: Bei jeder flanschbasierten Pumpe ist es fachmännischer Standard, abschließende Ventile mit demselben DN wie die Pumpe direkt vor und hinter der Pumpe zu installieren – gerade wegen der einfachen zukünftigen Austauschbarkeit.
Kompatibilität mit amerikanischen Normen ANSI/ASME B16.5
Im tschechischen und slowakischen Umfeld ist dies eher ein Randthema, wird aber bei der Einfuhr von Technologien aus Übersee oder bei speziellen Industrieprojekten relevant. Die amerikanische Norm ANSI/ASME B16.5 verwendet anstelle des DN/PN-Systems ein System von Zoll-Nenndurchmessern (NPS – Nominal Pipe Size) und Druckklassen, die als Class 150, Class 300, Class 600 usw. bezeichnet werden.
Ein direkter Umrechnung gibt es nicht – Class 150 ist nicht identisch mit PN 16, auch wenn sie sich nahekommen. Die Bohrungabstände sind unterschiedlich und die Flansche sind nicht direkt kompatibel. Bei jedem Zweifel an der Herkunft bestehender Flansche ist es notwendig, zu prüfen, ob es sich um EN- oder ANSI-Norm handelt, da andernfalls undichte oder sogar mechanisch untragbare Verbindungen entstehen können.
Dichtungen von Flanschverbindungen – Material und Auswahl
Ein Flansch ohne korrekte Dichtung ist wertlos. Für Heizungssysteme mit reinem Wasser sind die gängigsten Dichtungen:
- Nitritkautschuk (NBR) – beständig bis 100–120 °C, geeignet für warmes Wasser, verträgt keine Mineralöle und Glykol (nicht geeignet für Glykolgemische in Solar- oder Kühlsystemen)
- EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Monomer) – beständig bis 150 °C, hervorragend für heißes Wasser und Dampf, kompatibel mit Glykolgemischen, aber nicht geeignet für Kohlenwasserstoffe
- Grafitdichtungen – für höhere Temperaturen (Dampf, heißes Wasser über 150 °C), chemisch inert, ausgezeichnete Kompressibilität
- PTFE (Teflon) – chemisch sehr beständig, für aggressive Medien, Preis ist höher
Die Dicke der Dichtung bei Standardflanschen PN 6–16 beträgt standardmäßig 2–3 mm. Bei raised face (Typ 02) Flanschen wird die Dichtung nur auf den erhöhten Ring, nicht auf die gesamte Fläche gelegt. Wichtig ist die korrekte Einstellung des Anzugsmoments der Schrauben – überdimensionierter Anzug kann die Dichtung zermalmen, unzureichender Anzug führt zu Undichtigkeiten. Schrauben werden kreuzweise, nicht kreisförmig, in mehreren Stufen mit Drehmomentchlüssel angezogen.
Die korrekte Reihenfolge beim Anziehen der Flanschschrauben verhindert ungleichmäßige Druckverteilung und Undichtigkeiten.
Beziehung zwischen DN/PN, Leistung und Durchfluss der Umwälzpumpe
Die Wahl des DN beeinflusst direkt die Strömungsgeschwindigkeit des Mediums durch den Pumpenkopf und somit auch die hydraulischen Verluste und den Lärm. Für Umwälzpumpen in der Heizung gilt die Empfehlung, dass die Strömungsgeschwindigkeit im Kopf nicht mehr als 1,5–2,0 m/s bei Nennleistung überschreiten sollte. Bei höheren Geschwindigkeiten steigt der Lärmpegel und das Kavitationsrisiko.
Einfache Berechnung: Q (m³/h) = v (m/s) × A (m²) × 3600, wobei A die Querschnittsfläche des Kopfes ist. Bei DN 50 (innerer Durchmesser ca. 54 mm, Fläche ≈ 22,9 cm²) bei v = 1,5 m/s ergibt sich ein Durchfluss von Q ≈ 1,5 × 0,00229 × 3600 = ca. 12,4 m³/h. Bei DN 65 (innerer Durchmesser ca. 70 mm, Fläche ≈ 38,5 cm²) ist es bei gleicher Geschwindigkeit Q ≈ 20,8 m³/h.
Dies ist der Grund, warum große Flansch-Umwälzpumpen mit hohem Durchfluss nicht mit zu kleinem DN installiert werden – die Geschwindigkeit würde ansteigen, die hydraulischen Verluste wären unannehmbar hoch und die Kavitation würde die Pumpe schnell zerstören. Mehr zur Beziehung zwischen Durchfluss und Förderdruck finden Sie im Artikel Welcher Durchfluss und Förderdruck benötige ich für meine Flansch-Umwälzpumpe.
Flansch-Umwälzpumpen und Montagestücke (Montagestücke)
In der Praxis kommt es häufig vor, dass ein neues Pumpenmodell zwar das gleiche DN und PN hat, aber andere Baumaße (Baulänge – Gesamtlänge der Pumpe zwischen den Flanschauflageflächen) aufweist. Beispielsweise hatte das ursprüngliche Pumpenmodell eine Baulänge von 450 mm und das neue 420 mm. In solchen Fällen sind Lösungen:
- Montagestück (Distanzscheibe) – Stahl- oder Gussring mit korrektem DN/PN, der die Montage auf die gewünschte Weite verlängert
- Verschiebung der Rohrleitung – wenn möglich, ein Rohrflansch verschieben (flexible Rohrleitungsbefestigung)
- Wellrohre (Ausdehnungsstücke) – Gumm- oder Metallwellrohre, die auch die Differenz der Baulänge aufnehmen können
Deshalb sollten Sie vor der Bestellung eines Ersatzpumpenmodells nicht nur DN und PN, sondern auch die Baulänge L (Face-to-Face-Maß zwischen den Flanschauflageflächen) messen. Größere Hersteller geben die Baulängen nach Norm EN 1151 oder EN ISO 2858 an und es ist möglich, kompatible Ersatzteile verschiedener Marken bei gleichen DN/PN/L zu finden.
Normen relevant für Flansch-Umwälzpumpen – Überblick
Für Vollständigkeit geben wir einen Überblick über die Normen, mit denen man bei Flansch-Umwälzpumpen konfrontiert wird:
- EN ISO 6708 – Definition des Nenndurchmessers DN
- EN 1092-1 – Flansche und Flanschverbindungen, Stahlflansche (Typ 01 bis 15)
- EN 1092-2 – Gussflansche
- EN 1092-3 – Flansche aus Kupferlegierungen
- EN 13480 – industrielle Rohrleitungssysteme
- EN ISO 2858 – Maßanforderungen an einstufige Zentrifugalpumpen (gilt für einige Arten von Flansch-Umwälzpumpen)
- EN 1151-1 – Umwälzpumpen für Trinkwasser und Heizung, Baulängen
- DIN 24255 – ältere deutsche Norm für Baulängen (immer noch relevant bei älteren Installationen)
Weitere Informationen zum Prozess der Auswahl der richtigen Pumpe für ein spezifisches System finden Sie im Artikel Wie wählt man eine Flansch-Umwälzpumpe für ein Heizungssystem aus, in dem die Auswahlkriterien umfassend behandelt werden, einschließlich hydraulischer Parameter.
Häufige Fehler bei der Auswahl von DN und PN
Aus der Praxis wissen wir, dass die meisten Probleme bei der Montage von Flansch-Umwälzpumpen auf einige wiederkehrende Fehler zurückgehen:
- Verwechslung von PN 6 und PN 16 – bei gleichem DN können in einigen Größen die Flansche die gleichen Maße haben (z. B. DN 50 PN 6 = DN 50 PN 10 = DN 50 PN 16 hat den gleichen Außendurchmesser 165 mm und den gleichen PCD 125 mm), was zu einem falschen Sicherheitsgefühl führt. In anderen Größen (z. B. DN 100) unterscheiden sich die Maße.
- Ignorierung der Baulänge – die Pumpe passt druck- und maßtechnisch, aber „kürzt“ das System um 3 cm, was zu Spannungen in der Rohrleitung oder zur Notwendigkeit, die Rohrleitung zu verlängern, führt.
- Falscher Dichtungstyp – Ein NBR-Dichtung in ein System mit Glykol (Solaranlage, Frostschutzheizung) einsetzen führt zu schneller Degradation und Undichtigkeit.
- Verzicht auf Drehmomentchlüssel – Schrauben, die „nach Gefühl“ angezogen werden, führen zu ungleichmäßigem Dichtungsaufbau und sofortiger oder späterer Undichtigkeit.
- Verwechslung der amerikanischen und europäischen Norm – bei importierten Pumpen aus asiatischen Märkten, die manchmal nach ANSI und nicht nach EN zertifiziert sind.
Eine detailliertere Beschreibung typischer Montagefehler und deren Lösungen finden Sie im Artikel Montage einer Flansch-Umwälzpumpe – Vorgehensweise und häufige Fehler.
Wie liest man die Typenschilder von Flanschpumpen?
Jede Flansch-Umwälzpumpe besitzt ein Typenschild, auf dem neben Leistung und Durchfluss auch die Flanschparameter angegeben sind. Ein typischer Eintrag sieht beispielsweise so aus:
DN 65 / PN 16 / Baulänge 340 mm / Tmax 130 °C / pmax 10 bar
Diese Angabe besagt: Flanschdurchmesser DN 65, Flanschklasse PN 16, Bauform (Flanschabstand) 340 mm, maximale Mediumtemperatur 130 °C, maximaler Betriebsdruck 10 bar (was geringer ist als PN 16 = 16 bar, da bei höherer Temperatur der Druckgrenzwert der Pumpe geringer ist als die nominale Flanschklasse – begrenzt wird dies durch den Pumpenkörper, nicht durch den Flansch).
Beachten Sie, dass der maximale Betriebsdruck der Pumpe nicht immer mit dem PN-Wert des Flanschs übereinstimmt. Der PN-Wert des Flanschs ist die obere Grenze für den Flansch selbst bei 20 °C; die Pumpe kann aufgrund der Konstruktion des Laufrads, der Dichtungen oder des Pumpenkörpers einen niedrigeren Grenzwert aufweisen. Entscheidend ist immer der geringere der beiden Werte.
Zusammenfassung – was man sich zu DN und PN merken sollte
Zum Abschluss der fachlichen Teilfassung fassen wir das Wesentliche in mehreren Punkten zusammen, die sich direkt in der Praxis anwenden lassen:
- DN = Nennweite (ungefähre Leitungsbreite), nicht der exakte Innendurchmesser. Garantiert die Größekompatibilität von Flanschen verschiedener Hersteller.
- PN = Nennspannung bei 20 °C. Bei höheren Temperaturen sinkt der maximale Betriebsdruck entsprechend den Druck-Temperatur-Tafeln.
- Flansche gleicher DN, aber unterschiedlicher PN, sind nicht immer in der Größe verschieden – das hängt vom konkreten DN und der zugehörigen Norm ab.
- Beim Austausch einer Pumpe messen Sie immer DN, PN und die Bauform L.
- Der Flanschtyp (RF, FF) muss mit dem Gegenflansch kompatibel sein oder Sie müssen das richtige Dichtungstyp verwenden.
- Für das normale Heizsystem in Kesseln ist PN 16 ein sicherer und universeller Standard.
- Die Strömungsgeschwindigkeit im Rohr darf 1,5–2 m/s nicht überschreiten – bei der Auswahl von DN prüfen Sie dies durch Berechnung.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich eine Pumpe DN 50 PN 16 an ein bestehendes Rohr mit Flanschen DN 50 PN 6 anschließen?
In vielen Fällen ja – für die Größe DN 50 sind die Abmessungen von Flanschen PN 6 und PN 16 gemäß EN 1092-1 identisch (Außendurchmesser 165 mm, PCD 125 mm, 4 Bohrungen M16). Die Flansche passen physisch. Der Systemdruck darf jedoch nur so hoch sein, wie es der schwächere Bauteil erlaubt – also die PN 6-Flansch (6 bar bei 20 °C, weniger bei höheren Temperaturen). Bei einem Systemdruck bis 3–4 bar ist das sicher. Immer die Abmessungstabelle für die konkrete DN-Größe prüfen, da sich bei DN 100 und darüber die Abmessungen von PN 6/10 und PN 16 unterscheiden.
Was bedeutet es, wenn das Pumpenkatalog DN 50/32 angibt?
Diese Bezeichnung bedeutet, dass der Ansauganschluss (Eingang) der Pumpe einen Durchmesser von DN 50 hat und der Druckanschluss (Ausgang) einen Durchmesser von DN 32. Dies ist bei bestimmten Pumpentypen mit radialer oder axialer Laufradkonstruktion üblich, bei denen der Ansaugkanal absichtlich erweitert wird, um die Geschwindigkeit zu reduzieren und das Risiko von Kavitation zu minimieren. Beim Bestellen von Gegenflanschen, Schließarmaturen und Dichtungen müssen zwei verschiedene Größen bestellt werden.
Gibt es eine maximale Temperatur, bis zu der ich eine flanschgebundene Pumpe betreiben darf?
Ja, die maximale Temperatur hängt von der Bauart der Pumpe und den verwendeten Materialien ab. Typischerweise liegt dieser Wert bei 130 °C bis 160 °C. Immer die Angaben des Herstellers auf dem Typenschild und in der technischen Dokumentation prüfen. Bei Temperaturen über 130 °C kann der maximale Betriebsdruck sinken, da die Dichtungen und der Pumpenkörper weniger belastbar sind.
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